Säkularer und laizistischer Staat

Christlichen Kirchen in Deutschland genießen umfangreiche Privilegien wie z.B. staatliche Finanzierungen und ein eigenes Arbeitsrecht.
Diese stehen oftmals sogar im Widerspruch zum Grundgesetz.

Die historische Bedeutung des Christentums ist natürlich ein identitätsstiftendes Element für die deutsche Kultur und die Arbeit der christlichen Kirchen als Träger in der freien Wohlfahrtspflege ist bedeutend wertvoll.

Jedoch ist die Verbindung zwischen Staat und christlicher Kirche mit immer mehr anders- und nichtkonfessionellen Bürgern nicht mehr gerecht.

Die christlichen Kirchen genießen meiner Meinung nach erhebliche Privilegien, die nicht mehr gerechtfertigt sind, nicht mit dem Grundsatz der Trennung von Kirche und Staat vereinbar sind und an vielen Stellen auch nicht mit dem Grundgesetz einhergehen.

Wie z.B. beim gesonderten kirchlichen Arbeitsrecht, welches für kirchliche Einrichtungen gilt.

Darüber hinaus werden kirchliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen trotz des hohen Vermögens der Kirchen vom Staat, d.h. von uns allen, finanziert und eben nicht von der Kirche.

Konfessionslosen oder Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften wird die Anstellung in vielen Einrichtungen verboten aufgrund ihrer religiösen Orientierung.
Der Arbeitgeber (die Kirchen) greift dadurch umfassend in das Privatleben der Arbeitnehmer/*innen ein.

Dabei verstößt die Eintragung der Religionszugehörigkeit auf der elektronischen Lohnsteuerkarte (ELStAM) gegen Art. 140 Abs. 3 GG und diese sollte dort gestrichen werden und damit auch die Eintreibung der Kirchensteuer durch den Staat.

Beim Verstoß gegen Moralvorstellungen, wie Kirchenaustritt, Bekenntnis zu einer anderen Religionsgemeinschaft, Befürwortung der Streichung des §218 StGB (Schwangerschaftsabbruch), Homosexualität, Wiederverheiratung nach Scheidung, können Kündigungen bzw. fristlose Kündigungen drohen.

Die Arbeitnehmer/*innen besitzen kein Streikrecht im kirchlichen Arbeitsrecht.

Ein Betriebsrat ist nicht im kirchlichen Arbeitsrecht vorgesehen.
Die Kirche sieht sich und die Arbeitnehmer/*innen in einer „Dienstgemeinschaft“, weshalb sich Arbeitnehmer/*innen und Arbeitgeber nicht wie im Normalfall gleichberechtigt gegenüberstehen.

Das Diskriminierungsverbot muss auch für Kirchen gelten.

Glaubensvorstellungen, Lebensweisen und Lebensentwürfe sind Privatsache und sind in diesem Rahmen zu respektieren, solange sie nicht im Widerspruch zum Grundgesetz stehen.

Viele soziale Einrichtungen wie z.B. Krankenhäuser werden aus öffentlichen Mitteln bezahlt, während die Grundrechte dennoch nicht gelten.

In den jüngeren Altersstufen der Grundschulen werden Kinder quasi gezwungen, den Religionsunterricht zu besuchen, ohne dass sie überhaupt die geistige Reife besitzen, um Religionen auch kritisch zu hinterfragen. Dies wird mitunter von der Lehrkraft auch gar nicht gewünscht.
Der Ethikunterricht hingegen muss in vielen Schulen von engagierten Lehrern, Eltern und Schüler/*innen mitunter hart gegen die zuständigen Schulaufsichtsbehörden erkämpft werden.

Religionsunterricht sollte durch ein allgemeinverbindliches Fach “Ethik und Weltanschauungskunde” ersetzt werden.
Religionskunde und insbesondere die Kunde über alle prägenden Religionen unserer Welt soll ein zentrales Element darstellen und überkonfessionell erfolgen.

Die Römisch-Katholische und die Evangelische Kirche in Deutschland verfügen zusammengenommen über ein zwei- bis dreistelliges Milliardenvermögen, auf das sie keine Steuern oder Abgaben zahlen.

Deshalb können sie ihre Funktionär/*innen selbst bezahlen und Finanzierungen durch den Steuerzahler bei etwaiger Umbauten sind nicht notwendig.

Eher sollte über die Einführung einer (jährlichen) Vermögensabgabe bzw. -steuer für die Römisch-Katholische und die Evangelische Kirche in einer von einer Expertenkommission zu ermittelnden Höhe nachgedacht werden.

Es bestehen zahlreiche gültige Verträge zwischen dem Staat und verschiedenen Religionsgemeinschaften, die tlw. seit mehreren Jahrzehnten unangetastet sind und mit umfangreichen Kosten für den Steuerzahler verbunden sind.
Einige davon basieren direkt auf Gesetzesvorlagen des Dritten Reichs.

Da gibt es garantiert welche, die endgültig abgeschafft werden können.

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Ja genau diese Kirchenprivilegien müssen weg. Das ganze ist so zu machen dass keine Problematische Ideologie mehr entsteht und mehr Geld für das Sozialsyste mstatt dieser Geldfressenden Kirche ausggeben werden kann.

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Leider wird dieses Fach in Berlin jetzt mit der neuen CDU-SPD-Landesregierung (große Koalition kann man das ja nicht mehr nennen) zu einem Wahlpflichtfach erhoben, obwohl in Berlin gerade mal rd. 8% Katholiken und 14% Protestanten leben (2020, Tendenz fallend).
Wieso man angesichts dieser Entwicklung eine solche rückwärtsgewandte Linie verfolgt kann man wohl nur mit der Schwäche der SPD und der verzweifelten Suche der CDU nach ‚bürgerlichen Werten‘ verstehen.
Die Absurdität der sonstigen ‚Staatsleistungen‘ vor diesem demographischen Hintergrund ist kaum noch erträglich.
Die quasi-‚Staatskirchen‘ haben über 200 Jahre lang mehr als genug zurückerhalten für ihren zuvor meist zusammengeraubten Reichtum.

Was hindert eine Bundesregierung daran, Staatsverträge zu kündigen, zumal solche, die aus Nazi-Zeiten stammen?

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Verrückt, und dass auch noch bei dem faktischen Problem des akuten Lehrermangels und im Bildungssystem.

Kein Wunder, dass Frau Britta Ernst in Brandenburg die Schnauze voll hatte.
(Obwohl ihre Tätigkeiten habe ich nie verfolgt)

Der Begriff „Christlich“ muss ja in der CDU ja ab und an mal wieder betont werden. (Sarkasmus)

Die CDU ist nicht christlich. richtig. Die CDU hat die Ampelregierung kritisiert für Chaos, aber selber vor dem Regierungswechsel nix gemacht. diese Art von Verlogenheit nervt micht besonders. Ich persönlich empfinde die CDU als einer Art „Partei reicher alter Herren“

Der ehemalige Politiker Wolfgang Schäuble hat mich zuletzt am meistens geärgert weil er als die Merkel ausgeschieden ist sagte, die heutige Jugend jammere zu viel und hätte keine wirklichliche Herausforderungen wie seinerzeit nach dem Weltkrieg. Das hat er tatsächlich am Ende der Merkel Ära in einem ARD Interview gesagt. Da war ist stocksauer. Wie bitte ? Corona und der drohende Klimakollaps seind keine Herausforderugn für jungen Menschen? Also die Gefahr keine Exsistenz zu haben oder vorzeitig an einem aggressiven Virus zu sterben? hmm sehr abenteuerliche Behauptung.

Die Kirche ist nich viel besser. Der Missbrauch immer noch nicht aufgeklärt. Die Kirche ist in ähnlicher weise stur gegen Reformen… schrecklich. Immer noch gibt es unsinnige Dinge wie den Zölibat und die Ablehung der Möglichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch bei ungewollten Kindern. Betrifft mich zwar nicht weil ich keine Frau bin, aber es sind ja wohl Männer die das ablehen. Ein Mann kann nicht entscheiden ob die Frau Kinder will oder sich eine Schwangerschaft zutraut. Da das Kind im Körper der Frau heranwächst, hat ein Prister nicht darüber z uentscheiden. Was maßen die sich eigentlich an…

Und dabei kommt noch ein Faktor dazu: Wer oder was verursacht den viele ungewollte Kinder? Entwedet eine Art „Verhütungspanne“ oder Männer die Frauen vergewaltigen. Das ist der Hauptgrund. Und in den Ländern wo Frauen kaum Zugang zu Verhütung haben interessiert es die Männer gar nicht ob die Frauen Schwanger werden und haut einach ab.

Und das findet die Kirch gut so, klar, sie hat ja viele Frauenquäler in ihren Reihen. So sagt die Kirche quasi " Stell dich nicht so an Frau ist einfach so" genau wie der Schäuble der Jugend Mangelnde herausforderung vorwirft. Ich glaube inzwischen er Erträgt die Hausforderung der heutigen Zeit am wenigsten…

Deswegen bin ich sowas von sauer auf solche fiesen Zyniker.

Die CDU hat zwa rnix mit den Sexskandalen der Kriche zu tun, Chistlich ist die aber definitiv nicht. Und die CDU is auch Frauenfeindlich. Ich bin selbst zwar ein Mann, aber für mich passt das nicht mehr in die Zeit rein. Ich meine die CDU ist somit ja irgendwo Rückständiger als die Gesellschaft. Das ist in der Kirche auch nicht viel anders

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8. Gebot:
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Na ja, dann geht man halt zur Beichte und alle Sünden, insbesondere auch größere, sind halt vergeben und vergessen.

Mitglied in der Katholischen Kirche zu sein, heißt offensichtlich nicht, dass man ein guter Christ ist.

Und das wird von unseren Steuern unterstützt und bezahlt. :enraged_face:

Deshalb, Trennung von Staat und Kirche!!!

Deutschland sollte ein sekularer und lazistischer Staat sein.

Seit den Morgenstunden durchsuchen Kölner Staatsanwaltschaft und Polizei verschiedene Objekte im Erzbistum Köln. Hintergrund der Razzia sind Meineid-Ermittlungen gegen den Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki.

https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/razzia-im-erzbistum-koeln-100.html?fbclid=IwAR2fRIe8jxF7RDPsVQDkWDuzn7NTVYyOa4x-hQqzp76KlcMixnhQ6kzkVTs

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Ich vermute, die grundgesetzliche Eigentumsgarantie könnte da Schwierigkeiten machen, aber man sollte es darauf ankommen lassen. Dann müsste das BVG letztendlich entscheiden.

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Ich wundere mich seit Jahren darüber, dass bei dem ganzen Missbrauchs-Skandal nicht schon vor Jahren die Staatsanwaltschaften bundesweit in Kompaniestärke bei den Diözesen zu Hausdurchsuchung aufgetaucht sind.

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Mehr als eine halbe Million Menschen sind im Jahr 2022 in Deutschland aus der katholischen Kirche ausgetreten. Die Zahl der Kirchenaustritte lag bei 522 821, wie die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Mittwoch in Bonn mitteilte. Das sind so viele wie noch nie und deutlich mehr als im bisherigen Rekordjahr 2021. Damals waren es 359 338.

Die Austrittswelle rollt nicht nur in der katholischen Kirche immer schneller. Auch die evangelische Kirche hat mit
380 000 Mitgliedern 2022 mehr verloren als im Jahr davor.

https://www.upday.com/de/rekord-katholische-kirche-verliert-mehr-als-halbe-million-mitglieder?utm_source=upday&utm_medium=referral

Ja das wundere ich mich auch. Religion ist kein Freifahrtschein für Straftaten zu begehen.

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