Der Koran sagt in Sure 6:151 und 17:33: „Tötet nicht das Menschenleben, das Gott für unantastbar erklärt hat, es sei denn bei vorliegender Berechtigung.“ Diese Berechtigung stammt aus der Blutrache, die in der vorislamischen arabischen Stammesgesellschaft als Deeskalationsinstrument diente: Bei einem Konflikt zwischen zwei Clans wegen eines Mordes sollte Gleiches mit Gleichem vergolten werden, um auf diese Weise einen Krieg zu verhindern. (nach: Zehn Gebote (Koran) – Wikipedia)
Im jüdischen Tanach steht in Ex 20,2–17 und Dtn 5,6–21: „Du sollst nicht töten.“ (nach: Zehn Gebote – Wikipedia)
Wann befolgen Ismail Haniyya und Benjamin Netanyahu endlich die Gebote ihrer heiligen Schriften?
Die erste Frage, die hier geklärt werden muss, ist, ob es sich dabei um theologische Aspekte oder um soziologische Betrachtungen handelt, die - gemessen an der damaligen Gesellschaft - angemessen erschienen, heure aber - sehr wahrscheinlich - über holt sind, da die Gesellsxhaft sich dramatisch und sehr komplex verändert hat - bei der Sure weiß ich das nicht genau - bei den 10 Geboten ist das in erster Linie keine theologische Aussage, sondern eher eine, die das täglichen Zusammenleben regelt - das gilt auch für das - damals bahnbrechende - " Auge um Auge …" es ist keine „heilige“ Aussage…
Beide Seiten tun so, als ginge es um es um Religionen, um theologische Dinge. Dann sollen sie auch danach handeln. Alles andere ist mir als Atheisten egal. Mögen ihre heiligen Schriften widersprüchlich sein, in Bezug auf ihnen Fremdes sind sie beide sehr radikal, z.B. gegenüber Schwulen. Mir ist wichtig, dass sie ihre Waffen - egal ob es sich dabei um Feuerwaffen oder um Bulldozer handelt - wegpacken und sich zusammen an einen Tisch setzen und darüber reden, was vor 100 Jahren in der Region unter kolonialer Leitung des Völkerbundes passiert ist und wie sie heute damit - friedlich - umgehen.
Moment- der Iran, der die Hamas unterstützt, könnte jederzeit die Flüchtlinge aus Gaza großzügig aufnehmen, so wie wir es mit den Ukrainern machen. Einmal über die Grenze nach Ägypten, dort schön mit Bussen von muslimischen Wohltätigkeitsorganisationen abgeholt und zum nächsten Flughafen gebracht und ab in den Iran. Warum hilft denen denn keiner aus der islamischen Welt. Und wieso habt die Hamas ihre Kraft nur in den Waffenbau und Import gesteckt und nicht in Solar und Windkraftanlagen, mit denen sie ihren eigenen Strom produzieren können? Wieso haben sie Unmengen von Waffen für ihren Angriff gelagert, aber keine Lebensmittel für die Zivilbevölkerung? Die Hamas hungert die Zivilbevölkerung aus- nicht Israel und der Westen.
Bei der Ukraine haben wir die Hoffnung, dass sie in ihr Land zurückkehren können, wenn der Angreifer (dank unserer militärischen Unterstützung) besiegt ist. Für die Palästinenser im Gazastreifen hat diese Hoffnung niemand. Wenn Israel es schafft den Gazastreifen zu entvölkern, ist palästinensisches Leben dort Geschichte.
Das haben sie durchaus in den letzten Jahren, auch aus ganz pragmatischen Gründen, da eine zentrale Stromversorgung in Gaza nicht verlässlich existiert. Beispiele:
Weil die islamische Welt überhaupt kein Interesse an den Palästinensern hat. Sie dienten nur dazu, den Konflikt mit Israel am Kochen zu halten. Integration in die muslimisch-arabischen Bruderländer wird ihnen verweigert, stattdessen werden sie mittlerweile über Generationen als Flüchtlinge in Lagern gehalten.
Zumindest der zweite Link ist eindeutig nicht der Hamas zuzuordnen. Die Frage war aber, was die Hamas unternimmt, um der Bevölkerung zu helfen. Die Hamas hat keinerlei Interesse an einem prosperierenden Gaza.
Beide Seiten profitieren politisch davon, dass der Konflikt weitergeht.
Jede Seite kann ihre Anhänger damit bei der Stange halten, indem sie auf die Taten der anderen Seite verweist und die eigenen Taten ausblendet.
Wenn es anders wäre, wäre der Konflikt schon gelöst worden, Zeit und Gelegenheit gab es genug.
Bei Seiten sind Opfer und Täter zugleich.
Das macht es mir unmöglich, mich vorbehaltlos auf eine Seite zu schlagen, auch wenn ich zur israelischen Seite neige.
Mit dem Umgang mit Pro-Hamas Demos hat das aber natürlich wenig zu tun.
Das sehe ich simpel: gibt es konkrete Anzeichen für Gewalt und Rechtsverstöße, wird die Demo verboten. Ansonsten ist sie erlaubt. Wer da demonstriert, ist egal.
Wenn Du mit der anderen Seite die jüdischen Ultras meinst, gebe ich Dir Recht. Die Mehrheit der Israelis möchte in Frieden leben (jemand müsste ihnen mal sagen, dass sie dann auch entsprechend wählen sollten) und ich vermute die Mehrheit der Palästinenser auch (die haben leider keine Wahl)
Hm, gehört Bibi N. auch zu den Ultras?
Weil ich dessen Friedensliebe eher skeptisch sehe.
Dem traue ich auch zu, einen Krieg anzuzetteln, damit er an der Macht bleibt.
Ansonsten will die Mehrheit m.E. immer Frieden, wenn sie nicht völlig indoktriniert und desinformiert ist, was ich bei den Israelis nicht glaube.
Und die Bewohner des Gaza-Streifens dürften schon deswegen Frieden wollen, weil sich nur so ihr besch…eidenes Leben ändern kann.
In München haben jetzt das Amts- und das Landgericht einen Mann als Straftatverdächtigen hingestellt - wegen „Billigung“ des Hamas-Terrors, eines schweren Vorwurfs -, nachdem dieser im Internet von einem „Widerstandsrecht“ der Palästinenser gesprochen hatte. Wenn das schon genügt, um die Staatsanwaltschaft auf den Plan zu rufen, dann ist das bedenklich.
Es ist unklug, wenn die Justiz für Wut, Angst und Anteilnahme kein Ventil lässt, kein legales Ventil. Und das gilt auch dann, wenn Meinungen vorgetragen werden, die verkürzt sind oder die einem als einseitig oder simplifizierend oder plump erscheinen. Der Mann, der jetzt in München ein Strafverfahren durchläuft, hatte offengelassen, was genau er mit dem „Widerstandsrecht“ der Palästinenser meinte. Er hatte im Unklaren belassen, wie er es mit der Hamas hält.
Naja, es ist Aufgabe de Staatsanwaltschaft, ein waches Auge auf geselschaftsgefährdende Dinge zu haben (lange war sie z.B. auf dem rechten Auge völllig blind)…
Aber es ist Aufgabe der Richter, festzustellen, ob das tatsächlich noch im - oder eben doch auserhalb des zulässigen Rahmens liegt…
Ich finde es durhaus auch problematisch, dass die Staatsanwaltschaft - vielleicht nicht zuletzt dadurch, dass es immer wieder massive Vrwürfe gab, sie würde vor allem rechte Gefährdungen nicht ernst ngenug nehmen, an diesen Stellen in Aktionismus verfällt - denn immerhin ist - selbst wenn die Betroffenen ein „reines Gewissen“ haben, und sehr schnell klar wird, dass das ein Fehlschluss war, es mit Aufregung und Aufwand verbunden, sich zu wehren…
Aber das kannst Du besser einschätzen als ich, wie stark das die Betroffenen - vor allem emotional - emotional in Mitleidenschaft zieht…
Ich war noch nie in einer solchen Situation - ich bin noch nie als persönlich Verdächtiger/Angeklagter vor Gericht gestanden.