In diesen Tagen des neuen Bundeshaushaltsentwurf und der Frage nach einer Umsetzung der Kindergrundsicherung stelle ich mir die Frage nach einer besseren und vitaleren Finanzierung. Unter dem Thema " Diesen Krieg kann keiner gewinnen, wann kehrt endlich Vernunft ein" hatte ich selber einen Vorschlag gemacht, wie neue Einnahmen regeneriert werden können, von denen die Kommunen, für Kultur - und Bildungsreinrichtungen, Soziale Einrichtungen und für Fördermittel privater Initiativen, sogenannter BID´s in bestimmten Stadtbereichen, profitieren sollen.
Insgesamt würden neue Einnahmen natürlich den finanziellen Handlungsspielraum erweitern. Mein Vorschlag hätte eine Schwierigkeit hinsichtlich der ungenauen Schätzung für Einnahmen, jedoch würde die Freisetzung der Einnahmequelle alleine den vitalen Kreislauf eröffnen, der zugleich ein positives Bewusstsein für die Finanzierung wie auch Verantwortungsfürsorge für die effektiven und effizienten Ausgaben auf der anderen Seite bedeuten sollte.
Ein vitaler Kreislauf käme ins Rollen und würde die Finanzierbarkeit unseres Sozialstaates verbessern, festigen und damit die Demokratie an sich stärken, Kapital würde freigesetzt werden und an der richtigen Stelle ausgegeben.
In dem Zusammenhang komme ich abschließend zu der Frage, die mich umtreibt hier ein neues Thema zu eröffnen:
Inwieweit tragen die Ausgaben von Bundeswertpapiere wieder neu durch die höheren Zinsen eine Rolle bei der neuen Staatsverschuldung, die nun laut dem Regierungsentwurf geplant ist und wie weit wäre eine Ausgabe über Bundeswertpapiere in der Regel tragbar. Ich stelle mir vor, dass der Bürger zu einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr in Bundeswertpapiere investieren könnte, wenn er den Staat im Finanzwesen als unzuverlässigen Gläubiger erkennen würde. Wann wäre dieser Zeitpunkt für die BRD erreicht? Gibt es diesen Zeitpunkt realistisch überhaupt für die BRD derzeit?
Warum wurden die Neuverschuldungsaufnahmen für 2021 aufgeteilt? Ich hatte einem Text des Bund der Steuerzahler zur Staatsverschuldung entnehmen können, dass 60 % der Staatsverschuldung über ausländische Gläubiger aufgenommen wird und 35 % über inländische für das Jahr 2021.
Wäre die These, dass in einem reichen Land wie der BRD eine Neuverschuldung des Staates gar nicht so schlimm ist, weil die Verschuldung bei entsprechender Zinsentwicklung über Bundeswertpapiere erfolgt, und damit innerhalb der deutschen Gesellschaft geregelt bleibt, richtig?
Inwieweit gäbe es hinsichtlich dem Anstieg der Zinsen in dem Zusammenhang heute ein Unterschied zum Jahre 2021?
Du wirst in der Gesellschaft kein Einvernehmen darüber herstellen können, wo die Grenze zum Luxus verläuft. Schon gar nicht gerichtsfest.
Bei Grüns wird wohl ein Porsche mehrheitlich als ‚Luxus‘ angesehen (ich teile diese Auffassung nicht).
Porsche hat in 2022 29.300 Pkw neu zugelassen. Nehmen wir einen Durchschnittspreis von 100k an. Macht 2,93 Mrd Umsatz. 2 % sind also keine 60 Mio. Damit kommste nicht weit bei all Deinen geplanten Wohltaten.
Ein ganz erheblicher Teil der Porsches laufen als Geschäftswagen. Da holt man sich die MwSt als Vorsteuer gleich wieder vom Finanzamt zurück. Das hat also keinerlei steuernde Wirkung.
Schuldenaufnahme in der Größenordnung eines ‚Dreifach-Wumms‘ ist durchaus in der Lage, die Zinsen etwas nach oben zu treiben, was wiederum mittelfristig die Zinslast für die Gesamtverschuldung erhöht.
Das ist aber vergleichsweise harmlos.
Viel schlimmer ist, dass die zusätzlichen Staatsausgaben vollständig nachfragewirksam und damit inflationstreibend sind.
Einen solchen Zeitpunkt kann man nicht berechnen. Der Vertrauensverlust baut sich langsam auf, es gibt Anzeichen. Aber dann kann ein kleiner Vorfall reichen und das Vertrauen ist weg. Und dann geht es ganz schnell mit dem Staatsbankrott. Und das ist ein Horror-Szenario.
Einen Zeitpunkt wie gesagt nicht, aber die Möglichkeit ist durchaus real (durch die Geldpolitik der EZB). Die EZB unterstützt die maroden Mittelmeerstaaten nicht aus humanitären Gründen so fieberhaft, sondern weil der Euro in großer Gefahr ist.
Die Händler könnten selber festmachen, welche Waren mit 21 % anstatt mit 19 % Mehrwertsteuer gekennzeichnet werden. Ein Teil der Waren könnte das Gesetz ausschließen: teure Lebensmittel, teure Kleidung, teure Artikel des täglichen Bedarfs, teure Kosmetikartikel.
Waren können sehr genau nach der Bedürfnispyramide nach Maslow eingeordnet werden. Auch wenn das Laib Brot durchaus einen Preis haben kann, wo ein " Wohlhabender" sagt, diesen Luxus erlaube ich mir jetzt, wäre das ein physiologisches Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme. Ich finde an der Stelle es sollte mal das Gedankenspiel betrieben werden die Pyramide nach Maslow umzudrehen. Jeder hat physiologische Bedürfnisse (z.B. nach Gesundheit), Sicherheitsbedürfnisse (z.B. gegen einen finanziellen Abstieg), soziale Bedürfnisse (nicht alleine in der Gesellschaft zu sein, Teilhabe, Diskussion, Unterhaltung). Dieses trifft auf die Wohlhabenden genauso zu wie auf die weniger Wohlhabenden. Auch haben alle Individualbedürfnisse und Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung, was auch die mit weniger im Portemonnaie an Einsicht anerkennen sollten.
Anderes Beispiel auf den berechtigen Einwand:
In der Immobilienbranche würde sowohl der Wohlhabende als auch der Obdachlose gleichermaßen von einem Sicherheitsbedürfnis sprechen. Eine teure Villa am Stadtrand wäre allerdings zugleich auch deutlich ein Individualbedürfnis. Die Priorisierung bei der Einordnung erscheint logisch nach Individualbedürfnisse vorzunehmen zu sein. Da braucht man nur diese Pyramide nach Maslow nach Selbstverständnis zu bewerten. Und in dem Bereich wären Verkäufer von solchen Villen dann zudem freigestellt, je nach Lage, Art und Ausstattung der Villen, 21 % oder 19 % zu verlangen. Das würde rechtskonform sein, da es für meinen Gesetzesvorschlag keinen Zwangsvorgabe der Einordnung der Waren nach oben, sondern es nur einen Ausschluss von Gütern geben würde, nämlich dort wo physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse und soziale Bedürfnisse, eindeutig aus der Art der Ware zu interpretieren, überwiegen würden (teure Lebensmittel, teure Kleidung, teure Artikel des täglichen Bedarfs, teure Kosmetikartikel).
Da den Verkäufern aber es freigestellt sein sollte, hier selber die Grenzen festzulegen, wie bei allen teuren Luxuswaren z.B. dem Porsche, könnte nach Belieben des Verkäufers, ein herausgehobenes Modell des Porsches mit besonderer exquisiter Ausstattung, den Unterschied für die 2 % Erhöhung der Mehrwertsteuer machen. Die 2 % Spielraum bei der Mehrwertsteuer werden zu einer Verkaufsstrategie.
Andersherum kämen Händler eines Ford nicht auf die Idee das Auto künstlich durch 2 % mehr Mehrwertsteuer im Preis zu erhöhen.
Porsche stände doch nicht alleine, einen teuren Mercedes, BMW, würde ich bereits auch der Klasse zuordnen, sowie auch die PKW´s nicht alleine für Waren stehen, bei denen Händler es erlaubt wäre, diese besonders mit 2 % mehr Mehrwertsteuer auszuzeichnen.
Möglich wäre von der Rückholung die 2 % auszuschließen. Bei einer Steuerjahreserklärung muss man meines Erachtens Belege dazufügen, und dann wird festgestellt werden können, ob es 19 % oder 21 % Mehrwertsteuer waren und jeder Geschäftsmann, der seinen PKW privat aber auch für Firmenfahrten nutzt, sollte gewissenhaft den richtigen Betrag mit den bisherigen 19 % der MwSt. angeben. Sonst wäre das dann Steuerbetrug. Ich führe an der Stelle aus, dass ich den Wohlhabenden nicht auf ugs. ans Bein pinkeln möchte, sondern den Effekt meiner erdachten Steuerreform, eine freiwillige Gabe an den Staat für die richtige Verwendung, zuordne.
Der Effekt ist die freiwillige Gabe, das was ausgelöst wird, nicht der um 2% erhöhte Kaufpreis. Ich hatte vor der vergangenen Bundestagswahl die Debatten um eine Substanzsteuer mitbekommen. Von dieser Substanzsteuer halte ich wenig. Im Fernsehen in den Mitmachrunden für die Bürger waren auch Wohlhabende da, die durchaus Bereitschaft erklärten, die Gesellschaft finanziell zu unterstützen. Viele spenden auch. Kurz vor Weihnachten nimmt die eingeblendete Laufschrift zu den Spenden in den Unterhaltungssendungen kein Ende. Daran sieht man, dass die Gesellschaft gar nicht so herzlos ist, wie vielleicht von Linksaußen ihr das Prädikat manchmal versucht wird anzuheften.
Ich glaube, bei einer solchen freiwilligen Auszeichnung mit 2 % mehr Mehrwertsteuer, besser wäre es vielleicht sogar die 2 % extra auszuzeichnen, würde ein Mitmacheffekt der Wohlhabenden für die Gesamtgesellschaft erzielt werden können, die durch richtige Verwendung in den Kommunen den Mitmachgegenpart dazu finden würden.
Nehmen wir mal als Metapher die Tiefdruckgebiete der letzten Zeit, das Hochwasser im Jahr 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrheinwestfalen war ein Beispiel. Diese wanderten träge herum, weil der Polarwirbel schwächelte und regneten sich dummer Weise leider für viele an einer Stelle ab. Genauso steht unsere soziale Marktwirtschaft unter Druck der punktuellen Einsparungen, wenn der Finanzkreislauf schwach ist. Bestes Beispiel ist jetzt die Debatte, um die Finanzierung des Kindergrundgeldes. Da wird plötzlich überlegt an das Elterngeld dran zu gehen, was auch die Bedeutung hat, dass das neue Rollenverständnis zwischen den Partnern wieder mehr in die Richtung des Mehrverdieners gehen wird. Auch das Ehegattensplitting was vorübergehende Anpassungen an Einkommensverhältnisse erleichtert, wird wieder in Frage gestellt und damit würden Möglichkeiten den Haushalten weggenommen auf Übergänge in den eigenen Lebensmodellen zu reagieren. Zudem werden damit die Bevölkerungsanteile mit mehr Einkommen wieder gegen die mit weniger Einkommen ausgespielt. der moralische und psychologische Druck auf die unteren Gesellschaftsschichten ist sowieso bereits hoch und wird dadurch noch zunehmen. Der innere Frieden ist bedroht und wird mehr und mehr bedroht.
Die Verwendung ist bei meinem Vorschlag genauso entscheidend wie der vitale Effekt des Mitmachens und aktiv die Gesellschaft mitzugestalten. Die 2 % mehr können von den Einnahmen gezielt in Einrichtungen der Bildung, in kulturelle Einrichtungen, in soziale Einrichtungen und in Fördertöpfe der Kommunen für sogenannte BID`s fließen.
Damit könnten Stadtbezirke, Geschäftspassagen, U-Bahnausgänge, Innenstadtlagen etc. besser aufgewertet werden und an die Bedingungen der fortschreitenden Klimaerwärmung angepasst werden, dadurch dass mehr Anregung für private Initiativen von Geschäftsleiten geschaffen wird, die sich in der Nähe befinden, auch Beteiligungen von Theatern, Museen etc. sind möglich. Sogar Patenschaften für Wohlhabende der eigenen Stadt sind denkbar.
Hinsichtlich der fortschreitenden Klimaerwärmung habe ich hier die Beispiele dafür mal aus dem Internet: .
In Städten mit Grünen/ Bündnis 90 in der Regierung sollten Maßnahmen in verschiedenen Städten bereits umgesetzt werden.
Zudem würde durch 2 % mehr MwST und die gezielte Verwendung dadurch mehr finanziellen Spielraum im Bundeshaushalt hinsichtlich mehr Geld für die einzelnen Positionen des Bundeshaushalts ergeben. Ich gehe dabei von aus, dass trotz der 2 % mehr auf bestimmte Waren, genauso viel konsumiert würde, oder sogar ein Hebeeffekt entsteht, indem viele diese Gesetzesänderung als gesellschaftlichen Auftrag und eine gesamtgesellschaftliche Befreiung erkennen, am Wohlstand der Gesellschaft mitzuwirken. Gute ausgeleuchtete, saubere und angenehm gestaltete U-Bahnausgänge und sichere Stadtviertel durch Investitionen in die sozialen Infrastrukturen sind für alle gut. Dieses gilt auch für Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung und die Auswirkungen in den Städten.
Darüber hatte ich bereits auch gedacht. Danke! Aber damit würde mein Vorschlag, der gezielten Verwendung über 2 % MwSt. gut passen, denn privates Kapital, wird sofort wieder effektiv investiert und führt nicht zur Preissteigerung.
Aber davon abgesehen werfe ich die Frage auf, ob immer die These, die Stärkung des Inlandkonsums durch z.B. der Kindergrundsicherung + Beibehaltung des Elterngeldes führt bei einem Zufluss in die Wirtschaft gleich zu einer Inflation, stimmt?
Vor allem würde ich davon nicht ausgehen wollen, wenn die Wirtschaft wie zurzeit jetzt sich nicht in einer deutlichen Aufschwungsphase oder innerhalb eines Booms befindet. Eher würde die Steigerung von Geldmengen für die Inlandsnachfrage doch die Wirtschaft ankurbeln und Güter produziert werden können, die bei Nachfrage dann Geld wieder abziehen und eine Inflation zurückdrehen.
Ist es heute nicht mehr eine angebotsorientierte Inflation durch steigende Unternehmensgewinne, die ausgeschüttet werden, anstatt sie schnell wieder in die klimabedingte Reformierung unserer Wirtschaft zu investieren? Ich hatte den Chirstian Lindneer noch vor zwei Jahren so verstanden, dass zu wenig Eigenkapital der Gesellschaft in wirtschaftliches Kapital für Investitionen umgewandelt wird. Dass es zu wenig Anregung dafür gäbe?
Oberstes Ziel sollte natürlich sein, den Euro so stark wie möglich zu halten. die EZB hatte die Zinsen künstlich niedrig gehalten damit wirtschaftlich schwächere Staaten ihre Wirtschaft mit Investitionen stärken konnten. Zuletzt wurde auf Grund der Inflation in europäischen Staaten der Leitzins angehoben, was dazu geführt hatte, dass die Aufnahme von Finanzmitteln teurer wurde. In Wirklichkeit hatte die EZB die Geldmenge verringern wollen.
Aber müsste es nicht so sein, dass die Geldmenge stabil hoch gehalten werden müsste, damit sich ganz Europa die Reformation der Wirtschaft in Hinsicht der CO2 Einsparungen leisten kann? Und sollten nicht im großen Stile große Investitionen vorgenommen werden? Ich glaube die Zeit der fehlende Anpassung der Zinsen auf Grund der wirtschaftlich schwachen Nationen für die stärkeren Nationen ist mittlerweile nicht mehr aktuell. Im Gegenteil meine ich, dass die Wirtschaft sich stark derzeit zurückhält und durch eine Erleichterung Investitionsmittel bereit zu stellen, animiert werden sollte.
Ich sehe keinen Grund, warum ein Händler seine Ware ohne Not 2 %-Punkte teurer machen sollte.
Er wird immer 19% wählen, spätestens wenn der Kunde danach fragt, zumal der Händler die 2% ja auch nur durchreicht an den Staat und selber nichts davon hat. Damit hat sich Dein Vorschlag erledigt.
Es ist sehr mühsam, Deine ewig langen Texte zu lesen.
Umso enttäuschender ist es, wenn man hinterher feststellt, dass sie auf solchen falschen Annahmen beruhen. Kürzer und präziser wäre besser.
Ich finde es eher nicht angemessen, ständig kritisiert zu werden, komplexe Sachverhalte darzustellen, die nicht weniger Text erlauben.
Der Nutzen des Luxusguts ist es, dass Luxuswaren so teuer sind, dass sie sich nicht jeder leisten kann. Damit führen Preiserhöhungen nicht zwingend zu einer Reduzierung der Nachfrage: Der Status des Käufers steigt durch den Erwerb, weil das Luxusgut teurer geworden ist, und damit steigt die Nachfrage.[14]
Es wäre daher eine Verkaufsstrategie des Händlers und eine gesamtgesellschaftliche Hebelwirkung. Mein Vorschlag hat sich damit nicht erledigt! Möglicherwiese werden die Händler sogar mehr Umsätze machen und das Steueraufkommen würde überproportional ansteigen. Die 2 % wären in dem Zusammenhang als Auszeichnung zu verstehen, möglicherweise wird es den einen oder anderen Käufer geben, der danach fragen wird, können wir da nicht auf 19 % zurückgehen. Wir sollten nicht die Unmoralischen in den Vordergrund stellen, sondern den Effekt nehmen, den die Meisten auf diese Unmoralischen ausüben würden, sollten bestimmte Waren des Luxus, mit 2 % zusätzlich in ihrem besonderen Wert ausgezeichnet werden.
Dafür zahlen sie auch 2 % mehr MwST soll die Ware besonders anpreisen.
Nur weil etwas auf wikipedia steht, muss es nicht wahr sein.
Und selbst an der Fundstelle wird es als eine umstrittene und unbewiesene Auffassung dargestellt, was die Wirkung von Luxussteuern angeht.
Du verkennst den Sinn und die Voraussetzungen der von Dir zitierten Aussage.
Einen teuren Porsche zu fahren ist natürlich in den Augen vieler ein Statussymbol, dessen sozialer Wert vom hohen Preis abhängt. Insofern ist die Aussage im Prinzip richtig.
Aber einen Porsche für TEUR 121 zu kaufen, wenn man ihn durch eine einzige Frage auch für TEUR 119 bekommen hätte, dürfte mehrheitlich nicht als Ausweis von Status, sondern von mangelnder Geschäftstüchtigkeit angesehen werden.
Deinen Glauben daran, dass die Leute in diesen Fällen aus moralischem Antrieb EUR 2000 mehr zahlen, halte ich für unbegründet.
Ich würde immer handeln, wenn ich einen PKW kaufen würde. Denn meistens haben sich Händler sowieso in der Preiskalkulation für PKW´s Verhandlungsspielräume für die Kunden nach unten offen gelassen. Somit muss nicht von vorneherein eine dann in den Usus übergegangene Auszeichnung,
mit 2 % extra, Verhandlungsmasse sein. Meiner These nach ist der Mensch ein Gewohnheitstier und wird die 2 % (unsere Gesellschaft benötigt gerade jetzt und für die nächsten Jahre einen vitalen Finanzkreislauf, von oben in die Kommunen, für den inneren Frieden) schnell als gegeben akzeptieren.
Der Begriff Luxussteuer aus dem Wikipedia-Beitrag taugt auch nicht. Lediglich die erklärte Wirkung, die höhere Preise auf das Konsumverhalten bei Luxusgüter haben, taugen. Ich komme aus der Immobilienbranche und durchaus waren nicht immer die Wohnungen mit einem niedrigen Mietpreis gefragt. Ein höherer Mietpreis wurde dagegen als Qualitätsmerkmal verstanden. Daher war das nur ein Ausschnitt aus der Wikipedia-Seite Luxussteuer. Die restlichen Darstellungen dort sehe ich selber sehr kritisch.
Einer Luxussteuer mit Umverteilungsslenkung würde ich selber eine Absage erteilen. 2 % sind allerdings nicht soviel mehr und würden bei der richtigen Kommunikation, gesamtgesellschaftlich, wie gesamtwirtschaftlich eingebettet werden, zumal dieses an Stelle der Abkehr von umstrittenerer Substanzbesteuerung erfolgen soll.
Außerdem bestehe bei Luxusgüter wirklich der Reiz zur individuellen Erfüllung von Bedürfnissen und der Selbstverwirklichung und die 2 % Abgabe soll zum Kauf anregen, in der Hinsicht, zufrieden mit der Kaufentscheidung zu sein, einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag geleistet zu haben, der verwendungsorientiert umgesetzt wird. Konkret meine ich damit lebenswerte Bedingungen in unseren Städten herzustellen. Ein Beispiel dafür wäre das Frankfurter Bahnhofs- und Rotlichtviertel. Die Situation dort ist elendig, direkt neben den Towern der Finanzmetropole.
Die Verwendung ist dabei entscheidend und der Effekt der gesamtgesellschaftlichen Ziele keine Umverteilung von oben nach unten oder ein Abgreifen von Kapitäl der Wohlhabenden. Die Lenkwirkung, die ich meine, ist daher eine für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt.
Robert Habecks Bewerbungsrede auf der Bundesdelegiertenkonferenz 2018 war geprägt vom Zusammenhalt unserer Gesellschaft nach oben und nach unten:
Nö. Wieviele Steuern kennst Du auf diesem Planeten, bei denen der Steuerpflichtige den Steuersatz selbst wählen darf?
Porsche war doch nur ein prominentes Beispiel! Nimm die Spitzenmodelle von BMW und Benz dazu, dann bist Du vielleicht bei 200 Mio. Andere Produkte kommen niemals auf diese Stückzahlen x Preis.
Der Umsatz mit Champagner z.B. kommt weltweit auf gerade mal 6,7 Mrd.
Der Vorsteuerabzug ist der Wesenskern der MwSt. Wenn Du den streichst, dann ist es keine MwSt mehr, sondern eine x-beliebige Zusatz-Luxus-Steuer.
Das ‚immer‘ stimmt nicht. Es kommt darauf an, ob das zusätzliche Geld auf eine Wirtschaft trifft, die genügend Kapazitätsreserven hat. Dann kann das Geld im Idealfall vollständig in Wirtschaftswachstum (ohne Inflation) umgesetzt werden. Die Waren und Dienstleistungen, die mit dem zusätzlichen Geld bezahlt werden, müssen schließlich auch zusätzlich produziert werden.
Trifft das Geld hingegen wie jetzt bei uns auf eine Wirtschaft, die dank Personalmangel nix zusätzlich produzieren kann, wird es vollständig in Inflation umgesetzt
Das Ganze muss natürlich nach Branchen differenziert betrachtet werden, d.h. beliebige Mischformen der beiden o.g. Extreme sind möglich.
Wo haste denn den Blödsinn aufgeschnappt? Die Quelle solltest Du mal ganz schnell vergessen.
Preissteigerungen sind immer die Folge eines Nachfrageüberhangs. Ausnahmen sind Monopole und Kartelle, aber davon haben wir glücklicherweise so wenig, dass es nicht für eine Inflation ausreicht.
„Form der Inflation, bei der das allgemeine Preisniveau durch gestiegene Kosten der Unternehmen (z. B. höhere Lohn- oder Rohstoffkosten) oder durch steigende Unternehmensgewinne nach oben gedrückt…“
Der Nachfrageüberhang kann sich natürlich aber auch durch Unternehmensteilhaber bilden, die höhere Dividenden aus den Gewinnen von Unternehmen kassieren, oder auch Unternehmer, die einen höheren Unternehmensgewinn den Unternehmen für ihren Unternehmerlohn oder Geschäftsführergehalt entnehmen.
Mal Avantgarde sein. Ich halte die Idee vergleichbar mit dem ein freiwilliges soziales Jahr zu machen. In der Zeit als bei uns Wehrdienstpflicht herrschte und Du lediglich verweigern konntest, war es klar, dass Du entweder zum Bund musstest oder Zivildienst machen musstest. Von einem freiwilligen sozialen Jahr hätte dar keiner gesprochen. Wenn aber etwas freiwillig gemacht werden kann, steht man eher dahinter, warum daher nicht eine freiwilliger Steuersatz von 2 %, die der Handel auch verkaufsstrategisch einsetzen könnte?
Der Einsatz einer solchen freiwilligen Steuer für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt in schwierigen Zeiten (Transformation der Industrie, Krieg in der Ukraine, starke Zuwanderung in die Sozialhaushalte) würde wahrscheinlich eine Bewegung in den Gang setzen, die mit der Zeit immer mehr Geschäftsleute dazu gewinnen würde, bei verschiedenen Waren, die teurer und exklusiv sind, diese 2 % mehr für eine Verwendung in den Kommunen zu nehmen. Interessant wäre in dem Zusammenhang den Bedarf der Kommunen zusammenzutragen, um kommunizieren zu können wofür diese 2 % mehr, dann genommen werden. Außerdem wäre der Prozess von Steuereinnahme und Verwendung ein ständig sich bewegender Prozess entgegen dem Besteuern von Vermögen z.B.. Egal wie sehr die Probleme in der BRD von außen oder auch innerstaatlich sein würden, es würde zwischen den Wohlhabenden der Gesellschaft und den Kommunen, also dem urbanen Leben, ein permanentes vitaler Kreis, wie ein Mühlenrad entstehen, was unsere Demokratie festigen würde.
Das verstehst Du falsch. Es ginge hier um den speziellen Lohnsteuer bzw. Einkommenssteuerjahresausgleich und was Du von dem was Du für einen PKW Wagen, den Du für die Firma nutzt, vom Kaufpreis ansetzen kannst. Durchaus könnte man da die 2 % herausnehmen. Dieses hat mit dem Vorsteuerabzug nichts zu tun, denn der Endverbraucher nimmt diesen doch nicht vor. Von daher wäre es keine beliebige Luxussteuer, sondern nur 2 % MwST mehr, wie bei den 7 % MwST, 12 % weniger.
Deshalb hatte man bereits die inflationäre Wirkung als es bedingt durch die Pandemie ein Engpass bei den Lieferketten gab und nicht produziert werden konnte, wie es geplant gewesen war. Da stimme ich Dir eindeutig zu. Außerdem sollten Fachkräfte ausgebildet werden oder aus dem Ausland angeworben werden, die dann die Produktion schnell unterstützen können.
Dieser Nachfrageüberhang kann allerdings auch künstilich durch die Gesetzgebung und gleichzeitige Förderpolitik des Staates gepusht werden (z. B. aktuell bei Wärmepumpen).
Ich verstehe nicht warum das Gesetz zum 01.01.2024 in Kraft treten soll. Wahrscheinlich wird das nun auch schwierig zeitlich, wenn auch viele Hausbesitzer nun bereits umsteuern. Es bleibt doch kaum Zeit. Auch verstehe ich den Zeitpunkt mitten in der Heizperiode nicht. Besser wäre doch man legt den Heizungsbauern ein staatliches Förderprogramm auf, mit denen diese günstiger produzieren können und befristet es bis 31.08.2024. Und die Gesetzesregelung tritt dann mit dem 01.01.2025 in Kraft. So könnten Heizungsbauer nach und nach in die Produktion gehen und es gebe keine Hebelwirkung für eine zusätzliche vorübergehende Inflation durch ungenützte Geldmengen auf dem Markt. Die Heizungsbauer selber wissen doch am ehesten wie der ambitionierte Plan der Bundesregierung umzusetzen wäre.
OMG, das ist wirklich ärgelich, wenn die BPB zur Volksverdummung beiträgt
Dieser Text wurde offensichtlich von Ideologen und/oder Praktikanten geschrieben, nicht jedoch von WiWis.
Also …
Ein Obsthändler kauft Äpfel für 50 cent. Die verkaufte Anzahl Äpfel hängt vom Preis ab. Bei 60 cent kann er 1000 Stück verkaufen, bei 1€ 500, bei 2€ vielleicht noch 50 und bei 5€ keinen einzigen.
Eine Kurve mit dem Gewinn in Abhängigkeit vom Preis sieht wie ein auf dem Kopf stehendes ‚U‘ aus. An dessen Spitze ist der optimale Preispunkt, an dem der Gewinn maximiert ist. Der Obsthändler tut also gut daran, genau diesen Preis zu verlangen. Und die Marketingstrategen bei Porsche etc.werden sehr gut dafür bezahlt, genau diesen Punkt zu ermitteln.
Wenn er jetzt glaubt seinen Gewinn steigern zu können, indem er den Preis erhöht, wird der Gewinn zwangsläufig sinken, weil er bereits zuvor optimiert war.
btw das ist Stoff aus dem BWL-Grundstudium, 1. Semester.
Völlig richtig. Der Grund für den Nachfrageüberhang ist irrelevant. Aber ohne einen solchen Überhang können Gewinnsteigerungen (über den Preis) nicht umgesetzt werden s.o.
Sie sollten ja auch nicht das wichtigste Ziel sein, zumindest nicht Gewinnsteigerungen für die Peergroups der Politiker*innen, deshalb muss man sie nicht politisch herbei führen, es sei denn, sie wurden Jahre lang von der Vorgängerregierung unterdrückt und/oder können ihre Tätigkeit sonst nicht ausüben.
Fast richtig, aber nicht der Gewinn, erstmal nur der Umsatzerlös. Es gibt dann noch den sogenannten Break-Even-Point der die Umsatzerlöse am Break-Even-Point genauso hoch wie Kosten ausweist. Ein Stück weiter entlang der Kurve erreicht das U. dann erst Gewinn.
Eine Inflation für den Staat gedacht (Volkswirtschaft) ist aber etwas anderes. Das hat mit der augenblicklichen Geldmenge im Staat in Nachfrage je nach Knappheit der Güter zu tun. Mehr Geldmenge als Güter machen die Güter knapp und den Preis teuer - Inflation.
Höhere Lohnkosten und wie dort geschrieben Rohstoffkosten werden in höhere Preise umgewandelt, was dann auch zu einer Inflation führen kann. Steigende Unternehmensgewinne sind dann, meiner Ansicht nach, wieder ein Beispiel wie die Geldmenge ansteigen kann, und je nach Gegenposition der Güter, ob knapp oder nicht knapp, bei einer durch die höhere Geldmenge ausgelösten Nachfrage und knappen Gütern, die Preise ansteigen (Inflation) .
Aus meiner Sicht muss derzeit die Wirtschaft aus dem Quark, da die Güter knapp sind. damit die Inflation abflaut. Allerdings gibt es vielerlei Wirkungen, die zur Inflation führen können. Ein erhöhter Zins der EZB kann meines Erachtens zu beidem führen, je nach wirtschaftlicher Gesamtlage (Depression, Aufschwung, Boom, Rezession). Der Wirtschaft wird dadurch Geldmenge einerseits entzogen, andererseits wird dadurch die Investition verteuert, was später zu höheren Preisen führen könnte. Auch der Staat hat mittels seiner Steuerpolitik und Anregungen mittels verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen Einfluss. Die Inflationsrate ist ein Indikator für unsere Wirtschaft und die Preisniveaustabilität gehört zu den 4 von Beginn des magischen Vierecks an zu erreichenden Zielen, es könnten mehrere mehr formuliert werden (wie Better Life Index, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz).
Da im obigen Beispiel von Fixkosten keine Rede war, haben die Gewinn- und die Umsatzkurve exakt den gleichen Verlauf, nur einen anderen absoluten Wert. Deshalb ist auch der Break-even-point hier völlig irrelevant. Er liegt hier im Nullpunkt des Koordinatensystems.
btw was qualifiziert Dich eigentlich dazu, einem WiWi die Wirtschaft erklären zu wollen?
Break-even-Point, wenn Fixkosten dabei sind, klar, da ab einer bestimmten Menge der Produktion die Fixkosten sich so verteilen, dass der Erlös diese Fixkosten + die variablen Kosten ausgleicht, und wirtschaftlich sollte es so sein, sogar übertrifft. Umsatzkurve hat einen höheren Schwung als Gewinnkurve, da nach Deinem Beispiel nur variable Kosten. So weit, so gut? Aber den Zusammenhang zur Inflation verstehe ich nicht? Wenn ich einen niedrigen Preis habe, dann habe ich wenig Umsatzerlöse, bei einem mittleren Preis ist der Umsatzerlös optimal hoch, bei einem hohen Preis steigen Kunden, die ich hatte, wieder aus.
Das wäre für mich bereits die Wirkung einer Inflation, der Konsum geht dann nämlich (nicht mit h) wieder zurück.
Ich hielt Dein Beispiel eher für eine Überlegung, bei welchem Preis, kannst auch die Stadionwurst nehmen, der Schalke-Fan noch zur Wurst greift, wenn diese nicht von einem Dortmunder Metzger geliefert wird und er davon weiß.