Many of these actions are unprecedented. Some appear to be illegal and unconstitutional, according to legal experts and judges. But none of them should come as a surprise – nearly all of them were outlined in 2022 in a plan called Project 2025.
ja, die USA steuern gerade auf eine tiefe politische und gesellschaftliche Krise zu. Sie könnten zu einem riesigen Bananenstaat werden, der von einer Familienclique und einigen Oligarchen beherrscht und missbraucht wird, und in dem es Recht und Gesetz nur noch der Form nach gibt. Modell Putin.
Unvorstellbar, hätte man vor ein paar Monaten noch gesagt.
Keine Ahnung, wieviel davon der nächste oder übernächste Präsident zurückdrehen kann (wenn es nächstes mal überhaupt noch demokratische Wahlen gibt).
das die Sache irgendwann durch einen Putsch retten könnte.
Soweit muss man ja mittlerweile denken.
Die Welt funktioniert immer weniger nach Regeln, es zählt nur noch Macht.
Wenn Trump so weiter macht, landen wir global wieder im Mittelalter.
(wobei es bei uns in D ja noch zivilisiert zugeht).
Ich habe vor Jahren einen Text von einem kanadischen Soziologen gelesen, der sich mit Systemübergängen in Gesellschaften befasst, insbesondere mit affektiver Polarisierung der Bevölkerung und der Funktionsträger. Er sagte damals, dass die Chancen hoch ständen, dass die USA in eine Autokratie kippen würden. Nicht durch Trump selbst, der würde das System zerlegen. Davon würde wahrscheinlich jemand anders profitieren. Wahrscheinlich sei es auch, dass die USA zerfallen könnten.
Leider finde ich den Namen und den Text nicht mehr, aber es ist gruselig zu sehen, wie das Stück für Stück passiert.
Es muss sich nicht alles bewahrheiten, aber interessant ist doch, dass das amerikanische System die jetzige Situation überhaupt ermöglicht hat. Eine Verfassung von 1787, die im damaligen Sklavenstaat schon damals als unzureichend erachtet wurde, in einer pluralistisch und kapitalistischen Gesellschaft nicht weiter zu entwickeln, mag zwar historisch nachvollziehbar sein, dass das aber irgendwann schiefgehen kann, ist nicht so erstaunlich. Wir haben es mit bei den USA mi einer defizitären Demokratie zu tun, da ist der Weg zum Totilatärismus nicht so weit. Das Projekt 2025 ist schon ernst zu nehmen, aber die Frage ist für uns außerhalb der USA die Frage ist, ist Trump das Problem ist, oder nicht eher Leute wie Musk, Zuckerberg und Co.
das hat mit Musk und der US Verfassung im Grunde nichts zu tun. es ist doch ein weltweiter trend zur autokratie. russland, china , türkei, ungarn, österreich, argentinien, brasilien haben das alle ohne us verfassung und musk geschafft.
2016 wurde trump gewählt, ganz ohne musk.
es ist eine historische globale pendelbewegung. in 50 oder 100 jahren wird’s wieder besser, wenn wir glück haben
Wenn schon, dann die richtigen benennen: Peter Tiel, Rober Mercer, Charles G. Koch z.B. Die stecken hinter der Heritage Foundation, ziehen die Fäden und willen das Land verändern. Ich vermute, für sie ist Trump eine Marionette, der jetzt buchstabengetreu ihr Programm umsetzt (Project 2025). Es wird sich zeigen, ob die Marionette wich von den Fäden befreien kann bzw. will.
Musk ist „nur“ ein durchgeknallter Egoman, vermutlich wird er sich irgendeann mit Trump überwerfen, zwei solche Alpha-Rüppel passen nicht zusammen.
Zuckerberg ist wahrscheinlich eher der Typ opportunistischer Mitläufer.
@WitzelJo: Woher ich das weiß? Aus den deutschen Medien, die du so verachtest.
Zum Teil richtig, der weltweite Trend besteht tatsächlich. Aber dennoch sind die Voraussetzungen und auch die Konsequenzen unterschiedlich. Eine funktionierende Demokratie mit klarer Gewaltenteilung und einer pluralistischen Gesellschaft kann auch eine populistische Regierung wegstecken. Weder Österreich noch Italien werden deshalb eine Autokratie. In den USA ist das aber schon möglich.
Das habe ich wohl ausreichend beschrieben. Natürlich ist die amerikanische Gesellschaft pluralistisch. Alles andere würde ich in Frage stellen. Wer glaubt, dass solche Systeme wie in den USA zukünftige Probleme innerhalb einer demokratischen Meinungsbildung lösen kann, der hat nicht verstanden, dass nicht Trump das Problem ist, sondern das bestehende überholte System.
Was macht eine Demokratie, wenn das Volk (Trump hat das Popular Vote, die Mehrheit will ihn also als Präsidenten) sie nicht mehr will? Sich ein anderes Volk suchen?
Vielleicht liegt das Grundproblem darin, dass die demokratischen Parteien in Europa und der USA die moralischen Ansprüche (DEI, Rettung des Planeten, Flüchtlinge) so weit hochgeschraubt haben, dass das Volk nicht mehr mitmachen will. Speziell in den USA kommt noch die Verelendung großer Bevölkerungsteile hinzu. In der BRD ist das eher eine gefühlte Verelendung vor allem im Osten, aber das reicht auch und rächt sich jetzt.
Die demokratischen Kräfte hätten früher darauf reagieren müssen, jetzt kommen Kräfte an die Macht, die die wirklichen Probleme zwar nicht lösen, aber dem Volk ein gutes Gefühl geben.
Ich gebe zu, dass ist eine sehr oberflächliche, pauschalisierende Analyse, aber vielleicht kann jemand daran anknüpfen und sie verfeinern.
Die Richtung stimmt m.E., aber für eine Verfeinerung reicht es heute bei mir nicht mehr.
Nur soviel: in den USA spielt sicher auch die Tatsache eine Rolle, dass sie es mit der Monetarisierung des ganzen Lebens etwas übertreiben. Es gibt zuviele Strukturen und Geschäftsmodelle, die aus Scheiße Gold machen, von privaten Gefängnissen über X und Facebook bis zur unsäglichen Parteienfinanzierung/-bestechung.
Man ist spontan geneigt, das dem bösen Kapitalismus in die Schuhe zu schieben, aber das Lustige ist, dass das Ergebnis vermutlich ähnlich sein wird wie in Ländern, die vom Kommunismus/Sozialismus herkommen (Russland, Ungarn) oder ganz woanders (Türkei):
eine kleptokratische Oligarchie übernimmt die Macht
(die Chinesen und Inder kann ich da noch nicht sinnvoll eintüten).
nein, das Problem der USA wird sich m.E. nicht ohne Gewalt lösen lassen, in welcher Form auch immer.
aber das ist ehrlich gesagt zunehmend egal.
Die USA müssen wir b.a.W. abschreiben.
Trumps Vorstoß zur Ukraine
Das ist ein geopolitisches Erdbeben
Da wird einem beim Lesen schlecht.
Wenn Europa jetzt nicht den Hintern hochkriegt, militärisch vor allem, aber auch wirtschaftlich, dann Gute Nacht.
Ich will in diesem Leben kein Russisch und kein Chinesisch mehr lernen müssen (wobei ich Chinesisch in den 80er Jahren im Studium sogar mal 2 Jahre lang versucht habe, mehr oder weniger erfolglos, nĭ hăo wo shi xue sheng Passau dàxué )
Ich hoffe, dass die nächste Regierung den Willen zur Wiederbelebung der Bundeswehr hat. Es werden dramatische Schritte nötig sein.
In dem Sinne ist Merz/die CDU vielleicht besser als alle anderen.
Alles andere ist ab jetzt zweitrangig. Meines Erachtens
Eigentlich bräuchten wir, und damit meine ich nicht nur Deutschland sondern die ganze EU, jemandem vom Schlage eines Churchills um uns aus der Misere zu befreien.
Merz und sein Adlatus Linnemann haben nicht das Format dafür. Vielleicht wächst er noch im Amt.
Project 2025 hat das Potential, nicht nur Amerika sondern auch Europe zu zerstören. Was passiert denn, wenn Trump mit Putin einen Deal aushandelt und die Ukraine durch eine Demarkationslinie geteilt wird? Wer wird diese Linie sichern? Deutsche und EU Soldaten? Diese direkte Konfrontation wollten wir doch immer vermeiden? Jetzt rächt sich, dass wir die Ukraine nicht rechtzeitig in die Lage versetzt haben, sich selber zu verteidigen.
Putins Plan geht auf. Putin gewinnt. Und das ist erst der Anfang.
Eher früher als später werden wir vor dieser Entscheidung stehen. Eine deutsche Brigade steht schon an der Grenze zu Belarus, werden wir auch bereit seine eine nach Estland an die Grenze zu Russland zu schicken?
Ich fürchte, es muss noch viel schlimmer werden, bevor es besser wird.
werden wir die 20 Brigaden haben, die nötig wären?
weil wir immer weggeguckt haben, immer geglaubt haben, wenn wir Stillhalten geht der Kelch an uns vorüber und wir können weiter kumbaya singen.
im Gegenteil: ich fürchte, wenn es jetzt nicht sehr schnell besser wird, wird es nie mehr besser. Wir haben nicht mehr viel Zeit, eigentlich gar keine mehr.
Wir müss(t)en ab sofort alles auf 3 Ziele konzentrieren:
wirtschaftliche Stärke
militärische Stärke
europäische Einigkeit.
blood, toil, tears and sweat …
Aber wer hält so eine Rede? und wer will sie hören?
Wobei die Rede anschaulich macht, was nötig wäre:
eine Art überparteiliche Regierung (jetzt allerdings auf EU-Ebene), der alle Mitgliedstaaten die Befugnisse einräumen, die nötig sind, um die gemeinsam vereinbarten Ziele (s.o.) zu erreichen.
On Friday evening last I received His Majesty’s commission to form a new Administration. It is the evident wish and will of Parliament and the nation that this should be conceived on the broadest possible basis and that it should include all parties, both those who supported the late Government and also the parties of the Opposition. …
A War Cabinet has been formed of five Members, representing, with the Opposition Liberals, the unity of the nation. The three party Leaders have agreed to serve, either in the War Cabinet or in high executive office.
Aber bei der Zerstrittenheit der EU wird das nichts werden.
Der gleiche Ansatz wäre aber auch national wichtig:
Eine überparteiliche Regierung aus CDU, CSU, SPD und Grünen, die sich 3 oder 4 Jahre lang um (fast) nichts anderes kümmert als die Erreichung der o.g. Ziele.
Sind wir als Gesellschaft dazu fähig?
und wie geht das aus, wenn Linke, BSW und AfD das Ganze ständig schlechtreden und Putin seinen hybriden Krieg verstärkt?
Wir geben bereits jetzt drei mal soviel wie Russland für Rüstung aus, haben den zweit größten Militäretat der Welt und können uns mit der ganzen Kohle nicht allein verteidigen?
Sagen wir mal so, der Kapitalismus ist in den USA zumindest die Grundlage des dortigen Systems. Und natürlich sind Staaten wie Russland und Ungarn Teil des globalen kapitalistischen Systems. Warum jetzt die sowjetische Planwirtschaft gescheitert ist, können wir gerne diskutieren. Dazu gehört sicher auch die Tatsache des Aufschwungs der sozialistischen Marktwirtschaft in China. Insoweit interessant, weil dort ein marktwirtschaftliches Umfeld aber eine starke Marktlenkung durch den Staat passiert. Das wäre aber wohl ein eigenes Thema wert.