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HERRLICH !!!
Du sagst es, Genau so war’s.
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HERRLICH !!!
Du sagst es, Genau so war’s.
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Ist wohl anzunehmen.
Und ich vermute (nach Deinem obigen Beitrag
), ich sollte mich - in weiser Erkenntnis meiner eigenen eher bescheidenen, begrenzten Kenntnisse auf diesem Gebiet - mit Dir da auch lieber nicht auf eine intensive und streitige Debatte einlassen.
Aber vielleicht wäre der folgende Beitrag aus der ARD-Mediathek und der dortigen Sendereihe „Reschke Fernsehen“ (Sendung vom 19.03.26 - Dauer 30 Minuten) was für Dich.
Reschke Fernsehen: Hey ChatGPT, lass die Wirtschaft …
Ich hoffe, ich habe es korrekt „verlinken“ können, andernfalls bist Du sicher versiert genug, die Sendung selber im Internet zu finden.
Ich fand sie nicht nur amüsant, sondern auch sehr informativ.
Eben. Und das ist halt das Gute an einer inzwischen auch schon ziemlich großen Partei (bundesweit jetzt mit weiter steigender Tendenz über 180 Tsd. Mitglieder) wie den Grünen: Du findest praktisch auf allen Ebenen (so jedenfalls mein Eindruck hier in Niedersachsen) fachlich kompetente Mitglieder zu fast allen politischen und gesellschaftlichen Themen. Mit der Kompetenz häufig aus eigener beruflicher Befassung.
Nachteil der großen Mitgliederzahl: Ein beinahe unausweichlicher Trend zur Oligarchisierung, jedenfalls auf allen Ebenen oberhalb der kommunalen. Spielt jetzt bei der innerparteilichen Debatte über eine neue Satzung auch eine Rolle. Aber das ist ein eigenes Thema.
Deine gesamte Sichtweise durchzieht eine offenbar tief sitzende Skepsis gegenüber der tatsächlichen Mündigkeit (oder der Fähigkeit dazu) einer großen Zahl unserer Mitbürger(innen).
Ich kann - leider - dieser pessimistischen, man könnte auch sagen defätistischen, Sichtweise noch nicht einmal aus voller Überzeugung widersprechen.
Und ja, Du hast recht
Demokratie braucht informierte (und das setzt voraus gebildete) Bürger/innen.
Aber das Folgende ist dann doch ziemlich widersprüchlich
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Aber dann:
oder
Ich sehe die Auswirkungen der über die Digitalisierung ermöglichten sog. „sozialen Medien“ auch sehr kritisch.
Ja, was denn nun ![]()
Und diese Aussage fand ich bemerkenswert:
Was meinst Du mit „unsere eigene“?
Lese ich da eventuell eine (unbewusste / uneingestandene) Identifizierung mit grüner Politik heraus?
Dann solltest Du Deine parteipolitische Verortung noch mal überdenken.
Auch wenn wir hier in diesem Forum längst nicht immer in allen Punkten zueinander widerspruchsfrei und auf einer Linie argumentieren - wir können „mitdenkende Einzelkämpfer“ (oder meinetwegen auch „mitkämpfende Einzeldenker“) wie Dich bei den Grünen gerade in den ostdeutschen Ländern, wo wir im Vergleich zum „Westen“ halt personell doch noch etwas schwach auf der Brust sind, gut gebrauchen.
Denk’ mal drüber nach …
Nachtrag: Eine prominente frühere Politikerin der Piraten, Marina Weisband, ist diesen Weg auch schon gegangen. Seit längerem Mitglied der Grünen.
Nach meinem Eindruck eine unserer intelligentesten Mitglieder.
Lucas Partei, die FPA, hatte schon immer Umweltschutz als Thema. Er arbeitete nach dem Studium bei einem Windkraftanlagenbauer. Ich habe mich mit Strohbau beschäftigt und die FPA hat mein Konzept einer ländlich gelegenen modularen Serienproduktion für Ballungsgebiete mit einem Video unterstützt. Gebracht hat es nichts.
Digitalisierung und Politik muss kein Widerspruch sein. Ich konnte nicht immer zu den Parteitagen fahren. Also haben wir viele Themen online gemacht. Aber: KI kam hier nicht zum Einsatz. Es waren echte Meinungen von echten Menschen. Wie damals bei den Piraten. Nur die haben ältere weniger erfahrene Mitglieder nicht abgeholt. Also blieben die Nerds unter sich.
Grüne Politik? Aktiv gestalten? Nein… ich nicht mehr. Ich gebe eher noch Denkanstösse oder eine Meinung aus einer anderen Perspektive. Ich beziehe mich meist auf meine Fachgebiete… Bei den Piraten war ich im Sozialsquad… habe Bürgerfragenstunden zum Thema ALG II gemacht und bin bei den Mitläufern auch zu den Jobcentern mitgegangen, bis ich bei einem Jobcenter Hausverbot hatte und ich anschließend die Polizei im Hause hatte.
Ab und zu gebe ich meine Gedanken auch zu militärischen Fragen… das war es dann auch schon. Dann noch die Hilfe für Ukrainer. Ich hatte in meinem alten Haus nach und nach 21 Ukrainer bei mir aufgenommen. Da die meisten jetzt auf eigenen Beinen stehen, hat auch das abgenommen.
Ich muss mich voll auf meine eigenen Bedürfnisse konzentrieren. Wie komme ich ab Montag zu meiner neuen Arbeit mit einem teilweise defekten Auto… wie sehen die Alternativen aus…
Das sind die Fragen, die mich beschäftigen.
Wer in Umweltschutz sich Gedanken macht, muss kein Grüner sein,
Warum ist das eigentlich unausweichlich?
Ich selbst habe z.B. erlebt wie jemand, der unbedingt seinen Job als Referent der Landtagsfraktion behalten wollte, im Auftrag einer Abgeordneten Intrigen im Kreisverband gesponnen hat, mit üblem Ausgang. Ich vermute sogar, dass er dies während seiner Arbeitszeit getan hat und dadurch natürlich viele mehr Zeit hatte als die Ehrenamtler, die er bekämpft hat.
Was ich inzwischen so mitbekommen habe, ist das gar nicht so ungewöhnlich bei den Grünen, und bei den anderen Parteien schon lange.
Wie kann man das unterbinden?
Werde ich bei nächster Gelegenheit machen. Danke.
Ich werde gerne auf Eure Beiträge zurück kommen. Allerdings erst in ein paar Tagen.
Bin ab morgen für 3 Tage in Potsdam. Ein ehemaliger politischer Weggefährte aus Jungdemokraten-Zeiten feiert seinen 70-sten (Ja, auch Jungdemokraten werden irgendwann unweigerlich älter
). Da wir Potsdam noch nicht kennen, verbinden wir das Angenehme (Geburtstagsfeier) mit dem Nützlichen (2 Tage Potsdam erkunden).
Also, bis später.
Viel Spaß und schöne Tage. ![]()
Wie versprochen, komme ich jetzt auf Deinen Beitrag zurück.
Vorab: Hohen Respekt für Deine verschiedenen privaten und gesellschaftlichen Engagements.
Da kann ich nicht wirklich mithalten. Ich habe mich zeitlebens immer auf meine Arbeit in und für die Parteien konzentriert, in denen ich jeweils Mitglied war. Und das mit ganzer Kraft. Da blieb nicht viel Zeit für andere „social activities“. Gut, ich war und bin ordentlich zahlendes / spendendes Mitglied in (m)einer Gewerkschaft und zahlreichen humanitären, sozialen und Umweltorganisationen. Dort aber allenfalls mal sporadisch persönlich aktiv.
Aber eine lebendige Demokratie braucht wohl auch Beides: Engagierte Mitglieder in den Parteien und engagierte Bürger/innen in den diversen gesellschaftlichen Bereichen. Insofern ergänzen wir uns vielleicht ganz gut.
O.k., stimmt. Und dass sich auch andere politische Gruppierungen darüber Gedanken machen
ist ja grundsätzlich auch zu begrüßen.
Aber strategisch gibt es da vermutlich zwei sehr
entgegengesetzte Herangehensweisen:
Bei der einen verteilen sich die umwelt- und klimapolitisch engagierten Leute auf möglichst viele (alle) politischen Gruppierungen, „sickern“ dort ein und bringen ihre Vorstellungen zum Tragen.
Man könnte das auch mit einem Bibel-Zitat unterfüttern: „Ihr sollt das Salz der Erde sein“
Kann aber zu dem Ergebnis führen, dass sie dort zwar für die jeweiligen Mehrheiten unbequemer „Stachel im Fleisch“ aber insgesamt politisch weitgehend erfolglos sind.
M.E. ganz gut am Beispiel CDU/CSU zu beobachten. Auch dort gibt es entsprechend motivierte Mitglieder. Entscheidend bewegen können sie aber nichts, dienen der Mehrheit nur als nützliche Lockvögel, um klimabewusste Wähler/innen dazu zu verleiten, ihre Stimmen an eine Partei zu verschwenden, die dann das Kernanliegen dieser Menschen doch wieder in den Hintergrund rückt.
Der Befund für die SPD mag in Nuancen etwas positiver ausfallen, aber nicht generell anders.
Die entgegengesetzte Strategie ist die einer „grünen“ Partei. Möglichst alle entsprechenden Stimmen für eine ökologische Kraft zu sammeln, um sie dann gebündelt mit aller Wucht politisch zur Wirkung zu bringen.
Und da kommen dann auch die diversen Kleinparteien in den Fokus. Gerade solche, die ebenfalls Umwelt- und Klimaschutz auf der Agenda haben. Auch sie führen ja zu einer politischen Zersplitterung der ökologischen Bewegung. Umso mehr, wenn sie auch noch permanent unterhalb der für die parlamentarische Wirkungsmacht entscheidenden 5 %-Klausel bleiben. +++)
Und das gilt dann halt auch für Deine FPA.
Nebenbei: Mit der Bezeichnung
kann ich inhaltlich noch weniger anfangen, als mit Deiner zwischenzeitlichen „Partei des Fortschritts“ (PdF)
Welche Allianz? Von wem? Für wen? Gegen wen?
Und was soll das sein „Frei-Parlamentarisch“?
Frei und parlamentarisch? Oder frei vom Parlament?
Klingt ja alles zunächst mal sehr bedeutungsschwanger, aber irgendwie auch gleichzeitig Alles und Nichts sagend.
Böse ausgedrückt: Beinahe schwurbelnd.
+++) Nachtrag:
Zur Ehrlichkeit gehört natürlich das Eingeständnis, dass bei einer Konzentration aller Öko-Kräfte auf eine Partei diese dann (wenn sie nicht gerade die absolute Mehrheit erringt) kaum Ansprechpartner in den anderen Parteien (den erforderlichen Koalitionspartnern) findet. Dann ist es eine reine Machtfrage, ob man sich mit seinen Inhalten gegen die durchsetzen kann.
Dabei helfen einem dann aber „grüne“ Teile in politisch irrelevanten Splittergruppen auch nicht weiter. Eher im Gegenteil.
Vielleicht solltest Du Deinen (leichten?) Hang zum politischen Sektierertum doch noch mal selbstkritisch hinterfragen.
Das
wäre allemal sinnvoller.
Gute Frage. Vielleicht ist es ja auch nicht wirklich „unausweichlich“. Und die eigentliche Frage ist
Fakt ist jedenfalls erst mal, je zahlenmässig größer eine Organisation wird, desto schwieriger wird schon rein organisatorisch die tatsächliche Beteiligung aller Mitglieder an den Entscheidungsprozessen. Allemal an den alltäglichen.
Wir haben jetzt hier im Stadtverband (SV) Hannover nach neuesten Zahlen gut 2.500 Mitglieder (ich war bis jetzt von „nur“ 1.800 ausgegangen). Der Stadtverband ist - wie gesagt - organisationsrechtlich nichts weiter als ein Ortsverband (ein geradezu voluminös großer) des Kreisverbandes (KV) Hannover (Stadt und Umland = Region erfassend). Dieser KV müsste dann jetzt weit über 3.000 (wahrscheinlich nahe an 4.000) Mitglieder umfassen.
Aber bleiben wir beim SV. Dort entscheiden Mitgliederversammlungen (MV’en). Beschlussfähig waren die früher, wenn mindestens 5 % der Mitglieder anwesend waren. Dieses Quorum hat man jetzt in einer Satzungsänderung auf 4 % abgesenkt. Das wären dann jetzt rd. 100 anwesende Mitglieder. Selbst wenn wir diese Zahl in den letzten MV’en mit über 140 stimmberechtigten Anwesenden jeweils locker erreicht und überschritten haben, entscheiden da doch nur eine kleine Zahl von aktiven Mitgliedern über den Kurs der Partei. Zumal im Laufe einer Versammlung die Zahl der Anwesenden regelmäßig nach und nach sinkt. Man könnte dann natürlich Antrag auf Überprüfung / Feststellung der (fortbestehenden) Beschlussfähigkeit stellen. Macht aber (bisher) keiner. Schon deshalb nicht, weil die inhaltliche Einigkeit unter den Anwesenden regelmäßig groß genug ist, dass sich keine Minderheit verleitet sieht, auf dieses Instrument zurück zu greifen. Ob diese am Ende weniger als 140 Mitglieder aber wirklich die Mehrheitsmeinung der restlichen 2.400 Mitglieder repräsentieren, ist zumindest mal hinterfragungswürdig.
In unserer Stadtteilgruppe (SG) beteiligen sich jedenfalls regelmäßig so zwischen 15 bis 20 (oft sogar bis zu gut 25) Mitglieder an den örtlichen MV’en. Bei wahrscheinlich inzwischen auch gut über 100 Mitgliedern in der SG ein deutlich höherer Prozentsatz. Von denen sieht man allerdings auf SV-MV’en selten mehr als 5 bis max. 10 Leute.
(Einschub: Die SG’en sind eher informelle Zusammenschlüsse der Mitglieder in den einzelnen Stadtteilen, unterhalb der Orga-Ebene „Stadtverband“ = Ortsverband Hannover. Hier werden allerdings zahlreiche praktische und politische Aufgaben auf örtlicher Ebene erledigt).
Ich hatte ziemlich bald nach meinem Eintritt 2019 mal den Antrag gestellt, in den SG’en Delegierte für die SV-Ebene wählen zu lassen. Analog zu dem mir vertrauten System in der damals noch deutlich größeren Hannoverschen SPD. Ob dann auf den SV-Delegierten-Versammlungen wirklich mehr Leute anwesend gewesen wären, als jetzt, mag durchaus zweifelhaft sein. Aber die hätten sich jeweils auf das Votum der Mehrheit in ihren SG’en stützen können und diese so repräsentiert.
Der Antrag wurde abgelehnt. Ungeachtet dessen, dass nach diesem Vorschlag auch sonstige Mitglieder, die nicht als Delegierte ihrer SG gewählt worden waren, Teilnahme-, Rede- und Antragsrecht hätten haben sollen (nur kein Recht zur Abstimmung, das wäre natürlich den gewählten Delegierten vorbehalten geblieben). Stattdessen wurde - s.o. - das Quorum für die Beschlussfähigkeit der MV’en „vorsorglich“ von 5 auf 4 % abgesenkt.
Was ist nun wirklich „basisdemokratischer“ …?
Den politischen Kurs der Grünen in Hannover lenken nach meinem Eindruck formell wie informell sicher mehr als nur die 5 gewählten Mitglieder des SV-Vorstandes. Dazu kommen insbesondere zahlreiche Mandatsträger/innen aus dem Stadtrat und den darunter liegenden Stadtbezirksräten. Sowie natürlich unser grüner OB. Insgesamt nach meiner Schätzung ein Kreis von mindestens ebenfalls rd. 150 Leuten. Der große Rest sind deutlich weniger einflussreiche „Mitläufer/innen“.
Das kann man m.E. durchaus als „Oligarchisierung“ der Entscheidungsmöglichkeiten beschreiben.
Gut, ist bei den anderen Parteien - wie ich teilweise aus langjähriger eigener Erfahrung weiß - auch nicht anders, eher noch deutlich ausgeprägter.
Und da ich mit dem Kurs der Hannoverschen Grünen beinahe nahtlos übereinstimme, „leide“ ich an diesem Widerspruch zum „basisdemokratischen“ Anspruch der Grünen nur sehr theoretisch.
Wie man ihn allerdings wirklich auflösen könnte, dazu ist mir bisher auch noch nicht viel Brauchbares eingefallen. ![]()
Da hast du Glück!
Wenn der Stadtverband seinen Bereich im Discourse-Forum nutzen würde, könnten auch Mitglieder mit diskutieren und mit abstimmen, die nicht zu den Sitzungen kommen.
das liegt nicht an Dir.
Basisdemokratie ist ein Schlagwort-Placebo, mit dem die Mitglieder einer großen Organisation vermittelt bekommen sollen, dass ihre Meinung wichtig ist, obwohl die offensichtlichen Fakten dagegen sprechen.
Sobald man das Prinzip ernst nimmt, wird die Organisation ineffizient bis hin zur Handlungsunfähigkeit.
Kennst Du eine Organisation mit mehr als 100.000 Mitgliedern, die basisdemokratisch organisiert ist und funktioniert? Mit 10.000? Mit 1.000?
mit Schwurbeln hat das Ganze nichts zu tun.
Es ist einfach ein anderer Weg, den wir auf einem Wahlplakat mal mit folgenden Slogans wie folgt beschrieben:
1.: Transparenz statt Hinterzimmer (Haben wir liebend gerne immer neben das Plakat von Phillip Amthor aufgehängt)
2.: Projekte statt Parolen
3.: Wähl mal anders, wähl mal besser…
Diese zwei haben gerne neben AfD Plakaten zum Einsatz gebracht.
Als es um die Verwendung des Rostocker Hafens ging, hat ein Parteimitglied, der Ingenieur bei der hiesigen Werft war, versucht, Herrn Habeck von der Notwendigkeit des Erhaltes in einem Stück zu überzeugen. Hintergrund: die Umspannwerke für Offshore Windkraftanlagen müssen auch offshore installiert werden. Weltweit gibt es nur drei Hersteller für solche Anlagen. Eine in Asien, eine in Spanien und eine in Rostock. Wenn wir nicht fähig sind, eigene Umspannwerke zu bauen, werden wir wieder abhängig von anderen. Der Grund ist, weil man zum Bau solcher Anlagen immens viel Platz braucht.
Habeck hat zwar zugehört, jedoch nichts unternommen. Das Werftgelände wurde zerstückelt. Deutschland hat wieder eine gute wirtschaftliche Funktion verloren.
Vielleicht findest du ja Zeit, heute um 21:45 bei Frau Miosga reinzusehen.
Thema: Demokratie retten. Da ist Frau Schwesig anwesend und Luca Piwodda.
Da wird es dann auch um den Umgang mit der AfD gehen und warum etablierte Parteien im ländlichen Raum absent sind.
Ich kann es leider nicht ansehen, da ich mit der Renovierung in Verzug bin und immer noch keinen TV Anschluss gebastelt habe.
Die neue Arbeit in der Psychiatrie ist anstrengender als ich dachte…
Ich werde halt nicht mehr jünger…
Hatte ich eh’ auf dem Schirm und habe ich mir angesehen.
Was die Positionen von Luca P. angeht, jetzt kaum schlauer als vorher.
Liegt aber ganz sicher nicht an Luca, sondern an einer geradezu „unterirdischen“ Moderation von Frau Miosga. Offenbar miserabel vorbereitet. Fing schon damit an, dass sie Gartz gleich eingangs als „Gratz“ bezeichnete (na, ja, vielleicht nur ein lässlicher Versprecher?). Aber dann ließ sie ihn kaum zu Wort kommen. Gerade mal ein etwas längeres zusammenhängendes Statement zur strikt sachpolitischen Ausrichtung seiner Arbeit als Bürgermeister und zur entsprechenden Zusammenarbeit mit der AfD im Stadtrat. Eine weitere Vertiefung? Fehlanzeige. O.k., einen sachlichen Vorschlag für die Bundesebene konnte Luca noch unterbringen: Eigenständige Vertretung der Kommunen im Bundesrat (statt - wie bis jetzt - immer nur indirekt über die jeweiligen Länder). Auch nach meiner Auffassung durchaus vernünftig, allerdings auch nicht völlig neu. Wird schon seit vielen Jahren von Kommunalpolitikern aus fast allen Parteien gefordert. Ansonsten saß Euer Luca da wohl nur als Staffage und als (in der Anmoderation quasi auch so vorgestellter) „personalisierter Vorwurf“ an die SPD, warum jemand mit seiner „sozialdemokratischen Familiengeschichte“ sich nicht in der SPD engagiert.
Ganz überwiegend - gefühlt zu rd. 80 % - kam Manuela Schwesig zu Wort, dabei zunächst immer wieder an entscheidenden Stellen von Miosga unterbrochen (eine offenbar beruflich bedingte Unsitte vieler Moderatoren - lasst die Leute doch mal den einen oder anderen Gedanken ungehindert zusammenhängend formulieren), dann aber nicht gehindert, bereits vorgetragene Argumente (v.a. zum Thema AfD) immer wieder in beinahe „sturzbachartigen“ Wortkaskaden zu wiederholen. Erkenntnisgewinn aus meiner Sicht Null-Komma-Irgendwas.
Erspar’ Dir das nachträgliche Ansehen der Sendung. Du verpasst nix und ärgerst Dich nur.
Und noch was: Wenn man Luca schon nicht nur als Bürgermeister von Gartz ankündigt (und untertitelt). sondern auch als „Partei des Fortschritts“, dann würde man als interessierter Zuschauer vielleicht doch auch ein bisschen was zu deren Positionen hören wollen. Wurde aber von Miosga nicht ein einziges Mal auch nur angetippt (und Euer Luca ist wohl noch nicht „Profi“ genug, dazu von sich aus was einzubringen).
Gut, ich will nicht zu hämisch klingen, vielleicht war Frau Miosga ja der Auffassung, wen interessiert schon bundesweit diese „Kleinstpartei“. Kann man ja so sehen. Aber dann verzichte ich doch konsequenter Weise auf eine Benennung dieses „unwichtigen“ Details. So wie ja auch andere Eigenschaften von Luca - etwa die Schuhgröße - unerwähnt blieben.
Ich will mir jetzt nicht die AfD-Polemik von der „Lügenpresse“ zu eigen machen, ganz bestimmt nicht. Aber etwas mehr handwerkliche Sauberkeit bei unseren Journalisten würde ich mir an der einen oder anderen Stelle schon gelegentlich wünschen. Die heutige Sendung war so eine Stelle.
Nur beiläufig:
Zu dem von Dir geschilderten Vorgang kann ich mangels Kenntnis nichts sagen. Auf den ersten Blick klingt Deine Kritik vernünftig. Aber wie heißt es so schön: „Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede - man muss sie hören alle beede“.
(Beitrag vom Verfasser gelöscht)
…sehe ich bereits auf KV-Ebene (bei mir mit >1500 Mitgliedern)
Bei der Aufstellung der der Kandidatenliste für die Bezirksverordneten-Versammlung (entspr. Kommunalparlament in Berlin) gab es selbst bei den Spitzenplätzen nie mehr als knapp 80 abgegebene Stimmen pro Wahlgang und die Reihung der Kandidaten war vor vorab in kleinerem Kreis ‚verhandelt‘ worden und Gegenkandidaturen gab es für die aussichtsreichen Plätze auf der Liste auch nicht.
Das Gerede von Basisdemokratie ist ziemlich hohl.
Erstmal: du Glücklicher!!!
Danke für Deine durchaus erhellenden Zahlen.
Berlin ist natürlich eine numerisch andere Liga (Landesebene: rd. 17000 Mitglieder).
Die KVen sind bei uns die unterste Org.-Ebene, die Delegierte zu Landesparteitagen (Landesdelegiertenversammlung) entsenden kann. Auf KV-Ebene entscheiden Mitgliederversammlungen, interessanterweise enthält unsere KV-Satzung überhaupt kein Quorum für Mitgliederversammlungen.
Theoretisch (nach Satzung) könnte man in Berlin auch eine Landesmitgliederversammlung durchführen. Dazu bräuchte man 15% der Mitgliedschaft. Das ist vor gut 4 Wochen grandios gescheitert: statt der nötigen rd. 2600 waren nur rd. 950 anwesend.
Also machte man eine LDK (rd. 160 Delegierte) und die stimmte eine zuvor nach wochenlangen ‚Flügel-Deals‘ sorgfältig ‚kuratierte‘ Liste der Kandidaten ab.
Fast alle ‚sichereren‘ Plätze gingen ohne Gegenkandidaten durch und die ‚Realos‘ wurden ziemlich abgewatscht.
Ich traue mir keine zahlenmäßige Schätzung der ‚einflussreichen‘ Mitglieder in Berlin zu (Landesvorstand, Abgeordnete im Landesparlament (+Mitarbeiter), Bezirksstadträte, Bezirksverordnete, 12 Kreisvorstände…da kommt einiges zusammen), deine Schätzung für Hannover von rd. 5% halte ich für Berlin zu hoch.
Neben der hier wohl stärkeren ‚Oligarchisierungs‘-Tendenz haben wir leider auch eine massive Spaltung in 2 Flügel: die ‚Linke‘ dominiert, die ‚Realos‘ sind (gefühlt) zwar die numerische Mehrheit (unter Berücksichtigung der Demografie und den sozialen Strukturunterschieden zwischen Innenstadt und Außenbezirken) aber politisch unsortiert und eher inaktiv.
Insofern ‚leide‘ ich unter dem Widerspruch zum basisdemokratischen Anspruch durchaus - wohl wissend, dass bei Organisationen dieser Größenordnungen ‚Basisdemokratie‘ illusionär ist.
Es wäre ehrlicher, wenn die Grünen die Fiktion von ‚Basisdemokratie‘ nicht mehr wie ein Monstranz umhertragen würden.