Dieser Artikel hat mich dazu bewogen ein neues Thema aufzumachen: Dies ist ein Punkt an dem man wirklich die Bürokratie abbauen sollte. Bzw. die Regeln vereinfachen.
Die Menschen aus Wilstedt hätten ihre Abschiebung aber verhindern können, so war ein Sprecher des Innenministeriums Niedersachsen zu verstehen. Auf einer Pressekonferenz Anfang Dezember sagte er, die Betroffenen hätten „schlicht das falsche Tor nach Deutschland“ gewählt. Statt Asyl zu beantragen, hätten sie nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz von Kolumbien aus ein Visum beantragen und legal einreisen sollen. Dafür gebe es ein entsprechendes Abkommen mit Kolumbien, so der Sprecher.
Dieser Darstellung widerspricht Sigmar Walbrecht vom Flüchtlingsrat Niedersachsen. „Die Betroffenen aus Wilstedt hätten keine Chance gehabt nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz“, sagte er der taz. Dafür hätten sie schon in Kolumbien eine in Deutschland anerkannte Ausbildung vorweisen müssen, die sie nicht hatten. Der einzige Weg sei also gewesen, Asyl zu beantragen. Die Anerkennungsquote für Asylanträge von Menschen aus Kolumbien ist aber äußerst gering.
Also wir brauchen dringend Fachkräfte. Selbst welche ohne Ausbildung sind ok, wie dieser Fall zeigt. Ausgebildet werden sie wohl vor Ort und diese Menschen scheinen ihre Arbeit ja gut zu machen.
Warum nicht also kein Verfahren, daß man sich für Berufe mit großem Persnalmangel im Ausland bewerben kann? Als Alternative zum Asylantrag? Man bekommt eine Aufenthaltserlaubnis für den Zeitraum der Ausbildung [1] und eine Dauerhafte, wenn man die Ausbildung abschließt und dann einen Job in dem Beruf findet. Auf bereits ausgebildete Fachkräfte zu setzen reicht ja wohl offensichtlich nicht.
Ich rede jetzt hier nicht von Ingenieur oder Arzt sondern von Ausbildungsberufen ↩︎
Einwanderung ist deswegen offensichtlich notwendig. Und dafür macht man ein Einwanderungsgesetz, was ja sinnvoll ist. Was aber jetzt alle „demokratischen“ Parteien übersehen, ist, daß die Bürger sich von der ungeplanten Einwanderung durch die AfD emotionalisieren lassen.
Und das geht zu einem großen Teil nur dadurch, daß man das Asylverfahren selbst nicht auf die Reihe kriegt. Etwas überspitzt gesagt: Warum spart man sich die ganze Asylbürokratie nicht, wenn der, der kein Asyl bekommt dann doch (In der Praxis) bleiben kann. Also wer es nach Deutschland schafft darf bleiben, fertig! Was natürlich die Probleme auch nicht löst.
ich habe heute irgendwo den Einwand gelesen, dass auch die Migranten alt werden (von Douglas Murray war das, glaube ich). Zu deren Versorgung bräuchten wir dann noch mehr Migranten, die Zahl müsse immer weiter steigen. Das sei also keine Lösung.
Ich kann das gerade nicht sortieren. Ist da was dran?
Wenn die Zugewanderten alle genauso wenig Kinder bekommen, wie die Einheimischen, ist das wohl richtig. Aber selbst wenn sie mehr Kinder haben, bleibt das Problem insg. bestehen, wenn sich die Alterspyramide nicht insg. ändert (weil die „deutsche“ Kinderquote eben viel zu niedrig ist).
Ist die Zuwanderung also nur wieder eine kurzfristige Scheinlösung für unsere demografischen Probleme?
Ich fürchte, da hat er langfristig betrachtet absolut Recht. Es mag eine vorübergehende Lösung sein, es ist aber keine nachhaltige Lösung.
Nachhaltige Lösung zeichnen sich durch ein Gleichgewicht zwischen Verbrauch und Regeneration von Ressourcen aus. (Man verzeihe mir diese Terminologie im Zusammenhang mit Menschen, aber mir geht es um das generelle Prinzip)
D.h. also, dass wir im Optimalfall mit einer stabilen, weder wachsenden noch schrumpfenden Bevölkerung zurechtkommen müssen. Wir können als Gemeinschaft nicht mehr Leistung fordern als aus der Gemeinschaft bereitgestellt wird. Sonst ist es nicht nachhaltig.
im Gegenteil, das würde es verschlimmern.
Das Problem ist m.E. der Kontrollverlust, das Gefühl bzw. die Erkenntnis (!), dass wir nicht mehr steuern können, wer hier einreist und lebt.
Das ist ein Zustand, den ein Staat eigentlich nicht hinnehmen kann. Die Existenz von Grenzen ist ein Teil der Definition dessen, was einen Staat ausmacht.
Wenn diese Grenzen nur noch auf dem Papier bestehen, beängstigt das offenbar große Teile der Bevölkerung und ist auf Dauer nicht akzeptabel.
Die AfD wird erst dann schwächer werden, wenn die Regierung den Beweis dafür erbringt, dass sie wieder Kontrolle über die Zuwanderung hat.
Dafür reichen keine starken Sprüche, das leere Gerede interessiert niemanden.
Es muss tatsächlich etwas getan werden und Kontrolle effektiv ausgeübt werden.
Wenn das die nächste Regierung unter Führung der CDU nicht schafft, wird es die übernächste Regierung unter Führung der AfD machen.
Dann haben wir 2033 100-jähriges Jubiläum.
aber wenn das richtig ist, fliegt uns doch unser ganzes Migrationskonzept um die Ohren!
Wenn auch die gezielte Fachkräftezuwanderung das demografische Problem nur 20 Jahre in die Zukunft verschiebt, ist wenig gewonnen.
Und wenn ich so drüber nachdenke, vermute ich, dass die sprichwörtliche indische Software-Ingenieurin, die dann in München lebt, keine 7 Kinder haben wird, sondern eher 1 oder 2, wie die Deutschen auch. Wenn sie 7 hat, fällt sie als Arbeitskraft mehr oder weniger aus.
D.h. sie löst das demografische Ungleichgewicht nicht, sondern trägt in 20-30 Jahren selber dazu bei.
Um das abzufangen, brauchen wir also laufend mehr und mehr Zuwanderung, was als Konzept irgendwie wenig überzeugend wirkt.
Es ist wirklich wie verhext …
Das Problem ist ja weniger die Zuwanderung an sich, sondern die Zuwanderung, die auf Staatskosten finanziert wird. Also die Zuwanderer die hier nicht Arbeiten wolle/dürfen/können.
Ich glaube, wenn wir das Thema dadurch entschärfen, dass alle Migranten Arbeiten (müssen/dürfen) um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, wären wir schon einen Schritt weiter. Zumindest hätten wir das „Argument“ dass die auf unsere Kosten hier wären entkräftet. Dafür braucht es entsprechende Regelungen und auch entsprechende Ausbildung wo nötig. Aber selbst ungelernte Arbeiter werden ja gesucht.
Wenn ich lese, dass z. B. 1600 ukrainische Ärzte ihre Anerkennung beantragt haben und bisher nur 187 anerkannt wurden, platzt mir der Kragen.
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Zwischen der Antragstellung durch Mediziner aus Ländern außerhalb der Europäischen Union und der Bewilligung ihrer Approbation liegen demnach typischerweise zwischen 15 Monaten und drei Jahren.
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Warum nicht auch mehr zeitliche begrenzte Arbeitsverträge und Einreise zulassen. Das macht die halbe Welt. Siehe arabische Welt.
Z. B.: Monatearbeiter aus für WKA können hier in der Saison von März bis Oktober einreisen und arbeiten. Von November bis Februar dann in ihren Heimatländern Urlaub machen. Mit den entsprechenden Regeln und dem deutschen Gehalt ist das eine gute Alternative zur arabischen Welt, wo die Leute wie Sklaven behandelt werden.
Gleiches geht für Haushaltshilfen. In vielen Ländern werden die ausgebeutet und schlecht behandelt. Selbst wenn die bei uns nur 50 Euro am Tag bei freier Unterkunft und Essen bekommen, ist das viel besser als z. B. in der arabischen Welt. Rechtssicherheit incl. Schutz vor Missbrauch können wir hier gewährleisten.
Zum Thema „Fachkräfte“:
Viele Arbeiten werden bei uns durch Fachkräfte erledigt, obwohl das auch angelernte erledigen können. Nach meiner Erfahrung braucht man z. B. für ca. 50% der Arbeiten bei einem Heizungsaustausch keine Fachkraft mit 3 Jahren Ausbildung oder gar ein Meister zu sein. Etwas mehr Flexibilität wäre da hilfreich.
Ich glaube die technisch-wirttschaftliche Situation in 20 Jahren können wir nicht voraussagen. Vielleicht wird dann noch viel mehr automatisiert, Stichwort KI, die Routine-Pflege wird von süßen kleinen Pflege-RoboterInnen übernommen.
Vie sollte erstmal schauen, dass es die nächsten 20 Jaher weitergeht.
Wir hatten durch die Kriege, die geburtenstarken Jahrgänge und den Pillenknick wohl eine besonders zackige Verteilung: Altersstruktur – Wikipedia.
Das Problem mit dem Bevölkerungsrückgang haben aber die meisten Industrieländer.
Die Einwanderung hat die Kurve offenbar etwas geglättet und die Entwicklung abgefedert, der untere Stamm der Verteilung ist etwas dicker geworden. Das zeigt sich auch daran, dass der Anteil der Schulkinder mit Migrationshintergrund deutlich größer geworden ist (wie jedenfalls die Medien berichten). Wenn der Bevölkerungsrückgang ein paar Jahre abgemildert wird, ist schon viel gewonnen. Das Rentenproblem ist ja bekannt, aber es wird sich ab der Mitte des Jahrhunderts bessern.
Der Bevölkerungsrückgang spielt in D jedoch regional eine unterschiedliche Rolle. Immer noch steigt die Urbanisierung, weil junge Leute in die Städte ziehen, mit speziellen Folgen für Dörfer und Städte. Auch Wanderungen innerhalb von Europa spielen eine große Rolle, sie können manches ausgleichen. Hier wird die Sozialpolitik auch abgestimmt, das sollte imo noch viel mehr ausgebaut werden.
Der Ausfall an Arbeitskraft kann in vielen Berufen durch höhere Produktivität ausgeglichen werden, wenn! die Bildung stark verbessert wird.
Die Familienpolitik müsste imo überdacht werden: Die meisten Frauen wollen Kinder, auch die Anzahl passt, aber die Kinder werden mit der langen Ausbildung nach hinten geschoben. Und für viele passt kein Partner: Mehr gut ausgebildete Frauen als Männer.
Man sollte das aber zumindest anstreben immer mehr mit weniger Menschen zu leisten, also zu produzieren und auch Dienstleistungen zu erbringen, denn von der Alterpyramide werden wir uns auf jeden Fall verabschieden müssen. Da ist sicher noch Luft nach oben und die KI wird neue Möglichkeiten schaffen. Das ist in der Regel und auf Dauer auch kostengünstiger.
Wir wollen uns von der Alterspyramide verabschieden. Denn die Pyramidenform bedeutet, dass viele Menschen vor dem Alt-Werden sterben. Das ist nicht wünschenswert.
Was wir wollen ist eine Turmform. Möglichst alle Menschen erreichen ein hohes Alter.
Nachteil: bei einer Lehre muss man nachweisen, dass einem im Monat mindestens 959 Euro (Jahr 2025) zur Verfügung stehen. Bei geringer Ausbildungsvergütung in Pflegeberufen ein Problem und Nachbesserungswürdig, z.B. mit Anspruch auf Ausbildungsbeihilfe.
Oh nein! Diese Pflegekräfte hatten keine Ausbildung - übrigens sehr fragwürdig dass dieses Heim so arbeiten darf. Daher bekommen sie wahrscheinlich auch nur den Mindestlohn und nicht das Gehalt einer ausgebildeten Fachkraft.
Die Schuld liegt weder bei den deutschen Gesetzen, noch in der Bürokratie, sondern beim Heimbetreiber, der billig ungelernte Kräfte aus dem Ausland beschäftigt. Er hätte dies jederzeit ändern und die Mitarbeiter ausbilden können.
Bin mir nicht sicher ob das wirklich der Mehrheitswille ist. Jeder einzelne mag das für sich selbst (oder seine Liebsten) wünschen, aber wenn alle alt werden, heißt das eben auch dass der Wohlstand mit allen geteilt werden muss - mit bekannten Probleme in Rente, Pflege, etc.
Man könnte durchaus auch eine Politik machen, die dafür sorgt, dass die Pyramide am oberen Ende wieder eher pyramidenförmig wird: Sterbehilfe legalisieren, weniger Pflegezuschüsse, Zuzahlungsgrenze anheben oder ganz streichen …
Nur solange die Renter die größte Wählergruppe darstellen (und dank der bisherigen Politik eher noch größer werden) wird sich kaum ein Politiker trauen sowas laut zu denken.
Ich weis wirklich nicht genau, worüber ihr redet? „Alterspyramide“ ist ein Name für eine Statistik. Der Name ist historisch bedingt, weil das Ding halt früher so ausgesehen hat.
Man kann sich von dieser Statistik nur „verabschieden“ wenn man die Daten nicht mehr erfassen würde. Meines Wissens nach fordert das niemand. Nicht mal die AfD. Die Altersverteilung poltisch zu steuern würde auch eine Politik wie in China bedingen: Geburtenkontrolle oder Gebährzwang! Beides ist ein unserer Demokratie sicherlich grundgesetzwidrig.
Worüber wie hier diskutieren ist, wie man mit der zu erwartenden Entwicklung umgehen sollen? Geburten wirken jedenfalls erst nach 20 Jahren. Scheiden also als Lösung aus.
Vorsichtig, ich kenne das Heim nicht, da das scheint mir zu einfach. Die Heime und Kranken machen generell viel um Personal zu kriegen und suchen auch gezielt im Ausland. Normal gibt es einen Schlüssel wieviel exam. Pflegekräfte
( 3-jährige Ausbildung) und wieviel Pflegehelfer ( 1- Jährige Ausbildung) es geben muß. Völlige Laien kann man eigentlich nicht oder kaum beschäftigen. Die andere Frage ist aber welche Ausbildungen in Deutschland anerkannt werden. Bei den Kolumbianer vermute ich, dass sie dort schon Hilfskräfte in der Pflege waren, aber eben nicht examinierte Krankenpfleger sind, weil das dort nur über ein Studium möglich ist. Ich würde dem Heimbetreiber jetzt nicht unterstellen wollen, dass er Kosten sparen wollte, dennoch macht es eigentlich keinen Sinn, die Leute hierher zu holen, einen Sprachkurs mit B2- Abschluß zu finanzieren und dann noch für eine Ausbildung zu sorgen.
Ja natürlich, alles andere wäre menschenverachtend. Das Leben des Individuums steht ganz weit oben, die daraus resultierenden Anforderungen müssen von der Gesellschaft erfüllt werden.
Laut TAZ-Artikel sind diese Kolumbianer „Pflegehelfer“, dh. sie haben eventuell einen kurzen Kurs besucht. Für die Bezeichnung „Pflegehelfer“ gibt es keine festgelegte Ausbildung. Für einen dieser Kolumbianer versuchen sie jetzt die Anerkennung seiner kolumbianischen Pflegeausbildung. Da sie jetzt erst zu Pflegeassistenten (1 Jahr) bzw. zur Pflegefachkraft (3 Jahre) ausgebildet werden sollen, gehe ich davon aus, dass die anderen Mitarbeiter so gut wie keinerlei Ausbildung hatten.
"Wenn die als Pflegehelferinnen angestellten abgeschoben würden, drohe der Einrichtung die Schließung, sagte einer der Betreiber der taz im November (…) „Jetzt sieht es so aus, dass die Betroffenen erst mal bleiben können, weil für sie Ausbildungsplätze geschaffen wurden. Acht Personen sollen zu Pflegeassistentinnen oder Pflegefachkräften ausgebildet werden, eine zum Koch,“