Voraussetzungen für AfD-Verbot erfüllt?

Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) sieht die Voraussetzungen für ein Verbot der AfD als erfüllt an. In einer aktuellen Analyse des Instituts, das den gesetzlichen Auftrag zur Prävention von Menschenrechtsverletzungen hat, heißt es, die Partei gehe „zur Durchsetzung ihrer rassistischen und rechtsextremen Ziele“ aktiv und planvoll vor. Beispielsweise arbeite die AfD daran, „die Grenzen des Sagbaren und damit den Diskurs so zu verschieben, dass eine Gewöhnung an ihre rassistischen national-völkischen Positionen – auch im öffentlichen und politischen Raum – erfolgt“.

Die AfD arbeite gezielt daran, rechtsextreme Positionen in der Gesellschaft zu normalisieren, heißt es in einer Analyse. Andere Parteien sollten sich deutlich abgrenzen.

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen

Kann als PdF-Datei heruntergeladen werden.

Das Institut wird vom Bundestag finanziert. Verfasst hat die Analyse der Jurist Hendrik Cremer, der über den Schutz unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge promovierte und bereits dafür argumentierte, den Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu streichen.

Nicht allein Björn Höcke äußere sich verfassungsfeindlich, schreibt er, sondern „sämtliche Personen der obersten Führungsspitze der AfD“. Darunter nennt Cremer ihren Bundessprecher Tino Chrupalla, der „uns Deutsche“ von einem „Völkermord“ und von „Umvolkung“ durch Geflüchtete bedroht sah, und die Bundesvorsitzende Alice Weidel, die davon sprach, die Bundesregierung wolle sich ihr Volk „selbst aussuchen und zusammenstellen“. Damit bediene sie das Narrativ vom „Bevölkerungsaustausch“, ein Wort, das der ehemalige Vorsitzende der Partei Alexander Gauland benutzte.

… hier stelle ich mir immer ganz persönlich die Frage - Was soll ein Verbot bewirken?

Gerade in der aktuellen Lage, wird eine solche Diskussion für noch mehr Zulauf zur AfD sorgen … wir müssen uns inhaltlich mit den Problemen auseinandersetzen und bessere für die Menschen verständliche Lösungen anbieten … dann erledigt sich das Problem AfD von ganz alleine …

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Was für eine Frage?

Ich denke erstmal, damit sie endlich wieder aus den Parlamenten verschwinden und nicht mehr versuchen können nationalistischen und faschistischen Kram durchzusetzen und zu verbreiten.

Und natürlich, um unsere Demokratie zu retten.

Ich empfehle mal das Lesen dieser Zitate:

Für welche Werte steht die AfD?

Wir sind offen gegenüber der Welt, wollen aber Deutsche sein und bleiben. Wir wollen die Würde des Menschen, die Familie mit Kindern, unsere abendländische christliche Kultur, unsere Sprache und Tradition in einem friedlichen, demokratischen und souveränen Nationalstaat des deutschen Volkes dauerhaft erhalten.

Die politische Führung der großen EU-Länder will die Europäische Union um jeden Preis und gegen den Mehrheitswillen der europäischen Völker zu einem Einheitsstaat umgestalten. Wir fordern stattdessen, die Nationalstaaten zu erhalten und ihnen wieder mehr Kompetenzen zu geben.

Der gemeinsame EURO ist eine grundlegende Fehlkonstruktion. Aus der Währungsunion entwickelte sich zwangsläufig eine Schuldenunion. Wir fordern, das EURO-Experiment geordnet zu beenden.

Vor dem Hintergrund der steigenden Brutalität jugendlicher Krimineller ist auf volljährige Täter das Erwachsenenstrafrecht anzuwenden und das Strafmündigkeitsalter auf zwölf Jahre zu senken.

Die AfD widersetzt sich jeder Einschränkung von Bürgerrechten durch eine Verschärfung des Waffenrechts. Die Kriminalisierung von Waffenbesitz schreckt Täter nicht ab, sondern macht Opfer wehrloser.

Besseres Verhältnis zu Russland

Der „Kalte Krieg“ ist vorbei. Die USA bleiben unser Partner. Russland soll es werden. Die AfD setzt sich deshalb für ein Ende der Sanktionen und eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland ein.

Ein Verlinken zum Grundsatzprogramm dieser Partei verweigere ich.

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Genau das sehe ich etwas anders, so lange wir die doch demokratisch gewählten Personen in den Parlamenten ertragen, können wir uns inhaltlich damit auseinandersetzen, wenn diese Menschen nicht mehr gewählt werden können … entstehen schnell neue ‚Alternativen‘ oder es wird auf alte ‚Alternativen‘ zurückgegriffen, … so lange es Menschen gibt, die eine Politik unterstützen = wählen … wir es nicht verstummen, wir müssen inhaltlich an die Probleme ran …

… ein Verbot hilft meiner Meinung nach nicht wirklich!

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Man kann die Organisation vielleicht verbieten, man kann aber nicht die Meinungen verbieten. Und die Meinungen, für die die Afd steht, teilen in manchen Regionen Deutschlands mehr als jeder Dritte Bürger. Ein Verbot führt nur zu weiterer Radikalisierung („die wollen uns unterdrücken“). Man muss die Menschen erreichen, sie überzeugen - man darf nicht versuchen ihnen ihr Sprachrohr wegzunehmen.

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… brauchst du auch nicht, habe ich schon gelesen, … weil ich mich eben um die Inhalte sorge … es wirft aber kein gutes Bild auf die Demokratie, wenn man - nach aktuellen Umfragen fast 20% der Wähler als unmündig erklärt und deren Wählerwillen durch ein Verbot unterbinden möchte, … eine Demokratie muss auch mit unliebsamen Themen und Umständen umgehn können - man muss bessere Konzepte anbieten als die einfachen Parolen, … es ist nicht einfach, aber ein Verbot macht es eher noch schwieriger … ein solches Verfahren ist langwirig, und bringt in der Zwischenzeit eher noch mehr Wähler zur AfD … was dann demokratisch ganz schwirig wird, wie will man eine Partei verbieten die in einzelnen Landtagen die stärkste Kraft ist?

… ein Verbot ist der Wunsch nach einer einfachen Lösung - analog zu den einfachen Parolen der AfD, wir wissen aber doch alle, dass es nie einfache Lösungen für tiefgreifende Probleme gibt …

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Ja das AFD ist laut den veröffentlichen Zitatsammlungen tatsächlich eine Fachistische Partei. Nicht weit von den Ur Nazis entfernt… Leute ins KZ stecken wollen… geht gar nicht… (siehe Zitate)

Trotzde mglaube ich nicht dass ein Verbot was bringt weil die Verschwörer sonst eher noch mehr zulauf bekommen.

Hilfreicher sit es die eigene Politik erheblich weniger Ideologisch zu gestalten und entlich wichklich Probleme lösen, keine leeren Debatten mehr. Dann bekommen solche Parteien keinen Zulauf weil die eigentlich nix zu bieten haben.

Wo steht denn was die zum Beispiel " zum erhalt unserer Christlichen Kultur" besser machen wollen? Nirgendwo… was verstehen die unter Christentum? keine Angabe… nur für ein beispiel zu nennen…

Das würde solchen parteien auf die Füße fallen. Aber so lange die Grünen zum Beispiel immer noch Luftschlossideen verkaufen ohne zu erklären wie es gemacht wird gibt es sloche Parteien.

Unter Grünen Luftschlössern verstehe ich hier zum Beispiel einseitig auf Wärmepumpen und Dämmung pochen ohne dass sichergesgellt ist das sich das jeder leisten kann und es genug Handwerker gibt die die einbauen können.

richtig, genau das ist das zentrale Problem beim Thema radikale Parteien.

Wann hat die Politik zum letzen Mal glaubwürdige Überzeugungsarbeit geleistet? Alo mehr als nur zum Pushen der Umfragewerte sondern einen echten Diskurs in der gnazen Gesellschaft konstruktiv angeregt und durchgeführt?

Kann mich nicht mehr erinnern wann das letzte Mal so was gemacht wurde… Wer weiß noch wann das war?

das ist das Problem. Da liegt der Hase im Pfeffer… inzwischen in Bergen von Pfeffer!

Zum Beispiel der politische Stil von Lauterbach ist auch ein schönes Beispiel wie man es nicht machen soll.

Er wollte die Corona regeln länger als nötig erhaltern und stur sein Ding druchziehen statt sinnvoller Kompromisse… zum Beispiel… oder diese absurde Krankenhausreform

einfach Kliniken schließen ohne zunächst mal durch Bürokratieabbau die zu retten die eigentlich ganz gut laufen und eigentlich nur zu hohe Verwaltugnskosten haben. Und es ist besser mehr Spezialkliniken auf dem Land zu erhalten wegen der langen Wege und Überkapazitäten in der Großstadt abzubauen.

Übrigens: Die Behandlungsqualität ist auch wegen des Bürokratieberges schlecht, weil der Arzt mehr Schreibkram hat als zeit für den Patienten zu beraten uns zu untersuchen. Bürokratieabbau würde daher fast automatisch ohne zusätzlíche Kosten die Qualität erhöhen und Behandlungsfehler vermeiden. (weil dann eher die richtige Diagnose gestellt wird)

Dazu sagt Lauterbach nix. Und vor allem sagt er nix dazu wie er Bürokratie reduzieren will. Das ist nicht glaubwürdig. Kein Wunder dass dann wähler zur AFD gehen. Und die Kriminellen die Lauterbach entführen wollten, sind, soweit ich weiß, AFD nah gesesen.

Das heißt nicht dass ich entführungen gut heiße aber Lauterbach ist ein stück weit Mitschuld. Er hat nicht überzeugt sondern einfach alle überrumpelt.

Das geht nicht und erzeugt Wut…

Man kann nicht gegen den Wähler regieren. Dann passiert so was. Den dämlichen Fehler macht die Politik derzeit sehr oft. Das verschenkt Stimmen an Radikale Parteien.

Man hüte sich vor dieser dämlichen Dummheit die da herrscht!

Meine Meinug dazu begründe ich mit dem kurz angerissenen Beispielen.

Aus den genannten Gründen bringt ein AFD Verbot nix. Dann wird nur eine neue Radikale Partei entstehen… wenn die Politik unglaubwürdig ist und sozial viele Menschen abhängt.

Es gibt in Deutschland eine Möglichkeit, Parteien zu verbieten … Warum also nicht, wenn dies eine akut drohende Gefahr mit abwenden hilft …
Allerdings ist die Hürde des Nachweises - völlig zu Recht - ziemlich hoch, wie der 2te Versuch, die NPD zu verbieten, zeigt - dazu gehört nämlich nicht nur der Nachweis der Verfassungsfeindlichkeit - sondern eben u.a. auch, ob die Gruppierung Demokratie gefährdend ist …
Da ist die AFD, denke ich - noch - ein Grenzfall …
Allerdings hätte ein Verbotsantrag - selbst wenn er aus diesem Grund scheitert - den großen Vorteil, dass öffentlich ganz klar wird, wie sehr neben den „Hochglanzversprechen“ für diejenigen, die sich derzeit leider blenden lassen, die Gefahr tatsächlich ist - und da geht es dann nicht nur um leicht abschmetternde „unglückliche“ Zitate, sondern um ganz konkrete gesellschaftszerstörende Strukturen! …
Natürlich ist richtig, dass damit der Faschismus aus den Köpfen verschwindet, und sich gegebenenfalls eine neue Bahn bricht - er dürfte allerdings tatsächlich in der deutlichen Minderheit sein - und was den Kampf gegen „Mitläufer“ angeht - da haben wir es mit einer generellen Frage zu tun - warum freuen wir uns über jeden Mitläufer der Grünen (der/die streng genommen genauso wenig hilfreich bei uns ist), und echauffieren uns gegen die der Konkurrenz - hier messen wir wieder mal mit 2erlei Maß und unterscheiden in „gute“ und „schlechte“ Mitläufer…
Wichtig wäre hier m.E. eine Bildungspolitik, die ein solches Sozialverhalten generell infrage stellt - das gilt dann natürlich auch für viele andere gesellschaftlichen Bereiche, egal, ob Freundeskreis, Fußballverein oder Clique … („Mitlaufen ohne Nachzudenken - das kann nicht gut sein - auch nicht für eine gute Sache“ (zit. K.Wecker „Willy1“)

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Na ja, ich habe die Diskussion nur mal angestoßen.

Klar behauptet der AFD Sprecher das, sonst wäre es praktisch die Kündigung seines Jobs… Mag sein dass das rechtlich vielleicht sogar zutrifft, das weiß ich nicht genau, bin kein Jurist.

Aber auf jedem Fall bringt das Gesellschaftlich im Moment nix. Die nicht Radiaklen Parteien müsse nzuerst besser überzeugen sonst bringt das nix. Ggf ist ein Verbot dannnauch überflüsig.

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Zumindest macht diese Analyse eine schnelle Runde und geht gerade durch sämtliche Medien.

Auf Facebook war gestern der Bär los.

Björn Höcke darf jetzt nicht nur als Faschist, sondern auch als Nazi betitelt werden.

Ein Thüringer Gericht kam zu dem Ergebnis, dass „die Antragsteller in ausreichendem Umfang glaubhaft gemacht“ hätten, dass „ihr Werturteil nicht aus der Luft gegriffen“ sei, sondern „auf einer überprüfbaren Tatsachengrundlage beruhe“.
Es wurde „eine offene Übernahme von faschistischen, rassistischen, antisemitischen und geschichtsrevisionistischen Aussagen des deutschen Nationalsozialismus“ festgestellt. „Im Hinblick auf die geschichtliche Entwicklung in Deutschland (…) haben diese Bezeichnungen“ (damit ist „Faschist“ zu sein gemeint) „darüber hinaus den Inhalt, dass der damit bedachte politische Gegner in die Nähe des Nationalsozialismus und ihm damit gleichgestellt wird“.

Mit anderen Worten: Höcke ist nicht nur ein Faschist, sondern auch ein Nationalsozialist.

Die Möglichkeit des Verbots der AfD rückt immer näher und die Rufe werden lauter.

Nur müsste man den Mut haben, dies auch zu beantragen, bevor es zu spät ist.

Auf Facebook gefunden:

Was, wenn in der CDU ein Nazi ist?

Kann man die dann auch verbieten?

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Na ja, noch kann man die CDU nicht mit einer nationalistischen Partei vergleichen.

CDU-Vize Jung distanziert sich von Merz’ Angriff auf die Grünen

Sind es nun die Grünen? Oder ist es die SPD? Oder doch die AfD? Die CDU streitet darüber, von welcher Partei sie sich am deutlichsten abgrenzen soll, um Wählende zu gewinnen. Nun rüffelt CDU-Vize Jung seinen Parteichef.

Dies sagt aber mehr:

Mir ging es nur darum, ob die Beteiligung einzelner Nazis in einer Partzei ein Verbotsgrund ist.

Über Nazis in der CDU wird ja nicht so viel gesprochen, aber mir hat es damals die Augen geöffnet als ich nach Ostdeutschland gezogen bin und dort mit den Leuten geredet habe, die dort aufgewachsen sind. In der DDR wurde natürlich im Rahmen der Hetze gegen die BRD und der Rechtfertigung des „antifaschistischen Schutzwalls“ ständig über Nazis in der Politik gesprochen, und Einiges stimmte dann tatsächlich.
Nach dem 2. Weltkrieg haben viele Nazis eine politische Heimat in der CDU gefunden.

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Ich möchte diese Zitate von AfD-Mitgliedern hier nicht zitieren:

Leben diese noch?

Keine Ahnung, mir ging es nur darum, dass das in meiner Jugend nicht öffentlich diskutiert wurde als sie in der Bundesrepublik politisch aktiv waren.

Hätte man damals die CDU deswegen verbieten können, hätte mir das gefallen.

Wir leben aber jetzt und nicht in den Zeiten nach dem 2. Weltkrieg.

Bundeszentrale für politische Bildung: AfD-Wahl ist kein Protest

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, warnt davor, die Wahl der AfD als Protest zu begreifen. Man dürfe das Problem auch nicht als ostdeutsch abtun. Wähler wollten genau diese Partei.

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/bundeszentrale-fuer-politische-bildung-afd-wahl-ist-kein-protest,TipRmey?fbclid=IwAR1SvEfN9DWzl8Zq0ehE1tNsFf0evWhRkeKap6cuTqR6bvUjwkzhW1P6fWU

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man glatt darüber lachen:

Jetzt dreht die AfD völlig am Rad: Die Partei will nun die liebsten Fast-Food-Speisen der Deutschen aus dem Land werfen.
Die Partei, die laut aktuellen Umfragen jeder Fünfte wählen würde, will so etwas wie ein Döner- und Pizza-Verbot in Deutschland.

AfD-Spitzenpolitiker wettert gegen Döner in Deutschland

Beim Pfalztreffen der AfD posaunte Alexander Jungbluth gegen ausländische Esskultur in Deutschland. Der Politiker ist Spitzenkandidat bei den kommenden Europawahlen der AfD in Rheinland-Pfalz. Aus seiner Sicht beißt ein echter Deutscher wohl nicht in fremdländische Speisen – maximal wohl nur im Urlaub.

Noch ist Deutschland bunt!