Schönen Guten Morgen - Warum ist es so schwer im EU-Parlament die offensichtliche Lösung für die Zeitumstellung zu entscheiden?

Ich habe überlegt, wo ich diesen Beitrag einstelle. Ich glaube hier passt er gut. Man kann nicht alle Fragen durch Demokratie klären. Die Zeitumstellung ist dafür ein gutes Beispiel.

Zweimal im Jahr frage ich mich, warum haben wir noch Sommerzeit? Auch heute Morgen bei meiner ersten Tasse Tee habe ich mir das mal wieder gefragt (wie viele andere Bürger). Dann habe ich mir das Problem mal genauer angesehen und die Lösung ist offensichtlich. Wir haben in der EU aktuell schon drei Zeitzonen:

Also Lösung: Nach den Längengraden ist es offensichtlich, das Frankreich, Spanien, Belgien und Holland UTC bekommen und von Schweden bis Malta alle UTC+1.

Liebe Parlamentarier: Der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang lässt sich leider nicht demokratisch bestimmen.

Ach ja noch ein Punkt: In allen Zeitungen wird im Zusammenhang mit diesem Thema von „permanenter Sommerzeit“ oder „permanenter Winterzeit“ gefaselt, statt von UTC+1 oder UTC+2.
Was soll das liebe Journalisten? Wenn ihr nicht wisst was UTC ist schlagt es nach!

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Und wenn die Franzosen nett zu den Korsen sein wollen, dann gönnen Sie Ihnen UTC+1.
Dann kann Frankreich stolz behaupten das einzige Land in der EU zu sein, das so GROSS ist,
das es zwei Zeitzonen hat. :slight_smile:

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Ich finde die Bezeichnung der EU Parlamentarier als Deppen sehr unpassend.

Tja, Entschuldiung das mag an der Zeitumstellung liegen. Du kannst den Titel gern anpassen. :slight_smile:

Ich habe 10 Minuten gebraucht, die Fakten zu googlen und die offensichtliche Lösung herauszufinden.
Warum zum Henker dauert das jetzt schon Jahre - wie viele eigentlich - das endlich zu beschließen?

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Na ja, das mit der Uhrumstellung ist zielmlich willkührlich und hat nix mit der Realität zu tun. Klar sollten wir demnach UTC+1 haben. und zwar ganzjährig. Die EU ist mittlerweile so groß dass diese tatsächlich meherer Zeitzonen braucht. In den USA funktioniert das ja auch.

Und ja, die Sonnenauf und Untergänge lassen sich nicht im Paralment durch eine Abstimmung festlegen. Diese Dinge sind physikalisch bestimmt. (Durch unsere Position auf der Erde)

Ah ja, langfristig würde ich auch eine Kalender und Uhrreform machen. Denn der Tag hat weder genau 24 Stunden, (23 Stunden 50 minuten 20sek) noch das Jahr 365 Tage.

Für die Uhrzeit gibt es zwei relativ überschaubare Möglichkeiten der Reform: Entweder man macht eine 23 Stunden Uhr, indem man die Dauer einer Sekunde verkürzt, so dass der Tageswechsel exakt um 23 Uhr ist.
Oder man behält die 24 Stunden Uhr und verlängert die Dauer einer Sekunde so dass der Tageswechsel exakt um 24 Uhr ist.
Da der tag aber tatsächlich etwas kürzer als 24 Stunden ist reicht mir die 23 Stunden Uhr und würde die länger der Sekunde anpassen damit das passt.

Ich bin daher sowieso dafür, eine neue Universelle Sekunde für Wissenschaftliche Berechnungen zu schaffen.Die aktuelle Zeiteinheit hat nicht besonders viel mit der Physikalischen Realität zu tun. Die Definition der Sekunde bezieht sich bisher auf die Erdumlaufbahn, nicht auf allgeimeine Naturgesetze. ( X Teil der Umlaufbahn =X Schwingungen von Cäsium= 1 Sekunde) Für die Uhrzeit braucht man alber keine allgemeingültige Zeit im Wissenschaftlichen Sinn, die Bedignungen der Erde genügen hier.

Der Aufwand einer Reform lässt sich so gering halten. Wäre nur ein Mausklick am Amtlichen Hauptzeitgeber der EU Zeigtgeberstellen und ein entsprechender EU Beschluss.

Vorteil :slightly_smiling_face:

Der Kalender lässt sich verbessern. Da dann die Tage immer aufgehen von Iher Dauer her, lassen sich dann die anderen Kalenderprobleme beheben. Etwa das Problem der Schaltjahre. Und die Tatsache dass man jedes Jahr an einem Anderen Wochentag Geburtstag hat zum Beispiel. Das sind eigentlich alles Kalenderfehler.

Kein Wunder das nach dem blöden aktuellen Kalender Uhrzeit und Sonnenstand nie zusammenpasst…

Unser Zeitmaß ist eigentlich veraltet. es stammt teilweise noch aus dem Mittelalter.

Also klären wir mal, ob mein Lösungsvorschlag von oben mehrheitsfähig in diesem Forum ist (@Abstimmungen):

  • Nach den Längengraden bekommen Frankreich, Spanien, Belgien und Holland UTC und von Schweden bis Malta alle UTC+1.
  • Die Lösung ist nicht gut bzw. was anderes
  • Enthaltung
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Für mich ist die spannende Frage: Warum kann bei einer so offensichtlichen Lösung keine Entscheidung herbeigeführt werden? Was hindert die Parlamentarier daran, einfach mal einen Blick auf eine Karte wie oben zu werfen?

Übrigens. IT-technisch ist das sowieso alles Jacke wie Hose. Da wird schon seit dem letzten Jahrtausend nur noch mit UTC gerechnet und nur bei der Anzeige geschaut, in welcher Zeitzone das Anzeigegerät hängt. D.h. die Bahnen im Europa hätte mit einer Stunde unterschied zw. Berlin und Paris überhaupt kein Problem.

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Aha, interessant, das wusste ich noch nicht so genau wie das funktioniert. Na ja das macht ja auch Sinn für Internationale Vorgäge eine allgemeine Standard- Zeit zu haben.

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Die Diskussion geht darüber, wie die soziale Zeit zur Sonnenzeit stehen soll. Die UTC±n richten sich eigentlich nach dem Sonnenhöchststand im Mittel der Zeitzone.
Die Rückkehr zu UTC+1, die der Winterzeit entspricht, wäre also nach dem Sonnenstand angemessen. Durch die Sommerzeit wurde die soziale Zeit gegenüber der Sonnenzeit halbjährlich verschoben.

Jetzt hat die EU aber eine nicht-repräsentative europaweite Umfrage gemacht, nach der viele (oder die meisten ?) sich für die permanente Sonnenzeit ausgesprochen haben, und auch einzelne Staaten haben diese Präferenz bezüglich der sozialen Zeit. Wissenschaftler und Mediziner allerdings warnen davor, weil das Problem einer Gesellschaft mit chronischem Schlafmangel dadurch verschärft würde, da sich die menschliche, wie die tierische und pflanzliche Physiologie, nach dem Licht richtet.

Die Präferenz vieler Menschen für eine permanente Sommerzeit als sozialer Zeit liegt in dem erhöhten Freizeitwert an hellen Abenden (Geselligkeit, Sport machen, mit den Kindern noch was unternehmen…), berücksichtigt aber nicht die erheblichen negativen physiologischen Folgen bei einem zu frühen Arbeitsbeginn und zu wenig Schlaf.
Diese zeigen sich in Krankheiten, die man auch bei häufigem jetlag und Schichtarbeit beobachtet (Blutdruck, Herzinfarkte/Schlaganfälle, Übergewicht, psychische Erkrankungen, Hormonstörungen, Erschöpfung, uvm), in der Entwicklung/Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen, in der Arbeitssicherheit uvm.
Das liegt daran, dass viele Prozesse (Stoffwechsel, Hormone, Neurotransmitter uvm.) circadian organisiert sind. Taktgeber dafür sind Lichtintensität, Lichtspektrum, Temperatur, Nahrung, soziale Reize, Gene (Eulen vs. Lerchen) und Gewohnheit, und das altersabhängig. Die Empfindlichkeiten für die Taktgeber sind individuell verschieden, und die Anpassungszeiten und -möglichkeiten an Veränderungen sind für verschiedene Prozesse unterschiedlich, so dass die körperlichen Funktionen desynchronisiert werden.

Wenn man jetzt zur ursprünglichen sozialen Zeit (= Sonnenzeit) zurückkehrt, wäre das medizinisch besser, wird aber Proteste und EU-Bashing auslösen.
Und damit gebe ich dir recht, Jörg @WitzelJo , das ist keine geeignete Frage für Volksabstimmungen. Das Vernünftige kann aber offenbar gegenwärtig nicht durchgesetzt werden.

Ein Teil der Lösung liegt imo darin, die gesamten sozialen Zeitregulierungen sowohl flexibler als auch gesünder zu machen. Ist zwar bei vielen Berufen unrealistisch, aber zB. bei späteren Schulzeiten zeigen Versuchsprojekte gerade bei Jugendlichen sehr gute Ergebnisse. Gesundheitlich und volkswirtschaftlich wäre eine bessere Anpassung an biologische Gegebenheiten ein Gewinn.
Ich als physiologische Extremeule bin mit der sozialen Zeit noch nie zurechtgekommen, daher hat mich das auch fachlich interessiert.

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Ich gehöre zu der Minderheit, die mit der Sommer- und Winterzeit sehr zufrieden ist, und plädiere hier klar für Minderheitenschutz.

Ok, schön wenn jemand zufrieden ist. . Darf ich fragen warum du so mit dem Status Quo der Zeitregelung Sommer und Winterzeit zufrieden bist?

Weil ich schon vor der Umstellung auf die Sommerzeit nach und nach morgens immer früher wach werde, so dass die Uhrumstellung dann sehr willkommen ist (Läden machen früher auf, Termine finden früher statt usw.)

Vor der Umstellung auf Winterzeit ist es umgekehrt: Ich schlafe immer länger und kann die „geschenkte“ Stunde dann sehr gut gebrauchen.

Die Umstellung entspricht also meinem natürlichen Rhythmus.

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Damit gehörst du zu der beneidenswerten Minderheit von Lerchen, die mit der sozialen Zeit gut zurechtkommen.
Die Verteilung in der Bevölkerung ist relativ breit und geht von Extremlerchen (sehr selten) bis zu Extremeulen (nicht ganz so selten). Kleine Kinder sind eher Lerchen, Jugendliche und junge Erwachsene meist ausgeprägte Eulen, in der Erwachsenenzeit verschiebt sich der Chronotyp langsam wieder Richtung Lerche.
Die moderne Lebensweise mit oft mangelhaftem natürlichen Licht und künstlichem Licht zu den falschen Zeiten wirft die Regulierung allerdings auch durcheinander.
Ich stelle mir einen steinzeitliche Gruppe vor, in der aufgrund der breiten Verteilung immer irgendjemand wach war und dadurch die Sicherheit der Gruppe erhöht wurde.
Die moderne Welt bräuchte imo eine bessere Differenzierung. Die momentane Regelung ist ungünstig für die Mehrheit und eine permanente Sommerzeit, wie sie auch gefordert wird, wäre für die meisten sehr ungünstig/ungesund.

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Das hat auch nicht nur Vorteile, weil viele Termine und Parties erst sehr spät am Abend stattfinden.

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Noch eine Minderheitenmeinung: ich hätte am Liebsten durchgängig UTC+2, da ich es am Abend gerne länger hell hätte für Aktivitäten. Für mich ist es morgens egal, ob es ne Stunde früher oder später hell wird. Aber ich weiss…
(für mich passt daher auch keine Antwort der Umfrage)

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Ja, ich kenne das von meiner Cousine. Die Partyzeit ist offenbar an den Eulen orientiert. Die hängen dann am nächsten Tag durch. :face_with_spiral_eyes:

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Die Politik (Präsenzveranstaltungen, Videokonferenzen) auch.

Wie schön, wenn es ein Forum gibt, in dem alle um die Uhrzeit schreiben können, zu der sie klar denken können.

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In der See- und Luft-Fahrt ohnehin.

Erinnere mich. 70er Jahre (letztes Jahrtausend (sic)):

Portugal: UTC (damals noch GMT genannt),
Dänemark: Sommerzeit, UTC+2
Deutschland: keine Sommerzeit, UTC+1
Griechenland: Sommerzeit, UTC+1,5 (!)
Bulgarien: FET (damals EUT), UTC+2,
Türkei: keine Sommerzeit, UTC+1,
Syrien: keine Sommerzeit (Irgendwie ohnehin keine; 'n shallah.), UTC+1 (damals MET oder MEZ)
Libanon und Jordanien: FET,UTC+2,

Rest lass’ ich weg.

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Ich finde, bevor wir unser geniales Konzept weiter verfeinern, sollten wir zunächst mal die Gründe zusammentragen, die derzeit im Parlament eine Einigung verhindern.

Einen ersten Einblick gibt dieser Absatz in Wikipedia:

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Mein Vorschlag:

Umstellung Sommer-Winter weglassen.

EU-Einheitlich UTC+1
Dabei (zunächst freiwillig) UTC mit angeben.
So wie schon Jahre vor der Euro-Umstellung die Beträge - im grenzüberschreitenden Handel - in Euro angegeben wurden.
Irgendwann arbeitet ohnehin alles - weltweit - mit UTC.

Für Kinder, die morgens früh zur Schule müssen, ist das keine gute Lösung. Und das ist mir wichtiger als die Freizeitpräferenzen Erwachsener.

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