Sind „feministische“ Männer für Frauen als Partner attraktiv? vielleicht sogar besonders attraktiv?

Diese Fragen suchen Antworten :backhand_index_pointing_down:

“Also nicht „nett“ oder „angenehm“ oder „gut zur Zusamenarbeit als Parteifreund“, sondern als Mann attraktiv?
zum Heiraten, Kinderkriegen und was man noch so macht, wenn man es ernst meint.”

Danke @lawandorder für diese spannenden und schwer zu beantwortenden Fragen.

Attraktivität für Heiraten, Kinderkriegen ….wenn man es ernst meint!

Ich knabbere noch ein wenig an diesem “wenn man es ernst meint”, da es zunächst alle anderen Lebensentwürfe als nicht ernst zu nehmen verstehen könnte.

Denkt Mensch bewusst oder unbewusst darüber nach ob das Gegenüber attraktiv genug ist für Heirat und Kinder? Und wie oft irrt Mensch dabei? Wie hoch ist die Scheidungsrate? Wann und warum ist in diesen Fällen die Attraktivität abhanden gekommen?

Und hat Mensch überhaupt die Wahl, wen Mensch als attraktiv empfindet?

Du hast mal wieder recht André, kein leicht zu beantwortendes Thema.

Und diese :backhand_index_pointing_down: Aussage von mir ist natürlich auch nicht allgemein gültig.

“Und da irren sich diese Männer gewaltig. Frauen werden sie für diese Haltung gerne für ihre Ziele nutzen, aber lieben werden sie die anderen Männer.”

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Warum ist die Scheidungsrate wohl in den letzten Jahren so gestiegen?

Weil die Abhängigkeit der Frauen von den Männern nicht mehr so hoch ist und jede Frau selbstbestimmt leben kann.

Mein Vater hat mich bereits so erzogen, so dass ich mich niemals abhängig von einem Mann mache und hat mich auch immer darauf hingewiesen.

Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, in denen die Frau nur an den Herd gehört.
Übrigens, bei uns kocht mein Mann.

Ein „Macho“ ist bei mir völlig unattraktiv.

Mein erster Mann hatte sich zum „Macho“ entwickelt und ich habe mich Ruck Zuck vom Acker gemacht.
Die Liebe starb, als ich nach der Geburt unserer Tochter neben meinem Vollzeitjob (das Geld war natürlich gern gesehen) mich auch noch um alles andere kümmern musste.

Jetzt habe ich seit 33 Jahren einen wirklich attraktiven Mann mit durchaus auch einigen feministischen Zügen.

Ich bin keine hundertprozentige Feministin, aber wir haben einen guten Mittelmaß gefunden.

Meine Einstellung und mein Erreichtes im Leben habe ich meinen Eltern zu verdanken, was meine damaligen Schwiegereltern bei meinem ersten Mann leider versäumt haben.

Gott sei Dank gibt es auch durchaus attraktive „feministische“ Männer.

Meiner Meinung nach liegt es auch oft daran, welche Erziehung der Mensch erhalten hat und welche Vorbilder die Eltern waren.

Meine Mutter (geb. 1930) hatte nie die Gelegenheit eine Ausbildung zu machen oder ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dazu wurde sie auch nie erzogen.
Das hatte auch meinem Vater die Augen geöffnet und er wünschte sich für seine „Prinzessin“ ein anderes und besseres Leben.

So wurde auch meine Tochter erzogen und die meisten jüngeren Männer denken inzwischen ebenso.

Die übergebliebenen „Machos“ sollten lieber mal langsam umdenken, sonst bekommen sie nur noch „unattraktive oder dumme“ Frauen ab.
Vielleicht sind sie ja auch damit zufrieden?

Teilweise ist es tatsächlich auch ein Phänomen der Bildung und leider auch einer entsprechenden Kultur.

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Angeblich bevorzugen Frauen unterschiedliche Männer zum Heiraten respektive Kinderkriegen. Beim letzteren darf es gerne etwas Macho sein, für das erste doch eher einen treuen Versorger.

Mag sein.

Angeblich bevorzugen Männer auch unterschiedliche Frauen zum Heiraten. Für putzen, kochen, Haushalt und Kinderversorgung und treu muss sie auch sein.

Für das erste gerne die Heilige und beim letzten gerne die H…, na ihr wisst schon;)

Aber das erklärt noch nicht, was einen femininen Mann ausmacht. Und was einen Mann attraktiv macht.

Feminin bedeutet ja weiblich. Für mich wäre jede Pizza attraktiver:)
Gleiches gilt für Macho’s!

Attraktivität, Ausstrahlung, Charisma und Anziehungskraft erkennt man, wenn sie einem begegnet. Ich könnte nicht in Worte fassen, warum das so ist.
Könnt ihr es?

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:laughing: :laughing: :laughing:

Ich finde Menschen attraktiv, die mich wertschätzen und etwas für mich tun. Für die tue ich dann auch gern etwas. Oder wenn sie etwas können, das ich nicht kann, und ich mir das abgucken kann, oder bewundernd die Leistung entgegen nehmen.

Dominanzverhalten mir gegenüber ist dagegen ein absoluter Abturner.
Das war schon immer ein Ausschlusskriterium für meine Partnerwahl, solange ich denken kann.

Zum Kinder kriegen war es mir extrem wichtig, vorab zu klären, dass wir uns gemeinsam um sie kümmern.

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Habt ihr meinen Denkfehler auch bemerkt?

Feminin ist nicht gleich feministisch! Hoppla…

Also noch mal die Frage, was macht einen feministischen Mann aus und wie attraktiv ist er für Frauen.

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erstmal bitte das klären

das verstehe ich und unterstelle ich ja fast als selbstverständlich.
Aber das war nicht gemeint.
Die Alternative „Feminist oder Macho“ ist mir zu grob.
Da gibts ja vielleicht was dazwischen.
Also einen Mann, der weder das eine noch das andere ist.

Der kein Feminist ist, weil er zB Frauen ohnehin als gleichberechtigt und gleichwertig ansieht, so dass er gar kein Bedürfnis hat, das durch eine Selbstbezeichnung wie „Feminist“ nach außen zu dokumentieren (oder durch das Anbiedern gegenüber Frauen, wie Eva -glaube ich- geschrieben hat).
Der gerne ein Mann ist, der sich aber darauf nichts einbildet und das nicht als Verdienst oder etwas Besseres sieht.
Der aber auch kein Macho ist, der kein Bedürfnis hat, Frauen unter sich zu stellen oder schlecht zu machen, weil er ein gesundes Sebstbewusstsein hat, das nicht dadurch gestärkt werden muss, dass er andere runtermacht.
Der seine Fähigkeiten und Möglichkeiten einsetzt, um nicht nur sich, sondern auch anderen etwas Gutes zu tun, sie zu unterstützen, zu beschützen, ihnen zu helfen, und der dabei bei Bedarf auch mal laut oder sogar grob werden kann, wenn es die Situation erfordert.

Das ist ein Männerbild, das ich den beiden Stereotypen Feminist / Macho vorziehe.
Klar ist das idealisiert, aber wenn man sich schon was wünscht, darf es das ja vielleicht auch sein.
Und da stelle ich mir die Frage stellen, ob ein „Feminist“ (um das mal als Chiffre zu verwenden) für (viele? einige?) Frauen attraktiver ist, ob also die Betonung des feministischen Elementes wichtiger ist, als das, was ich da beschrieben habe. Oder eben nicht.

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ja, da bin ich auch drüber gestolpert.

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In der Realität ist es (leider) immer noch andersrum. Okay, ich pauschalisiere etwas.

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Dieses Männerbild finde ich garnicht so sehr idealisiert. Es kommt der Realität sehr nah und meiner Erfahrung nach ist der überwiegende Teil der Männer ( meiner Generation) weder Macho noch Feminist.

Ich kann es mir nicht vorstellen.

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@anonymeNutzer

Das ist wohl das erste Thema, zu dem ich als durch-und-durch-Hetero-Mann so gar nichts sagen kann… :wink:
Vielleicht nur so viel zu Deiner Frage: man kann das trainieren - einmal, in dem man den Prozess einer Begegnung bewusst wahrnimmt - und dann, in dem man diese Emotionen und deren Hintergründe in beschreibende Worte kleidet (das ist, denke ich, wichtig, die Quelle für die Emotion zu identifizieren - was nicht zwingend ein Schlüsselerlebnis in der Kindheit sein muss, sondern ganz profan sein kann :wink:
Es wäre vermessen, zu behaupten „Ich kann das“ - aber es gelingt mir für meine Bedürfnisse oft genug, um nicht nur geblendet oder überrollt zu werden …
Der Preis ist allerdings, das ein unverfängliches Fallenlassen dann eher nicht so gut geht, wenn man nicht sehr viel Übung hat - er könnte also - situationsbedingt - zu hoch sein…

hast Du mal 1-10 Beispiele? Macho mit attraktiver, kluger Frau?

Dafür sagst du aber ganz schön viel und ich bin nicht sicher, ob ich dich verstehe:)

Nein. Ich glaube ich meine was anderes🤔

Ja. Da gehe ich wieder mit.

Kann es sein, dass du bisweilen zu viel denkst?
Du bestimmst doch, von wem du dich blenden oder überrollen lassen möchtest. Und ob überhaupt!

Ja, der Preis könnte hoch sein. Kommt drauf an, wie man seinen Gewinn definiert.

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wir haben seit Jahren und Jahrzehnten im linken Spektrum und in der Mitte der Gesellschaft zunehmend den Wunsch, das ganze Leben konfliktfrei zu gestalten. Streit erscheint als etwas Unnormales, das vermieden und „abgestellt“ werden muss.
Die Idee der „safe spaces“ ist aus meiner Sicht ein Symbolbild dafür (und die Ahnungs- und Tatenlosigkeit Putin gegenüber ist eine der üblen Folgen dieser Art, nicht zu denken).
Der Ukraine-Krieg hat da vielleicht einigen die Augen geöffnet, aber die Tendenz gab und gibt es.

In dieses Wunschbild passen Männer besser rein, die nicht „klassisch“ männlich sind, die immer einen (notfalls auch mal faulen) Kompromiß eingehen, die ihre eigenen Interessen zurückstellen, die anderen den Vortritt lassen (insb. Frauen), und die auch sowas wie das Frauenstatut heute noch unterstützen.

Männer hingegen, die führen wollen, die dominant sind, die anderen ihre Meinung ungefragt und deutlich präsentieren, die auf ihre Erfahrung verweisen, die auch mal aggressiv sind, sind alte weiße Männer, Machos, Patriarchen, Egomanen usw usw. Irgendwie ekelhaft und vorgestrig.

Vor dem Hintergrund kann ich mir da einiges vorstellen …

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Donald Trump, Dieter Bohlen, Christiano Ronaldo, Gerhard Schröder, Joschka Fischer, …hatte ich im Sinn.

Ich hatte das aus dem Bauch heraus hingeschrieben und wollte es auch nicht als bierernst verstanden wissen. Deine, vielleicht auch nicht ganz ernst gemeinte Frage hat mich zum Nachdenken angeregt. Da wird es komplizierter:

  • Die Begriffe Macho, attraktiv, intelligent sind allesamt sehr stark von der subjektiven Bewertung abhängig und/oder schwierig zu definieren.

  • Das Bild, das man von Prominenten hat, entspricht oft nicht dem, wie diese Menschen privat sind.

  • Ich hatte mich irgendwie auf die Eigenschaft „attraktiv“ konzentriert, weniger auf „klug“. Was sagt das jetzt über mich und meine Einstellung zu Frauen aus?

  • Es ist wohl in der Welt der Herdentiere so, dass die Weibchen am ehesten von den starken, dominanten (=Macho?) Männchen im Rudel angezogen werden, der dann die attraktivsten auswählen kann. Lässt sich das auf den Homo Sapiens übertragen?

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In der Tierwelt (und letztendlich auch beim Menschen) geht es vor allem um Fitness. Damit ist nicht Sport gemeint, sondern Überlebensfitness. Ein Weibchen sucht einen Partner, der stark und gesund ist, damit sie starke und gesunde Nachkommen bekommt, die mit höherer Wahrscheinlichkeit überleben. Die Protzerei und Kämpferei der Männchen soll den Weibchen zeigen, dass sie voll die starken, fitten Kerle sind. Ebenso verschwenderischer Körperschmuck wie Federn, Farben, Hörner etc. Wer Energie für so einen unnützen Prunk aufwenden kann, muss wirklich sehr fit sein. Im Prinzip gilt das alles auch für Weibchen. Gesunde Tiere haben glänzendes Fell, klare Augen, eine gute Körperkondition, wirken also „attraktiv“.
Beim Menschen wird das ganze komplizierter, weil wir nicht mehr nur rein biologisch funktionieren. Da zählt dann eben nicht nur die Überlebensfitness, da es bei der Partnerwahl auch nicht ausschließlich um Fortpflanzung geht.

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Ja, leider ist das so und noch schlimmer, weil schon kontroverse Gespräche/Diskussionen unterbunden werden und oftmals nicht mehr stattfinden, sogar immer mehr Wörter und Begriffe ( Indianerkostüm zB) nicht mehr verwendet werden dürfen.
Wer es trotzdem wagt wird ausgegrenzt, diffamiert und zur persona non grata.

Den Zusammenhang mit Safe Spaces verstehe ich noch nicht. Im besten Sinne sind es doch Orte, die einem das (Nach)Denken in Ruhe erlauben sollten und das sinnvolle Handeln außerhalb dieser Räume ermöglichen könnten.
Oder müssen wir diese Spaces als Rückzugsgebiete verstehen um die Wirklichkeit auszublenden? Hast du das gemeint?

Stimmt. Diese Männer UND Frauen passen da nicht rein.

… UND Frauen;)
Ja, ekelhaft, vorgestrig und gefährlich. Siehe Putin

Wohl wahr!

Aber mir ist der Zusammenhang mit der Attraktivität dieser feministischen Männer auf Frauen nicht klar. Das war ja unsere Ausgangsfrage. Sind sie für Frauen als Partner attraktiver?

Das du besser sehen als denken kannst?
( Sorry, ist nur ein dummer Spruch und nicht ernst gemeint) :v:t2: