Wer’s noch nicht mitbekommen hat:
Leben ohne Digitalzwang. Eine Initiative von Digitalcourage:
https://civi.digitalcourage.de/recht-auf-leben-ohne-digitalzwang
Wer’s noch nicht mitbekommen hat:
Leben ohne Digitalzwang. Eine Initiative von Digitalcourage:
https://civi.digitalcourage.de/recht-auf-leben-ohne-digitalzwang
Ich verstehe das leider noch nicht so ganz ![]()
Wo genau findet dieser digitale Zwang” denn genau statt?
Es ist zwar offenkundig so, dass viele Prozesse unseres gesellscahftlichen Lebens durch die Digitalisierung “optimiert” wird - das bedeutet doch aber bestenfalls, das jeder, der die Nutzung von digitalen Strukturen ablehnt, sich entsprechend einschränken muss (wobei die “Einschränkung” - wenn sie aus Überzeugung selbst gewählt wurde - oft gar nicht als Zwang und Einschränkung empfunden wird - sondern als Befreiung).
Wenn ich die Punkte, die auf der verlinkten Seite zu sehen sind, der Reihe nach durchgehe, so stelle ich fest, dass sie fast alle nicht so gefährdet sind, als dass sie von einer Petition gefortert werden müsste.
In der Einzelkritik bedeutet das aus meiner Sicht:
Teilhabe: Digitalzwang schließt viele Menschen aus: alte oder kranke Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen mit geringem Einkommen.
Die Digitalisierung führt für viele Menschen erst dazu, gute teilhabe zu haben, da vieles dadurch sehr viel einfacher wird als zu Großelterns Zeiten - es fehlt der seriöse Nachweis, dass durch eine Digitalisierung mehr Menschen von Teilhabe ausgeschlossen werden als davon in Bezug auf Teilhabe davon profitieren.
Nicht noch mehr Überwachung: Der Zwang, für bisher allgemein verfügbare Dienste nun ein Smartphone oder bestimmte Apps zu nutzen, führt zu immer neuen detaillierten Datensammlungen, die eine umfassende (kommerzielle) Überwachung aller Lebensbereiche ermöglichen.
Das Thema Datenschutz gibt es nicht erst seit der Digitalisierung! Es ist zweifelsohne ein wichtiges Thema - kann aber völlig getrennt von der Digitalisierung betrachtet werden!
Wahlfreiheit: Wir wollen frei entscheiden, wann wir mit einem Smartphone unterwegs sein wollen – und ob wir überhaupt eines besitzen. Wir wollen auch frei entscheiden können, welche Software und welches Betriebssystem wir auf unseren Geräten installieren.
Die Wahlfreiheit ist nicht gefährdet - ich kenne viele Menschen, die ganz ohne Handy, Smartphone etc. auskommen - alle berichten mir, dass für sie die Vorteile des “Verzichts” die Nachteile überwiegen (die es natürlich unbestritten gibt, da einiges ohne nicht geht)
Resilienz: Gesellschaftliche Abhängigkeit von digitalen Lösungen ist ein Risiko. Gut, wenn immer noch ein nicht-digitaler Weg zur Verfügung steht.
Auch das ist ein Punkt, der natürlich wichtig ist - aber ebenfalls nichts mit der Digitalisierung zu tun hat. Resilienz als Phänomen sollte man als gesellschaftlichen Bildungsauftrag unbedingt fördern. Auch er ist aber nicht an die Digitalisierung gekoppelt - die Resilienz gegen Ausfälle bzw. bestehende Abhängigkeiten ist eine Sozialkompetenz, die in allen Lebensbereichen auftritt - die Resilienz gegen die Abhängigkeit digitaler Lösungen ist nur ein Thema unter vielen. Die Fähigkeiten, die eigene Abhängigkeit (wovon auch immer) kritisch zu hinterfragen und möglichst zu verringern, ist also völlig unabhängig von digitalen Lösungen!
Hast Du für mich en paar Beispiele aus Deinem Erfahrungsbereich, die einen “Digitalzwang” als Begriff plausibel machen?
Mich erinnert das ein wenig an die Diskussion mit Impfgegnern, die den “Impfzwang” ablehnen.
Aber das ist erst einmal zugegeben eine (böse?!) Unterstellung meinerseits! Also bitte nicht überbewerten ![]()
Genau, wie die Digitalkompetenz.
Solange es für jeden Bürger einen Nicht-Digitalen Zugang zu dem Lebensnotwendigen gibt, sehe ich keinen Handlungszwang.
Vielleicht ist es sinnvoll, einen barrierefreien Zugang zu allen staatlichen Verwaltungsleistungen zu verankern? Das beträfe dann nicht nur die Digitalisierung.
Ich habe den Eindruck, dass du da rausliest “Digital = böse/Zwang“.
Erstens ist viel digitales schlicht meist schlecht gemacht, es wird einem digital nachgestellt (über Tracking usw.), ist hackbar, man weiß nicht, was im Hintergrund alles digital gemacht wird usw.
Und zweitens wird für digitales dann das analoge meist abgeschaft.
(Irgendwie scheint der Glaube/das Vertrauen zu bestehen, dass Stromausfälle, Hacking, Cyberangriffe und so komisches Zeugs es heutzutage ja nicht mehr geben kann. Früher mal, aber heutzutage nicht mehr. Oder einfach “positiv Denken”, was nicht sein darf, kann auch nicht sein.)
Auch bei der Arbeit. (Um nur ein Beispeil zu nennen) Hab mal einen Probetag bei einem Autohaus gemacht. Die hatten das, was bei vielen Unternehmen erst gar nicht erstellt oder wegeworfen wird, die Verträge noch auf Papier. Es haben wohl drei Backups versagt und sie waren datenlos.
Bis auf die Papierverträge. Aber diese werden in vielen Unternehmen weggeworfen, da ja nicht mehr nötig.
Ein paar Beispiele von mir privat: Bei manchen Ärzten sind Termine lediglich über eine App oder Doctolib erhaltbar. Es ist nicht möglich anderweitig einen Termin auszumachen. Weder telefonisch, noch postalisch oder persönlich, ausschließlich digital. Das gleiche bei AfA und GKV.
Als ich mal ein Paket an eine Packstation hab schicken lassen konnte das nur über die App von der Post an der Packstation abgeholt werden. Hatte kein Internet an der Packstation und bin deswegen nach Hause um die App runterzuladen. Dann hab ich mir diese d***e App runergeladen. Dann wieder zur Packstation. Die App funktioniert wohl nur mit Internetempfang. Irgendwann hab ich tatsächlich jemanden (nach langem Suchen nach einer Telefonnummer) telefonisch erreicht. Der meinte, das muss mit der App funktionieren aber hatte keine Ahnung wie die funktioniert. Letztenendes hatte ich halt Pech gehabt, konnte das Paket nicht aus der Packstation abholen und es wurde nach der entsprechend verstrichenen Zeit zurückgeschickt.
Und davor hab ich das jahrelang gemacht mit der Packstation, ohne Probleme. Aber seit her kann ich die Pakstation schlicht nicht mehr nutzen, da es ausschließlich digital geht.
Das ist für mich z.B. ein weiterer Digitalzwang, (selbst wenn’s digital gut gemacht wäre).
Gibt’s da auch einiges dazu (z.B. https://shop.digitalcourage.de/digitalcourage-buecher-und-broschueren/leena-simon-digitale-muendigkeit.html)
Eben das ist gemeint, es gibt teilweise eben keinen Nicht-Digitalen Zugang für jeden Bürger.
Und die Nicht-Digitalen Zugänge werden stetig abgebaut und mit dem digitalen ersetzt, statt das digitale als zusätzlich zu verstehen.
Wie viele reagieren, wenn ich weder E-Mail-Adresse noch Handynummer angebe, “wie stellen Sie sich das vor!!!“. Aber manche -aber das sind die wenigsten- sind davon sogar beeindruckt und verstehen das Problem daran nicht, wenn man eben nicht den halben Tag am Smartphone oder Laptop verbringen möchte.
Aber da bist gesellschaftlich halt auch ziemlich draußen. Man soll ja nicht ständig am Handy sein, aber man soll das und das und das erledigen, was man “alles bequem digital“ machen kann.
Unabhängig davon, dass die Impfpflichtdebatte gesellschalftlich sehr schädlich war, würdest du das nicht als Impfzwang bezeichnen, wenn du dich impfen lassen musst?
Es gab zudem nicht wenig an (inzwischen immerhin) anerkannten Impfschäden.
Also der hilfreichste Satz, den ich im Impfzentrum zur Verfügung hatte war: “Und sonst können Sie es sich noch anders überlegen. Es wird niemand gezwungen, sich impfen zu lassen.“
Das konnte ich nicht mehr sagen, als die Impfpflichtdebatte und Impfpflicht für das medizinische Personal kam.
Und wie auch einige Kollegen im Impfzentrum über die Leute geredet haben, die sich nicht haben impfen lassen. Und das war überwiegend med. Fachpersonal, sprich diese sollten Menschenachtung als Grundhaltung haben und eben nicht menschenverachtend agieren.
Hab auch mal ne Impfdemo mitbekommen, als wir an einer Schule geimpft haben.
Und eine Impfärztin selbst hat ihre eigenen Kinder nicht impfen lassen.
Was bedeutet das genau? Digtal ist alles, was irgendwann im Verlauf der Kette über einen Chip läuft.
Wenn ich also als Verbraucher Zugang zur Milch haben will, so muss ich sicherstellen, dass die (natürlich von Hand) gemolkene Kuh direkt auf den Tisch kommt.
Was ist nun mit dem Arzttermin, der ohne Computer vereinbart werden kann - auch hier ist es zu kurz gedacht, nur die Frage zu stellen, ob man durch ein direktes Telefonat (das Telefon ist längst digitalisiert) mit einem (rein menschlichen) Gegenüber einen Termin zu vereinbaren.
Die Frage des Datenschutzes stellt sich spätenstens, wenn die Arzthelferin die telefonisch vereinbarten Termine in ihren Computer eingibt (was heutzutage Standard ist). das Thema Sicherheit der Daten gilt sowohl für die digital gespeicherten Termindaten wie auch für eine alte Papierkarteikarte. In beiden Fällen muss klar sein, dass die Infos nicht weitergegeben werden dürfen.
Wenn der Zwang gar nicht negativ (im Sinne des Statements) ist, braucht man an etwas dann gutem doch nicht wirklich etwas verändern, oder?
Da gebe ich Dir völlig recht (ich arbeite im weitersten Sinne in der Digitalbranche) - das ist aber weniger eine Kritik an der Dgitalisierung an sich - sondern nur an der Qualität des Resultats - das gilt aber für alle Prozesse, die Teilhabe ermöglichen sollen - wenn die Qualität unterirdisch ist, muss man alles dafür tun, diese zu optimieren.
Was ist daran so problematisch?
Natürlich nicht - es ist aber ein Unterschied, ob die nicht redundanten analogen Papier-Karteikarten beim Arzt unwiederbringlich verbrennen, wenn die Praxis brennt bzw. in falsche Hände geraten, wenn die Praxis überfallen wird, oder ob die Daten über mehrere Kontinente redundant in verschiedenen Rechenzentren gespeichert werden, die mit einer viel geringerer Wahrscheinlichkeit endgültig verloren gehen können.
Die “Glorifizierung” der analogen Welt m.E. nicht gerechtfertigt. Daher noch mal die Frage, welches Beispiel dafür spricht, Prozesse weiterhin rein analog zu gestalten?
Formal ist das ein “Zwang”, der -da von aussen kommend -, mir eine Entscheidungskompetenz entzieht bzw. ich mit Sanktionen oder Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben rechnen muss.
Das gilt auch für das Rechtsfahrgebot auf deutschen Straßen. Formal ein Zwang, da sich der Verkehrsteilnehmer sich entweder nicht mehr frei entscheiden kann, auch mal auf der linken Seiten zu fahren, oder zu gesellschaftlichen Ausschluss führt.
Wann wird aus dem “äußeren Zwang” nun eine konstruktive Option, trotz einher gehender “Entmündigung”?
Genau dann, wenn ein überragender (oder zumindest demokratisch mehrheitlicher Anteil der Gesellschaft) die Vorteile dieser “Entmündigung” aus pragmatischen Gründen akzeptiert oder gar bejaht und daher daraus kein innerer Zwang wird.
Das gilt für das Rechtsfahrgebot (leider nicht für ein einheitliches Tempolimit
genauso wie für die Impfpflicht.
Warum dann nicht auch für die Digitalisierung?
So lange klar ist, das die anderen genannten Aspekte wie Sicherheit und (Daten-)Schutz etc. gewährleistet oder gar ausgebaut werden.
Ich sehe keinen Prozess, der - qualitativ hochwertig ausgeführt -, irgend welche Nachteile haben muss - selbst dann nicht, wenn es kein analoges Pendant mehr gibt, da die Digitalisierung nur ein effektives Mittel zum Zweck bleibt.
Ich will gar nicht in die rein analoge Welt mehr zurück, da die Probleme dadurch weitaus größer waren - ich kann mich noch gut an die weitgehend analoge Welt meiner Kindheit erinnern. Es wäre ein deutlicher Rückschritt.
Nein, es ist nicht meist schlecht gemacht, meistens funktioniert es leidlich bis gut, manches sogar sehr gut.
Du vergisst, dass es nie analoge Packstationen gab. Bzw. das ist das Postamt (heute DHL, UPS usw.) Dort kann man nach wie vor Pakete abholen. Wenn man sie sich nicht ganz analog liefern lassen will.
Du kannst auch eine Festnetznummer angeben.
Du musst dich schon entscheiden, willst du die Vorteile der Digitalisierung und des Internet nutzen oder nicht. Du kanns nachh wie vor alles ganz klassisch im Geschäft oder Amt erledigen.
Naja, dann ist eine Telefongespräch auch digital? Rein technisch gesehen ja, aber nicht im Sinne, wie es hier gemeint ist. Mit Nicht-Digital meine ich, dass der Kunde keinen Computer (bzw. Smartphone) braucht.
Nein, dann gehst du in den nächsten Laden und kaufst ein Tetrapack Milch. Hör dich auf mit deiner Sophisterei.
ehrlich gesagt ist das auch albern.
Wenn ich Dir was liefern soll, brauche ich Deine Postadresse.
Wenn ich Dich informieren soll, brauche ich Deine Tel-Nr. oder email-Adresse (ich habe keine Lust, Briefe zu schreiben).
Wenn Du mir die nötigen Infos nicht gibst, kriegst Du halt nichts von mir. Fertig.
Such´s Dir aus.
Und nachdem Du hier mitdiskutierst (im Internet!!! mit email-Adresse!!!), ist mir völlig unverständlich, warum Du Deine email-Adresse nicht angben willst.
Das ist reine Schikane oder show.
das ist das einzige tragfähige Argument gegen völlige Digitalisierung.
Wenn man mal gehacked wurde und nicht mehr an das eigene IT-System rankommt, ist man sehr froh um jede Info, die man auf externen Festplatten oder in Papierform hat, und nicht in der cloud.
Dagegen muss man vorsorgen, durch backup-Systeme, notfalls vielleicht sogar durch Ausdrucke wichtiger Unterlagen. Aber wir können unsere Wirtschaft und Gesellschaft nicht mehr analog betreiben, auch nicht völlig zweigleisig. Die Kosten und der Schaden für unsere Wettbewerbsfähigkeit wären viel zu hoch.
Wenn einige % der Bevölkerung damit Schwierigkeiten haben, müssen wir das akzeptieren.
Man kann nicht warten, bis auch der Letzte mitmachen kann und will.
Ob man das Zwang nennt oder nicht, ist mir egal.
Hab ich andere Erfahrungen gemacht (auch in der digitalen Infrastruktur der Partei B90/Die Grünen).
Besonders aber im beruflichen Umfeld (darunter zwei IT-Dienstleister). Hab mich dann leider mit MS-Office und den Laufwerken “über Wasser gehalten“.
Ne, ich meine, dass man ohne Smartphone, Laptop, PC oder Internet zu manchem keinen Zugang bekommt.
@All: Wenn du/ihr einen zutreffenden (Sammelbegriff)/Fachbegriff dafür hast/habt (den jeder zutreffend versteht) fände ich den natürlich hilfreicher als digital. Daher gerne her mit eurem Fachwissen.
Früher ging das ohne App und mit Karte. (Bzw. siehe vorherige Frage)
Hab schon mein drittes kaputtes Festnetz…
Nochmal, es geht darum, einen Laptop, Smartphone, PC oder Internet haben zu müssen.
Auch da kann ich mich nur wiederholen (Arzt, AfA, GKV)
Ja, die geb ich dann weiter.
Und E-Mails sind was anderes als Briefe?
Dachte ich mir das irgendjemand sowas meinen würde.
Meine Sachen sind gehackt.
Ich weiß nicht, wie das stoppen kann.
Mir wurde vom BSI empfohlen einfach nichts mehr digital zu machen, dann bekommen es diejenigen auch nicht mehr mit.
Meine E-Mail-Adresse ist mehrfach gehack (manchmal bekomme ich von meiner anderen E-Mail-Adresse E-Mails, die dann Spamtext enthalten und von meiner weiterhin aktuellen, an die andere, auch mit Spamtext)
Warum ich grünenintern schreibe? Weil mich wohl auch parteiintern gehackt wurde. Wenn Inhalte von privaten Signalchats o.ä. mir von anderen wiedergespiegelt werden, die ich nur da geschrieben hab und derjenige in einem anderen Land lebt und niemanden kennt, den ich kenne und umgekehrt und auch das kein Einzelfall, was würdest du tun?
By the way wo schreib ich am besten hin, das man mir nichts vertrauliches digital zukommen lässt, weil siehe oberen Text.
Irgendwie scheinst du ein Händchen zu haben?
Meine Ärzte akkzeptieren ohne Ausnahme telefonische Anmeldung. Theoretisch könnte ich auch persönlich zur Terminvereinbarung entscheiden. Es mag natürlich auch andere geben.
AfA? Abesetzung für Abschreibung?
GKV: habe einige gecheckt, bieten alle eine Telefonnummer an.
Packstation: wie gesagt, musst du nicht nutzen, kannst auch das Paket im Laden abholen. Also kein Zwang.
Ist dein WhatsApp oder Signal auch gehackt? Oder versuch es mal mit einem neuen Email-Account bei einem neuen Provider? Wenn der Account nach kurzer Zeit auch wieder gehackt wird, hast du offensichtlich irgend ein anderes Problem. Vielleicht in deinem engsten Privatbereich?
Und by the way, Email ist nicht vertraulich, es sei denn, du verschlüsselst den Inhalt.
Hab ich in meiner BWL-Ausbildung auch als die Fachabkürzung für das gelernt ![]()
Aber es ist auch die Abkürzung für Agentur für Arbeit.
Als bei der AOK in Ulm wohl nicht wenn man da persönlich nachfragt (auch nach einer Telefonnummer fragt) wird darauf verwiesen online einen Termin auszumachen.
Ja, aber eben nicht 24/7. Und nicht bei mir in der Nähe.
Hatte WhatsApp nicht installiert. Es war z.B. der Inhalt von einer privaten Nachricht auf Signal.
Und auch privaten Nachrichten auf Telegram.
Hatte sogar drei verschiedene Provider (Gmx, Yahoo und Gmail). Habe von keinem Provider zwei E-Mail-Accounts.
Habe Tor installiert und auch Inhalte, die ich mir auf Tor angesehen habe wurde mir wiedergespiegelt.
Hab sogar einen Laptop platt gemacht (auf Werkseinstellung zurückgestellt), vor Rücksetzung auf Wekseinstellung die LAN-Verbindung zum Internet getrennt (hab kein WLAN, da ich am Router was falsch gemacht hab daher Internet nur über LAN-Verbindung) und ein Video von einem Gerät abgespiel, das keinerlei Sender oder Empfängerfunktion hat und selbst der Inhalt dieses Videos wurde mir wiedergespiegelt.
Auf jeden Fall sind auch Parteikollegen dran beteiligt. Aber wenn ich sie direkt drauf anspreche wird sich dumm gestellt.
Ich versteh das nicht. Was heißt „es wurde widergespiegelt“? Könntest du das mal exakter beschreiben? Evtl. als PN, falls das nicht von allgemeinem Interesse ist.
Ich hatte gerade so ein Erlebnis in einem angesagten Restaurant in Oslo. Man könnte am Tisch nur digital mit eigenem Handy bestellen und vorab digital mit eigenem Handy bezahlen. Ich habe dazu mehrere Anläufe und eine halbe Stunde gebraucht, weil ich immer wieder aus dem Online-Banking raus geflogen bin. Haette ich es nicht geschafft, hätte es dort für mich kein Essen gegeben
In Potsdams östlichem Stadtteil Babelsberg hatte man mal zwei Straßen nach den Erfindern des Automobils benannt. Am Freitag wurde in “Potsdam Heute” - dem Newsletter der Potsdamer Neuesten Nachrichten - die Frage aufgeworfen: “Soll das Projekt „Autoarme Innenstadt“ gestoppt werden?” In meiner Antwort dazu schrieb ich, dies habe ohnehin nur eine Feigenblattfunktion. Notwendig sei vielmehr eine Abkehr von der Politik der letzten Jahrzehnte, die zu dieser aktuellen Automobilisierung geführt habe. Das Auto ist sicher eine großartige Erfindung - es muss aber mit Sinn und Verstand genutzt werden. Wie eigentlich alles andere auch, was uns der Fortschritt bescherte. Das gilt eben auch für die Digitalisierung. Viele haben echte Probleme damit. Andere wollen sich bewusst nicht an diesen Nasenring legen lassen. Nicht nur, weil sie keine totale Überwachung wollen, sondern weil sie diese Zwänge als nervend empfinden. Und schließlich: Dank KI vermag diese Technologie, uns zu beherrschen. SKYNET lässt grüßen!
Ich kenne das - bei uns gibt es ein Sportcenter, in dem man die Plätze nur vorab über das Internet buchen kann - theoretisch kann man auch hingehen/fahren, und hoffen, das man vor Ort zufällig einen Platz bekommt, aber das ist eher unwahrscheinlich. die Buchung über das Internet geht nur, wenn man auch über das Internet vorab bezahlt.
klar kann man das Scheiße finden und sich ausgeschlossen fühlen, wenn man keinen Computer hat. oder man hat zwar, will aber nicht über den Weg die eigenen Kontodaten preisgeben.
Aber ich sehe das trotzdem rel. unkritisch.
Es ist von der Digitalisierung der Daten kein Unterschied, ob ich vor Ort mit der EC-Karte, dem Smartphone oder über das Netz per Paypal oder Lastschrifteinzug bestelle - es ist in jedem Fall ein digitalisierter Vorgang. Die einzige “analoge” Bezahlmöglichkeit ist die mit Bargeld. Ist es sinnvoll zu fordern, das in jedem Geschäftsmodell eine Bezahlung per Bageld möglich sein muss?
Und muss jedes Geschäftsmodell ein analoges Vertriebsnetz beinhalten? Das ist nicht nur für die Preismodelle suboptimal, sondern auch in Bezug auf die zusätzlichen Ressourcen, die notwendig sind, um einen solchen analogen Vertriebsweg parallel zu etablieren.
Klar bin ich in obigem Beispiel von der Nutzung des oben erwähnten Sportcenters ausgeschlossen, weil ich nicht mit Bargeld bezahlen kann. wenn ich also das digitale Bezahlen mit EC-Karte nicht haben will, und ein Anbieter mir diese Möglichkeit gar nicht anbietet, dann muss ic eben entweder den Anbieter wechseln, oder - wenn ich keinen anderen Anbieter finde, der mir das gewünschte anbietet, eben drauf verzichten.
Ein Beispiel, dass ich mir gerade noch einfällt, und von dem ich rel. krass betroffen bin, ist das Bezahlen von Hotels mit Kreditkarte. Da ich bis vor kurzem gar keine Kreditkarte hatte, hat mich das durchaus sehr eingeschränkt, wenn es um die Wahl meiner Reisemöglichkeiten ging. Das dann eben Pech. Ich würde niemals auf die Idee kommen, gesetzlich zu fordern, dass die Geschäftsmodelle wieder umgestellt werden müssen.
Das Problem ist wie immer, dass die Mehrheit, die sehr wohl etwas bewirken könnte, in dem sie solche Sportcenter oder Hotels eben meidet, es nicht tut, weil sie es akzeptiert. warum soll also eine parlamentarische Mehrheit eine Prozessänderung beschließen, die die Bevölkerungsmehrheit gar nicht braucht?
Klar kann man immer sagen, dass die Mehrheit das “erduldet” und eigentlich dankbar wäre, wenn der Gesetzgeber das anders regelt - das ist wohl auch der Sinn der Petition. In diesem konkreten Fall ist mir persönlich aber aus den genannten Gründen die Forderung zu wenig begründet und ausgeführt (zu pauschal).
Mit der EC-Karte zu zahlen ist hier in Norwegen schon die erfreuliche Möglichkeit, wenn es sie gibt.
Unser Checkin- Erlebnis beim Hotel war so: Ich hatte es von Deutschland aus per Kreditkarte gebucht und sollte per Email um 15 Uhr am Anreisetag einen Zahlencode bekommen, um die Tür zu öffnen, weil keine Rezeption existiert. Dann per Self-check-in eine Schlüsselkarte für unser Zimmer an einem Gerät im Treppenhaus selbst programmieren. Ich hatte aber mit meinem deutschen Mobilfunkvertrag keinen Internetzugang in Norwegen, weil ich nicht wusste, dass man das kostenlose Roaming am Smartphone noch extra frei schalten muss. Das W-Lan des Hotels hätte ich theoretisch nutzen können, aber es funktionierte gerade nicht. Zum Glück war zufällig eine Reinigungskraft im Hotel, die uns mit ihrem privaten Mobilfunk geholfen hat. Manchmal tut es richtig gut, doch noch mal einen echten Menschen zu treffen.![]()
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Trotzdem sind as alles immer noch Beispiele aus der digitalen Welt, die, wenn sie scheitern, eher ein funktionales Problem darstellen und kein grundsätzliches. auch der Sicherheitsaspekt ist zunächst kein Problem der zunehmenden Digitalisierung - sondern der Qualität der Wahrung der Selbstbesmmng der eigenen Daten.
Für beides (Qualität des digitalen Service als auch für den Sicherheitsaspekt) muss es unbedingt höchste Standards geben. Sich dafür einzusetzen bzw. zu kämpfen (auch mit einer Petition) lohnt sich.
Was die Digitalisierung an sich angeht, so ist sie aus meiner Sicht eher etwas, dass die Teilhabe fördert als Menschen davon auszuschließen. Das bekomme ich im meine Job tagtäglich mit.
Und was ich auch verstehen kann ist, dass es gut ist, bei Problemen und offenen Fragen eine Instanz zu haben, an die man sich wenden kann - aber auch hier hält die Digitalisierung zunehmend Einzug (Chatbots).
Da die technischen/digitalen Systeme immer noch nicht so ausgereift sind, dass sie alle Problemfelder abdecken, ist derzeit natürlich als oberste Instanz immer noch der Mensch gefragt.
Und auch das mit dem Vertrauen ist so eine Sache, die zwar auf der rein sachlichen Ebene in vielen Fällen schon nicht mehr gerechtfertigt ist - aber am Ende doch für den Menschen einen gefühlten aber trotzdem überaus wichtigen Unterschied macht, den man unbedingt berücksichtigen muss - sowohl als Gesetzgeber als auch als Dienstanbieter.
Deswegen habe ich bei der Diskussion so ein Problem mit dem Begriff “Zwang” (s.o.). Der Chatbot ist kein Zwang (selbst dann nicht, wenn es sonst keine Kontaktmöglichkeit zu einem “lebenden” Vertriebler mehr gibt, sondern eine Bereicherung, weil der Chatbot weniger Fehler macht.
Eine Petition gegen die Digitalbereicherung also?