Ich habe heute ein ähnliches Thema für die Rentenkasse aufgemacht. Ich denke aber, die Diskussionen sollten getrennt geführt werden. Auch wenn beide auf dem gleichen Prinzip beruhen: Der Staatshaushalt wird über Steuern finanziert, bei dem alle Einwohner und Unternehmen bezahlen müssen. Die Sozialkassen betreffen aber nur Arbeitnehmer (und deren Arbeitgeber) also z.B. keine Beamten und keine Selbstständigen. Und im Falle der Krankenkasse auch keine reichen Arbeitnehmer.
Der GKV-Beitragszahler wird mit 740 Euro pro Jahr im Durchschnitt belastet. Würden die „versicherungsfremden Leistungen“ ordnungspolitisch richtig finanziert, könnte der Zusatzbeitragssatz der Krankenkassen rechnerisch vollständig entfallen und die Lohnnebenkosten würden deutlich gesenkt.
Welche versicherungsfremden Leistungen meinst du hier von der Krankenkasse?
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Eine Zahl, an die ich mich erinnere, war, dass der Staat für Hartz IV-Mitglieder nur 40 € pro Monatin die gesetzliche Krankenkasse eingezahlt hat, das war viel zu wenig.
Ob das beim Bürgergeld auch noch so ist?
Den Studientext selbst habe ich noch nicht gefunden. Aber hier erstmal die Original-Pressemitteilung der IKK Gesund Plus:
Allein im Zeitraum von 2016 bis 2023 sind die Belastungen der GKV für die nicht von den
Ländern übernommene Refinanzierung der Investitionen in die Krankenhäuser um rund 45
Prozent von 2,6 Milliarden auf 3,8 Milliarden Euro gestiegen. Für die Bezuschussung von
Bürgergeldempfängern durch die GKV haben die Wissenschaftler und
Wissenschaftlerinnen für das Jahr 2022 einen Betrag von 9,2 Milliarden Euro identifiziert.
Zu den versicherungsfremden Aufgaben, die seit 2016 dazu gekommen sind, zählen etwa
die Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems sowie auch die Aus- und
Weiterbildung von Pflegefachkräften.