Öffentlich - Rechtliche Soziale medien

Wir haben ein Recht auf soziale Medien, die von unseren Gebühren finanziert werden und uns vor Schäden zum Beispiel durch dem Jugendschutz schädliche Algorhytmen sowie grundgesetzwidrige Propaganda politischer Extremisten oder monetäre Interessen von Monopolisten und Milliardären mit politisch - autoritären Ambitionen wirksam schützt.

Die Grünen fordern das ebenso wie viele Andere.

Um europäisch medial wieder unabhängig zu werden wäre dies ein möglicher Schritt unter Führung der EU.

Ist dies eine praktikable Lösung für eine Maßnahme gegen die Dominanz der Tech Milliardäre ?

Wie würde eine Europäische Plattform aussehen , die von den jetzigen Nutzern sozialer Medien angenommen wird ?

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Schön wär’s…
Aber ich weiß nicht, ob ich es den ör Medien zutraue, das ins Laufen zu bringen.
Ich würde aber alle Kanäle abonnieren, wenn sie es versuchen, als Unterstützung

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Erst einmal finde ich die Grundidee spannend - einfach, weil dadurch evtl. sichergestellt werden könnte, dass es tatsächlich eine neutrale Plattform gibt, die nach allen (rechtlich erlaubten) Richtungen offen ist.

Die Gefahr wäre, dass - sollte z.B. die AfD mit einer absoluten Mehrheit verfügen können, die Gefahren sprunghaft ansteigen könnten.

Wie ist also sicherzustellen, dass der Staat nur die Logistik stellt, aber keinerlei Einfluss nehmen kann.

Nehmen wir an, wir hätten 1933 bereits ein solches stattliches soziales Medium gehabt?

Wie viel effektiver hätten sich daraus für die Schergen der Gestapo Informationen sammeln lassen?

Anderseits weiß ich nicht, inwieweit schon heute der Staat darauf Zugriff hat, wenn er nur wollte …

Sicherlich wäre das Thema Jugendschutz nach heutigem Verständnis ungleich einfacher zu gestalten.

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Ich versuche gerade, mir den Moderationsprozess und Diskussion darüber vorzustellen…

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Wegen Unfähigkeit?

oder warum sonst traust du es ihnen nicht zu?

Wenn die ö-r Medien das umsetzen, müssen sie sich an unser Grundgesetz und alle Europäischen Regelungen halten. Das ist ein erheblicher materieller und personeller Aufwand.

Wenn Dienstleistungen sowie Gewinne mit sozialen Medien besteuert würden wäre das ganz schnell ein Thema. Der Digital Services Act wird bisher nicht angewandt.

Wenn diese auf META, Alphabet und X’s soziale Medien angewandt würden, könnten die entweder sofort schließen oder müssten Milliarden Strafen zahlen und danach komplett anders arbeiten.

Es ist also eine Art Angst vor der eigenen Courage…

Da der Rundfunkbeitrag für die Summe aller Medienangebote zu entrichten ist fehlt darin noch ein Hinweis, das dieser auch ein Angebot von “Sozialen Medien” durch ö-r Anbieter enthält.

Also bezahlen wir eigentlich schon etwas dafür.

Dieser Anteil wird jedoch noch nicht richtig bestimmt und verwendet.

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Selbst wenn die ÖR keine eigenen soziale Medien haben, sind sie schon mit unserem GEZ in den asozialen Medien unterwegs.
Einmal in gewisser Weise mit ihren Mediatheken und dann mit Funk mit YouTube Kanälen und vielleicht mehr. Worüber ich mir gerade Gedanken mache, ist wie ausgewogen die ÖR sind. Denn sie finanzieren sich ja auch mit dem Geld von CDU- und AfDwählern.
Die Tatsache, daß Theweßen und Hayali eine Bühne geboten und Ruhs gecancelt wurde weist aus meiner Sicht auf eine linke Schlagseite hin.
Wäre es nicht besser anstatt Ruhs zu canceln, Hayali die Gelegenheit zu geben ein Reactionvideo (Wie sich das bei YouTube nennt) auf Ruhs zu ermöglichen und umgekehrt?
Oder ist Ruhs schon eine Meinung, die wir canceln wollen. Ihr Magazinbeitrag zu Migration hat mir zwar nicht gefallen, war aber nicht rechtsradikal finde ich. Und sie dann zu feuern wegen einem Beitrag, bei dem jeder CDUler, der GEZ zahlt, mitgehen würde, ist aus meiner Sicht gegenüber den „rechtslastigen“ GEZ-Zahlern nicht korrekt.

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Ruhs hat künftig gleich viel Sendezeit wie bisher.
Bislang gab es - quasi in der Pilotstaffel - eine Co-Produktion von BR und NDR mit drei Folgen, die alle Julia Ruhs moderiert hat.
Künftig produzieren BR und NDR jeweils drei Sendungen dieses Formats mit jeweils eigener Moderation (was bei sehr vielen Formaten des ÖRR üblich ist).
Die drei Folgen des BR moderiert Julia Ruhs. Die drei des NDR werden von Tanit Koch moderiert.

Es wurden also lediglich die Produktionsrahmenbedingungen nach der Pilotstaffel verändert, was - deswegen macht man ja auch Piloten - vollkommen üblich ist.
Diese konservativ ausgerichteteSendung hat künftig als doppelt soviel Sendezeit, Julia Ruhs unverändert gleich viel. Und man spricht von canceln. Es ist wirklich absurd.

Der einzig wirklich große Fail war die Kommunikation des NDR, die es Julia Ruhs, Nius & Co zumindest ermöglicht hatte diese destruktive Debatte zu starten, die erfahrungsgemäß dann nicht mehr zu stoppen ist, weil die Nachmeldungen/Korrekturen dann nicht mehr so laut sind und was mal in den Köpfen ist, das bleibt halt auch leichter hängen, als es zu korrigieren.

(aus dem verlinkten Artikel:)

Blockzitat
"Der NDR hat eine Nachfolge für die abgesetzte dezidiert konservative ‚Klar‘-Moderatorin Julia Ruhs gefunden. Wie der Sender mitteilte, wird Tanit Koch die vom NDR verantworteten Folgen der Sendereihe ‚moderieren und auch redaktionell an dem Format mitarbeiten‘ . Das Magazin lief bisher mit drei Pilotfolgen, die alle von Ruhs moderiert wurden. Neue Folgen sind erst für 2026 geplant - die Sendung soll dann häufiger und laut NDR mit mehreren Moderatorinnen laufen."
(…)

Blockzitat
„Wir brauchen im NDR eine Vielfalt der Stimmen, und dazu gehören ganz ausdrücklich auch konservativere Stimmen. Am Ende geht es aber vor allem um journalistisches Handwerk, und Tanit Koch ist eine sehr erfahrene Journalistin.“*

Blockzitat
"Ironischerweise ist damit nun genau das Gegenteil von dem eingetreten, was Kritiker behauptet hatten: Denn statt konservative Stimmen mit der Ruhs-Entscheidung einzuschränken, verdoppelt die ARD diese im Fall von ‚Klar‘ sogar. Kann man sich eigentlich nicht ausdenken."

Blockzitat
" Julia Ruhs will diesen Abschied in keiner Weise professionell gestalten oder gar Schaden von ihrem Gerade-noch-Arbeitgeber abwenden . Sie trennt sich nur vom NDR und sie könnte jetzt natürlich sagen: Es wurde neu aufgestellt, wir haben das intern diskutiert. Ich freue mich auf meine künftige Arbeit beim BR. Sie arbeitet ja weiterhin für dieses System. Es ist ja nicht so, als würde sie jetzt in die private Wirtschaft wechseln, aber das tut sie nicht. Und ich glaube, sie tut es deswegen nicht, weil sie mehr für ihre Marke arbeitet, als für den Norddeutschen Rundfunk oder auch für den Bayerischen Rundfunk."

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Da gebe ich dir recht. Wenn sie weiterhin dabei ist, wurde sie nicht gecancelt. War mir aber nicht bekannt. D.h. wie du sagst, war die Kommunikation des NDR unterirdisch.

Die Reaktion mancher anderer Medien auch.

Das ist aber hier nicht das Thema. Da ich z.B. Bild, taz oder NIUS nicht finanziere, kann ich auch keine Ansprüche an ihre Reaktionen stellen.
Den NDR finanziere ich auch mit und deshalb darf ich ihn auch kritisieren.
D.h. ich sollte da vielleicht eine Email hinschicken. :wink:

Du darfst jedes Medium kritisieren, nicht nur die, die du finanzierst. Das wäre ja noch schöner.

In diesem Fall lässt sich das überhaupt nicht trennen, den die schlechte Kommunikation des NDR wurde erst durch die Perzeption und Reproduktion anderer Medien zu einer solchen. Ähnlich wie bei Habecks Heizungsgesetz.

Naja, wenn du sie so richtig finanzierst wie z.B. damals Berlusconi, dann findet deine Kritik viel mehr Gehör :wink:

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