Wenn Russland jetzt ein Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine fordert und ein Ende der Mobilmachung der ukrainischen Armee für einen Waffenstillstand, dann braucht die Ukraine nicht zu verzagen. Dahinter verstecken sich ganz natürliche Forderungen für einen Waffenstillstand, und die Europäer sollten nun zusammen mit der Ukraine, die gleichen Bedingungen stellen und noch einen Waffenstillstand von drei Tagen oben drauf, z.B. morgen ab 18:00 Uhr bis Mittwoch 18 Uhr. Diesen Waffenstillstand kann man dann später per Forderung an Russland verlängern, um über die russischen Bedingungen im Rahmen des russischen Memorandum für einen Frieden beraten zu können, weitere drei Tage! Ich würde an Stelle der Ukraine und der Europäer mir nur die Bedingungen innerhalb des ausgearbeiteten russischen Friedenmemorandums, welches bisschen mehr ist als nur Bedingungen, anhören und Unklarheiten über die russischen Positionen per Fragen beseitigen, um dann einige Tage später eigene Vorschläge, Russland zu unterbreiten. Das genau ist Politik von Diplomatie begleitet!
Das Gleichgewicht, da alles wie ein russisches Diktat vorkommt, stellen die Europäer dar, die sich ab jetzt richtig in den Friedensprozess einmischen sollten. Es ist zwar Spekulation, aber ich nehme an, dass Russland seine Forderungen so hoch aufbauscht, um die europäischen Staaten in den Friedensprozess zu bekommen. In Istanbul könnten alle vier Außenminister dabei sein, der BRD, Frankreichs, Polens und Großbritanniens. Falls die Russen dem wirklich nicht zustimmen würden, dann sagen alle Fünf (einschließlich der Ukraine) die Verhandlungen in Istanbul ab. Ich glaube fest daran, dass sich spätestens dann die Russen bewegen werden!