Verrückte Idee 1: Wie man den Genderpaygap schließen kann

Hallo, als erstes muss ich wohl leider klarstellen, das ich definitiv für die Gleichberechtigung aller Menschen und für gleiche Bezahlung für gleiche Tätigkeit bin.
Nur: ich habe nicht verstanden, warum eine Frauen-Quote für Aufsichträte von DAX-Konzernen eingeführt wurde. Was bitte ist das Ziel dieses Gesetzes?

Die paar sehr gut bezahlten Posten für hochqualifizierte Frauen werden jedenfalls am Genderpaygap nichts ändern.

Wie wäre es stattdessen mit einer steigenden Männerquote für Pflegeberufe mit dem Ziel das am Ende 50% der KrankenpflegerInnen und VerkäuferInnen Männer sind? Das würde entscheidend helfen den Genderpaygap zu schließen. Warum? Wenn ich nicht genug Männer finde, die diese Berufe ausüben wollen, dann muss ich wohl oder Übel mehr zahlen! Das käme dann natürlich auch den Frauen zu gute. :slight_smile:

Es handelt sich bei diesem Beitrag um die Rettung eines Beitrags von mir aus dem alten Forum.

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Ich sehe nicht, dass die Frauenquote wirklich geholfen hat. Ich würde eine Kompetenzquote von 100% bevorzugen.

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Welche Frauenquote meinst du? Bei dieser Frage geht es ja nicht um das Frauenstatut, sondern um den GenderPayGap, der meiner Meinung nach heutzutage nicht mehr durch Benachteiligung sondern durch unterschiedliche Lebensentwürfe und Interessen verursacht wird.

Mein Vorschlag bezieht sich auf den unbereinigten GenderPayGap von dem jedes Jahr wieder berichtet wird. Der aber nichts mit Benachteiligung zu tun hat sondern im wesentlichen ein Ausdruck des Missverhältnisses zwischen der Systemrelevanz von Berufen und deren Bezahlung.

Wenn man diesen GenderPayGap abschaffen möchte, dann geht das nur, in dem man verhindert, daß Frauen schlecht bezahlte Berufe wählen und nicht in dem man (erfolg-)reiche Frauen zu mehr Macht verhilft. Sollen diese dann Netzwerke aufbauen die Frauen bevorzugen? So wie die Männer? Die Chefärztin oder Klinikleiterin bezahlt dann Krankenschwestern 10.000 Euro mehr im Jahr?

Sorry, ich habe mich verschrieben.

Ich meinte nicht die Gleichberechtigung, sondern die Gleichstellung der Frau.

Deutschland hat in vielen Bereichen der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in den letzten Jahrzehnten Fortschritte gemacht. Allerdings ist es in allen Dimensionen immer noch weit hinter den besten europäischen Ländern zurück. Vor allem hat sich die Anzahl der Frauen in Führungspositionen in Politik, Wirtschaft und Unternehmen kaum vergrößert.

Im Deutschen Bundestag liegt der Frauenanteil zu Beginn der neuen Amtsperiode bei 35 %.

Laut IPU sind im globalen Durchschnitt gegenwärtig 26 % aller Abgeordneten in den Parlamenten weiblich.

Internationales Frauen in den Parlamenten: Deutschland mit 35 % welt­weit auf Platz 42

Also soweit ich verstehe ist das Ziel von Gleichstellung, daß z.B. diese Karte überall 50% anzeigen würde, richtig?


(Quelle)

Erstens finde ich das Ziel utopisch - Nach jetzigem Stand der Wissenschaft geht eher die Zivilisation unter bevor das erreicht ist.
Und Zweites hat das überhaupt nichts mit dem Frauenstatut zu tun.

Das ist die neue Version von Farm der Tiere: Da schreiben die Schweine das neben das erste Gebot: „Alle Tiere sind gleich“ nicht mehr „aber manche sind gleicher“ an die Wand sondern nur gleich"gestellt" und die Hühner müssen dann ab sofort Milch geben und die Kühe Eier legen. :smiley:

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Ja so ungefähr … und damit das auch klappt wird eine Quote eingeführt und bei Nichteinhaltung werden öffentl. Aufträge gestoppt sowie eine Zwangsumlage eingeführt. Da … das Problem mit den zu wenigen Frauen ja bekannt ist, wird zusätzlich ein Mentoring eingeführt mit dem die neuen Elektrikerinnen und Mechatronikerinnen dann lernen, wie … das lassen wir jetzt mal besser …

Ich sage meinen Beutetöchtern auch, dass sie doch einen Ingenieursstudium anpeilen sollten - allein … so etwas finden sie „uncool“ …

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das ist übrigens ein interessantes Thema (aber natürlich nicht einfach):
sind „feministische“ Männer für Frauen als Partner attraktiv? vielleicht sogar besonders attraktiv?
Also nicht „nett“ oder „angenehm“ oder „gut zur Zusamenarbeit als Parteifreund“, sondern als Mann attraktiv?
zum Heiraten, Kinderkriegen und was man noch so macht, wenn man es ernst meint.

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Der Grüne Ansatz wäre, die Anzahl der Männer auf max. die Anzahl der Frauen zu begrenzen.

Dann haben wir zwar nur noch 20% der MINT Student: Innen in Deutschland, aber dafür eine Gleichverteilung. Da wird sich die Wirtschaft freuen

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Da irrst du wahrscheinlich.

Als Resultat haben wir dann noch weniger Pflegekräfte.
Weil es dürften ja dann nur so viel Frauen eingestellt werden, wie Männer.

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/Sarkasmus on/
Wieso ist das relevant ? Wirtschaft brauchen wir doch nicht - macht alles der Staat … und wie gut das ( Quote ) funktioniert, sieht man doch eindeutig in unserer Partei
/Sarkasmuss off/

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Nun das System ist doch jetzt schon praktisch am Zusammenbruch. Gehälter Verdoppeln und dann finden sich auch Männer für den Job.

Wo soll das Geld herkommen? Von den Reichen im Land (100. Mio und aufwärts).
Und aus der CO2-Steuer.

Das ganze ist natürlich eher im Sinne von Till Eulenspiegel zu sehen: Ja diese Maßnahme würde den Gender Pay Gap schließen. Aber eine Männerquote für Pflegeberufe ist genauso verrückt wie eine Frauenquote für Vorstände von DAX-Unternehmen.