So ausgedrückt ist es richtig und verständlich.
Aber das ist eher eine Selbstverständlichkeit, oder?
Klar. Und nach einem Einsatz ist es für manche nicht nur ein psychologischer, sondern auch ein körperlicher Preis (tot, verwundet).
Auch das ist aber keine Neuigkeit, ich dachte, das sei jedem klar.
Und auch keine Erkenntnis, die einem weiterhilft.
Es sei denn, man würde sagen, wir führen nur Krieg, wenn niemand dabei stirbt.
Das hieße dann, wir führen keinen Krieg und verteidigen uns auch nicht, was aber zu noch größeren Verlusten und Opfern führen könnte.
Ich habe mich auf den Zitatausschnitt von @lawandorder hier Verrohung der Weltlage. Sind wir in der BRD gewaltblind? - #18 bezogen . Das mit der Aggressionshaltung war nicht dabei.
Natürlich kann man das, was ich geschrieben habe, als selbstverständlich sehen. Ich war darüber gestolpert, dass er die Bereitschaft zu verletzen oder zu töten verstörend findet. Ich weiß aber, dass man/frau diese Bereitschaft auch im Frieden braucht, wenn die Situation es erfordert, und dass dies überlebenswichtig auch in einer friedlichen Gesellschaft sein kann.
Ich bin darüber gestolpert, dass er so etwas gar nicht in Betracht zieht und es moralisch verurteilt.
So wurden wir in Deutschland seit dem Ende des 2.Weltkriegs erzogen, deshalb ist diese Haltung bei allen Deutschen, die „alles richtig machen wollen“ Standard.
Ob das eine Geisteshaltung ist, die nur Vorteile bringt, ist fraglich, aber sie hat uns viele Vorteile gebracht gegenüber den kriegerischen Zeiten davor:
Man hat mehr Geld und Zeit für andere Projekte als die militärischen, es gibt weniger Kriegsversehrte und Tote, mehr Freiheit, weniger Angst. Es war eine Art Modellprojekt, aus den schlimmsten Kriegstreibern ein friedliches Volk zu machen.
Bei den Russen (zum Beispiel) ist ein einzelnes Menschenleben in ihrem Wertekanon weniger wert, und dadurch ist die Lebensqualität dort insgesamt schlechter.
Eigentlich hätte das friedliche Deutschland ein Vorbild für andere Länder sein können, ist es aber offensichtlich nicht für alle. Die Kunst ist nun, es zu verteidigen, ohne selbst zum Aggressor zu werden, und ohne sich anzumaßen, andere Menschen zu opfern.
Ja, das ist genau der Punkt. Bereit zur Verteidigung mit Klauen und Zähnen und auch bereit den Angreifer zu töten, gleichzeitig friedfertig und das Leben wertschätzend, solange wir oder unser Bündnis nicht angegriffen werden. Ja, es mag verstörend sein, aber daran sollten wir uns gewöhnen.
Deswegen glaube ich an den Wert der Abschreckung durch die besten und modernsten Waffen, die unserer Bevölkerung und unseren Soldaten bestmögliche Schutz bieten und jeden denkbaren Angreifer wirksam von einer Aggression abhalten. Auch wenn das teuer wird, ist das das jeden Cent wert.
Und deswegen verstehe widerspreche ich Hartmut Rosa, der das als Aggressionshaltung verunglimpft.
Ja, nicht immer ist eindeutig, von wem die Aggression ursprünglich ausgegangen ist, wenn sich das langsam hochschaukelt. Das ist völlig unabhängig von unserer Bundeswehr.
Was ist für dich eine „reine Verteidigungsarmee“? Eine die nur Schutzwesten und Schutzhelme als Ausrüstung hat und selber nicht schießen kann?
Nach meinem Verständnis ja. „Mogeln“ ist aus meiner Sicht, wenn man immer wieder neues wording erfindet, um Bundeswehreinsätze im Ausland zu rechtfertigen.
Eigentlich schon. Der Punkt ist aber ein anderer. Die USA/NATO haben kein Krieg geführt, um ein Land zu erobern, sondern um es von einem mittelalterlichen, Frauen unterdrückenden Regime zu befreien, nachdem dieses Terroristen, die die USA angegriffen hatten, schützte.
das ist die Krux in Deutschland: der Afghanistan Einsatz der Bundeswehr wurde sowohl den eigenen Soldaten als auch der Bevölkerung als bewaffneter THW Einsatz verkauft…
Völlig an der Realität vorbei.
Da wurde eine Fallschirmjägereinheit fast aufgerieben, ohne Nachschub, ohne Medivac, ohne Luftunterstützung. Wären nicht aus mehr oder weniger Zufall US-Hubschrauber in der Nähe gewesen, wäre das Desaster noch größer geworden.
Für mich immer noch ein Faux-Pax, der nie aufgearbeitet wurde. Wie kann man Bundeswehreinheiten ohne adäquate Ausrüstung in Auslandseinsätze schicken? Wurde dafür je ein politischer Bauer geopfert?
Und verwundete und traumatisierte Soldaten mussten teilweise vor Gericht ziehen, um eine finanzielle Entschädigung zu erhalten.
Die Bundeswehr war damals nicht kriegstauglich und ist es heute noch nicht.
Ich kann an der Beschaffungsorgie des Verteidigungsministeriums auch kein militärisch sinnvolles Konzept erkennen… Hauptsache Geld verbraten.
Wer so seine Soldaten verarscht, braucht sich nicht wundern, wenn er keine Soldaten findet, die sich verpflichten wollen
Die USA haben ganz klar dort Terroisten getötet. Sie mussten nicht so tun als ob sie nur dort wären, damit Mädchen dort zur Schule gehen können, weil es die amerikanische Bevölkerung gefeiert hat, dass Terroristen dort getötet werden. Es war auch mindestens einer dabei, der in Deutschland per Videobotschaft aus Afghanistan auf Deutsch einen Anschlag angekündigt hatte und darin seine muslimischen Brüder und Schwestern aufgerufen hat, an diesem Tag zu Hause zu bleiben. Ich habe leider die Quelle nicht mehr, es war EIN News aus den USA, das ich damals abonniert hatte. Ich war dann relativ erleichtert, dass er tot war und nichts passiert ist, habe mich aber gewundert, dass in den deutschen Nachrichten dazu nichts kam.
teilweise…
Neue Leopard, neue Puma Panzer, F-35 (die wohl jetzt auf einmal viel teurer werden) und Chinook (fast doppelt so teuer wie das Standard-Modell des USMC) Hubschrauber. Der Kampfhubschrauber wäre für Auslandseinsätze wie in Afghanistan oder in der Wüste untauglich.
Die Flugabwehr soll auf dem System des Iron-Dome basieren und auf Patriot System aus den USA. Die Iris T auch.
Ich lese kaum etwas von kleineren Luftabwehrsystemen, die Drohnen flächendeckend abwehren könnten (Beispiel Skyranger oder mobile Laserkanonen).
Erst einmal werden ja für Millionen Teuros neue Ausgehuniformen beschafft.
Wintertaugliche Feldbekleidung oder Wüstentauglich? Fehlanzeige.