Dieser Artikel hat mich zu diesem provokanten Thema veranlasst:
Nehmen wir mal theoretisch an, eine Regierung möchte einen Genozid verüben. Heutzutage noch irgendwo Konzentrationslager zu bauen und dort systematisch Menschen zu töten, geht im Zeitalter des Mobiltelefons und der Satellitenüberwachung kaum noch. Das kommt raus.
Also muss der hypothetische Staat anders vorgehen. Es darf keinesfalls systematisch aussehen!
- Die Menschen müssen in einem Krieg sterben, bei Angriffen, die sich gegen einen Feind richten.
- Noch besser, man fordert die Menschen zur Flucht auf. Das sieht dann humanitär aus.
- Auf der Flucht gibt es natürlich dann keine medizinische Versorgung mehr, da sterben dann auch Menschen.
- Die Lebensmittelversorgung muss man so weit drosseln, dass die Menschen hungern. Zusammen mit mangelnder Hygiene und schlechter medizinischer Versorgung geht das Sterben dann weiter.
- Als Nächstes dann wieder woanders hin vertreiben, damit sich keine systematischen Hilfsstrukturen bilden können.
- Geht das alles zu langsam, kann man die Hilfe auch selbst organisieren und andere Organisation rauswerfen. Damit kann man sicherstellen, dass immer zu wenig Lebensmittel ankommen und die Menschen so verzweifelt sind, dass die noch fitten aggressiv werden. Dann sterben die schwachen noch schneller und man hat einen Grund die Hilfe immer wieder mal zu stoppen.
- Gibt es doch zu viel schlechte Weltpresse, fängt man noch eine zweiten Krieg gegen jemand wirklich, wirklich bösen an. Das gibt der Weltpresse neue Themen über die berichtet werden kann.
Zum Schluss noch ein Zitat aus obigen Artikel, der mich wie gesagt zu diesem hypothetischen Szenario inspiriert hat.
Die Nachrichtenagentur AFP zitierte am Donnerstag einen Augenzeugen, der sich zu einem ähnlichen mutmaßlichen Vorfall im Netzarim-Korridor äußerte. Der Palästinenser berichtete demnach, über Nacht hätten sich in dem Gebiet Tausende Menschen in der Hoffnung versammelt, an einem Verteilzentrum Hilfsgüter von der von den USA und Israel unterstützten Stiftung „Gaza Humanitarian Foundation“ (GHF) zu bekommen. Gegen ein Uhr morgens hätten israelische Soldaten angefangen, auf die Menge zu schießen. Wegen der vielen Menschen sei eine Flucht unmöglich gewesen. Auf dem Boden hätten Verletzte und Tote gelegen, so der Augenzeuge weiter. Dem Zivilschutz zufolge wurden die Opfer anschließend in verschiedene Krankenhäuser im Gazastreifen gebracht. Die israelische Armee erklärte zu den Berichten, ihre Soldaten hätten am Netzarim-Korridor „Warnschüsse auf Verdächtige“ abgegeben, die sich ihnen genähert hätten. Über Verletzte hätte sie keine Kenntnis.
Es gibt keine Beweise, dass die Aussage stimmt. Aber ich glaube ja, es stimmt.
Immer daran denken: Es darf keine systematische Planung geben. Keine Wannsekonferenzen mit systematischer Planung und Protokoll und so.
Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen sind nicht beabsichtigt und ein Zufall.