Sonntagsfrage - wenn morgen Wahlen wären

Wenn morgen (Sonntag) Wahlen wären hätten wir vier AFD geführte Landtage.
-Mecklenburg-Vorpommern
-Brandenburg
-Thüringen
-Sachsen

Macht das nicht in der Republik irgendwie Angst und Bange vor kommenden Wahlen, noch haben wir 2023 und nicht 2033.

Doch wenn jetzt keiner die Verantwortung in die Hände nimmt sind wir schneller dort als wir wollen.

Die Lügen der Medien und der Opposition bescheren der AFD zur Zeit höchste Umfragewerte im Osten und die Regierungspartei die Grünen die im Osten meist gerade mal so die 5% Hürde schaffen sind leider Teil des Problems. Wann klingelt hier einmal der Wecker?

Nun ich durfte ja hier im Forum nun einige Wochen euch kennenlernen und muss euch leider sagen dass ihr hinter den Ohren noch ziemlich grün seid, viel zu unreif, naiv, politisch unerfahren, der Sache nicht gewachsen.

Das muss (s)ich ändern.

Direkt politisch unerfahren würde ich nicht sagen, die Grünen sind ja auch teilweise in den den Land- und Kreistagen sowie in der Kommunalpolitik angekommen.

In der Bundesregierung mussten sie allerdings tatsächlich bereits so manche bittere Pille schlucken.
Dort sind sie jetzt in der realen Politik angekommen und müssen sich durchbeißen.

Z.B. mit Robert Habeck haben wir einen hervorragenden Politiker, der bereits sehr leiden musste.

Um sich „oben“ durchzusetzen, muss man leider aber auch mit „harten“ Bandagen arbeiten, wass die Grünen bisher nie mussten.

Manchmal denke ich, die Grünen sind einfach zu lieb und man sollte vielleicht auch etwas lauter werden und Tacheles reden.

Bundespolitik und Kommunalpolitik sind leider zwei Paar verschiedene Schuhe.

In der Kommunalpolitik ist es deshalb auch nicht ganz so einfach die Vorgaben aus der Bundesregierung tatsächlich umzusetzen und zu erfüllen.

Das sieht man teilweise in der Migrationspolitik.

Unser Grüner Bürgermeister hebt inzwischen verzweifelt die Schultern und schüttelt den Kopf, weil er die vom Land zur Verfügung gestellten Gelder nicht abrufen kann, weil einfach kein Platz vorhanden ist.

Werden diese deshalb etwas lauter (s. Boris Palmer) wird erbost auf diesen rumgehackt.

Der Ausbau eines Fernwärmenetzes wurde bei uns durch die CDU verhindert, da angeblich zu teuer und man hätte ja über einen längeren Zeitraum ständig Baustellen, die behindern.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und, wenn man ihm eine Gewohnheit nehmen will, siegt das eigene Ego und man wird ungemütlich.

Beim Klimawandel sind wir nicht mehr bei fünf vor zwölf, sondern bedeutend weiter.

Das muss so mancher Mensch endlich begreifen, doch so mancher will es nicht verstehen.

So entstand dann auch die Letzte Generation, die ja angeblich eine kriminelle Organisation sein soll.

Der Anstieg der Umfragewerte für die AfD macht mir tatsächlich große Sorgen und ich sitze schon auf halbgefüllte Koffern.

@anonymeNutzer wohnt ja im Osten unserer BRD und bekommt garantiert so einiges mit.

Zum Bundesparteitag der AfD in Magdeburg gibt es ja eine große Demo, teilweise auch unterstützt von den Grünen.

Wir können nur hoffen, dass es dort verhältnismäßig ruhig bleibt.

Aber mit dem Auftauchen von gewissen Linksextremen müssen wir vielleicht rechnen, die natürlich wieder eingekesselt werden, um die „braven“ rechtsradikalen Faschisten draußen, die garantiert auch da sind, zu schützen, wir leben schließlich in einer Demokratie. :thinking:

Nur, dass diese Demokratie zur Zeit extrem gefährdet ist.

Der Ruf nach einem AfD-Verbot wird aus anderen Ecken auch immer lauter, wenn es nicht bereits zu spät ist.

Dann brauchen wir uns über gewisse Transgender-Themen keine Gedanken mehr machen, eine Maike Pfuderer kann sich dann erst recht warm anziehen, das Selbstbestimmungsgesetz wird es dann erst recht nicht geben oder wird sofort abgeschafft, geschlossene Ehen von gleichgeschlechtlichen Menschen sofort anuliert etc.

Im Grunde sind dies tatsächlich augenblicklich nur Randthemen, treten eher in den Hintergrund und wir sollten unser Augenmerk auch auf wichtigere Dinge richten.

Aber, wer weiß, vielleicht haben wir zukünftig noch ganz andere und größere Probleme, wenn man sich in der Welt so umschaut.

Aber das ist ein anderes Thema.

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Mir macht das durchaus auch Angst (ich würde Deinen Satz sogar etwas ausweiten auf „noch haben wir 2032 und nicht wieder 1933“ - es fühlt sich für mich ein wenig nach Spätphase Weimarer Republik an (auch wenn ich das als Nichthistoriker nicht belegen kann, sondern einem diffusen Gefühl geschuldet ist).

Was bedeutet das für Dich genau?
Sollen wir die für viele als bedrohlich empfundene Klimapolitik (mit z.B. dem CO2-neutralen Zielzeitpunkt) deswegen deutlich lockern, um die Angst als Triebfeder eines AFD-Wählens rauszunehmen?
Das würde bedeuteten, dass wir die Verantwortung gegenüber dem Rechtsruck deutlich höher priorisieren als die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen - das klingt zwar erst einmal plausibel, weil, wenn wir das nicht tun, die AFD evtl. bald an die Regierung kommt, und dann die Maßnahmen gegen den Klimawandel postwendend wieder deutlich herunterfährt (so wie das seinerzeit Merkel mit dem Atomausstieg gemacht hat) - scheitert aber an dem Argument, dass wir, wenn wir die Maßnahmen gegen den Klimawandel lockern, und dadurch eine Situation entsteht, bei dem langfristig unsere Glaubwürdigkeit als Ökopartei so leidet (weil der Klimawandel noch schneller voranschreitet), dass die Übernahme des Landes durch AFD nur etwas zeitverzögert dann doch kommt … (s. Weimarer Republik)
Oder sollen wir noch deutlicher auf die Gefahren der AFD - mit Belegen - hinweisen? Das funktioniert nur dann, wenn die Wähler auch solchen Argumenten zugänglich sind, was ich persönlich nach 10 Jahren Strauss in Bayern und 16 Jahren Helmut Kohl als Bundeskanzler zu bezweifeln wage …

Was also wäre eine „nicht-naive, angemessene“ Strategie, die die Grünen Deiner Meinung nach verfolgen sollten?
Worüber genau sollen wir „Tacheles“ reden?

Nein denn es geht ja nicht um die Politik sondern wie man diese Politik begleitet es fehlen einfach die notwendigen Kampagnen dass man Falschmeldungen, Lügen von Opposition und Medien entgegentritt.

Bei einer eindeutig zu widerlegenden Aussage gebe ich Dir durchaus recht (Leugnung des Holocaust, Wirksamkeit der Homöopathie, Leugnung des menschengemachten Klimawandels, etc.) - übrigens: schon beim Thema Homöopathie wird es in unserer Partei das erste Problem geben, auch, wenn die naturwissenschaftliche Datenlage genauso wasserdicht ist wie beim Holocaust :wink:

Das eigentliche Problem sind die Aussagen, die etwas eindeutig falsches suggerieren, in dem sie nur einseitige Informationen wiedergeben (Lügen mit der halben Wahrheit) …
„Die deutschen Atomkraftwerke sind sicher“ (Helmut Kohl)
„Es ist eine unerträgliche Arroganz, wenn Leute behaupten, einen anderen Weg zum Frieden zu kennen“ (Heiner Geißler/Helmut Kohl in der Nachrüstungsdebatte 1983)
Letztlich fehlt auch der Grünen Erfolgsmeldung über das Fortschreiten der Dekarbonisierung der Stromerzeugung der Hinweis, dass das derzeitige Tempo definitiv nicht ausreicht (und sogar weit davon entfernt ist), um das selbst gesteckte Ziel der Klimaneutralität zu erreichen - aus der Erfolgsmeldung müsst also das Eingeständnis der Scheiterns (gemessen an den eigenen Zielen! -stehen …
Welche notwendigen Kampagnen (Kernaussagen) also meinst Du genau, die das Verhältnis zugunsten der Grünen verschieben könnten?
Wäre es ein Vorteil für uns, wenn wir die besagte Umsetzungsgeschwindigkeit gemessen an den selbstgesteckten Zielen anders darstellen würden?
Sollen wir verkünden, dass die alten, selbst gesteckten Ziele nur dann nicht verfehlen, wenn wir die Ziele deutlich absenken - genauso wie beim 1,5°-Ziel, dessen Verfehlung dramatische Konsequenzen für uns alle haben wird - wie sieht da für Dich eine sinnvolle rhetorische Begleitung/Kampagne aus?

Ist es ein „Lügen mit der halben Wahrheit“, wenn wir das doch weiterhin als Erfolgsgeschichte verkaufen, und das Verfehlen des 1,5°-Ziels entweder gar nicht mehr erwähnen, oder doch - wie es die Franzosen und die AFD machen - uns über die schrecklichen Folgen gar nicht auslassen, weil nicht nur die AFD dieses Ziel fälschlicherweise nie hatte, sondern wir es hatten - aber gescheitert sind?

All das sind aktuelle Themen, die den Bürgern Angst machen, und eine Motivation sind, die AFD zu wählen, da es bei ihnen den Klimawandel - praktischer- wie auch bedrohlicherweise - nicht gibt - was ist Dein begleitender Gegenentwurf, diesen Trend zu stoppen?
Wie kommen wir da aus der - von Dir unterstellten - Naivität heraus?

Ich habe an grünen Infoständen inzwischen Erfahrung mit der AFD und/oder den Querdenkern zugeneigten Wähler zu tun gehabt - bislang haben mir aus dem Ärmel geschüttelten Begründungen für den Klimawandel und den notwendigen Wandel wenig geholfen, aus diesen Menschen „Grün-wähler“ zu machen - immerhin ist es mir gelungen, unsere Position als eine mögliche Variante zu akzeptieren, weil ich ihnen nicht besserwisserisch mit „AFD ist verlogen“ gekommen bin, sondern mit „Deine Querdenker-AFD-Ansuicht ist nicht per se falsch (Und die Motivation kann ich verstehen) - aber es gibt eben auch eine alternative Sicht auf die Dinge, die wissenschaftlich fundierter ist“ - das ist durchaus wichtig, um - soziologisch betrachtet - gegenseitige Feindbilder abzubauen - die AFD wählen sie aber trotzdem weiterhin!
Soziologisch kann (und muss! - also viel verbessert werden - am Wahlverhalten ändert dies aber nichts …

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Es geht nicht um Geschwindigkeit oder sonst was sondern es geht um Fakten Informationen die wichtig sind die begreiflich sind die müssen drüber gebracht werden.

Ein paar Beispiele:
Man könnte anfangen mal zu informieren dass es gar kein heizungsgesetz gibt sondern es gibt ein Gebäude Energiegesetz und dann auch mal die Kampagnen Webseite der Bundesregierung bewerben die kennt keiner.

Beim Kohleausstieg z.B hätte man klipp und klar sagen müssen das 2030 die meisten Kohlekumpel in die Rente gehen, würde man darüber hinaus noch bis 38 Kohle fördern wollen müsste man schon wieder neues Personal einlernen und einstellen. und 38 schon wieder umschulen völlig plemplem…

Zu corona-zeiten habe ich nie jemanden gesehen der mal mit der total verdrehten Querdenker Statistik aufräumt dass man aufzeigt wo genau haben die ihre Informationen her und was genau ist mit diesen Informationen welche Informationen stehen denen gegenüber in derselben Quelle etc das muss man den Pferden den Kanal auf die Nase drücken weil sie sonst nicht glauben.
Sprich im konkreten das gegenüberstellen von Grippetoten und von Corona Toten und welche Zahlen da verwendet werden die stammen nämlich vom rka von ein und derselben Quelle nur in unterschiedlichen Spalten und das ist das Wichtige was man hätte schon mal am Anfang anfangen können.


Ja ich weiß wie es auf einem Stand bei den Grünen her geht ich habe am letzten 1 mai zusammen mit den Grünen einen Stand gehabt also nebeneinander.
Ich stand da mit weiterer Mitstreitern vom netzwerk-grundeinkommen.

Und auf diesen Ständen das ist ja dann wichtig dass man hier oben solche konkreten Informationen weitergibt.

Am Ende dieser Veranstaltung kamen die Grünen dann zu mir waren erstaunt weil es bei uns ziemlich heiß her ging über die pfeffrige Diskussion das waren sie gar nicht gewöhnt.

Rein intellektuell gebe ich Dir recht (bis auf die Frage, ob es gesamtgesellschaftlich für die nächsten 2 Generationen nicht billiger wäre, sofort aus der Kohle auszusteigen und Übergangsgelder zu bezahlen - statt die Mehrkosten der Umweltschäden von uns und unseren Kindern finanzieren zu lassen) - aber hast Du das mal konkret probiert, am Infostand zu argumentieren, dass die Wähler jetzt ihre Heizung erneuern müssen, weil 2030 die meisten Kohlekumpel in Rente gehen, und das ganze trotzdem umweltpolitisch viel zu spät ist, weil die Folgeschäden bis dahin astronomisch sind, aber sich das bis dahin sozialverträglich nicht anders darstellen lässt (hab ich mal ausprobiert - war nicht gerade durch verständnisvolle Begeisterung geprägt)?

Am Ende der Diskussion hört der Wähler dann wieder nur, dass er/sie demnächst eine neue Heizung einbauen muss, und daher entweder einen Kredit und/oder - bestenfalls! - seine nächsten Urlaube streichen muss, um die Kosten wieder reinzuholen - glaubst Du wirklich, dass eine noch bessere Begründung, die aber immer noch darauf abzielt, den eigenen Status Quo „vorübergehend“ für beispielsweise die nächsten 10 Jahre deutlich zu reduzieren, nur, damit es eine gesamtgesellschaftliche soziale Abfederung einer Problemlösung in einem für die meisten unüberblickbaren Zeitraum gibt, dadurch befördert wird?

Auch, was das die Umwidmung des Labels „Gebäudeenergiegesetz versus Heizungsgesetz“ angeht, so interessiert die Leute am Ende des Tages nur, ob sie demnächst Gelder, die in der individuellen Lebensplanung anders verplant waren (Reisen, neues Auto, etc.), plötzlich „umdisponiert“ werden müssen - zulasten des eigenen Komforts - ich kann mich gut an die Diskussion um 5 DM/l Benzin erinnern - es gab tausend gute Gründe, das einzuführen - die - ich persönlich - damals auch allen brav hergebetet habe - am Ende kam immer die Feststellung, dass - zumindest übergangsweise bis zum 3l-Auto, das es dann aber nie gab - vieles liebgewonnenen dann erstmal nicht mehr bezahlbar wäre, weil plötzlich für den Sprit so viel aufgewendet werden muss - und die Wahl wurde krachend verloren …

Das ist so wie bei Rauchern - es gibt 1 Mio. hervorragende Gründe, sofort mit dem Rauchen aufzuhören (oder gar nicht erst anzufangen) - die wenigsten tun es …

Ich gebe Dir uneingeschränkt recht, wenn es um die Forderung geht, die Begründungen besser zu formulieren - heruntergebrochen auf möglichst viele mögliche Wähler - streng genommen sollte das eine Selbstverständlichkeit sein! (Gleiches gilt auch in Bezug auf die Streitkultur - ebenfalls volle Zustimmung!) - Die damit verbundene Hoffnung, die WählerInnen würden deswegen bei Ihrer Wahlentscheidung eher langfristig intellektuell statt kurzfristig ichbezogen wählen, halte ich für eine Wunschvorstellung - es sei denn, die „Argumente/deren Verpackung“ läuft auf Manipulation hinaus (wie bei der AFD eben auch) - das widerspricht aber der Forderung nach „bloßen Fakten“!

Schopenhauer hat mal die Frage, wie autonom rein intellektuell der Mensch Alltagsfragen frei entscheiden kann, u.a. mit dem Vergleich verneint, "wenn ein Stein denken könnte, würde er bei einem Wurf am höchsten Punkt angekommen denken: „und jetzt will ich wieder nach unten fallen“ ) (Zitat A. Schopenhauer: „von der Freiheit des Willens - über die Grundlage der Moral“) …

Die Frage also, ob jemand Grün oder AFD wählt oder auch andere „Alltagsentscheidungen“ trifft, hängt von unglaublich vielen Faktoren ab - aber sicher nicht hauptsächlich davon, ob die Entscheidung intellektuell/statistisch nachvollziehbar und wissenschaftlich begründbar ist - sonst dürfte es kein Mitglied der Grünen mehr geben, das je wieder einen Urlaubsflieger besteigt - die Erfahrung lehrt etwas anderes - solche Entscheidungen werden auf einer ganz anderen Ebene und nach ganz anderen Kriterien getroffen als der der Faktenbasiertheit - egal wie gut diese nun aufbereitet werden …

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steile Ansage :grinning:

Da muss ich mal nachfragen, damit ich das/ Dich besser einschätzen kann:

  1. Fang doch mal damit an, dass Du erklärst, welche politische Erfahrung und welche Erfolge Du vorzuweisen hast.
    Ich selber habe nur wenig politische Erfahrung auf lokaler Ebene, gebe Dir also Recht, ich bin politisch unerfahren.

  2. Dann erklär mal genauer, was oder wer hier „grün hinter den Ohren“, unreif und naiv ist.

  3. Dann sag uns, was denn Deiner Meinung nach unser (?) Ziel ist.

  4. Und schließlich sag uns, was genau wir Deiner Ansicht nach tun sollten, um das Ziel zu erreichen.

Das würde helfen.

Du hättest hier gut daran getan zu argumentieren dass es die meisten Menschen überhaupt nicht betrifft …
erstens stand ja von Anfang an eine Zahl im Raum 2045
Vorher gibt es ja Übergangsfristen etc ergo alte Menschen würden das wahrscheinlich gar nicht mehr erleben.
Genauso die Eigenheimbesitzer es steht doch eindeutig drinne es gilt nur für Gebäude ab 6 Wohneinheiten seit wann hat denn ein Eigenheim sechs und mehr Wohneinheiten?
Nur Fakten können Lügen enttarnen

Dann geht’s dir ja um Formulierungen nun da gibt es zweierlei das Gesetz und die Kampagne. Im Gesetz kann ich juristische Fakten schreiben und in der Kampagne hole ich die Menschen mit ihrem Sprech ab, ist eine einfache Sache.

@lawandorder ich habe jetzt im gesamten Strang genügend Beispiele genannt, ich weiß nicht wie viel ich hier runter beten muss damit es von dir wahrgenommen wird.

Das ist m.E. nun die große Illusion:
‚Leute abholen‘ (bzw. abholen zu können) ist genau der große Selbstbetrug, dem alle politische Parteien und Bewegungen (und ihre selbsternannten Kommunikationsprofis) gerne unterliegen.

  • Damit das funktionieren kann, müssen die ‚Leute‘ ja ein gewisses Mindestmaß an Bereitschaft haben, sich auf den gewünschten (zunächst argumentativen) Weg zu machen.
  • Das wird nicht funktionieren, wenn das Ziel (unser Ziel) nicht als erstrebenswert gilt, nicht verstanden, gänzlich unbekannt oder nur verzerrt gesehen wird.
  • Es gibt den klassischen Satz: ‚It’s the economy, stupid‘, der zwar nicht immer stimmt (v.a. in Zeiten von Identitätspolitik), aber als Reflexauslöser (‚neue Heizungen kosten viel Geld‘) beim GEG wunderbar funktioniert mit (dank tatkräftiger Hilfe ‚unfreundlicher‘ Medien und der sozialen ‚Blindheit‘ der Grünen Akteure.
  • Erschwerend kommt in Zeiten der kommunikativen Blasen (v.a. in ‚social media‘) die selbst-referentielle Verstärkung einmal eingenommener (Fehl-)Meinungen, die z.T. auch noch identitär aufgeladen sind.
    Da gibt es aus Corona-Zeiten genügend Beispiele… Querdenker, Impfgegner etc. sind i.d. Regel für ‚unsere‘ Form der argumentativen Auseinandersetzung nicht zugänglich:
    Fakten werden als Diskussionsgrundlage nicht mehr akzeptiert.
    Und dann noch der schöne - aber leider wahre - Satz (ich glaube von Stoiber oder einer anderen CSU-Größe): ‚In der Politik sind Emotionen wichtiger als Fakten‘.
  • Die zunehmende ‚Personifizierung‘ und Emotionalisierung und die sehr volatile Währung ‚Vertrauen‘ in die handelnden Personen komplizieren alles weiter.

So, wie soll das denn bitte funktionieren: ‚die Leute mit ihrem Sprech‘ abzuholen, wenn diese emotional in ihrem ‚Sprech‘ eingerastet sind?

  • Klassische Propaganda geht heute nicht mehr… gibt auch keinen emotionalen Zugang mehr.
  • Als Partei sich hinstellen und zu sagen: Wir wissen, wo es lang geht - das hat schon bei den KPen als Vorhut der Arbeiterklasse nicht funktioniert.
  • Dieses Denken ist aber nie ganz ausgestorben (auch bei Grün), es geistert in neuen kommunikativen Stilen immer wieder durch die Kampagnenplanungen aller Parteien vor Wahlen.
  • Das Problem: es darf keiner so direkt merken - das wäre ja zumindest paternalistisch und steht einer diversen, multikulturellen und liberale Partei nicht gut zu Gesicht.

FAZIT: nix hier „ist eine einfache Sache“
… und Demokratie eine verdammt mühsame Angelegenheit.

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jetzt hättest Du die Chance gehabt, mich mit meinem Sprech abzuholen, hast sie aber vertan.
Das finde ich nicht überzeugend.

Im thread hast Du in einem einzigen Beitrag ein paar Ideen und Mechanismen geschildert, die sich nicht schlecht anhören und über deren Umsetzung ich gerne mehr hören würde.

Als politische Leistung hast Du nur genannt, dass Du beim Netzwerk Grundeinkommen mitmachst und dass Ihr einen Stand neben den Grünen hattet.
Das ist nicht verkehrt, aber auch kein Beleg für große Politerfahrung.

Vielleicht kannst Du ja meine Fragen doch noch beantworten.

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Ich glaube nicht, dass irgendwelche mißratenen Klimaschutzmassnahmen die Wähler zur AfD treiben.

Der ‚Markenkern‘ der AfD ist immer noch „Ausländer raus!“. Und das verfängt immer noch bzw. sogar zunehmend bei großen Teilen der Mittelschicht, weil unser Staat zu dillettantisch mit dieser Problemstellung umgeht.

Dabei könnte die Migration auch und gerade der ‚Wirtschaftsflüchtlinge‘ die Lösung für einige unserer Probleme (Renten, Arbeitskräftemangel) sein. Wenn man es denn richtig angehen würde …

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Meinst du nicht dass du ein wenig unverschämt bist(?) hier etwas einzufordern unter dem Motto ja dann sag uns doch mal was du bisher geleistet hast(!) also ich muss kein Rennfahrer sein um zu sehen wenn jemand schlecht Auto fahren kann oder?

Ellen @anonymeNutzer hatte es eigentlich ganz vortrefflich gesagt dass es manchmal helfen kann dem Blick von draußen kennenzulernen und den bringe ich hier gerade mit, denn ich stecke nicht in eurer Bubble.

Dennoch habe ich Erfahrung sammeln können denn ich Stamme aus derselben Partei wie Ellen habe dort in mehreren Themenkreisen gearbeitet was gleichzusetzen ist mit den BAGs bei den Grünen. Dort haben wir Initiativen erarbeitet die Teil des Parteiprogramms wurden. Für mehrere Initiativen im Bereich Soziales war meine Arbeit maßgebend.
Dabei war @DrakonDiB unser bad boy so haben wir uns in der Diskussion gut auf den Gegner einstellen können. Und wenn du dann auf einen Stand stehst bist du sehr gut vorbereitet.

Ich hoffe übrigens dass du noch lernen wirst wie man Diskussionen ohne Brechstange führt.

?
Für mich sieht dein Aufschlag nach Brechstange aus.

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Es gibt einen riesen Unterschied ob ich jemanden direkt persönlich angreife oder eine Beobachtung schildere.

Das erste Zitat kommt bei mir als Angriff an. An alle.

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In einer Diskussion macht es wohl den Unterschied jemanden einzeln persönlich anzugreifen oder eine Schilderung zu einer Gruppe mache.

Wenn du das nicht gelernt hast, dann tut es mir leid, vielleicht liest du dir dann noch mal die forenregeln/netikette etc durch um das zu verstehen.

Nun ich will hier keinen an den Pranger stellen das einzigste was ich möchte ist dass die Grünen endlich aus ihrem Schlaf aufwachen.

Opposition und Medien das ist zur Zeit der Hauptgegner denn diese prügeln zur Zeit auf die Grünen ein.

Und das Schlimme dabei sie haben Erfolg

Es macht auch einen Unterschied, eine Gruppe zu beschreiben, oder sie pauschal abzuwerten.

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Wie kommst du darauf dass ich jemanden abwerte(?( da würdest du ja das dem gleichsetzen wenn ich ein Kind als jung bezeichne und damit vorhaben sollte es zu beleidigen es abzuwerten.
Nee da wird keine Schuh draus das funktioniert so nicht unsere Sprache hat dazu auch entsprechende Bedeutungen.

Keine dieser Aufzählungen ist pauschal als negativ behaftet:

Wenn du meinst, das ist einfach eine neutrale Beschreibung der Forumsmitglieder: Du gehörst ja dann jetzt dazu :wink:
Gute Nacht

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