Warum ist es gut, unzivilisiert miteinander zu diskutieren?

Ich würde weniger personenbasiert und mehr regelbasiert entscheiden.

Die Regeln würde ich mit allen Mitgliedern ausarbeiten, die daran Interesse haben, nicht alleine, und auch nicht in einer Arbeitsgruppe mit Nicht-Vereinsmitgliedern.

Ich würde sie so präsentieren, dass alle user sie leicht sehen können, und dass sie sich im Vorfeld darauf einrichten können, was genau bei Regelverstößen passiert, auch, ob es Verwarnungen gibt oder nicht.

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ist also ein Kriterium zivilisierter Moderation ..?
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das gemeinsame Ausarbeiten von Regeln
und
Transparenz über die Regeln
sind Kriterien zivilisierter Moderation?

Ist eigentlich Off Topic. Ich habe nur hier geantwortet, weil du hier gefragt hast.

Es hat nichts mit Zivilisation oder Unzivilisiertheit zu tun, sondern mit Verlässlichkeit und Gerechtigkeit.

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das ist aber nur ein sehr verkürzter Teil des Satzes.

D-K 53: πόλεμος πάντων μὲν πατήρ ἐστι, πάντων δὲ βασιλεύς, καὶ τοὺς μὲν θεοὺς ἔδειξε τοὺς δὲ ἀνθρώπους, τοῦς μὲν δούλους ἐποίησε τοὺς δὲ ἐλευθέρους.

„Krieg ist Vater von allen, König von allen. Die einen macht er zu Göttern, die anderen zu Menschen, die einen zu Sklaven, die anderen zu Freien.“

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der abgekürzte Satz ist der „Spruch“ in GR, an den man sich errinnert
(passte eher zur Länge von per aspera ad astra :wink: )

Dass du das nicht weißt? Die Rüstungsindustrie natürlich.

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Hut ab, das war ein Brüller :slight_smile:

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Nicht alle wollen konfrontativ diskutieren, nicht alle schöpfen aus einer Konfrontation neue Einsichten.

Daher können viele hier im Forum schreiben, die eine andere Arten der Auseinandersetzung mit neuen Ideen haben, die aber ebenfalls zu neuen Einsichten führen.

Eine déformation professionelle mag bei vielen von uns eine Rolle spielen, so dass wir bestimmte Wege bevorzugen. Das merke ich auch bei mir. Wobei die Profession auch zum Temperament passend gewählt wird, so wie das spezielle Temperament dort auch gebraucht wird. Das ist eine Form der Vielfalt hier und macht es so spannend.

Von meiner Anwältin kenne ich es, dass sie Schreiben der Gegenseite Abschnitt für Abschnitt durchgegangen ist und sie schrittweise widerlegt hat. Auch scheinen mir viele juristische Fragen für eine solche systematische Vorgehensweise gut geeignet zu sein: Tatbestand, Voraussetzungen usw. @lawandorder , du kannst sicher viel dazu sagen.

Ich kenne aus meinem Beruf verschiedene Arten der Gesprächsführung, die jeweils passend gewählt werden. Sie sind alle dazu gedacht, ein Umdenken zu fördern.
Es gibt konfrontatives Vorgehen, motivationale Gesprächsführung, empathisches Zuhören, Validierung, einfach Klartext oder Information, uvm, und das in verschiedenen settings (alleine, Paargespräch, Familie ..) und verschiedenen Phasen. Auch dieser Hintergrund führt zu einer déformation professionelle bei mir.

Bei mir führen diese Unterschiede dazu, dass ich mich manchmal kaum an Diskussionen beteiligen kann, obwohl sie mich sehr interessieren und ich es gerne möchte.
Das liegt aber nicht an scharfen Formulierungen, sondern am Verlauf. Die Argumente schwingen hin und her, während ich eher eine Landschaft vor mir sehe, in der das Thema liegt. Manchmal habe ich sehr viel gelesen, kann aber die vielen Zusammenhänge, die ich im Kopf habe, kaum unterbringen. Schwupp ist die Diskussion schon ein paar Argumente weiter, dreht sich im Kreis oder fällt zurück. Ein paar off-topics kann ich dabei gut lesen, sie können einer Diskussion auch die Schwere nehmen.

Gemeinsam eine thematische Landschaft abzuschreiten kann sehr spannend sein und viel Spaß machen. Es ist spielerisch und wird von Neugier angetrieben.
Sich mit Argumenten gegenüber zu stehen und sich zu messen, kann allerdings auch genussvoll sein. Es hat was von Jagd. Und das ist ein Instinkt, den ich auch habe :wink:

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Waidmannsheil

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Kennst du auch noch die Gesprächstechniken aus deiner Zeit als Naturwissenschaftlerin?

Das wären die, die ich hier im Forum bevorzugen würde, vermutlich ist das bei mir auch eine

Hier noch ein paar Infos zu diesem Phänomen:Déformation Professionnelle: Beruf verändert Charakter

wirklich? den hast Du uns bis jetzt aber weitgehend vorenthalten :slight_smile:

dass nicht alle wollen, ist klar.

Beim zweiten Halbsatz bin ich nicht so sicher.
Man lernt gerade in einer sehr unangenehmen Konfrontation immer etwas über sich selber.
Worauf reagiere ich? wie reagiere ich?
reagiere ich „richtig“? haben meine Reaktionen den gewünschten Erfolg?
wie gehe ich mit den Emotionen um, eigenen und fremden?
bringe ich meine Argumente verständlich vor?
wer versteht meine Argumente, wer nicht? warum nicht?
wo bin ich irrational?
wo stoße ich an meine Grenzen? intellektuell, rhetorisch, gefühlsmäßig, von der Ausdauer her?
gibt es Dinge, mit denen ich nicht umgehen kann?
kann ich lernen, damit umzugehen?
gibt es Menschen, mit denen ich bisher „falsch“ kommuniziert habe?
gibt es Menschen, die ich bisher falsch verstanden oder denen ich Unrecht getan habe?
wo habe ich mich geirrt?
was habe ich nicht verstanden?

Wer sich diese Fragen stellt, wird in einem Streit immer etwas lernen.
Er muss nur bei sich selber ansetzen, nicht beim Gegenüber.
Wenn man nur dem anderen die Schuld für alles gibt und sich zum Opfer erklärt, verbaut man sich den Lerneffekt.

Das lese ich mal als wohldosierten Hinweis auf meinen Beruf :slight_smile:
Natürlich verändert es einen Menschen, wenn er 30 Jahre als Anwalt arbeitet.
Ich zB bin von meinem Naturell her ein eher friedlicher, wenig aggressiver Mensch.
Als Anwalt habe ich aber gelernt (lernen müssen), mit Streit und Aggression umzugehen.
es gehört zum Handwerkszeug und auch zum Leben dazu.
Ich empfinde es als positiv, dass ich das gelernt habe.
Die Gefahr dabei ist natürlich, dass man Streit auch im Privatleben für normal hält und damit die Leute vor den Kopf stößt.
Diesen Effekt bemerke ich gelegentlich bei mir, allerdings nicht im wirklich Privaten (mit Freunden und Familie), sondern im „halb-Privaten“, wie zB hier im Forum oder in der Parteiarbeit.
Da habe ich keine Lust, irgendwas schönzureden oder unter den Teppich zu kehren.
Wenn es mich stört, spreche ich es an.
Zuerst freundlich, bei Bedarf aber auch unfreundlich.
Ist das eine „déformation professionelle“?
Ich empfinde es nicht so, aber Deine Einschätzung würde mich interessieren.

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Wenn dich die Einschätzung genau einer Person interessiert, warum fragst du sie das nicht in einer PN?

Ansonsten bekommst du auch die Einschätzungen dejenigen, die du nicht gefragt hast.

Von mir zum Beispiel: Du bist absolut parteiisch und manipulativ, und das muss ein Rechtsanwalt ja auch sein, um erfolgreich zu sein.

was bedeutet das? für wen ergreife ich Partei?
und ist es unzulässig oder schlecht, „parteiisch“ zu sein?
Wenn ja, warum?

Bist Du unparteiisch?

verwechselst Du vielleicht manipulieren mit argumentieren?

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Im Streit zwischen @Binnen_un_Buten und @WitzelJo hast du eindeutig Partei für @Binnen_un_Buten ergriffen. Besser hätte ich gefunden, wenn du zwischen ihnen vermittelt hättest, so dass sie zukünftig gegenseitig mehr Rücksicht auf einander nehmen würden.

In diesem Fall ja, weil ich beide verstehen kann.

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wenn deine Selbstbeschreibung oben „objektiv“ stimmt, dann bis du das Beispiel par excellence für die déformation professionelle, wobei wenn du sagst

es dann eher eine „Verstärkung durch Bestätigung“ sein kann, denn
vermutlich passte deine Charakter(an)lage sowieso dazu -
also zu deinem Beruf - sodass ein Unterschied als Resultat des Berufs nicht unbedingt wahrgenommen wird, eben weil es keinen großen Unterschied zu davor gibt, ohne den Berufseinfluss

auch wenn sie im Alltag nicht so zum Vorschein kam, vor dem Beruf

aber scheint keine tragische Auswirkung für dein Selbstbewusstsein zu haben, das Ganze, eher das Gegenteil, insofern…
wäre vielleicht noch in-topic hier anzumerken,
dass dies eben für eine einladende Grund-Willkommenshaltung für den Aufbau eines öffentlichen Forums nicht so passend sei :wink:
wenn der Streit-Modus gleich so nahe an den Fingern liegt

Darf ich fragen, was deine déformation professionelle ist?

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Mich würde interessieren, was und wie er hätte vermitteln können?
Inhaltlich? Emotional?

Ich bin ihm sehr dankbar für jede Vermittlung. Von jeder Vermittlung habe ich sehr profitiert.

Er ist fair, klug und geht viel souveräner mit den Anschnauzereien um als ich.

@WitzelJo hat bis heute weder auf mein noch auf unser Angebot reagiert.

Was also schlägst du @lawandorder noch vor?

Ich hatte ja auch angeboten, eine Videokonferenz mit euch zu moderieren. Darauf ist @WitzelJo eingegangen, du aber nicht.

Vielleicht, dass er an der Videokonferenz teilnimmt, wenn das für dich ein Anreiz ist?

und deswegen bin ich „absolut parteiisch“?
und weil du dich in dem fall rausgehalten hast, bist du unparteiisch?
bisschen dünn.

und woher weißt du, ob ich nicht parallel etliche PN mit beiden ausgetauscht habe?

und wieso muss ich überhaupt unparteiisch sein? @witzelJo brauchte angesichts der machtverhältnisse in dem fall keine unterstützung, @binnen_un_buten schon.
darf ich mir nicht aussuchen, wen oder was ich unterstütze?
der vorwurf ist insgesamt merkwürdig.

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Ich hatte gerade geschrieben, dass ich beiden eine Videokonferenz angeboten hatte.