Teilhabesicherung und -beitrag

Bei den ganzen Themen Bürgergeld, Grundsicherung, (Bedingungsloses ?) Grundeinkommen geht es doch im Grunde darum, daß Menschen, die in Deutschland wohnen eine Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht wird.
Als Grundbedürfnisse über die wir hoffentlich nicht diskutieren müssen, sehe ich Nahrung, Gesundheitsversorgung, Wohnung und Zeit für den Umgang mit anderen Menschen außerhalb von Arbeit, falls die Person arbeitet.
Da der Mensch ein soziales Tier ist halte ich auch Bedürfnis Nummer Vier als Teilhabe an der Gesellschaft unverzichtbar.
Aber selbst wenn wir uns auf die vier Grundbedürfnisse einigen können, bleibt die Frage wie und in welcher Form der Staat sie realisiert.
Wo schon ein erster Knackpunkt kommt, ist bei der Frage ob von jemandem, der dazu in der Lage ist, für diese Sicherung von staatlicher Seite ein Beitrag verlangt werden kann.
Aus meiner Sicht ja. Denn es widerspricht meinem Gerechtigkeitsgefühl, wenn ich arbeite, was nicht immer vergnügungssteuerpflichtig ist, wogegen Andere keinerlei Beitrag leisten und ihre Sicherung genießen.

1 „Gefällt mir“

Aus einem FB Kommentar eines ExMdB.

Es geht um eine sehr sehr kleine Gruppe. Genau das ist der Punkt.

Für Menschen, die dauerhaft nicht mitwirken, gibt es bereits klare Regeln und Sanktionen. Das System sieht Reaktionen vor. Es ist also nicht so, dass „nichts passiert“.

Was ich kritisiere, ist etwas anderes: Aus einer sehr kleinen Gruppe ein zentrales politisches Problem zu machen, das die gesamte Debatte dominiert. Dadurch entsteht ein falsches Bild über Langzeitarbeitslose insgesamt.

Und zur AfD: Sie erkennt das Problem nicht im Sinne einer differenzierten Lösung. Ein Blick in ihre Anträge zeigt: Fokus auf Leistungskürzungen, Verschärfungen und Druck. Keine Lösungen im Sinne der Menschen. Sie wollen sie in die Sozialhilfe abschieben. Sie erkennen kein Problem – sie haben ein anderes Menschenbild.

Probleme sollte man lösen – ja.

Aber verhältnismäßig und ohne die Dimension des Problems politisch größer zu machen, als sie tatsächlich ist.

Und das war meine Antwort.

Wenn etwas passiert, ist das aus meiner Sicht aber nicht das Richtige. Also z.B. eine 50% Arbeitspflicht auf dem zweiten Arbeitsmarkt, für diejenigen, die könnnten, aber „dauerhaft“ nicht mitwirken wollen. Und das lässt sich aus meiner Sicht recht billig realisieren.

Und ich sehe im Gegensatz zu dir, daß du die Dimension des Problems politisch kleiner machst, als es ist.

Das war’s dann. Es geht um eine kleine Zahl und damit um wenig Geld. Daraus folgt ein kleines Problem, das man ignorieren kann.
Die Lösungen der AfD werden kritisiert, Eigene braucht man nicht.

Das ist Realitätsverweigerung. Die AfD dankt.

Der Begriff „Realitätsverweigerung“ ist in diesem Kontext schwierig.
Politisch ist das zugegeben – wenn es darum geht, der AfD (und vor allem ihren Wählern!) den Wind aus den Segeln zu nehmen – eine gewisse Form von Realitätsverweigerung.
Realitätsverweigerung, weil es zu viele Wähler (und AfD-Funktionäre!) gibt, die ihrerseits Realitätsverweigerung betreiben, indem sie ein kleines Problem zu einem riesigen aufbauschen.
Ist Deine Antwort auf die Realitätsverweigerung der Wähler tatsächlich die, diese Realitätsverweigerung zu akzeptieren und deswegen für ein Randproblem Unmengen an Ressourcen und finanziellen Mitteln zu binden?
Das würde auf das Umweltproblem so eine Antwort wie die von Trump bedeuten, dass wir den tatsächlich existierenden Klimawandel einfach deswegen weiter ignorieren, weil die meisten Menschen nach wie vor völlig realitätsfern davon ausgehen, dass es "so schlimm doch gar nicht kommen kann“ – ergo also die Mittel für Klimaschutz gnadenlos zusammenstreichen, und vielleicht komplett in das bessere Aufspüren und stärkere Sanktionieren der wenigen stecken, die die Sozialsysteme ausnutzen?

Ist es also besser, quasi populistisch den Realitätsverweigerungen (vielleicht einer Mehrheit?!) zu folgen, auch wenn wir wissen(?), dass wir dadurch einer echten Lösung beider Probleme nicht näherkommen, sondern im Gegenteil Unmengen von Ressourcen verschwenden, die unseren Kindern und Enkeln dann fehlen?
Ist Politik auch bei uns damit nur noch auf den Horizont bis zur nächsten Wahl reduziert, die deswegen während einer Legislatur auch nur die Themen bearbeitet und umsetzt, die einer breiten Masse – gerade wegen ihrer Realitätsverweigerung – plausibel erscheinen?

Das ist aus meiner Sicht völlig falsch. Erstens ist es politisch kein Randproblem und zweitens braucht eine intelligente Lösung kaum Ressourcen und Geld. Was du hier von dir gibst ist einfach Religion (Glaube statt Fakten).

Naja, wenn man die geschätzte Anzahl an sog. TV’s (und nur um die geht es doch auch in diesem Thread) ansieht und die dafür notwendigen Gelder, dann stellen wir doch schon fest, dass das eine Randgruppe ist - oder geht es Dir in diesem Thread um noch weitere Leute, die zwar nicht zu den TV’s gehören aber trotzdem (viel?!) zu viel finanzielle Zuwendung erhalten, um auch ihnen besagte Teilhabe zu ermöglichen?
Wenn es also „nur“ um die TV’s geht, dann ist das eine Randgruppe.
Frag sich nur, ob das Thema deswegen gleich ein „Randthema“ ist.
Hier wird es dann aber schwierig. Denn wenn es aus finanzieller Sicht „objektiv“ ein Randthema ist, dass nur politisch zu einem Hauptthema hochstilisiert wird, so muss doch die Frage erlaubt sein, ob es nicht sinnvoll ist, plausible Gründe zu finden, das Thema politisch wieder angemessen runterzuskalieren bzw. zumindest die Gründe dafür zu finden, warum ein Thema, das „objektiv“ ein Randthema ist, politisch so eskaliert.
Aber vielleicht verstehe ich Dich da nicht so ganz genau, weil ich bisher noch nicht verstehe, welchen Kreis von Menschen Du bei Deiner Betrachtung genau mit einbeziehst und um welchem Finanzvolumen Du hier genau sprichst.
Kannst Du das bitte noch etwas genauer erläutern, damit ich es besser verstehe?
Dann erschießt sich mir vielleicht auch, was Du genau mit

meinst?
Welche intelligente Lösung schwebt Dir genau vor?