eine merkwürdige Antwort.
Was kann ich dafür, dass meine Mieter zur Miete wohnen?
Natürlich ist die Eigentumsquote bei uns zu gering, aber deswegen die Vermieter pauschal als „gierig“ zu verunglimpfen, ist völlig sinnfrei.
Meine Mieter sind froh, dass sie die Wohnung haben, und dass ihr Vermieter seriös ist und seine Pflichten ernst nimmt.
Was hast Du ihnen als Alternative anzubieten?
Warum ist das ein Problem?
Ich habe einen großen Teil meines Vermögens ziemlich hart erarbeitet,
und das, was ich geerbt habe, hat mein Vater noch viel härter erarbeitet.
Ich werde das, was nach dem Pflegeheim übrig bleibt, meinen Kindern vererben.
Dieses Vermögen beruht auf Arbeit, Leistung und ein wenig Verstand bei der Verwaltung und Anlage.
Das ändert sich nicht dadurch, dass ich sterbe.
Wieso glaubst Du, darauf einen Anspruch zu haben, nur weil ich tot bin?
Hast Du es erarbeitet?
Hat der Staat es erarbeitet?
Sonst jemand?
Wenn das „Selbst erarbeitet“ der entscheidende Faktor ist, dann sage mir, wieso der Staat oder die Gesellschaft eine größere Berechtigung an meinem Vermögen hat, als meine Kinder.
Nur zur Klarstellung: ich glaube auch, dass bei uns zu wenig Erbschaftssteuer gezahlt wird.
Aber das Argument „nicht selbst erarbeitet“ ist scheinheilig und populistisch.
Da wird so ein Schmarotzerbild aufgebaut, das nicht angebracht und nicht richtig ist.
ich vermute, Du meinst ein Einwurfeinschreiben.
Hat aber auch seine Tücken.
Wenn es drauf ankommt, nehme ich einen Botendienst, zB UPS.
Der übergibt das Schreiben oder wirft es ein und protokolliert das.
Die 20 EUR sind gut investiert.
Zum Beispiel: Verstirbt ein Immobilienbesitzer, wird dessen Besitz versteigert, der Erlös geht an die Staatskasse.
Sagte Philippe Merz nach dem überraschenden Ableben seines Vaters, dem großen Friedrich, als er sich zum König proklamierte … siehst du es jetzt?
Weil wir uns als Sozialstaat verstehen - zumindest hast du dieses Wort im Threadtitel benutzt. Für mich passt erben (egal ob Macht oder Geld) nicht zusammen mit der Idee von einem demokratischen Sozialstaat.
Das heißt, überhaupt keine Erbschaften mehr? Und auch keine Schenkungen? Und der überlebende Ehepartner erbt nicht den Anteil am Gemeinschaftsvermögen des verstorbenen Partners?
Einige Rechte, die weiter vererbt werden, stammen tatsächlich noch aus der Feudalzeit (Fischereirechte, Bergrechte, Grundbesitz u.a.), was ich auch etwas schräg finde.
Aber ansonsten ist es eine Form der Altersvorsorge, etwas anzusparen und dann an die Menschen zu vererben, die sich um einen kümmern.
Es ist eine Möglichkeit, für Familien, sich nicht komplett von der Willkür des Staates abhängig zu machen, und auch andere ausgewählte Personen oder gemeinnützige Organisationen mit einem Erbe unterstützen zu können.
Eigentlich erbt der Staat nur im Kommunismus alles, nicht in einer Demokratie.
Wenn man es als bezahlte Dienstleistung “Erbe gegen Fürsorge” sieht, wäre es logisch es auch als solches Einkommen zu besteuern. Und dann sollte es auch keinen Unterschied machen ob man sich diese Fürsorge bei einem Blutsverwandten, Adoptivsohn, Lieblingsnachbar oder Pflegedienst einkauft.
Das lässt sich ein bisschen schlecht ausrechnen. Würdest du über Jahre Stundenzettel führen und dann später im Erbfall das erzielte fiktive Jahresgehalt der letzten 20 Jahre ausrechnen und im Rahmen der Einkommensteuererklärung rückwirkend besteuern?
Nein, ich würde vorschlagen dass erhaltenes Erbe / Schenkung ganz unbürokratsich auf das zu versteuernde Einkommen angerechnet wird und davon dann Einkommenssteuer und Sozialabgaben zu zahlen sind … keine extra Freigrenzen, keine Sonderregeln für Blutsverwandte, nix rückwirkend, sondern dann wann es den Besitzer wechselt.
Wer verhältnismäßig wenig Einkommen hat, könnte davon profitieren das Vermögen über mehrere Jahre gestückelt zu übertragen. Wer ohnehin den Spitzensteuersatz zahlt, kommt nicht umher auch das Erbe so zu versteuern.
Ich schließe mich Dir an - unabhängig von meinem obigen Kommentar - es wird dann praktisch zum Problem, wenn die dadurch entstehende „Marktmacht“ „missbraucht“ wird - das ist allerdings schwer zu fassen.
Bei der Fusion von Konzernen wird darauf geachtet, dass keine marktbeherrschende Macht entsteht - nun kann man in einer Stadt wie München 2 Dinge sagen:
es besteht noch Konkurrenz zwischen allen Vermietenden.
es bleibt jedem überlassen, ob er - nicht zuletzt wegen der hohen Mieten - überhaupt nach München ziehen will.
So gesehen ist alles OK - unabhängig von der Frage, ob die Vorstellung einer “automatischen Wohlstandsverbesserung durch ein Erbe” nun gerechtfertigt ist oder nicht.
Der jetzige Erbmechanismus könnte allerdings zu einer Konzentration von Besitz (und somit auch von gesellschaftlicher Macht) führen. Das gilt auch für die Wohnungskonzerne, wo das auch bereits diskutiert wird.
Das ist allerdings in Grunde - so gesehen hast Du mich überzeugt - nur für einen so geringen Teil der Erben, dass das derzeit eigentlich aus dieser Perspektive kein Grund ist, dramatische Sprünge bei der Erbschaftssteuer zu unternehmen.
warum? was ist der innere Grund?
Und was ist mit dem Inhaber eines Unternehmens? Wird das auch versteigert?
und meine Briefmarkensammlung?
was soll ich sehen?
was habe ich oder Du mit Friedrich „dem Großen“ zu tun?
Was ich sehe ist, dass es um Deine Argumente schlecht bestellt sein muss, wenn Du so absurde Vergleiche bemühen musst.
„zum König proklamiert“? Das ist wirr.
Warum nicht? Wo ist der Widerspruch?
Was macht für Dich den Sozialstaat aus? Definier das bitte mal.
Ist in Deinem Sozialstaat privates Eigentum erlaubt? Das ist auch „Macht und Geld“.
Dürfen wir in Deinem Sozialstaat unterschiedlich viel verdienen? Ist das noch „sozial“ in Deinem Sinne?
Dürfen (insb. große) Unternehmen in Deinem Sozialstaat in privatem Eigentum stehen? Oder müssen die verstaatlicht werden?
Und was hast Du denn beispielsweise zum Vermögen Deines Vaters geleistet oder Deine Kinder zu Deinem angehäuften Vermögen?
Wie war das nochmal:
oder:
”Das gilt für oben und unten. Für den Vorstandsvorsitzend bis hin zum Hausmeister und dem jüngsten Azubi. Alle müssen bereit sein, das Nötige auch dann mal zu tun, wenn sie nicht dazu verpflichtet sind und nicht extra dafür bezahlt werden”
Außerdem zahle ich vermutlich mehr Steuern, als Du insg. verdienst.
Wo bleibt denn Deine Solidarität?
Was bietest Du an außer geistlosen Parolen?
Was bist Du bereit beizutragen?
Bei jeder Einschränkung, über die wir diskutiert haben, warst Du dagegen.
Es sei denn, die „Reichen“ sollen zahlen, und die gierigen Vermieter, da bist Du dabei.
Das ist aber keine Solidarität, das ist populistisches Gelaber.
Wir haben uns als Gesellschaft darauf verständigt, dass wir gemeinschaftlich als Staat für bestimmte soziale Belange sorgen - und das auf individueller Basis für jeden einzelnen seiner Bürger. Der Staat kann nicht sagen “du bekommst kein Arbeitslosengeld, weil deine Mutter schon Rente bekommt - soll sie dir was abgeben”. Stell dir vor wir beschließen zusammen einen Kuchen zu backen, einer bringt Mehl mit, einer Eier, du sollst die Kirschen zusteuern - sagst aber dann “die Kirschen teile ich nur mit meinen Kindern”, alle anderen müssen Kuchen ohne Kirschen essen. Genau das ist was beim Erben passiert - die gemeinschaftlich staatlichen Aufgaben, die Idee von gleichen Rechten und Teilhabe innerhalb der Gesellschaft wird untergraben indem ein Teil des Kuchens nicht unter allen, sondern nur unter ganz bestimmten Auserwählten (typischwerweise den eigenen Kindern) geteilt wird.
Dass du die Analogie mit der Erbmonarchie nicht verstehen willst, spricht für sich. Aber vielleicht kann dir ja jemand anderes erklären, warum es demokratisch bedenklich ist, wenn zum Beispiel Parlamentssitze vererbt würden statt sie durch freie Wahl zu besetzen.
Ich bringe mehr Kirschen mit als 95% aller „Mitbackenden“ am Gemeinschaftskuchen.
Es gibt nicht nur den Gemeinschaftskuchen, sondern jeder backt auch einen eigenen Kuchen. Dafür verwende ich die restlichen Kirschen. Die Grundfrage ist, ob Du diesen privaten Kuchen abschaffen willst. Nur dann kannst Du alle meine Kirschen von mir fordern.
Die ist verquer.
Was hat Merz und sein Sohn mit Erbmonarchie zu tun? Versteh ich nicht.
Sein Sohn erbt gerade nicht den Kanzlerposten, sonder nur ein paar Millionen EUR.
D.h. es ist gerade keine Erbmonarchie.
Mir ist nicht klar, was Du sagen willst.
genau das ist im Sozialstaat kein Argument. In dem Kuchenbeispiel mag Mehl auch wertvoller sein als Kirschen - egal. Es geht darum, dass alle nach ihren Möglichkeiten beitragen um ein optimales Ergebnis für die Gemeinschaft zu erreichen.
Nein, hier geht es eben nicht um Privatbesitz, sondern um den Übertrag dessen an andere. Wieviele deiner Kirschen du selbst nascht ist davon völlig unbenommen. Insofern beantworten sich vermutlich auch deine anderen Fragen. Ein konkreter Vorschlag zur Umsetzung steht auch schon etwas weiter oben.
Nein. Das ist Deine Wunschvorstellung vom Sozialstaat, aber das ist nicht, worauf wir uns als Gesellschaft verständigt haben.
wir sorgen „für bestimmte soziale Belange“, wie Du richtig sagst.
Aber nicht unbedingt für „ein optimales Ergebnis für die Gemeinschaft“.
Was „optimal für die Gemeinschaft“ ist, ist schwer zu sagen und nirgendwo definiert.
Sondern wir haben gesetzl. definierte Einzelansprüche, die erfüllt werden müssen.
D.h. aber auch, dass nicht jeder unbeschränkt abgeben muss, solange der Empfänger davon irgendeinen Nutzen hat, sondern nur bis zu dem Punkt, an dem die gesetzl. Ansprüche erfüllt werden können.
Wenn das der Fall ist, behalte ich den Rest meiner Kirschen.
Und vor dem Hintergrund ist es eben doch relevant, wer wieviele Kirschen abgibt.
Wir könnten ja auch sagen, jeder muss gleichviel Kirschen abgeben, das wäre Gleichbehandlung und gerecht. Oder?
Willst Du oder nicht?
Deine Antwort ist unklar
Natürlich geht es um Privatbesitz.
Wenn ich was an andere abgegen soll, geht es um meinen Privatbesitz.
Wenn es den nicht gibt, weil abgeschafft, ist es eine andere Diskussion als wenn er vom GG geschützt ist, Art. 14.
Das ist unlogisch.
Was ich abgeben muss, kann ich nicht selber essen.