Die Krautreporter haben aus Werbezwecken im Juli und August die Bezahlschranke für Artikel die im Newsletter erwähnt werden, aufgehoben. Einen der Artikel fand ich diskutierenswert:
Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass demnächst Bomben auf Berlin fliegen. Von einem atomaren Angriff auf Hamburg oder Garmisch-Partenkirchen ganz zu schweigen. Doch es ist möglich – und sogar ziemlich wahrscheinlich –, dass Russland in wenigen Jahren Nato-Territorium angreift, um das Bündnis zu zerstören.
Die Nato funktioniert, wenn alle Mitgliedstaaten versichern, im Ernstfall ihren Bündnispartnern beizustehen, wenn also Angreifer das ganze Nato-Bündnis fürchten müssen. Genau hier könnte Russland in einem potentiellen Angriff ansetzen. Das funktioniert im Prinzip so: Russland greift zunächst Nato-Territorium an. Wenn die Nato dann nicht zurückschlägt oder sich die Mitgliedstaaten nicht einigen können, wie sie Russland geschlossen begegnen, verliert die Nato als Verteidigungsbündnis ihre Glaubwürdigkeit.
ja.
Russland wäre dumm, wenn es die großen EU Staaten militärisch angreift.
Es geht einfacher. Ein sehr begrenzter Angriff auf Estland und die Nato fällt auseinander.
Trump hält still und die AfD kriegt 40-50% der Stimmen.
Dann diktiert Putin Kanzlerin Weidel die Bedingungen des deutsch-russischen Freundschaftsvertrages.
Ein guter Artikel in der taz zur Situation des Werstens:
Das amerikanische Jahrhundert ist vorbei. Die USA sind im Stadium jener imperialen Überdehnung angekommen, die, wenn man dem britischen Historiker Paul Kennedy folgt, zyklisch den Aufstieg von Großmächten beendet und deren Verfall einleitet.
Die Kosten, den globalen Garanten der liberalen Weltordnung zu spielen, sind mit dem Aufstieg Chinas für die USA schlicht zu hoch geworden. Die USA verfügen zwar als einziger Staat über ein globales Netz von Militärstützpunkten. Sie geben mehr Geld für Rüstung aus als alle anderen Nato-Staaten, China und Russland zusammen. Aber sie sind ökonomisch eine Macht im Niedergang.
Der Schluss stimmt mich leicht optimistisch. Denn ich sehe das ähnlich:
Vielleicht aber ist das Ende des Westens nicht nur ein Verlust. Zur Pax Americana gehörten auch ungerechte Kriege, brutale Machtpolitik, Putsche gegen demokratisch gewählte Politiker. Der Historiker Jürgen Osterhammel hat vor ein paar Jahren bemerkt, dass der Westen von Beginn an immer minderwertige Gegner brauchte: „Kein Westen ohne Zivilisationsgefälle“. Europa nach dem Untergang des Westens ist auch die Möglichkeit, diese finstere Seite, die arrogante Überlegenheit, zu überwinden.
Ein Europa, das sich selbst verteidigen kann und das Dank Energiewende weder von Russland noch anderen despotischen Regimen abhängig ist, ist ein erstrebenswertes Ziel. Und ich bin der Meinung, dass China durchaus an einer friedlichen Weltordnung interessiert ist. Aber das ist ein Unser Verhältnis zu China.
Totgesagte leben länger. Ich bin immer sehr skeptisch, was die Prognosen der Historiker angeht. Deren Geschäft ist die Vergangenheit und nicht die Zukunft.
Bezugnehmend auf diesen von @WitzelJo zitierten Teil des TAZ-Artikels:
Und wieder werden Militärausgaben und Rüstungsausgaben vermengt.
Sonst passt es ja auch nicht ins Bild von der bösen USA.
Wer den Unterschied nicht kennt oder ignoriert ist nicht gerade glaubwürdig.
Das habe ich dir schon so oft erklärt
Es sind hauptsächlich die viel höheren Personalausgaben. Das ist aber nicht „Rüstung“.
Bei der USA handelt es sich um eine reine Berufsarmee die haben geschätzt so etwa 5000 Dollar Gehalt. China und Russland hat einen großen Teil Wehrpflichtige. Wenn überhaupt bekommen ein paar hundert Dollar.
Von dem anderen Preisniveau bei Rüstungsgütern mal ganz zu schweigen.
SIPRI spricht auch von Militärausgaben und nicht von Rüstungsausgaben wenn die diesen „Vergleich“ ziehen.
Es gibt sogar einen von dir erstellten Thread dazu.
Abgesehen von den vorherigen Threads die zu diesem geführt haben.