das ist sicher richtig, aber Du spekulierst dann doch sehr wild über diese Pläne.
Ich bin schon nicht sicher, wie planvoll Trump wirklich vorgeht.
Aber unterstellen wir das mal.
Ja, klar. Es gibt niemand anderen, der einen Hegenomieanspruch erheben kann.
Das ist m.E. ein militärisches Denken aus de Zeiten der Panzerarmeen.
Russland wird China nicht „landseitig“ in die Zange nehmen.
Überhaupt glaube ich nicht, dass über die Hegemonie militärisch entschieden werden wird.
Eher technologisch und wirtschaftlich. Militärisch werden beide Seiten soviel Abschreckungspotential besitzen, dass sich ein klassischer Krieg verbietet.
Wenn es Turmp darum ginge, dass Russland China militärisch angreift, müsste er de Krieg schnell beenden, bevor die Russen ihr Land und ihre Armee in diesem Krieg völlig heruntergewirtschaftet haben. Die Folgen des Krieges und der Sanktionen werden Russland in den nächsten 10-20 Jahren brutal treffen.
wie gesagt, das glaube ich nicht.
Was genau stellst Du dir vor?
Dass die USA mit 500.000 Mann in Tianjin landen und auf Peking vorrücken, während die Russen von Irkutsk aus über die Mongolei vorstoßen??
Militärsch ist ein Konflikt nur in/bei/um Taiwan denkbar.
Aber egal, wie der ausgeht, er wird keines der beiden Ländern (USA, China) seine Stellung als Weltmacht kosten.
das ist m.E. eine überholte Denkweise und auch sachlich nicht plausibel.
Meinst Du wirklich, dass die USA und China in Grönland einen Krieg beginnen, und -selbst wenn- dass der sich dann auf Grönland beschränken wird?
Ich weiß nicht …
Nein. Das wäre m.E. die riskanteste, untauglichste und teuerste Variante.
Wichtig ist die Wirtschaftskraft und die technologische Überlegenheit, militärisch reicht ein Patt (= ausreichend Atomwaffen und Flugzeugträger).
Wie sollen die USA China besiegen?
Peking mit Panzern erobern?
Atombomben auf Shanghai?
Flächenbombardements auf Guangdong?
Und dann einen Versailler Vertrag mit strengen Auflagen für die Rüstung?
Das funktioniert nicht.
Man kann zwar nicht ausschließen, dass Teile der Trump-Regierung oder seiner Wähler so denken, aber es wäre Wahnsinn.
Die USA können Peking nur auf dem 2. Platz halten, wenn sie sich mit der EU, Südamerika, Japan, und den wichtigen asiatischen (Indonesien, Taiwan, Südkorea, xx?) und afrikanischen Staaten (Südafrika, Nigeria, xx?) wirtschaftlich-politisch verbünden und innerhalb dieser Gruppe Freihandel und abgestimmte Wirtschaftspolitik betreiben.
Indien ist die große Unbekannte, aber es ist zu groß, um sich mit der Rolle als Helfer der USA zufrieden zu geben.
De Frage ist, ob und wann es wieder eine US-Regierung geben wird, die begreift, dass sie gegen China Partner und Verbündete braucht.
Eine Weile können die USA alleine den 1. Platz wohl noch verteidigen, aber mehr als 5 Jahre gebe ich ihnen nicht mehr.
China ist zu groß und technologisch zu weit fortgeschritten.
Die USA werden ihre Haltung umso eher ändern und die EU als Verbündete sehen, je früher die EU militärisch und wirtschaftlich unabhängig wird. Niemand braucht einen Verbündeten, der nix will und nix kann und nur Geld kostet.
Das ist einer der Machthebel des „Westens“, und da treffen sich die Interessen Chinas und der USA.
Nein. Putin ist die Fliege im Netz Chinas.
Er regiert ein Land, das in jeder Hinsicht bankrott ist und dessen Zustand mit jedem Kriegstag schlechter und hoffnungsloser wird. Egal wie der Krieg ausgeht, die Russen werden ihn bitter bereuen.
Ja, aber nicht, was das Verhältnis zu Russland und irgendwelche „Achsen“ angeht, sondern ideologisch-politisch.
Die Mehrheit der Amerikaner sieht in den europäischen Ländern immer noch die natürlichen Verbündeten der USA, weil wir im Grunde dieselben Werte teilen.
Das ist Trumps und MAGAs Problem.
Praktisch ist die EU doch relativ macht- und harmlos. Wie sollen wir Trump an irgendwas hindern, was er erreichen will?
Aber politisch und „ideologisch“ stehen wir (mehrheitlich? noch?) auf der Seite seiner innenpolitischen Gegner. D.h. es besteht aus Trumps Sicht die Gefahr, dass die Demokraten sich bei nächster Gelegenheit wieder an Europa und seinen Werten orientieren (weg von der Autokratie, wieder hin zu internationalen Verträgen und Organisationen usw).
Deswegen will er Europa „unterwandern“, indem er die AfD und ähnliche Parteien unterstützt.