Wo siehst Du - wenn Du denn die Frage, ob die BRD eine Demokratie ist, mit „nein“ beantwortest - Problemfelder, die Dich die Frage verneinen lassen? Und was müsste man wie verändern, damit (wieder?!) eine Demokratie (auch nach Deinem Verständnis) daraus wird?
Hier weis ich nicht so recht wo ich anfangen soll, denn die Punkte sind vielfältig.
5 % “Hürde” - ein Anachronismus
Fraktionszwang - Abweichler werden, eingenordet. - Eine Pervertierung des an und für sich positiven Gedankens der Bündelung und Stukturierung formaler Prozesse.
“Koalitonsverträge” - Debatten sind weitestgehend nur noch Show.
’Das “Ergebnis” steht im vornherhein über die “Koaltionsverträge” fest. Für Abweichler die das “nur dem eigenen Gewissen verpflchtet” für sich in Anspruch nehmen gilt 2.
In einer Demokratie sollte das Souverän
das letzte Wort haben, zumindest bei Richtungsentscheiden.
nicht nur fassadendemokratische Alibirechte wie Petitionen haben
Echte Entscheidungsmöglichkeiten haben die weit über das Ankreuzen von Papierzetteln alle vier Jahre hinausgehen. Die Schweiz macht es diesbezüglich seit langer Zeit vor auch wenn die Prozesse dort zugegebener maßen auch in die Jahre gekommen sind, Mängel haben z.B. fehlen agiler, zeitgemäßer Prozesse. Stichwort Papierzetteldemokratie
…
…
uvm.
Für alle die sich ehrlich mit dem Thema auseinander setzen möchten eingangs die Frage:
Was kennzeichnet eine ehrliche, zeitgemäße Demokratie?
Wenn es hierzu eine halbwegs ordentliche Sammlung gibt, dann kann man einen Abgleich machen zwischen Soll und Ist-Zustand und im Anschluss überlegen wo und wie man schrittweise aus der “Demokratie” der Dampflokomotivenzeit, zu einer zeitgemäßen Demokratie kommen kann.
Danach tauchen dann Fragen auf wie z.B. was ist für das Update erforderlich? - Wem darf man die Gestaltung wesentlicher Veränderungsprozesse überantworten uvm.
Du sagst, dass wir keine Demokratie sind/haben.
Nenne doch mal zu Beginn Deine Kriterien für eine „ehrliche“ Demokratie.
Ich kann jetzt die üblichen Kriterien aus Wikipedia abschreiben, aber das kann jeder, und das wird Dir wahrscheinlich nicht weiterhelfen.
Was meine Kriterien sind habe ich bereits auszugsweise skizziert. Siehe Punkt 1 bis 5.
Für Einsteiger in die Denkwelt mehr Demokratie (vgl. Willy Brandt, Regierungserklärung 1969) lege ich die Prozesse wie sie in der Schweiz etabliert sind, nahe. Aber auch mit der Schweizer Demokratie bin ich nicht zufrieden, denn diese gehört auch auf den Stand der Zeit gebracht, sprich um digitale Verfahren ergänzt.
Aber was ist deine persönliche Antwort auf die Frage:
Was kennzeichnet eine ehrliche, zeitgemäße Demokratie?
Der Kern hat sich seit der Dampflokomotivenzeit nicht wirklich geändert und das obwohl die Welt, die Gesellschaft, die Prozesse sich in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens weiter entwickelt haben. - Nur bei der Demokratie gibt es Stillstand bzw. sogar eklaten Rückschritt, was aber wiederum ein anderes Thema wäre.
5% vermeidet Zersplitterung, die tendenziell zu instabilerer Politik führt. Damit keine Stimmen verloren gehen vielleicht noch die Einführung einer Sekundärstimme, falls die Primärstimme keine 5% erreicht.
Fraktionszwang dient dazu „Erpresser“ auszubremsen. In den USA gibt es eben diese Kuhhändel, daß irgendein Unsinn in ein Gesetz kommt, weil noch eine Stimme unbedingt gebraucht wird. Ansonsten kann wenn es sich nicht nur um vereinzelte Abweichler handelt, der Fraktionszwang ausgesetzt werden.
Koalitionsverträge legen auch nicht Alles bis auf das letzte Komma fest. Sie geben eine gewisse Richtung vor, sind aber teilweise das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben stehen.
Bundesweite Volksentscheide würde ich befürworten. So basisdemokratisch sind die Grünen ja mal angetreten.
Vor einer Weile war ich bei einer Veranstaltung zur schweizer Demokratie. Auf dem Podium waren auch mehrere Schweizer. Also wenn ein Volksentscheid erfolgreich war, heißt das in der Schweiz auch noch lange nicht, daß es umgesetzt wird.
Und die Moral von der Geschicht? Ich denke Manches was dem hehren Gedanken einer „ehrlichen“ Demokratie folgt, wie von dir formuliert, könnte in der Praxis viel Sand ins Getriebe der realen Politik werfen.
Wenn wir aber eine “repräsentative” Demokratie sein wollen, wie ist dann damit umzugehen dass regelmäßig rund 10 % derer die überhaupt noch zur “Wahl” gehen unter den Tisch fallen, weil sie an der Hürde scheitern? (Wobei die 10 % garantiert noch viel höher wären, gäbe es das extrem demokratiefeindliche Ausleseverfahren mit Papierzettelunterschriften für die Unterstützerunterschriften nicht . Denn viele Parteien kommen erst gar nicht auf den Zettel, z.B. weil viele nicht einer unbekannten Person gegenüber ihre ihre Anschrift mitteilen wollen.
Die 5 % führen vielleicht zu “instabilerer” Politik. - Aber mir ist agile Politik, fallweise Mehrheiten in der Sache besorgen müssen lieber als stabile Absprachepolitik die durch die 5 % Hürde in Kombination mit anderweitiger massiver Benachteiligung von Kleinparteien befördert wird. Ein bisschen “instabilere” Poltik statt Absprachedemokratie und vor allem mehr ehrliche Repräsentanz in den Parlamenten wäre ein Schritt richtung “repräsentativer” Demokratie, so man bei diesem Modell bleiben möchte.
Im Grundgesetz Artikel 38 Absatz 1 Satz 2 ist geregelt dass Abgeordnete NUR ihrem Gewissen unterworfen sind. - Aber es ist ja beileibe nicht der einzige Artikel des GG der konsequenzlos mit Füßen getreten wird. Funktionelle Vorteile der Fraktionen (Antragrecht, Sprecherfunktionen, ….) erkenne ich übrigens an.
Stimmt. - Dennoch sollte die Debatte offen sein. Im Grundgesetz steht nicht dass Deutschland eine Absprachedemokratie ist in der es legitim ist dass Absprachegerecht andere Positionen, egal was die Debatte oder die Ausschussarbeit hergibt, regelmäßig und systematisch überstimmt werden weil es halt so “vereinbart” ist. Fallweise Mehrheiten, anhand ehrlicher Debatten, agil, statt Absprachedemokratie!
Was dort aber umgesetzt wird sind
Referenden bei Verfassungsänderungen, obligatorisch übrigens!
ALLE Parlamentsparteien sind wie selbstverständlich in der Regierung vertreten
auch die Kleinen
Es gibt KEIN Thema über das das Schweizer Volk nicht entscheiden kann. - Hier gibt es 16 x verschiedene Hürden (Stichwort Gleichbehandlungsgrundsatz) und zig Ausnahmen. Über Finanzfragen darf zum Beispiel das Hamburger Stimmvolk nicht entscheiden. - Das ist, neben diversen anderen Punkten explizit ausgeschlossen
Ein eklatantes Beispiel für unsere Fassadendemokratie ist die “Wahl” des Bundespräsidenten und immer wenn ich Herrn Steinmeier sehe, muss ich daran denken wann und wie er das erste Mal ins Amt kam, wie die Medien sich verhielten und ich Stelle die Frage ob das Amt als ganzes noch Zeitgemäß ist. Für die Millionen die es kostet gibt es bestimmt sinnvollere und ehrlich demokraische Verwendungsmöglichkeiten.
Fassadendemokratie am Beispiel der “Wahl” des Bundespräsidenten.
Der Bundespräsident, Herr Steinmeier wurde gewählt am 12. Februar 2017. Taggleich, während wir zusehen durften, ob Steinmeier oder Steinmeier gewählt wird, das Ergebnis stand ja schon vor der „Wahl“ fest, wurde im Nachbarland, der Schweiz, über ein paar „Kleinigkeiten“ abgestimmt. Das VOLK stimmte ab über:
1. Die Finanzierung und den Betrieb derer überregionaler Straßen
(Wen’s interessiert, für die Suchmaschine, Fond für Nationalstraßen und Agglomerationsverkehr (NAF)). Da dieses kleine Thema für die Schweizer Bürger aber vielleicht noch zu einfach war, haben sie am selben Tag noch abstimmen dürfen über:
2. Die Unternehmenssteuerreform III, wie mit den Steuerpräferenzen für ausländische Gesellschaften um zu gehen . .
3. die erleichterte Einbürgerung
(Es ging darum ob ab der Dritten statt erst ab der fünften Generation dies möglich sein soll.)
Tja, das Schweizer Bergvolk. Sie müssen nicht abstimmen, aber sie dürfen!
Und auch wenn die Wahlbeteiligung im Quartal, frei aus dem Gedächtnis, so bei 50 - 60 % liegt, übers Jahr hin stimmen über 90 % der Schweizerinnen und Schweizer mindesteins einmal im Jahr ab. - Und das über INHALTE und nicht über Wahlversprecher die nach der Wahl teils eklatant ihre Versprechen konterkarieren. - Stichwort Münchhausenkartell auch im Umlauf unter dem euphemistischen Begriff. “Stabile Koalition”.
Wen ein Thema den Schweizer nicht interessiert, wenn er sich sagt, das ist mir zu hoch, der muss nicht abstimmen.
Aber als hier Steinmeier oder Steinmeier “gewählt” wurde, von in der Früh bis in die Nacht von ARD und ZDF medial bestens betreut, schwieg sich die Tagesschau zum Geschehen in der Schweiz aus. – Blos niemand aufwecken wie Demokratie noch laufen könnte?!
Was an diesem Tag in der Tagesschau kam war Fußball: Freiburg spielte gegen Köln! Na, wenn das mal nicht wichtiger ist als die gelebte Demokratie in unserem Nachbarland. Die Schweiz wurde im Staats-TV an diesem Tag erwähnt aber nicht mit den Fragen über die Abgestimmt wurde sondern die Meldung lautete: “Der Schweizer Lyriker Kurt Marti starb.”
Tja, zwischen Fussball und Galashow einer Bundespräsidenten”wahl”, da schlummert das Bewusstsein wie schlecht es um den Zustand der Demokratie hierzulande bestellt ist….,
ich habe den Verdacht, dass wir alle hier relevanten Punkte schon mal behandelt haben.
inkl. der falschen Vorstellung, dass repräsentative Demokratie bedeutet, dass die Zusammensetzung des BT die Zusammensetzung der Bevölkerung widerspiegeln muss.
da sind viele negativaussagen dabei, bei denen man nicht erkennen kann, was positiv gewollt ist.
du bist gegen koalitionsverträge.
aber was bedeutet das?
wie wird eine regierung gebildet?
werden koalitionsverträge verboten? was passiert, wenn die parteien doch absprachen treffen? ist das dann strafbar?
gibt es noch parteien? der beschluss eines parteiprogramms ist auch eine bindung der mitglieder und abgeordneten.
und meine Lieblingsfrage in dem zusammenhang:
ist die unterwerfung eines abgeordneten unter einen koalitionsvertrag oder den fraktionszwang nicht ausdruck seines freien willens? er könnte sich auch anders entscheiden …
Ja, dieser Punkt wurde schon mal angerissen. - Ergebnislos. Kein Konsens.
Überzeichnete Ansprüche in ein Extrem rechtfertigen nicht eklatantes nicht-repräsentieren und schon gar nicht die diversen Inhaltichen Punkte.
Es liefert auch keine Antwort auf die Eingangsfrage.
Ich bin gegen undemokratische Absprachekartelle in politischen Fragen die Plenardebatten zur Showveranstaltung machen. - Funktionelle Absprachen ja, aber so wie es gelebt wird ist es oft eine Show. Eine Show die über 1 Mrd Euro kostet..Wenn das Ergebnis faktisch bereits zu beginn feststeht, das Drehbuch steht dann kann man sich das sparen. Es ist eine Show und keine Demokratie.
z.B. wie in der Schweiz. ALLE Parteien sind dort in der Regierung.
Was ich vermisse sind Antworten auf die themengebende Frage in diesem Strang oder etwas wie man die “Wahl” des Bundespräsidenten noch als superduperdemokratisch rechtfertigen kann wenn man genau sieht was für eine Eliten-absprache-Show das doch ist Vor allem wenn man gleichzeitig vors Auge geführt wird wie es besser geht.. - Ich meine es war auf ZDF dort wurden sogar die Frisuren kommentiert hat. GEHTS NOCH ?!?!?! - Und der Weglassjournalismus des STAATS-TVs agiert komplizenhaft. Wie oben geschrieben, man darf nicht erfahren was sonst noch geschah an dem Tag. - Man muss sich die Themen mal ansehen über die DORT und VOM VOLK (!) entschieden wurde. …… .
An einem Ausspruch von Herbert Wehner wird klar wie lange das Grundgesetz “nur dem eigenen Gewissen verpflichtet” schon mit Füßen getreten wird. Er hat einem Parteikollegen der diesen Satz bei einem “unerwünschen” Abstimmungsverhalten zitiert hat entgegnet: “Dann lassen Sie sich das nächste mal von Ihrem Gewissen aufstellen!”
Fassadendemokratie ….
Die Demokratie braucht ein Update. - Ein großes Update!
ist das wirklich so? ich weiß es nicht.
hast Du mal einen Link?
und was soll das? was ist der Grund dafür?
gibt es da also keine Opposition?
wie wird diese Regierung gebildet?
wer entschiedet über den Kanzler oder Präsidenten?
hat diese Regierung einen Vertrag ? ein Programm?
wer beschließt das Programm?
mir ist nicht klar, wie das funktioniert.
diese Beurteilung setzt voraus, dass du weißt, wie eine „echte“ Demokratie aussieht.
Ich kann vor allem erkennen, was Du nicht willst, aber wie Deine Alternative praktisch funktioniert, sehe ich noch nicht.
Siehe meine Fragen zum Koalitionsvertrag
Ja. Es ist halt keine GroKo-Demokratie aus SVP und SP.
Der Bundesrat ist, wenn auch beileibe nicht perfekt demokratisch, doch zumindest ehrlicher als bei uns das Regierunskabinett zusammengesetzt.
Die Liberalen, die Mitte, die Grüne Partei, die Grünen Liberalen und die Eidgenössisch-Demokratische Union sind mit dabei. - Ja, sogar die Grüne Liberale als kleinste Partei darf mitspielen. - GANZ ANDERS als bei uns in der Dampflokomorivenzeitdemokratie, in der Kartelle als “stabile Regierung” hochstilisiert werden.
Das Konkordanzsystem, die kollektive Regierungsführung aller Parteien stellt eine weitaus bessere politische Repräsentation sicher als winw SPD-/Grünen oder SPD-CDU-CSU-Demokratie
Entscheidungen müssen in einem weiteren Konsens getroffen werden. -FILZ, Kartelle und demokratiefeindliche Absprachen sind schwieriger weil mehr Interessen berücksichtigt werden müssen. Dies fördert den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Parteie
Wichtiger ist aber wie ich finde dass durch die Einbeziehung aller wichtigen politischen Akteure die politische Stabilität gefördert und extremen politischen Wechseln mehr vorbeugt als dies in der Absprachedemokratie BRD der Fall ist.
Das System sorgt dafür, dass die mehr politische Strömungen und Regionen der Schweiz in der Regierung vertreten sind, was die Akzeptanz der politischen Entscheidungen erhöht.
Das Konkordanzsystem ist ein zentrales Element der schweizerischen Demokratie, das auf Zusammenarbeit und Ausgleich abzielt, um ein stabiles und harmonisches politisches Umfeld zu schaffen. - Aber die vom Staats-TV und anderen Superdupermedien geprägte Gesellschaft ist mittlerweile in eine Dummheit oder Ignoranz oder Regierungshörigkeit abgeglitten dass man alle Hoffnung aufgeben möchte weil das was wir hier haben als “Demokratie” angesehen wird so wie die SED-hörigen die DDR als “Demokratisch” angesehen haben….
“Koaltitionsvertrag” steht nicht im Grundgesetz, genauso wenig wie politische Kartellbildung und systematisiertes überstimmen aller Stimmen jenseits der 50 Prozent dort steht. - Mehrheitsprinzip als gottgleiche Vorgabe? - Ehrlich konsensorientierte Verfahren, konzeptionell tief verankerte Synthesen von Positionen? - Nix - Null .….. und wenn doch sind die Prozesse KORRUMPIERT. Das diesbezüglich widerwärtige Agieren der Altparteienkartelle gegenüber der AfD spricht Bände.
Im GG steht dass Abgeordnete ausschließlich (“!) dem eigenen Gewissen verpflichtet sind und nicht irgendwelchen Abspracheverträgen zur Ausgrenzung, dem Ignorieren und Stigmatisieren von Millionen und abermillionen Bürgern und damit meine ich ganz sicher nicht nur die AfD und deren Wähler.
Nebenbei. Als geschäftsführendes Vorstandsmitlied einer “Sonstigen” Partei bin ich kein Verfechter der Positionen der AfD. - Ich bin für MEHR Demokratie. Für ehrliche und redliche und ZEITGEMÄSSE Demokratie…. aber hier ist man offenbar unfähig oder unwillig sich zu outen was zu einer zeitgemäßen (!) Demokratie überhaupt gehört oder gehören sollte….
Das ist eine Art und Weise, in der ich nicht über unsere Demokratie diskutieren will. Es gibt Schwächen, die mich sorgen, und viele zeigen diese Schwächen auf: Journalisten, Wissenschaftler, NGOs wie lobbycontrol oder finanzwende uä, und auch viele Politiker sind sehr sehr aufmerksam und offen für Kritik.
Aber unsere Demokratie in dieser Wese abzuwerten führt zu einer Verstärkung der antidemokratischen Kräfte, selbst wenn man es nicht beabsichtigt.
Unsere Demokratie hat sich geschichtlich entwickelt, und die Regeln entstammen den Erfahrungen, die in schweren Zeiten gemacht wurden. Man kann eine Demokratie nicht auf dem Reißbrett entwerfen, sie ist immer ein Spiegel der Vergangenheit und der Wünsche, Hoffnungen und Ängste ihrer Bürger. Wer sie verbessern will, dem bleibt kein anderer Weg als über die Lebensverhältnisse, Gedanken und Gefühle ihrer Bürger und über die Verbesserung ihres Zusammenlebens.
Wer die Verfahren rund um das überhaupt wählbar sein “dürfen” fair beleuchtet, der muss zwangsläufig dazu kommen dass es
anachronistisch
FILZfreundlich
Altparteienkartellfreundlich
ist.
Für das körperliche hin- und hertragen von “gesiegelten Vordrucken” teilweise dem ZWANG persönlich im Rathaus zu erscheinen um eine Unterstützerunterschrift für eine Bürgermeisterwahl zu legitimieren ist zutiefst anachchronistisch. - “Papierzetteldemokratie” ist da noch ein freundliches Wort aus meiner Sicht.
PS: Wir haben 2025 und nicht die 1960er oder 1970er Jahre.
Fast alle Prozesse sind digitalisiert nur die “Demokratie” ist noch auf Papierzetteln. - Ein Wunder dass wir die Stimme nicht mehr auf Steintafeln “abgeben” oder in Tonscherben einkratzen wie beim Scherbengericht im alten Griechenland.
Aber das sind Punkte die Altparteien die ja vom System profitieren nix hören wollen. Wer aber an einem Infostand der in Grund und Boden ignorierten und wo es nicht klappt widerlichst als „verlorene Stimmen“ stigmatisierten „Sonstigen“ war, und die Skepsis erfahren musste wenn man einer fremden Person den Wohnort auf einem Papierzettel mitteilen soll nur damit eine Zulassung zur Wahl ermöglicht wird erkennt eine Perfidie des Anachronismus.. - Vielleicht.
zu
da kann ich nur sagen. - Für mich, und für viele, viele weitere haben wir keine Demokratie. Zumindest keine zeitgemäße. Es gibt hier ja nicht mal klare Antworten was Demokratie, eine zeitgemäße Demokratie überhaupt kennzeichnet oder kennzeichnen sollte.
Deutschland sei eine “Demokratie” . - Nun die DDR war dann auch eine.. - STand ja auch schon im Namen ….. - Ein großer Etikettenschwindel wenn man an der Oberfläche kratzt und sich abseits von ARD und Spiegel, ZDF und BILD informiert. Aber MILLIONEN wachen langsam auf ….
Ich verstehe, glaube ich, ein bißchen, worauf Du hinaus willst.
Was die größere Beteiligungsmöglichkeit an Entscheidungen/Entscheidungsfindungsprozessen angeht (z.B. in Form von Volksabstimmungen), kann ich mir vorstellen, das das inzwischen viele befürworten (ich übrigens auch) - und man könnte natürlich das ganze heutzutage über klicks am eigenen PC machen. Dann würde auch das Argument des Verfassungsgericht entfallen, wonach zu viel Briefwähler zu undemokratischen Wahlen führen würde, weil es einen Gap gibt zwischen Wahltag und Briefkasteneinwurf, die Wahlen noch deutlich verändern könnte.
Das sind aber erst einmal eher „technische“ Fragen für den Entscheidungsfindungsprozess.
Was mir ähnlich wie @lawandorder noch unklar ist, wie es zu einem rechtsverbindlichen Gesetz kommt, wenn wir die technischen Dinge auf den neuesten Stand gebracht haben.
Plädierst Du dafür, dass im Falle von Volksabstimmungen die Parlamentarier keine Änderungen mehr vornehmen dürfen?
Und welche Entscheidungen würdest Du zur direkten Disposition stellen - grundsätzlich alles (von Schwangerschaft über Wehrpflicht bis hin zu ökologischen Fragen?
Oder doch nur „harmlosere“ Entscheidungen?
Zu Deinen obigen Themen:
Fraktionszwang: das Gegenargument gegen eine Aufhebung sind
so lange wir eine Bestimmung xer Qbgeordneten über die Parteizugehörigkeit haben, und ich 99% derParlamentarier einer Partei nicht direkt wählen kann (es gibt bei der Stimmkreisaufteilung immer nur einen Direktkandidaten, der den Wahlkreis gewinnen, und den ich wählen kann), wähle ich in erster Linie ein Parteikonzept (2tstimme) ich will also keine Parlamentarier, die auf der grünen Liste stehen aber CDU-Konzepte unterstützen. Ich erwarte also vo einem Parlamentarier, dass es sich an die Konzepte der Partei hält - das bedeutet allerdings nicht, dass der Parlamentarier nicht trotzdem seinem Gewissen (und nur dem) verantwortlich ist.Koalitionsverträge: das sind keine rechtsverbindlichen Statements, die obendrein auch noch lange nicht alles en detail festlegen. Es sind Absichtserklärungen bzw. grobe Skizzen.
Die „Show“, von der Du sprichst, entsteht vielmehr dadurch, dass die Entscheidungen hinter verschlossenen Türen längst gefallen sind, bevor es zur"Aussprache" im Parlament kommt.
Das könnte man also höchstens ändern, in dem man die Sitzungen der Ausschüsse öffentlich macht (Transparengedanke) - würdest Du so etwas für sinnvoll halten?
Deinen Ton und Deine Wortwahl finde ich sehr störend, Deine Argumenation eher platt und BILD-Zeitungshaft.
Warum soll zB das deutsche TV über die Steuerreform in der Schweiz oder die Finanzierung der Straßen in der Schweiz berichten? Das interessiert hier kaum jemanden.
Deine Wortwahl changiert zwischen Corona-Leugner, Verschwörungstheoretiker und AfD.
Gruselig.
Wobei ich nicht glaube, dass Du zu einer der drei Kategorien gehörst.
Aber Du klingst (und denkst?) so ähnlich.
Alter, das sind Begrifflichkeiten, mit denen Du Dir das Schild „unseriöser Freak“ selber auf die Stirn nagelst.
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Du forderst uns ultimativ zur Beantwortung Deiner Fragen auf und beschimpfst uns, wenn wir nicht (in Deinem Sinne) antworten.
Das ist keine sonderlich erfolgversprechende Strategie, wenn es Dir wirklich um Überzeugung und Unterstützung geht.
Du hättest ja mal damit anfangen können, das Prinzip der Konkordanzdemokratie zu erklären, statt uns alle zu Demokratie-Neulingen zu erklären.
Gut wäre zB ein schlichter Wikipedia Link gewesen
Der hat mir deutlich mehr geholfen als Deine Hasstiraden auf unser System.
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Und Du könntest mal erklären, zu welcher Partei Du gehörst und was deren Programm ist.
Ich nehme an, da finden sich Deine Ansichten auch wieder.
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zur Sache noch das:
Das Schweizer Konkordanzmodell klingt nicht schlecht.
Aber (wie @Dagmar schon sagte), sowas wächst historisch und lässt sich einer Gesellschaft mit völlig anderer historischer Prägung nicht einfach so überstülpen.
Ich vermute auch, dass der Größenunterschied Schweiz-D eine direkte Übertragung unmöglich macht.
Aber nochmal: das klingt nicht schlecht.
Was sind denn die Nachteile des Schweizer Systems?