Das jeder der ein Handy dabei hat per default seine Standortdaten an Google oder Apple weiter gibt dürfte ja allgemein bekannt sein.
Doch das gilt auch für andere Technikbereiche:
Rolläden
Ich habe Rolläden von velux an meinen Dachfenstern mit Solarpanelen. Dadurch musste keine Stromleitung durch die Dachhaut verlegt werden. Funktioniert sehr gut.
Da nun diese Rollläden nur als Hitzeschutz im Sommer installiert wurden, wollte ich die auch automatisch steuern und hatte auch eine Kontrolleinheit für mein WLAN mit gekauft. Ich musste dann aber feststellen, das das überhaupt keine lokale Lösung war: Als erstes sollte man eine Verbindung zum Smart-Home Server von velux herstellen. Es mag Menschen geben, die gern von Ibiza aus ihre Rolläden steuern wollen. Für mich ist das nur ein Sicherheitsrisiko und ein Wartungsrisiko.
Solaranlagen
Photovoltaik auf dem Dach, 10 KWh Speicher im Keller, doch die Überwachung des ganzen geht nur über Server von Huawei (dem Hersteller des Speichers). Auch hier Huawai und andere Hersteller finden es bestimmt toll überall auf der Welt Daten über die Performance von Solaranlagen und Speicher zu sammeln.
Aber warum können meine Daten nicht in meinem Keller bleiben?
Hörgeräte
Das gute Hörgeräte heute ein App haben, um die Einstellungen über Bluetooth anzupassen ist nicht verwunderlich. Das die Ortung aber auch GPS gestützt geht, fand ich dann doch ziemlich schräg.
Heutzutage sind viele gängige Hörgeräte drahtlos mit Smartphone-Apps verbunden, die eine „Find My Hearing Aid“-Funktion enthalten. Wenn Sie diese Funktion aktiviert haben, können Sie den Standort Ihrer Hörgeräte auf einer Karte lokalisieren. Damit diese Apps funktionieren, muss die Funktion „Standortdienste“ auf Ihrem Telefon oder Tablet aktiviert sein. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, wie Sie das machen!
(Quelle)
D.h. ich nutze dieses Feature und muss dafür meinen Standort jederzeit mit Google und dem Hörgerätehersteller teilen?
Warum stört so etwas heute niemanden mehr?