Wie weit darf der Widerstand gehen fragte Jette …
Wäre das vielleicht ein eigenes Thema wert hat jemand interesse?
Wie weit darf der Widerstand gehen fragte Jette …
Wäre das vielleicht ein eigenes Thema wert hat jemand interesse?
Ist eine provokante Fragestellung:
„Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht“
in Kombination mit Art. 20 (4) des GG
„Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“
Gemeint ist die Ordnung der parlamentarischen Demokratie, des sozialen und föderalen Rechtsstaates, die in Artikel 20 Absatz 1 bis 3 genannt werden. (Bundestag Recht auf Widerstand)
Wäre aber durchaus durchdenkenswert, wenn die AFD die nächsten Wahlen gewinnt.
Kannst ja mal einen neuen Thread dazu aufmachen und ich willige vorab in eine Verschiebung dieses Beitrages durch die Moderation in den neuen Thread ein. @Harno
Nachtrag: ein ausführlicher Artikel zu Jettes Idee
Dürfen die nicht sagen, was sie wollen?
das dürfen sie natürlich.
Aber es war taktisch unklug beim Austritt des Vorstandes der grünen Jugend im ganzen Land öffentlich „Hurra“ zu schreien, weil daraufhin andere junge Menschen dachten, Grüne sind nicht mehr für Jugend, also wähle ich links, weil ich da die grüne Jugend vermute.
Das darf nicht noch mal passieren.
Man sollte bei Jettes Abgang nicht noch nachtreten.
Grüne Spitzenpolitiker dürfen auch zu anderen Themen, sagen was sie wollen, aber meist wägen sie ab, ob das ihrer Partei schaden könnte.
Falls also hier irgendjemand wichtiges von den Grünen mitliest (was ich nicht glaube): Macht einen Sekt auf, freut euch, aber haltet bitte die Klappe.
Das war etwas anderes. Der letzte Vorstand der GJ war links, und als er sich bei den Grünen nicht mehr zu Hause gefühlt hat, sind viele Leute, übrigens nicht nur junge Leute, zu den Linken gegangen.
Jette Nietzard würde ich eher als gewaltbereit einschätzen. Davon kann man sich schon distanzieren, ohne der Partei zu schaden.
bist du etwas nicht gewaltbereit? Ich schon. Gewaltbereitschaft ist normal.
naja- wie Presse so titelt.
Hier das ganze Gespräch- sehr interessant und irgendwie finde ich sie immer noch gut, außer, dass sie manchmal Blödsinn verzapft.
Vermutlich ist meine Hemmschwelle viel höher als deine.
Ich auch. Zum Beispiel wenn jemand mein Leben bedroht oder die rote Armee kommt.
Aber Jette hat hat wieder sehr ungeschickt formuliert. Denn mit etwas bösem Willen kann man ihre Aussagen so interpretieren, daß sie bereit ist zur Waffe zu greifen allein weil die AfD an der Regierung ist, ohne, daß sie schon etwas Böses getan hat.
Nein ist sie nicht. Gewaltbereit ist jeder Mensch z.B. eine Wespe zu erschlagen, wenn sie angreift, sich im Notfall zu verteidigen. Du bist auch gewaltbereit in so einer Situation, Deutschland ist gewaltbereit mit seiner Bundeswehr. Und Harno auch:
oder bist du (@Biologin) gegen Waffenlieferungen an die Ukraine?
Wenn jemand über das übliche Maß hinaus zu Gewaltanwendung bereit ist, spricht man von einer „erhöhten Gewaltbereitschaft“.
Jette aufgrund einer Zeitungsüberschrift als „Gewaltbereit“ zu labeln und damit erhöhte Gewaltbereitschaft zu assozieren ist unseriös.
Da natürlich niemand von euch, außer mir, sich das ganze Interview angehört hat, steht dieses Zitat in einem Kontext.
„Wie müsste unser Widerstand gegen eine regierende AFD aussehen? Wäre der nur intellektuell? Oder müssten wir auch zu den Waffen greifen?“
Das ist eine Frage und kein Aufruf und steht in dem Kontext einer Koalition CDU/AFD und wann der Zeitpunkt wäre, sich zu wehren.
Das wird auch nicht besonders im Gespräch vertieft, sondern ist nur eine kurze Nebenaussage in einem viel längeren Gespräch über viele andere Themen.
Also was ganz anderes.
Der Versuch, irgendeine reißerische Schlagzeile zu finden, wenn Jette sonst nix zum zerreißen hergibt.
Tja und dann beginnen gewisse Personen eine „Gewaltbereitschaft“ zu konstruieren.
So ist das eben, wenn man Aussagen aus dem Zusammenhang reißt, um Personen negativ darzustellen- kennen wir ja auch aus diesem Forum … ![]()
genau, bloß nicht Jette hat es ungeschickt formuliert, sondern der Journalist hat es geschickt aus dem Kontext gerissen.
Du weißt ja, dass ich kein Fan solcher rhetorischer Fragen bin, und auch hier sieht man wieder wie bescheuert diese Redetechnik ist.
Ich finde ihr „Abschiedsviedeo“ sehr enttäuschend, da sie nur alte Positionen rechtfertigend wiederholt, und ausschließlich nach aussen projiziert - kein Wort zu ihrer eigenen Verantwortung - kein Wort zu einem inneren Lernprozess (der von mir aus auch darin bestehen könnte, sich eher bestärkt zu fühlen, und dafür auch die Gründe benennt).
Es ist lediglich die Selbstdarstellung der eigenen (absoluten?!) Richtigkeit.
warum? oder was genau findest Du gut?
xxxxxxxxxx
Der Kontext macht es nicht besser.
Von bewaffnetem Widerstand gegen eine CDU-AfD-Regierung zu reden ist Stand heute völlig überkandidelt.
Es ist natürlich formal eine Frage, aber es wird schon eine Tendenz transportiert, oder?!
Die Alternative (intellektuell vs Waffen) ist schon fraglich.
Gibt es dazwischen gar nix mehr? Politik, Klagen, Demos, Streiks?
Nein, ihr geht es um Zuspitzung und Provokation, sie will genau die Schlagzeilen, die sie jetzt bekommen hat.
na ja, sonst bist Du nicht so milde bei der Beurteilung solcher Vorgänge.
Und zu welchen Waffen möchte sie denn greifen? Das sind doch alles pubertäre Sprüche.
Daher nochmal die Frage:
was gefällt Dir an ihr?
Hinweis: Matthias hat zum Thema Widerstand gegen die AFD einen neuen Thread eröffnet:
Wer also mehr über dieses Thema und nicht über Jette diskutieren möchte, kann dort weiterdiskutieren.
Also die Quelle ist radioeins und Freitag-Salon · radioeins- und Freitag-Salon mit Jette Nietzard: Wie radikal darf man bei den Grünen sein? · Podcast in der ARD Audiothek Interessant wird es ab Minute 25. Wobei Jette ansonsten ganz vernünftig argumentiert.
Das Problem ist, daß sie die Verwendung von Waffen als Option akzeptiert hat, ohne zu sagen, wo bei ihr die Grenze liegen würde.
Das ist eine Steilvorlage für den politischen Gegner und zeigt einfach Unerfahrenheit.
Ihre Haltung zu sozialen Problemen mit Bodenhaftung, da sie in dem Bereich arbeitet und die alltäglichen Probleme kennt. Das vermisse ich bei vielen grünen Politikern, die meist aus dem gehobenen Mittelstand kommen. Dass sie sich zur sozialen Frage im Wahlprogramm 2021 der Grünen durchaus wiederfinden konnte (Kindergrundsicherung/Abschaffung Sanktionen ALG2), so ging es mir auch. Dass sie bei den Grünen bleibt um die sozialen Themen weiter voran zu bleiben.
Nein, die sagt es im Zusammenhang mit dem Niemöllerzitat:
Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.
Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte. (Martin Niemöller)
Es ist die wichtige Frage: Wann haben wir den Punkt verpasst, noch etwas gegen die AFD zu ändern.
(Nebenbei: wolltest du nicht einem genervten Ossi hier einen Panzer gegen die AFD spendieren?
)
Um die Schlagzeile ging es dem Journalisten, der den einzig provokant klingenden Satz aus dem Gespräch gefiltert hat.
Sie im Gespräch auch zugegeben, dass ihr Shirt mit A.C.A.B eine unbedachte Dummheit war- das war niemandem eine Schlagzeile wert.
Sie hat gar nicht gesagt, dass sie zu den Waffen greifen will.
Wenn wir Grünen nur noch aalglatt argumentieren, um ja nicht angreifbar zu sein, dann haben wir auch keine politische Kontur mehr.
Wir verpassen ihn jetzt gerade, weil wir die Option einer Klage beim BVerfG nicht intensiv verfolgen.
Also zum einen hat sich Niemöller immer gegen aktive Gewalt ausgesprochen - so gesehen kann man das Zitat nicht mit der Frage verknüpfen, wann man bewaffneten Widerstand beginnt - da ist die Antwort klar: nie!
Zum anderen stellst Du die Frage in den Raum, wann wir den Punkt verpasst haben, noch etwas gegen die AfD zu ändern - nun, gegen die AfD kann man erst einmal doch immer etwas tun - auch dann, wenn die AfD eine absolute oder gar eine 2/3 Mehrheit hat. (das führt dann natürlich schnell auch zur Frage des Widerstandes).
Wenn Du meinst, wo der Punkt kommt, an dem wir noch etwas gegen die Machtergreifung tun können …
Das finde ich schwierig - und ist auch wieder verknüpft mit der Frage, was wir dem Wähler bieten (müssen), damit die Wähler nicht AfD wählen…
Letzlich machen wir doch - wie alle anderen Parteien auch - dem Wähler ein Angebot, hinter dem wir authentisch stehen - wenn die Wählenden dann die Angebote der AfD einfach den Wählenden besser gefallen - was kan man da noch zusätzlich tun?
Das Problem von Leuten von Nietzard ist für mich, dass das Angebot, dass von ihr ausgeht, ein völlig unklares ist, aber rhetorisch zunächst gut klingt.
Selbst das Interview geht mir zu sehr in diese Richtung - das mag der Tatsache geschuldet sein, dass die Zeitachse begrenzt ist - aber sie gibt selbst zu, dass sie das auchbei ihren Social Media Posts gar keine Inhalte mehr vertieft veröffentlichen will, weil sowieso keiner mehr zuhört. Ich verstehe die Motivation - teile sie aber expilizit nicht, da sie genau das, was sie kritisiert, im Prinzip selber macht.
Das fandest du geil, nicht wahr?
Ist es jenseits deiner Vorstellungskraft, dass es bei den Grünen Menschen gibt, die nicht mit Waffengewalt gegen Andersdenkende vorgehen möchten (und nicht nur so tun)?
ich habe dir im neuen Thread geantwortet:
https://das-gruene-forum.de/t/wie-weit-darf-widerstand-gehen/6273/3
Es wäre total gut, wenn wir das in dem oben genannten Thema weiter diskutieren und du deinen wichtigen Beitrag dort noch einmal postest. ![]()