Wertschöpfungsabgabe

Doch, den Begriff verstehe ich.

Dann verstehe ich nicht, warum dieses Verständnis nicht in deine Antwort einfließt.

Wenn ich optimal diversifizieren möchte, müsste ich zum Beispiel in EE, Öl, Gas und SMR gleichzeitig investieren, weil ich ja nicht wissen kann, was sich politisch durchsetzen wird.

Wenn ich Firmen ausschließe, die z.B. Streumunition herstellen, obwohl die weltweite Nachfrage danach gerade durch die Decke geht (ein hypothetischer Fall), reicht meine Rendite vielleicht später nicht für meinen Lebensunterhalt.

Wenn ich in irgendein Unternehmen investiere, habe ich dort auch ein Stimmrecht bei der Aktionärsversammlung, welches ich ungern an eine Fondsgesellschaft abtreten möchte.

Fazit: Ich möchte mit meinen Investments nicht nur Rendite abzocken sondern auch mitgestalten.

Ich fürchte, zum Mitgestalten reichen deine Investitionsmittel nicht aus.

Also lieber auf dem Trittbrett mitfahren, egal bei wem?

ja, so ist das. Du musst Dich einfach entscheiden, ob Du die Welt retten oder eine Altersvorsorge aufbauen willst.
Aber Dein Verständnis von langfristigen Aktieninvestments ist ohnehin völlig ungeeignet.
Wenn Du als Laie über Investmemts in Einzelaktien entscheidest, hast Du schon verloren.
Entweder Du beauftragst einen Profi, das zu entscheiden, oder Du kaufst einen ETF, der zB einen der MSCI World Indices abbildet.
In beiden Fällen inverstierst Du in einen wechselnden Korb von 50-100 oder mehr Aktien, deren Namen Du nicht kennst und die Dir auch egal sein können. (Bei mir sind es ca. 80 Aktien, die ein Vermögensverwalter aussucht)
Das ist Diversifizierung.
Sie sorgt dafür, dass es egal ist, wenn mal eine „Deiner“ Firmen pleite geht, weil dann 50 oder 70 andere das kompensieren.

Was für eine Hybris.
„nur“? fang doch mal damit an, es ist schwer genug.

Das größte Problem ist m.E. zu entscheiden, wann man verkauft.
Bei Corona war mir danach, 1/3 oder 1/2 zu verkaufen, aber mein Vermögensverwalter hat mir abgeraten. Gute Entscheidung!
Beim Ukraine-Krieg dasselbe.
Wenn der Wert des Depots in 2 Wochen um 20% fällt, wird man nervös.
Dann sind Nerven und Erfahrung gefragt.
Wenn man das alleine macht, hilft nur, nie zu verkaufen bis man das Geld wirklich braucht.
Der Markt erholt sich immer wieder.
Siehe wieder hier

Dow Jones Entwicklung seit 1928 | finanzen.net

DOW JONES: Dow Jones Industrial. Aktueller Dow Jones. Umfasst die 30 größten US-Werte in einem Index, der nach dem US-Unternehmen Dow Jones benannt ist.

Du kannst auch arm sterben, ist nicht verboten.
Entscheide Dich.

Widerspricht sich das?

Man sollte einen Puffer für 2-3 Jahre haben, um nicht unbedingt verkaufen zu müssen, wenn der Markt gerade mal unten ist.

bis zu einem gewissen Grad ja.
Wichtig ist, eine eindeutige Priorität zu haben:
willst Du eine bestmögliche Altersvorsorge oder
willst Du vor allem moralische Investments, auch wenn Du wenig damit verdienst?

Wenn Du das entschieden hast, solltest Du so vorgehen, dass der primäre Zweck erreicht wird.
D.h. entweder ertragbringend anlegen, ohne die Aktien moralisch zu bewerten,
oder moralisch anlegen, ohne auf die Rendite zu achten.
Die Vermischung beider Aspekte taugt nix, dann erreichst Du im Zweifel keines der Ziele.

Das ist gesamtgesellschaftlich betrachtet keine schöne Aussicht, denn in Zufunft wird das Anlegen in Aktien ja nicht mehr nur noch freiwillig sein, wie Kanzler Merz gestern über mein Autoradio verkündet hat. Das Originalzitat finde ich gerade nicht, aber er hatte das Wort „Freiwilligkeit“ verwendet, und dass die nicht gut sei.

Hier ein anderer link zum Thema:

Herr Merz redet inzwischen sogar von einer sogenannten “Basisrente”.

“Merz: Rente künftig nur noch „Basisabsicherung“

“Zuvor hatte der Kanzler Deutschland auf grundlegende Veränderungen bei der Rente eingestimmt. Der CDU-Vorsitzende sagte beim Jahresempfang des Bundesverbands deutscher Banken in Berlin:”

Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter. Sie wird nicht mehr ausreichen, um den Lebensstandard zu sichern.

Wie hoch soll diese “Basisrente” sein?

Das Rentenniveau liegt doch sowieso bereits schon bei 48 Prozent.

Dafür hat man dann über Jahrzehnte in die gesetzlichen Rentenversicherung eingezahlt und diese wird dann auch noch versteuert.

Na ja, die Zeiten, in denen man sich nach jahrzehntelanger harter Arbeit endlich ausruhen kann, scheint vorbei zu sein und man geht zukünftig mit einem Rollator zur Arbeit.

Na ja, Herr Merz und Co. haben ja ausgesorgt und sie brauchen sich nicht darüber Gedanken machen, wie ihr Leben im Alter aussehen wird.

Ich denke, so langsam wird es wirklich Zeit, über Bürgerversicherungen für alle Menschen in Deutschland nachzudenken (auch Selbstständige und Beamte) inkl. aus Einnahmen von Kapitalerträgen (alle Einkommen).

Aber da traut sich ja niemand ran und wird teilweise als “Spinnereien” abgestempelt, zumal da ja schließlich auch die “gut betuchten” zur Kasse gebeten werden.

Es geht schließlich auch darum, die künftige Altersarmut bei ständigem Wachstum der Lebenserhaltungskosten zu verhindern.

Das ist ja alles nur Spekulation, aber ich denke, sie werden die derzeitige Grundrente für Bedürftige beibehalten, die Abschlagsfreie Rente mit 63 auch, die Abschläge für vorzeitigen Rentenbeginn für alle anderen so stark erhöhen, dass es sich nur noch wenige leisten können.
Die „Basisrente“ wäre dann die jeweilige Grundrente für Bedürftige, die man dann auf jeden Fall bekommen würde, wenn man nicht anders vorgesorgt hat.
Ein Rentenpunkt wird perspektivisch nicht mehr so viel wert sein wie jetzt, so dass die Renten (mit Ausnahme der Grundrente für Bedürftige) insgesamt niedriger werden.

Ich kann mich aber auch irren. Aktuell sitzt ja eine Arbeitsgruppe aus mehreren Professoren daran, die im Sommer verkünden werden, wo die Reise hin geht.

Dafür wird die Einzahlung nicht versteuert.

Ich glaube, die Arbeit wird eher weniger werden (siehe Diskussion zur KI). Aber klar, wir müssen uns Gedanken machen, wie die Rente in Zukunft organisiert wird. Das arbeitslohn-basierte Umlageverfahren wird dann nicht mehr so gut funktionieren.

Mal sehen. Dazu gibt es ja schon die „Lifestyle“- Diskussion zur Teilzeit.
Ich hoffe aber, dass die Arbeit auch für jüngere Leute weniger wird und sie trotzdem über die Runden kommen, dann müssen sie nicht so auf die Rente geiern wie meine Generation der Boomer.