Unsinnige Vorschriften etc., die den Klimawandel fördern

Ich stoße immer wieder auf kleinere Dinge, die klimaschädlich und völlig unnötig, aber dennoch z.B. gesetzlich vorgeschrieben sind. Wir sollten hier mal eine Sammlung anlegen. Vielleicht kümmert sich die Grüne Politik ja mal irgendwann drum.

Aktuelles Beispiel:
Mit jedem Schlechtwettertag verstärkt sich in mir der Wunsch, das ganze Jahr in Thailand zu bleiben. Dafür würde ich eine Auslandkrankenversicherung brauchen. Nicht für mich, aber die Visabestimmungen verlangen eine entsprechende Bescheinigung.

Meine PKV deckt Reisen bis zu 6 Monaten weltweit ab. Für die restlichen 6 Monate bräuchte ich eine spezielle Auslands-KV für ca. 17 € pro Tag, also 3000 €. Eigentlich müsste ich sogar einen Rabatt auf meine KV bekommen, weil Arztrechnungen in Thailand weniger als 50% der gleichen (schlechteren) Behandlung in D betragen. Aber es gibt halt keine länderspezifischen Tarife.

Die Lösung ist, nach 6 Monaten für ein paar Tage nach D zu fliegen. Dann fangen die 6 Monate nämlich neu an zu zählen. Der Linienflug mit Thai Airways kostet 1.150 €, also deutlich weniger als die o.g. 3.000€ für die KV.

Ich sehe bekanntlich das Gewese um Flugreisen als reine Symbolpolitik, aber dieser Flug zurück nach D ist nun wirklich ein Paradebeispiel für eine überflüssige Fernreise. Aber wenn ich für 2 Personen dadurch 3.700€ sparen kann, tritt der Klimaschutz halt etwas in den Hintergrund.

Wo seid Ihr schon auf schon auf kleinere Mißstände getroffen, die man mit ein paar Regeländerungen komplett beseitigen könnte?

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  • Die KfW 55 Förderung
    Als noch die KFW 40 gefördert wurde konnten wir relativ klimaneutraler bauen als mit der KFW 55 Förderung Grund ist dass wir mit der KFW 55 mit extra Dämmung arbeiten müssen da Bauherren sehr oft günstigere Alternativen verbauen wollen wird dann nicht die klimaneutrale Mineralwolle genommen sondern EPS-Dämmung die bekanntlich mittlerweile als Sondermüll deklariert werden muss.

  • Einführung von Adblue.
    Durch die Einführung von AdBlue stößt ein Dieselfahrzeug neben Kohlenmonoxide nun auch Kohlendioxide aus.
    Und als Nebeneffekt sind die Dieselabgase für uns Menschen nun noch schädlicher geworden da die Partikel noch feiner geworden sind. …läuft

  • Umstellung der Fahrzeug Abgasnorm D auf E-Norm.
    Die Einführung der E-Norm machte es möglich Schummelsoftware in die Fahrzeuge einzubauen da gesetzeskonform man über 130 kmh quasi ungeregelt ungesäubert Abgase abgeben kann, das war mit der D-Norm nicht so, die galt für alle Geschwindigkeiten.
    Aus genau dem Grund fordert man eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 130 kmh man bekämpft also das Symptom und nicht die Ursache …typisch Deutschland.

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Wenn das Problem der Wechsel von D auf E-Norm ist, dann ist ‚Tempo 130‘ wiederum die Bekämpfung von Symptomen. Du bist da auf dem ‚typisch Deutschland‘-Trip :stuck_out_tongue:
Mein Tesla produziert keine Abgase. Auch jenseits von 130 kmh nicht.

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Worin genau besteht der von Dir beschriebene Missstand?

Wenn ich das abstrahiere, komme ich zu dem Schluss, dass der Missstand eigentlich darin besteht, dass es keine globalen Krankenkassen gibt, die ein weltweites Risiko (unabhängig von der Staatsbürgerschaft, Wohnort, Lebensumstände, etc.) versichern (oder gibt es so was schon?) …
Das wäre durchaus interessant, ob nicht eine südafrikanische Versicherung dann billiger sein könnte, als die deutschen/europäischen Versicherungen mit ihren rel. hohen Personalkosten (und was vielleicht sogar dazu führen könnte, dass es bald überhaupt keine deutschen/europäischen Versicherungen mehr gibt…!!!)

Problem könnte hier sein, dass es in Südafrika bei Streitigkeiten zwischen Versichertem und Versicherer deutlich schwerer sein könnte, als Versicherter seine Ansprüche geltend zu machen, und dass auch die Anforderungen in Bezug auf Liquidität und Organisationsstruktur nicht zwingend dem deutschen/europäischen Standard entspricht …
Und was passiert, wenn der deutsche Gesetzgeber nun fordert, dass die wenigen globalen Krankenversicherten die Deutschen nach deutschen Standards versichern muss, und das den übrig bleibenden dann zu unattraktiv erscheint? Dann sind wir vielleicht alle bald gar nicht mehr versichert?!?!

Lösung könnte also auch sein, dass Du Dir einfach eine thailändische Versicherung suchst …
Oder für die Vorzüge der deutschen Versicherung bei gleichzeitiger Wahrung des Umweltschutzes die finanziellen Nachteile ohne Flugreise in Kauf nimmst ?!?!

Mein Problem bei der Fragestellung ist, dass ich nicht wirklich verstanden habe, was die Überlegung der deutschen Krankenkasse ist, die dauerhafte weltweite Versicherungsleistung nicht ebenfalls anzubieten - ist das eine Vorgabe des deutschen Gesetzgebers?
Oder gibt es ein versicherungstechnisches Detail, wonach zwar die z.B.: (ich kann hier nur spekulieren!) die langfristigen Kosten trotz der deutlich günstigeren Einzelbehandlungen in Summe durch deutlich mehr Behandlungen oder durch eine teure, nur in Deutschland stattfindenden Folgebehandlungen einer ernsthaften Erkrankung, die deutlich wahrscheinlicher in Thailand ist, den kurzfristigen Vorteil der günstigeren Einzel-Bagatelle-Behandlung wieder zunichte macht?
Was in allen beschriebenen hypothetischen Fällen natürlich von Dir zu Recht als Kritikpunkt formuliert bestehen bleibt, ist die mangelnde Transparenz der Entscheidung - und Willkürlichkeit der Festlegung der Präsenz einiger weniger Tage im Versichertenland …

Wir haben so was schon mal bei der Diskussion um die Steuerpflichtigkeit im Land des „Lebensmittelpunktes“ - prominentes Beispiel war hier Boris Becker, dem man anhand seiner Turniertage nachweisen konnte, dass seine Verweildauer im Steuerparadies nicht konform mit der Zahl der verbrachten Grenzwert-Tage war …
Das von Dir genannte Kriterium von ein paar Tagen in Deutschland nach einem halben Jahr ist natürlich völlig hanebüchen!

Die Lösung könnte also so ähnlich sein wie bei der Frage nach der Steuer - wenn der Lebensmittelpunkt woanders ist, müsste sich der Versicherte - so lange es keine globalen Versicherungen gibt, und/oder die Transparenz des Policen-Systems nicht gegeben ist - eben dort versichern, wo er/sie ihren Lebensmittelpunkt hat …

Dein Ansinnen ist also für mich nicht grundfalsch - aber so lange zu wenig belastbare Daten vorhanden sind, kann ich dem weder zustimmen noch das Ansinnen ablehnen …

Bis auf das unsinnige Kriterium der paar Tage in Deutschland - das ist in der Tat in der Form berechtigt absurd …

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Das Problem liegt darin, dass die Versicherungen zu träge sind, landesspezifischen Versicherungsschutz anzubieten. ‚weltweit‘ beinhaltet auch Länder wie die USA, wo Arztrechnungen astronomisch ausfallen können. Da sind diese 6 Monate schon recht großzügig.

Guter Ansatz - ganz ohne Zynismus! - Sollen wir also die Versicherungen gesetzlich zu einem solchen Angebot verpflichten?

Bloß nicht! Was passiert, wenn man Versicherer zu etwas verpflichtet, haben wir ja bei diesem unsäglichen ‚Basistarif‘ gesehen.

Ich nehme an, irgendeiner wird von selbst drauf kommen, dass man da Geld verdienen kann.

Das löst aber noch nicht das andere Problem, dass die Versicherung gar nix mehr zahlt, wenn die ‚Reise‘ länger als 6 Monate dauert. Dieser ‚Thai-Tarif‘ müsste also von der gleichen Versicherung angeboten werden.

Und was ist -bis da irgendeiner von selbst drauf kommt - die Konsequenz daraus?
Wenn ich Dich richtig verstehe, besteht Deine Konsequenz darin, dass Dich die Versicherung quasi „zwingt“, umweltschädlich zu sein, da Dein individueller Vorteil natürlich deutlich schwerer wiegt als die Nachteile der Gesellschaft (in der - möglicherweise - irrigen Meinung, dass schnell genug „irgendeiner“ darauf von selber kommt).
Hier sind wir wieder bei der Frage der Urlaubsflieger - Interessiert diesen - solange es nicht verboten wird - der langfristige Nachteil für die Umwelt gegenüber dem aktuellen Vorteil des Individuums - und das Verbot wird es auch nicht geben, da er/sie als Wähler natürlich keine Partei wählt, die das Fliegen so lange verbietet, bis es eine umweltverträgliche Alternative gibt (nur um hinterher, wenn es hier unerträglich heiß wird, über die Politik zu schimpfen, die zu Beginn des Jahrtausends das hätte erkennen müssen - auch, wenn er/sie dafür damals niemals gewählt hätte!) …

Das ist alles (und wahrscheinlich würde ich es genauso machen wie Du :frowning: - (daher ausdrücklich kein Vorwurf an Dich persönlich!!!) nachvollziehbar und verständlich - bis auf den kleinen Schönheitsfehler, dass dadurch langfristig alles den Bach runter geht, da zu spät erkannt wird, dass der Verzicht (auch von erlaubtem) langfristig die bessere Alternative gewesen wäre …

Aber so funktioniert den Mensch ganz offenkundig nicht - da der Mensch aber so funktionieren müsste, um dem drohenden gesellschaftlichen Infarkt zu entgehen - wird’s wohl beim gesellschaftlichen Infakt bleiben - egal, ob die Menschheit nun dadurch ausstirbt oder „nur“ dramatisch - und auf mehr oder weniger schreckliche Weise - schrumpft …

Dein Beispiel mit der Versicherung ist also wieder ein „gelungenes“ Beispiel, wie der Mensch „nun mal funktioniert“, und warum für viele aktuelle Problemfelder keine - rechtzeitige(!?) - Lösung existiert - auch wenn das technisch/naturwissenschaftlich bereits heute möglich wäre!

Selbst der „Strohhalm“ des intersolaren Auswanderns ist keine echte Alternative, da die diesbezüglichen Defizite dabei erhalten blieben - das Problem mithin nur intergalaktisch verschleppt würde … :wink: :slight_smile: :upside_down_face:

Graue Energie nicht vergessen.
Hat da jemand aktuelle Zahlen oder Informationen zur weiteren Trockenlegung von Brandenburg? :thinking:

Wenn du das ganze Jahr dort bist, ist doch Thailand für dich Inland?

Musst du dich da nicht melden?
Warum nimmst du nicht deren KV, wenn das System ohnehin besser ist?

Nö. In TH gibt es noch nicht mal ein Melderegister.

Eine Thai Vollversicherung verbietet sich wegen des hohen Eintrittsalters.
Und das System ist nur für zahlungskräftige Touristen so gut. Und ich bezweifle, dass eine Thai-KV diese 5-Sterne-KKH mit abdeckt. Aber ich werde mich im Winter mal etwas schlauer machen.

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mich würde interessieren, warum die Versicherung das so macht.
Muss sie, weil es ein Gesetz gibt?
Oder hat sie das selber entschieden?
Wenn selber entschieden: akzeptiert sie eine andere Lösung?
zB eine Bestätigung, dass Du noch in D gemeldet bist o.ä.?

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Wirklich? Was willst du sonst von dem Geld kaufen?

Was würrdest du mir empfehlen?
Ich habe gerade ein Angebot für zwei Erdwärme-Bohlöcher für 25000 € erhalten. Fördermittel gibt es dafür nicht. Eine neue Gastherme würde 5000 € kosten. Das hat zwar nichts mit unsinnigen Vroschriften zu tun, aber mit verfehleter Förderpolitik. Gefördert werden nur Wärmepumpen, aber nicht die Bohrungen, die sie erst klimafreundlich machen.

Vielleicht sollte ich auch in ein Land umziehen, in dem nicht geheizt werden muss?

Du könntest zum Beispiel überlegen, statt nach Thailand in ein heißes EU-Land umzuziehen, da gilt deine Versichertenkarte möglicherweise das ganze Jahr.

nicht richtig, dafür gibt es den WP-Bonus

FÖRDERSÄTZE BEG-EINZELMASSNAHMEN AB 01.01.2023

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Bedeuttet das, dass die Bohrung mit 30 % bezuschusst wird, wenn ich gleichzeitig die Brennwert-Gastherme raus schmeiße, so dass sie dann „nur noch“ 17000 € kostet?

ich interpretiere das so, dass du dann 30% auf dein Wärmepumpensystem bekommst.
Also Wärmepumpe incl. Bohrungen etc.

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Ich dachte das sind europäische Normen?

Hat übrigens wenig mit dem Klimawandel zu tun, hier geht es um Feinstaub. Nicht unwichtig aber ein anderes Thema.

Soviel ich weiß, würde die Entwicklung E-konformer Motoren erheblichem Aufwand bedeuten, den man angesichts des baldigen Verbrenner-Aus besser in die Entwicklung von E-Fahrzeugen steckt.

P.S. das ist zumindest die Argumentation der Industrie…