Wertungen der Medien

Aktuell stört mich , dass der Streit in der Ampel als ein Versagen dargestellt wird. Ist politischer Streit in der Demokratie nicht normal? Sicher ist die Ampel kein Meister der PR, wenn aber der Streit der Hauptkritikpunkt wird und Inhalte eher gleichgültig sind, geht das in die falsche Richtung. Einigkeit ist gut, Streit ist schlecht, um Inalte geht nicht mehr.
Nach meinem Gefühl verabschieder sich die Medien immer mehr von den politischen Inhalten, skadaliert aber Nebenschauplätze. Auch die Aiwangener- Affäre finde ich insoweit seltsam. Aiwanger erzählt so viel politischer Unsinn, dass man nicht auf Taten zurückgreifen muß, die er eventuell als 15- Jähriger gemacht hat. Nicht umsonst gibt es im Strafrecht Verjährungen, deren Gedanke auch hier Anwendung finden sollte.

1 „Gefällt mir“

Gehe ich alles mit - es gibt tatsächlich eine Wertung der Medien - das ist aber ein Henne-Ei-Problem - Werten die Medien von sich aus und werden - leider in zu großem Stil - mangels alternativer Berichterstattung unreflektiert konsumiert - oder ist die mediale Wertung eine Folge des wertenden Mainstreams, dem sich die Medien nicht enziehen können, um Erfolgreich zu bleiben?

Überdies: neben den sachlichen Infos durch die Medien, steht es jedem in seiner/ihrer Medienkompetenz zu, diese Wertung durch eine eigene, unabhängige zu ersetzen…

1 „Gefällt mir“

Bin im wesentlichen eurer Meinung. Ein kleiner Querlink Die Zukunft des Journalismus :slight_smile:

So sieht es aus, wenn ich nicht darauf angewiesen bin über möglichst spannenden Streit zu berichten, weil es nicht darum geht, daß ganz viele Leute den Artikel anklicken, um Werbeeinnahmen für die Zeitung zu generieren.