Alle sagen, die Nutzung der Atomkraft würde sich nicht lohnen.
Liegt das eventuell an unseren hohen Umweltstandards, die andere Länder gar nicht haben?
Zitat aus dem Artikel:
“Auf der COP28 haben die USA und 24 weitere Staaten eine Erklärung unterstützt, die eine Verdreifachung der weltweiten Kernenergiekapazität bis 2050 anstrebt.”
Ich denke, die Atomkraft rechnet sich derzeit in vielerlei Hinsicht nicht - dazu gehören Umweltstandards genauso wie die ungeklärte Endlagerung und deren Kosten.
Viele Dinge würden schnell unrentabel, wenn wir in den Porduktionsländern die gleichen Umweltstandards einführen würden wie bei uns - egal, ob es um Gold, Kupfer o.ä. geht. Derzeit muten wir diesen Ländern zu dass dort riesige Umweltprobleme entstehen, weil wir die Primärressourcen zu günstigen Preisen haben wollen.
Bei der Atomkraft kommt noch hinzu, dass die Frage, wie stark diese Energieform insgesamt die Umwelt belastet (als Analogon zum CO2) nach meinem Kenntnisstand nicht die Erzeugung des Primärmaterials (alles bis zur Brennelementerzeugung) miteinfließen. Ein AKW für sich ist logischerweise kein wirklich großer CO2-Emmitent.
Was bei der ganzen Betrachtung übrigens völlig unter den Tisch fällt ist das Problem der Abwärme - da wir ganz offensichtlich (u.a. durch KI) eine große Steigerung des Energiebedarfs zu erwarten haben, haben wir - ganz unabhändig von der CO2-Belastung und weiterer Belastung durch chemische Stoffe ein Porblemmit der ABwärme - nicht nur, weil das Flüsse, Meere und die Luft zusätzlich aufheizt - es gibt inzwischen schon in Frankreich z.B. immer mehr Tage, wo eine ausreichende Kühlung von Kraftwerken im Sommer durch niedrige Flusspegel nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet ist - das ist - ähnlich wie das Endlagerproblem bei Uran - etwas, das in vielerlei Hinsicht aktuell völlig uungeklärt ist - wohin mit der Abwärme - Klar sind Kraft-Wärmekopplung und Fernwärme eine Teillösung dafür -abre tatsächlich funktionierende Konzepte für die nächsten Jahrzehnten habe ichzumindest noch nirgends geelesen… Das könnte natürlich an mir liegen
Du glaubst doch wirklich nicht, dass „wir“ (wer ist das) die Preise bestimmen. In einigen dieser Ländern haben die Menschen nicht viel zu sagen und die jeweiligen Regimes paktieren mit den Unternehmen, die sie am meisten schmieren. Andere Länder bilden Kartelle, um uns die Preise zu diktieren.
Das hat alles nichts damit zu tun, dass ich möglichst billig tanken will.
Naja, wir hatten die Diskussion mal in Bezug auf Kinderarbeit. Da gab es unter Rot-Grün mal eineigenes Bürokratiemonster, das das sicherstellen sollte.
Ich glaube natürlich nicht, dass wir die Preise bestimmen können, die in der Obhut eines anderen Landes liegen. Aber wir könnten den Konsum hierzulande unterbinden.
Das wird allerdings (so gesehen habe ich dafür keine Lösung) nur dann funktionieren, wenn es dazu eine globale Lösung gibt und alle in diesem SInne mitmachen (was nicht geschehen wird), so dass auch ein Zwischenhandel sich nicht daran bereichern kann.
Langfrisitg ist es sehr wahrscheinich so, dass wir das doch auch mitausbaden müssen. Denn zumindest die enstehenden Umweltschäden werden langfristig auchbei uns indirekt (oder sogar direkt) aufschlagen. Umweltverschmutzung kennt (langfristig) keine Grenzen.
Ein gutes Beispiel iheirfür war Tschernobyl - ein Kraftwerk, das sich sicherlich für die SU gerechnet hat. Schließlich waren die Umweltauflagen und Sicherheitskonzepte deutlich geringer als hierzulande - damit war auch die Gewinnmarge sehr wahrscheinlich deutlich höher - betroffen von dem Unfall waren dann aber auch wir.
Der Unfall als Ergebnis der dort geltenden Regeln war also eine reine interne sowjetische Angelegenheit. Die vielen zusätzliche Krebstoten in Deutschland waren es nicht (wobei der Zusammenhang wieder nur rein statistischer Natur ist, und sich nicht auf das Einzelschicksal runterbrechen lässt.
Das ist wieder das Thema, dass sich Wirtschaftskreisläufe internationalisiert haben - die Optimierung des Gewinnstrebens (auch in Form von geringeren Umwelt- und Sicherheitsauflagen aber im provinziellen Gedankengut geblieben ist).
Ich gebe Dir also im Prinzip recht - erkenne aber auch die Gefahr, die das vor allem langfristig in sich birgt.
Wenn wir das alos akzepieren bleibt nur zu hoffen, dass wir das auch dann noch tun, wenn wir davon unmittelbar (negativ) betroffen sind.
Das ist Kraut und Rüben.
worum geht es?
Finanzielle Aspekte des Uranbergbaus in Kanada im Allgemeinen?
Kurschancen von F4 Uranium an der Börse?
generelle Rentabilität des Betriebs von AKW? für wen? die Betreiber? den Staat?
Rentabilität des Betriebs von Uranförderunternehmen?
Sinnhaftigkeit des Betriebs von AKW?
unsere Umweltstandards und deren Auswirkung auf die Rentabilität von AKW?
ja, und was ist Deine Meinung? oder Vermutung? oder Frage?
welche Infos hast Du zu F4 Uranium und dem Uranbergbau in CAN?
willst Du da investieren?
was soll der thread?
Meine Vermutung ist, dass Uranbergbau sich doch noch lohnt.
Der thread soll diese Frage klären.
Ich will da natürlich nicht investieren, aber du vielleicht?
Du hast ja einen Vermögensverwalter beauftragt und bekommst gar nicht mehr mit, in was du investierst, wie du an anderer Stelle geschrieben hast.
Und wenn demnächst unsere Altersversorgung so funktioniert, weiß niemand mehr, in was er investiert.
Betriebswirtschaftlich vermutlich schon, volkswirtschaftlich sicher nicht. Aber der Uranabbau ist ja auch nicht nur wirtschaftlich getrieben, sondern dient auch politischen und militärischen Interessen. Mit ausreichend Staatsgeld im Rücken wird jedes noch so sinnlose Geschäft lukrativ.
@Biologin kann ihn vermutlich nicht kaufen, weil er in unternehmen investiert, die metalle herstellen, wer weiß unter welch schlimmen Bedingungen die gewonnen werden?!
in batterien sind zudem viele umweltgefährdende schadstoffe enthalten. kein „sauberes“ investment.
der Fonds bildet einen Index nach.
insofern fehlt auch hier die transparenz, worin man eigentlich investiert. Sehr bedenklich
zitat:
So investiert der L&G Battery Value-Chain UCITS ETF : Das Anlageziel des L&G Battery Value-Chain UCITS ETF (der «Fonds») ist es, ein Engagement in Unternehmen zu bieten, die Metalle herstellen, welche in erster Linie für die Herstellung von Batterien verwendet werden, sowie Unternehmen, die elektrochemische Energiespeichertechnologie (d. h. Batterietechnologie) entwic
keln und/oder Batterien herstellen. Um dieses Anlageziel zu erreichen, bildet der Fonds die Performance des Battery Value-Chain Index Net Total Return (der «Index») nach
schau Dir die Bilanzen der einschlägigen Unternehmen an. ich glaube nicht, dass hier jemand spezialwissen dazu hat.
ich verstehe aber schon die frage nicht.
uran wird weltweit militärisch und zivil genutzt. warum soll sich die herstellung bzw. gewinnung also nicht lohnen für die unternehmen ?
Ein Grund, warum es sich nicht lohnen könnte, wäre, wenn Umwelttauflagen hoch wären und Folgekosten für die Umwelt vom Unternehmen gezahlt werden müssten oder wenn hohe Enteignungskosten für die lokale Bevölkerung anfielen.
Wenn man sich die Mühe machen möchte, kann man sich mit den Einzelaktien beschäftigen, die der Fonds enthält und dann diese kaufen, wenn sie überzeugen.
In diesem Fall wäre aktuell die größte Position Sigma Lithium, ebenfalls ein kanadisches Unternehmen, welches in Brasilien agiert.
Das sieht im Prospekt ja erst mal gut aus.
Im Internet kann man relativ schnell dann auch weitere Informationen dazu finden, die vielleicht nicht so toll sind:
“pollution, rising rents, and cracks in homes linked to the mine’s blasting”
Wenn man das bei allen Firmen machen möchte, die der Fonds abbildet, ist man eine Weile beschäftigt.
Wenn man dann eine Rentenversicherung abschließt, in der die Fonds wöchentlich umgeschichtet werden, ist eine angemessene Beschäftigung damit neben der Erwerbsarbeit und ggf. Kindererziehung vermutlich nicht mehr möglich.
nein, das sind keine Gründe dafür, dass sich der Uranbergbau grds. nicht lohnt.
Solche Effekte können einzelne Unternehmen übermäßig belasten, dann muss man eben andere Aktien aus der Branche kaufen.
Oder die Effekte treffen alle Unternehmen, dann steigen einfach die Uranpreise.
Wer ein AKW betreibt, ist vermutlich auf das Zeug angewiesen und muss zahlen, was der Markt verlangt. Er schiebt es dann eh auf die Stromkunden weiter.
xxxx
Richtig.
Wichtiger ist aber, dass das sogar schädlich und ein großer Fehler wäre.
Der Normalbürger ist nicht in der Lage, solche Anlageentscheidungen zu treffen.
Es fehlt an Zeit, know-how, Verständnis und einfach auch an manpower.
Bei der Firma, die meine Aktien verwaltet, sind m.W. ca. 150 Leute mit der Recherche und Analyse beschäftigt. Wer meint, dass er das besser oder gleich gut kann, macht sich was vor.
Ich habe immer wieder mal Einzelpapiere gekauft, aber die Erfolgsquote war schlecht.
Ich beauftrage eine Fachfirma, damit ich es nicht selber machen muss.
Ich rede auch meiner Kfz-Werkstatt nicht rein, wie sie mein Auto reparieren muss, und ich schreibe dem Gärtner nicht vor, wie er den Apfelbaum beschneidet.
So halte ich das auch mit den Aktien.
Man kann allenfalls allg. Vorgaben machen, zB nicht in Rüstungsfirmen zu investieren oder nicht in russische Unternehmen oder ähnliches. Das kostet aber im Zweifel Rendite, da muss jeder selber wissen, was er mit seinem Geld macht und was er von seinen Investements erwartet.