hier ein Mantra für alle, die sich provoziert fühlen:
Dieses Video ist eine Provokation ![]()
Vielleicht brauchen wir eine neue Kategorie “persönliche Lebensfragen” im Forum für dieses und untenstehende Themen:
https://das-gruene-forum.de/t/rhetorische-kniffe-und-kognitive-verzerrungen-binnen-u-buten/6278
Weil „Soziales“ nicht passt?
Die Stadtbilddebatte ist ein gutes Beispiel. So viele Leute fühlen sich provoziert, die gar nicht gemeint waren.
ich denke, viele wollen sich provoziert fühlen, weil ihnen das einen Grund gibt, auf Merz zu schimpfen.
Die Frage scheint mir häufig zu sein „kann ich das gegen die CDU verwenden?“, nicht: „was hat er gemeint, ist da was dran, und betrifft mich das wirklich?“
Auch auf die Gefahr hin, wieder etwas kompliziert zu werden …
Der Einwand ist durchaus interessant - er macht aber einen politischen Diskurs sofort obsolet, da sie diese Frage nur auf einer Metaebene abspielt.
Wie finden wir (und im Grunde auch der sich provoziert fühlende selbst), ob es dazu nun tatsächliche Sachargumente gibt - oder ob die Wurzeln eigener Betroffenheit/Provoziertheit auf ein inneres Schema zurückgeht, was mit dem zu diskutierenden Sachverhalt gar nichts zu tun hat?
Im dem Augenblick, wo man einem anderen damit konfrotiert, dass das nur aus eine wesensfremden inneren Befindlichkeit heraus zu einem genannten Widerspruch führt, signalisiert man, dass man die Sachebene - da gar nicht involviert - nicht mehr weiter diskutiert.
So sehr ich Deinen Einwand verstehe - was hat diese Haltung Deiner Meinung nach für konkrete Auswirkungen auf unsere Gesprächskultur?
Stell dir vor, alle hätten Merz richtig verstanden oder es sich zumindest erklären lassen.
Wir hätten gleich am folgenden Tag damit anfangen können, die Probleme anzugehen, den Experten zuzuhören und dem Wildwuchs der Kriminalität in de Städten Einhalt zu gebieten
Bürgerwehr? Selbstjustiz?
Wenn er es denn überhaupt so gemeint hat - wörtlich gesagt hat er etwas anderes …
Jetzt mal bitte Schluss mit Merz hier an dieser Stelle.
Zu Merz geht es hier lang:
https://das-gruene-forum.de/search?q=Merz
Die ersten 13 Einträge sind threads über Merz.
Dieser ist es nicht
Nein. Er hat NICHT gesagt, dass alle dunkelhäutigen mit Migrationshintergrund und oder der deutschen Staatsbürgerschaft das Problem sind, wenn sie auf die Straße treten.
Das haben nur zu viele GEHÖRT.
Dann ist ja die Empfehlung von „The real soul“ im Eröffnungsbeitrag genau richtig, dass man gefühlte Provokationen einfach ignorieren soll…
Da gebe ich Dir recht - das haben einige/zu viele gehört - er hat das aber gar nicht gesagt!
Wörtlich hat er folgendes (zur Erinnerung
gesagt:
Bei der Migration sind wir sehr weit. Wir haben in dieser Bundesregierung die Zahlen August 24, August 25 im Vergleich um 60 % nach unten gebracht, aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.
(Hervorhebung von mir)
Er bringt also die “Probleme im Stadtbild” in Zusammenhang mit Menschen mit Migrationshintergrund, die wir auch abschieben können - bei einer späteren Pressekonferenz hat er das Problem mit dem Stadtbild dann in Zusammenhang gebracht mit der Angst von Frauen vor Übergriffen.
Er hat also nicht - wie von Dir interpretiert - von dem Wildwuchs der Kriminalität (egal, ob nun duurch Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund) gesprochen, die es zu bekämpfen gilt - sondern bezog sich ganz explizit auf Menschen mit Migrationshintergrund im Zusammenhang (2te Äußerung) mit (möglichen) Übergriffen auf Frauen.
Da muss doch die Frage erlaubt sein, ob
a) die Aussage richtig ist, dass Frauen sich in erster Linie vor Menschen mit Migrationshintergrund fürchten und
b) zweitens, wie diese von besagten Frauen eideutig als solche im Statbild identifizierbar sind.
Da bin ich streng genommen noch nicht einmal bei der Frage einer gezelten oder unbeabsichtigten Provokation - sondern nur bei 2 sachlichen Fragen, deren Beantwortung nach Merz scheinbar einfach ist - aus meiner Sicht aber unbeantwortbar bleiben.
Nun kann man trefflich darüber spekulieren, dass - da das ursprüngliche Statement so wörtlich nicht gemeint gewesen sein kann (eben, weil die Konsequenz in der wörtlichen Interpretation nicht konsistent ist), und sich irgend was ausdenken, was er wohl statt dessen gemeint haben könnte - oder man stellt fest, dass es sich hierbei um Aussagen handelt, die gezielt etwas suggerieren, wass so zwar gar nicht sinnvoll ist, aber durch Suggestion bei einer bestimmten Klientel trotzdem gut ankommt (Kalkül).
In dubio entscheide ich mich dann dafür, ihn ernst/beim Wort zu nehmen, und seine Aussage nicht mit etwas zu unterlegen, was so gar nicht gesagt wurde - nämlich z.B. die Bekämpfung der Kriminalität in den Städten im allgemeinen - egal, ob nun von Deutschen mit oder ohne Migrationshintergrund verübt. Denn wenn er das hätte sagen wollen - warum hat er es nicht getan - wo es doch so einfach gewesen wäre?
Ich fühle mich dabei gar nicht provoziert, da ich davon ausgehe, dass er die Äußerung gar nicht als Provokation gemeint hat - sondern dass er wirklich glaubt, dass Frauen sich schlagartig weniger ängstigen, wenn nur die Ausreisepflichtigen auch wirklich abgeschoben werden. (was ich aber für falsch halte, und deswegen durch meine Kritik entsprechend zum Ausdruck bringe).
Korrekt.
Das ist ja auch richtig. DIESE Migration wollen wir nicht.
Kann denn niemand mehr ansatzweise differenzieren?
Lass uns rüber gehen.
Dort habe ich Informationen verlinkt, welche Migranten Frauen angreifen.
Bekommt man das wirklich nicht mit? Dass marokkanische Männer ein Problem sind, indische Physiker aber nicht?
Ist das für dich und @wolffgil ein und derselbe Topf?
Migrant ist Migrant?
dass ich nicht jeden Scheiss glauben oder ernst nehmen muss, den irgendjemand aus rein taktischen Gründen von sich gibt, ohne es ernst zu meinen.
Und dass man auch mal hinter die vordergründigen Lippenbekenntnisse schauen und die Hintergründe diskutieren kann.
Nimm die “afrikanische Opernsängerin” von @wolffgil im Merz-thread:
die war selbstverständlich nicht gemeint und stellt kein Problem dar (jedenfalls nach meinen dünnen Erfahrungen mit Opernsängerinnen).
Wenn die dennoch behauptet, sie fühle sich getroffen, ist das ein durchaus vermeidbares Missverstehen, bei dem ich deswegen eine gewisse Absicht vermute, sich provoziert zu fühlen.
Mit einem Minimum an gutem Willen gelangt man nämlich zur gegenteiligen Beurteilung, und die Provokation löst sich in Luft auf.
Aber es gilt halt: “in dubio contra Merz”, contra CDU.
welche Auswirkungen hat es auf unsere Gesprächskultur, wenn wir jede Aussage wortwörtlich nehmen müssen und ihre Ernsthaftigkeit nicht anzweifeln dürfen?
”Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.”
Du verwechselst die Ebenen.
Wenn mir mein bester Freund sagt, dass ich ihn verletzt habe und er unsere Freundschaft in Frage stellt, tue ich gut daran, das ernst und wörtlich zu nehmen. Weil ich kein Motiv sehe, mir was vorzumachen.
Wenn Söder sagt, dass ihm Klimaschutz wichtig ist, tue ich gut daran, das erstmal bestenfalls viertelernst zu nehmen. Weil ich viele Motive sehe, den Wählern was vorzumachen, und weil der Mann ein ausgewiesener Schäwtzer und Windbeutel ist.
Das wäre eine sinnvolle Differenzierung ![]()
Mann , ist das ein Niveau
guck dir das niveaulose Video doch mal an und erzähle mir, wo du da einhaken würdest mit Gegenargumenten.
Bei 38 % kann man den Kopf nicht mehr in den Sand stecken.
Wir, @lawandorder und ich, versuchen gerade, klarzumachen, wie das gehen kann.
EINFACH MAL GENAU HINHÖREN.
Marokkanische Vergewaltiger raus, indische Physiker und nigerianische Opernsängerinnen rein.
Nein, NICHT abwarten, bis sie vergewaltigen. Sondern vorher Gruppenbildung vermeiden, nicht alleine in Problemvierteln lassen. Durchgreifen (was sie gewohnt sind von zu Hause) etc. pp.
Klingt wie AfD? Das ist das Problem. Es sagt NUR die AfD im Moment. Wenn Merz auch nur was in die Richtung sagt - demonstriert halb Deutschland gegen den angeblich rassistischen Kanzler.
Wie gefährlich das ist, muss man echt noch erklären?!
Und Leute wie @wolffgil scheuen sich nicht, mir Rassismus vorzuwerfen.