Wie sich die Welt zu unseren Lebzeiten verändert hat

Ich weis nicht, ob dies die richtige Kategorie ist, doch gestern habe ich mir eine microSD-Speicherkarte für mein Handy gekauft: 1 TB für ca. 60 Euro.

Das Ding ist so groß wie der Nagel von meinem kleinen Finger. Nein eigentlich etwas kleiner.

So mit 16 oder 17 habe ich mir meinen ersten Computer gekauft: Einen Atari natürlich keinen doofen Amiga. Und bald danach eine FESTPLATTE mit 20MB für diesen Computer:

Ich finde die Maße nicht mehr aber sagen wir das Ding war 30 x 30 x 8 Zentimeter.

Für ein Terrabyte hätte ich 47.683 Tausend von diese Festplatten kaufen müssen. Das wären dann ca. 343 Kubikmeter. Eine Block 10 mal 10 Meter und drei Meter fünfzig hoch. Gewicht keine Ahnung.

Schade ich hatte eigentlich gedacht der Berg wäre so groß wie mein Haus.

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bei startrek/ raumschiff enterprise hatten die dieses klappbare gerät in der hosentasche, das fast alles konnte, was der weltraumfahrer so braucht. heute hat jeder von uns so ein ding.

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Ich kann mich allerdings an keine einzige Star Trek Folge erinnern, in der dem communicator mal die Batterie lehr war. Die Empfangsstörungen dagegen war sehr visionär :slight_smile:

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ich finde das war wirklich visionär!
unsere smart phones kommen dem sehr nah, was die da hatten.
Hieß das communicator? wusste ich nicht

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…und die Entwicklung geht immer weiter…

…die Quantenchips werden auch im Laufe der Zeit wohl immer kleiner werden…
…mal sehen, welche Anwendungen wir noch erleben werden…

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Ich habe keine Ahnung was die Quantencomputer für unseren Alltag mal bedeuten werden.

Es geht mir eher um die Frage gab es vor uns schon mal eine Generation in der Menschheitsgeschichte, deren Leben sich so radikal geändert hat, wie bei unserer? Ich meine das weltweit nicht nur auf diesem kleinen Fleck, den wir als aktuell als Deutschland bezeichnen.

Als ich geboren wurde starb mein Großvater gerade an einer angeborenen Nierenkrankheit. So wie viele viele Generationen vor Ihm. Und heute? Am Samstag, den 11.1.2025? Mein Blut wird gerade von Giftstoffen gereinigt, wärend ich bequem auf einem Bett liege und mit Menschen kommuniziere, die ich noch nie persönlich getroffen habe. Dabei ist es vollkommen egal, wo auf diesem Planeten diese Menschen gerade sind.

Und für uns alle ist das normal, integriert in unseren Tagesablauf, unsere Lebensweise.

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Klare Antwort: Nein.

Sind hier eigentlich die Theorien von Ray Kurzweil bekannt? Die exponentielle Verkürzung der Inoovationsabstände und daraus resultierend die kommende Singularität? Das ist der Punkt, an dem die maschinelle Intelligenz die menschliche übersteigen wird und damit ein disruptiver Wendepunkt (Kipppunkt) in der Evolution erreicht wird.

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Diese Ideen haben ein entscheidenden Fehler: Bevor das passieren kann, müsste sich die Machine Intelligence selbst reproduzieren können. Und an jedem KI-Computer sind so gigantische Mengen von Menschen beteilitgt, daß sich diese Singularätät noch mindestens Jahrhunderte wenn nicht Jahrtausende in der Zunkunft befindet.

In jedem Fall nach der Klimakatastrophe, wenn es unsere Zivilisation dann noch gibt.

Bitte las uns das hier aber nciht weiterdisktieren. :pray: Denn es passt nicht zu meinem Thema. Es geht mir um eine Betrachtung der Dinge die bisher passiert sind und nicht um Vorraussagen, wie es weiter geht.

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Ein anderer Punkt, der mir gerade auffällt, wo ich hier im Zug sitze: Wikipedia

Seit März 2001 sind 2.977.048 Artikel in deutscher Sprache entstanden.

Es gibt die Wikipedia-Wissensammlung in 340 Sprachen und die ersten 19 davon haben jeweils mehr als 1 Million Artikel (also nicht Seiten, das sind noch viel mehr)

Zum Vergleich: Laut Wikipedia :slight_smile: hatte die 21. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie 30 Bände mit insgesammt rund 24.500 Seiten und nur rund 300.000 Stichwörter. [1]

Eine gedruckte deutsche Wikipedia hätte dann wohl ca. 300 Bände.

PS: Ich werdet nie erraten, welches die zweit größe Sprach-Wikipedia ist :slight_smile:


  1. Ich habe mit google versucht eine andere Quelle zu finden, habe aber nach ein paar Seiten Suchergebnisse aufgegeben. ↩︎

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Ich habe mal irgendwo gelesen, dass das exponentiell wächst.

Indisch oder Esperanto?

Deutsch. Das muss man nicht erraten. Das links unten ist übrigens Farsi.

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Ja.
Uroma in meiner Familie, 1899 geboren, 2002 gestorben.
Politik: Kaiserreich, 1. Weltkrieg, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, 2. Weltkrieg, Sozialismus (DDR), Flucht vor Mauerbau nach Westdeutschland, BRD, Mauerfall, Wiedervereinigung.
Mobilität: Postkutsche, Eisenbahn, Fahrrad, Auto, Flugzeug, ICE
Infrastruktur: Wasser vom Brunnen, Petroleumlampen, Holzofen und Herd, Plumsklo, Wasserleitung, Gas, Strom, Spültoilette, Zentralheizung, Durchlauferhitzer. Von Holz und Kohle zu E-Werken und Atomkraft.
Kommunikation: Brief, Telegraph, Grammophon, Telefon, Plattenspieler, Radio, Fernseher, Tonbandgerät, Casettenrecorder, Taschenrechner, Videorecorder, CD-Player, Computer, Internet, Handy.

Dagegen lebt unsere Generation von klein an in einer Demokratie, nur die Ossis hatten einen Wechsel vom Sozialismus. Stromanschluß, Wasseranschluss und zumeist auch Zentralheizung sind uns selbstverständlich.
Die einzigen technischen Entwicklungen war die Digitalisierung und Internet.

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Eine großer Entwicklung in unserer Lebensspanne ist auch die Globalisierung. Wir können uns als Privatperson Waren und Infos aus aller Welt bestellen, mit Leuten rund um den Globus chatten, und wir können uns einfach in ein Flugzeug setzen und irgendwo hin fliegen bzw. Menschen aus anderen Ländern zu uns einladen.
Viele Grenzen in Europa wurden geöffnet.

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Das ist eine schon fast groteske Untertreibung. Die weiter ungebremst fortschreitende Leistungssteigerung der Chips ist nicht nur quantitativ zu beschreiben, sie hat fundamentale qualitative Auswirkungen in wirklich allen Lebensbereichen, dafür sorgt wiederum auch die Vernetzung auf allen Ebenen (IoT). Daneben sind die von Dir aufgeführten Beispiele aus dem letzten Jahrhundert nur ein kleiner Anfang.

Daneben vergisst Du die mindestens genaus so großen Fortschritte in der Molekularbiologie, die einerseits von der enormen Verarbeitungskapazität heutiger IT ermöglicht wird (Google Alpha Fold z.B.) und auch selber wiederum vielfältigen Fortschritt in der Medizin und vielen anderen Bereichen (Lebensmittelproduktion) ermöglicht.

Der Innovationszyklus beschleunigt sich seit der bekannten Geschichte der Menschheit mindestens exponentiell. Wir tun uns schwer, wirklich zu begreifen, was eine exponentielle Vermehrung bedeutet. Das Beispiel mit dem Schachbrett ist bekannt: auf dem 1. Feld 1 Reiskorn, auf dem 2. Feld 2, dann 4, 8, 16 usw. bis auf dem letzten Feld 2 hoch 63 Reiskörner liegen würden (= 338 Milliarden Tonnen), wenn es soviel auf der Erde gäbe.

Und eine solche Entwicklung erleben wir gerade in Technik und Wissenschaft. Ein Ende ist nicht in Sicht. Das sind einerseits grandiose Aussichten, man kann allerdings auch Angst davor haben.

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Obersekunda bis zu heute ist nicht meine ganze Vergangenheit, aber war mit deutlichen Änderungen versehen.

1972 waren die „Grenzen des Wachstums“ erschienen und der Club of Rome wurde bekannt. 1980 erschien „Global 2000“ und die Diskussion zu Umweltfragen wurde für viele Leute sichtbar. Umweltthemen im Fernsehen, Radio, Internet sind heute überwältigend und nicht mehr zu überblicken.

1978, links war angesagt und soziale Fragen wurden heftig diskutiert. Davon spüre ich 2024 auch bei Jugendlichen mit denen ich zu tun habe nichts mehr.

Marx, Lenin, Mao wurden in der Schule diskutiert. Davon höre ich heute nicht mehr.

Wer andere Meinung war, dem wurde das Übersiedeln in die DDR empfohlen. Heute gibt es die DDR nicht mehr.

Europa nahm Schwung auf und es gab auch Visionen von einem vereinten Europa. Heute stehen wir vielleicht am Anfang der Auflösung der EU wie wir sie kennen.

Arbeitsmoral war Teil der Erziehung.

Wir jungen Leute schauten voll Zuversicht und mit Ideen ein die Zukunft. Heute sind Teile der aktiven Jugend scheinbar eher Untergangsgedanken zugeneigt.

Beim Rechnen benutzen wir Rechenschieber. Was ein Rechenschieber sein könnte ist heute für Menschen unter 40 ein Rätsel.

Es herrschte Phantasie und politische Vision.

Künstliche Intelligenz, seit 1956 diskutiert, war immer noch eine Art Science Fiction. Heute beginnt KI die Arbeitswelt zu ändern.

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Das ist „das Schöne“ am Fortschritt - bald passt alles in die Hosentasche - der Taschencomputer wie auch der brasilianische Regenwald - der kann allerdings im Gegensatz zum Computer hinterher weniger als vor der Schrumpfung - Hauptsache: Miniaturisierung als Symbol des Fortschritts :sob:

Wahrlich, die Welt hat sich zu unseren Lebzeiten stark verändert - im guten - wie im schlechten.

Bißchen sehr negativ.

Du übergehst die enormen Fortschritte. Damals waren wir 6, heute 27, damals gab es noch große Staus an den Grenzen, heute sind die Grenzen weg (bis auf Dobrind), damals müssten wir noch vor jedem Urlaub Geld wechseln und Reiseschecks kaufen, heute haben wir den Euro und zahlen mit Smartphone, damals war telefonieren nach Hause umständlich und teuer, heute haben wir das Handy, usw

Bis auf die akute Angst vor dem Atomkrieg, die Luft war teilweise so dreckig, dass wir weder 2 Kilometer noch in die Zukunft schauen konnten, die Flüsse waren verdreckt und voller Chemikalien.

Die Wunschvorstellung einer sozialistischen Gesellschaft war so eine Vision, die sich zum Glück nicht erfüllt hat.

Früher war nichts besser, außer wir waren jung.

Ich stimme deiner Aufzählung von positiven Punkten zu, du hast hier

aber etwas vergessen: Wir können auch überall in der EU mit dem gleichen Handyvertrag zu den gleichen Kosten telefonieren. Finde ich eine sehr wichtige Errungenschaft :slight_smile:

Und das

verzerrt doch die SItuation: Das Risiko eines Atomkriegs ist heute ja eher höher und die dreckige Luft war weit aus weniger relevant als die Klimakatastrophe heute.

Aber es ging mir hier nicht, um was ist besser, was ist schlechter geworden. Sondern nur um das Ausmaß der Veränderung unserer normalen Lebensumstände. Und da sind die Computer wohl eine der gravierensten Änderungen, oder?

Bei mir gefühlt nicht, denke nur an die Kuba-Krise. Und eine objektive Formel zu Berechnung des Risikos kenne ich nicht.

Definitiv ja. Und es wird sich noch weiter beschleunigen. Schon etwas älter, aber sehr weitsichtig: