In Israel wurden jetzt bei Ausgrabungen die Original Steintafeln entdeckt auf denen Moses die Gebote Gottes festgehalten hat. Die Sensation: Es waren nur neun Gebote!
Wie man auf den Originaltafeln eindeutig erkennen kann, wurde das zehnte Gebot nachträglich angefügt: Die Schrift ist viel kleiner und stammt eindeutig von einem anderen Steinmetz. Der Verdacht bestand ja schon lange, da das sog. zehnte Gebot ("„Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht die Frau deines Nächsten begehren, nicht seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel oder irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.“) viel länger ist als die anderen.
Weiteren gefundenen Tafelfragmenten zu folge soll es 20 Jahre nach Moses Tod eine Immobilientransaktion zwischen Moses Sohn und der Vereinigung der judäischen Hausbesitzer gekommen sein. Dies ist aber noch unbestätigt.
Ob diese Erkenntnisse auch Einfluss auf die sogenannten Neid-Debatten haben wird, ist aktuell noch nicht abzusehen.
Also mit „Du sollst nicht stehlen“ und „Du sollst nicht töten“ bin ich eigentlich einverstanden.
Vor kurzem einen Roman gelesen „Und Gott sprach: Es werde Jonas“. Da wird ein gewisser Jonas aus Berlin zum neuen Messias erwählt. Und nachdem Jonas endlich seinen neue Rolle akzeptiert hat, verkündet er sein erstes und einziges Gebot: „Sei kein Arschloch“. Sehr witzig zu lesen
Dieses Gebot hat ja sowieso einen besonders unappetitlichen ‚Beigeschmack‘ (frei nach Christopher Hitchens):
Am offensichtlichsten: Der weibliche Teil der menschlichen Spezies wird als gleichwertig zu sonstiger ‚beweglicher Habe‘ des Haushalts gewertet! (Diese Auffassung ist ja bis heute nicht global obsolet)
Der 2. (wesentliche) Einwand: Es ist das einzige Gebot, das Gedanken unter Strafe stellt, d.h. es wird keine Tat untersagt - es wir einem verboten über etwas auch nur Nachzudenken!
Eine frühe Definition von ‚thought crimes‘!
3. Fun fact: Versuch einen ‚Designfehler‘ zu korrigieren: einen Instinkt, ein Verlangen zu unterdrücken, das uns überhaupt erst von ‚Autor‘ dieses Gebots eingepflanzt wurde. Wie würden wir es sonst wissen?
Ja genau, das Experiment funktioniert nämlich typischerweise nicht… Und auch die Bibel ist nach heutigem Ermessen teilweise veraltet… Na ja, es gibt Berichte, dass die ersten Biebeltexte rund 10.000 Jahre alt sein sollen. Äh, das war interessanterweise in der Ackerbau Revolution als diese Texte entstanden sind. Es ist also ein Spätsteinzeitlicher Text. Also wirklich uralt… Damals sind die ersten moderneren Hochkulturen entstanden…
Das Experiment funktioniert genau richtig: Es gibt einen interessanten Effekt, der es wert ist, berichtet zu werden. Nur die Anweisung funktioniert nicht, der Effekt ist sogar paradox entgegen der Anweisung. DAS ist das Experiment.