Wann sollte ich ein neues Auto kaufen?

Die gleiche Frage tritt bezüglich des Maschinenparks in jedem Unternehmen auf. Deshalb hat die BWL schon lange Verfahren zur Bestimmung des optimalen Zeitpunkts entwickelt. Da gehen zig Faktoren ein wie z.B. zu erwartende Reparaturkosten, Preisentwicklung, Kosten des Austauschs, Kosten eines Ausfalls usw. usf.
Das ist für den Hausgebrauch zu kompliziert.

Eine einfache Näherungslösung für Privatleute ist: Wenn die Verschleißreparaturen pro Jahr den Wertverlust (nicht die steuerlichen Abschreibungen) des neuen Autos übersteigen (werden), ist es so weit.

Da der Wertverlust von Neuwagen im ersten Jahr ganz besonders hoch ist, wäre das eine unüberwindliche Hürde. Also mittelt man die Zahlen über ein paar Jahre. Gleichzeitig folgt daraus, dass der Ersatz durch einen 3j Gebrauchtwagen wesentlich früher ansteht als der Ersatz durch einen Neuwagen.

Ein noch einfacherer Ansatz: In Deutschland hält das durchschnittliche Auto 17 Jahre. Ein paar gefühlte Zu- und Abschläge für Jahresfahrleistung, spezifische Reparaturanfälligkeit des Automodells etc, und man liegt ganz gut im Zielkorridor.

Das sind Methoden für den ökonomisch optimalen Zeitpunkt. Der ökologisch optimale Zeitpunkt kann davon abweichen. Die Methoden zu dessen Bestimmung wären ähnlich, nur wäre dabei z.B. der Wertverlust irrelevant und die Reparaturkosten würden nicht mit Geld, sondern mit dem CO2-Ausstoß der Ersatzteile bewertet. Eine solche Analyse ist mir allerdings noch nicht untergekommen.

Das kann frühestens nach 15 Jahren der Fall sein, oder?

Den sogenannten Wertverlust in den ersten Jahren habe ich noch nie als solchen betrachtet. Solange das Auto fährt und TÜV hat, ist alles gut. Wer sollte sonst überhaupt noch gebrauchte Autos kaufen?

Gute Idee!
Es gibt dann auch noch viele andere Atome und Moleküle, die man in die Bewertung einbeziehen kann.

Das macht aber die Versicherung im Falle eines Diebstahls oder Totalschadens. Oder der Gebrauchtwagenmarkt bei einem Notverkauf.

Ja, weiß ich.
Klar regelt der Markt den Preis. Es gibt halt in Deutschland viele Leute, denen ein makelloses Auto sehr wichtig ist, deshalb sinken sie so schnell im Wert.

Das ist doch irgendwie aus dem Kontext gerissen.
Wo ist die Frage ursprünglich aufgetaucht?

Unter dem OP kannst Du sehen, wohin er verlinkt wurde.

Weil mir dieses Thema gerade aufgefallen ist: Mein aktuelles E-Auto fahre ich seit 9 Jahren und es gibt nach wie vor kaum notwendige Reparaturen. Der Akku hat etwas nachgelassen, reicht uns aber noch bequem aus.

So wie es jetzt läuft, werde ich evtl. irgendwann einen neuen Akku kaufen und bei dem Auto noch 10 Jahre bleiben. Tipp: In einer Autowerkstatt würde ich jetzt keine Lehre mehr beginnen. :slight_smile:

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Tesla ist mittlerweile eh peinlich.

Und irgendwie habe ich gedacht, die Dinger halten länger.
Habe mir aber nie wirklich Gedanken darüber gemacht

Also kaufen wir immer dann ein neues Auto wenn das alte peinlich wird?

Ich dachte, immer dann, wenn der Aschenbecher voll ist :wink:

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Eure beiden genannten Gründe sind - auch wenn sie noch so stichhaltig sind - nur zwei von vielen Gründen.
Vor allem prüfen wir vor dem Kauf eines neuen Autos, ob wir überhaupt noch ein Auto brauchen.
Das mit der Wirtschaftlichkeit ist durchaus ein interessanter Gedanke - ich weiß noch nicht, in wieweit ich das völlig richtig finde - ich habe das gerade (auch wenn ichkein Auto habe) an anderen Geräten bemerkt - Ich bin gerade dabei, einige Haushaltsgeräte zu ersetzen - bei der Gelegenheit ist mir aufgeallen, dass der Austausch der alten Geräte (mitlerweile über 20 Jahre alt und damit älter als z.T. meine Kinder) sich alleine deswegen schon „rechnet“, weil der Stromverbrauch deutlich geringer ist als der der alten - das ist definitiv ein Abwägungskriterium - alerdings steht neben dem Energieverbrauch natürlich auch der Herstellungsprozess im Fokus - wann - und das gilt natürlich auch für das heir diskutierte Aute - ist der Herstellungsprozess eines neuen Autos oder jeden anderen Geräts, mit all seinen Ressourcen- und Energieverbrauchen - gerechfertigt?
Eines der Argumente gegene die E-Autos war mal, dass die Batterieherstellung so Ressourcen- und Energieaufwändigsein soll, dass sich das Fahrzeug erst nach 100.000 KM Fahrleistung „rechnet“, wobei viele Autos diese Marke auch in ihrem Lebenszyklus knacken.
Ich kann die Frage leider nicht in voller gänze beantworten, und war bislang davona usgegangen, dass es in jedem Fall Ressourcen- und auch geldbeutelschonend währe, wenn möglich beim Altgerät zu bleiben - aber ich bekomme da zunehmend Zweifel.

Auf jeden Fall…
Das lässt sich leicht testen, wenn man das Auto mal für ein paar Monate stehen lässt und so lange versucht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Mietwagen klar zu kommen. Danach geht man dann entweder auf dem Zahnfleisch oder fühlt sich befreit…

So sehr ich Dir wieder einmal recht gebe - wie viele Leute kennst Du, die das so machen?

Ich kenne inzwischen tatsächlich einen, der das so gemacht hat, als er in Rente ging - und das auch nur (nach eigenem Bekunden), weil es finanziell eine Befreiung (in Deinem Sinne) für seine Rente war - nicht etwa, weil er wirklich zu dem Schluss kam, es de facto nicht mehr zu „brauchen“ (wie immer: nicht repräsentativ - wahrscheinlich kenne ich einfach nur die „falschen“ Leute :thinking:

Aber selbstkritisch muss ich zugeben, dass dass vielleicht wieder mal nur die falsche Frage ist, die ich da stelle - denn wenn es um die Frage (im Existenziellen) geht, was man „de facto“ wirklich braucht, so ist das bei jedem von uns (natürlich auch bei mir) nur ein Bruchteil dessen, was wir so im Alltag verwenden/„brauchen“.

Ich selbst nehme gelegentlich einen Anlauf, aber meistens endet er damit, dass ich froh bin, das Auto zu haben.
Gerade jetzt aktuell in den letzten beiden Wochen: Ich hatte die kurzfristige Aufforderung bekommen, den Dachboden der Wohnung, in der ich als Kind gelebt habe, frei zu räumen, damit dort die obere Geschossdecke gedämmt werden kann (was ich mir zwar schon lange gewünscht hatte, was aber jetzt doch etwas plötzlich kam). Nun kann man zwar sagen, das könnte auch ein Entrümpelungsdienst machen, aber erstens müsste der dann ja auch mit dem Auto kommen, und zweitens waren dort noch Kunstwerke aus meiner Kindergarten- und Schulzeit und andere Sentimentalitäten, die ich einem solchen Service nur ungern überlassen hätte.
Danach im Trainingslager kam die Gruppe vorbildlichst mit dem Zug, konnte aber nicht mit dem Zug zuück, weil sich die meisten ein Noro-Virus eingefangen hatten, welches man den Mitreisenden nicht zumuten wollte, so dass dann doch wieder die Eltern kommen und ihre Kinder mit Autos abholen mussten.
Da war ich dann doch froh, dass ich mein Auto schon dort hatte.

Freunde vom mir haben einen Tesla gekauft, bevor er peinlich wurde. Und nun sitzen sie da. Auto sollte eine dauerhafte Investition sein und nun ist es ein Stigma. Trump und Musk statt Nachhaltigkeit ist nun die Botschaft.

An dem Auto selbst hat sich eigentlich nichts geändert.
Entweder es ist nachhaltig oder nicht.

Ich kann mich aber auch an ein ähnliches Dilemma erinnern als der Inhaber der Birkenstock-Sandalen-Firma die Republikaner finanziell unterstützt hat. :slightly_smiling_face:
Seitdem boomen die Nachbauten.

Nee, das Patent ist ausgelaufen. Sozusagen

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