Bin wie immer frustriert wenn ich solche Artikel lese.
Der Autor bezieht sich auf den China Table und behauptet allen Ernstes, das China daran arbeitet einen Emissionshandel einzuführen.
Das spricht weder für den Autor, noch - und das wundert mich nicht, für den China Table. Enhancing China’s ETS for Carbon Neutrality: Introducing Auctioning – Analysis - IEA.
Kann jeder, wenn er recherchiert, auch selbst finden…
Es gibt gute Wege die Welt vor dem Klimawandel zu schützen. Wir müssen von den heute 425 ppm CO2 in der Atmosphäre wieder auf 330 ppm zurück kommen.
Das geht nur indem wir nichts mehr eintragen und CO2 aus der Atmosphäre entnehmen.
Wir müssen also CO2 Senken schaffen, die in einem exponentiell geleiteten Tempo CO2 aus der Atmosphäre entnehmen.
Genau an diesem Punkt sollte die grüne Partei mit voller Überzeugung auf China zugehen. Nur China kann dieses Projekt realisieren.
Ein weiterer für Grund, warum es Quatsch ist, China als Rivalen zu sehen
Wieso Protektionismus?
Damit werden nur gleiche Bedingungen geschaffen.
Wer mehr Emissionen verursacht bezahlt mehr, egal wo die Emissionen erzeugt werden. Ob das über den CO2 Preis passiert oder die Grenzabgabe ist doch egal.
Die Schwierigkeit ist doch, dass einem Import-Produkt zuzuordnen. Wenn der Hersteller behauptet, alles mit grünem Strom gemacht zu haben, muss man ihm erstmal das Gegenteil nachweisen. Und die betroffenen Staaten werden sich dann auch wieder mit Zöllen wehren.
Ein anderes Problem sind die exorbitanten Preissteigerungen, wenn Zertifikate strickt gedeckelt sind. Das mit Klimageld auszugleichen wird schwierig und bürokratisch.
Ich halte diesen Weg nicht für grundsätzlich falsch, aber wir dürfen uns über die Schwierigkeiten keine Illusionen machen.
Chinas industrielle Kapazitäten sind zwar enorm, noch enormer aber ist dein Glaube an seine Allmächtigeit. CO2 aus der Atmosphäre zu filtern ist mit den bekannten Technologien kaum in dem erforderlichen Maßstab realisierbar.
Das ist relativ einfach zu verstehen.
Die Tropenwälder in Brasilien sind, gemessen an der Aufgabe, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir müssen jährlich ca. 100 Mio. Gt CO2 aus der Atmosphäre nehmen um schnell genug CO2 zu reduzieren.
Das geht mit herkömmlichen Wiederaufforstprogrammen nicht. Der Prozess ist zu langsam. Es gibt Überlegungen durch gezielte Algenzucht so etwas doch noch hin zu bekommen.
Da schneidet Brasilien aus, sowohl wirtschaftlich als auch technisch.
Die USA sind zu zerissen. Das sehe ich keine Chance in der nächsten Zeit einen Konsens hin zu bekommen
Darum geht es doch im Moment noch gar nicht: Bevor wir anfangen mit immensem Aufwand das Spurengas CO2 [1] aus der Atmosphäre zu sieben, sollten wir erstmal damit aufhören noch mehr CO2 zu produzieren.
Diese Umstellung passiert ja nicht überall gleich schnell. Und wer schneller ist hat erstmal mehr Kosten. Doch wir müssen schnell sein. Also ist der ganz oben skizzierte Mechanismus der Grenzabgaben ein guter Ansatz Wettbewerbsnachteile für die eigene Wirtschaft auszugleichen.
Nun es wird Schwindler geben und Ungenauigkeiten. Aber das Prinzip trägt. Und wenn die EU feststellt, das bestimmte Importeure betrügen: Muss die EU wirklich vor Gericht nachweisen das es Betrug ist? Vor welchem Gericht?
Ich gebe dir recht, bei jedem kleinen Plastikspielzeug etc. ist da schwierig.
Aber wenn Nippon Steel z. B. 100.000t Stahl nach EU verkaufen will, geht das bei einem Stahlwerk schon recht gut.
Man kann die Beweislast auch umkehren. Die müssen ihre CO2 Emissionen pro t darlegen. Das kann man dann zertifizieren lassen. Wenn die das verweigern, wird eben erst mal ein schlechter Wert angenommen.
Die können gerne mit gleichen Abgaben antworten. Unsere (hoffentlich) dann CO2 reduzierte Industrie steht dann immer noch besser da.
Es ging doch gar nicht um Zertifikate, sondern um eine Grenzabgabe.
Ja, einfach wird es nicht. Aber man kann ja mit den großen Brocken mal anfangen. Stahl, Alu, Kupfer, Autos, etc. etc.
Darum ging es doch gar nicht.
War doch ein Ablenkungsmanöver.
Das ganz ist schon ziemlich weit ausgearbeitet. Ganz oben steht ja der Link. Hier ein Ausschnitt:
Der Text der Initiative könnte lauten:
Der Art 74 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist zu präzisieren durch:
Der Bund muss für alle Klimagasemissionen Zertifikate an der frühest möglichen Quelle erheben und jedes Zertifikat muss käuflich erworben werden.
Die Anzahl der Zertifikate wird jedes Jahr um mindestens 10% gesenkt.
Beim Import müssen Zertifikate für alle grauen Klimagasemissionen erworben werden. Beim Export können Zertifikate zurückerstattet werden. Die Berechnung der grauen Emissionen obliegt dem Im- bzw. Exporteur und ist öffentlich zugänglich. Um den Berechnungsaufwand zu reduzieren können die grauen Emissionen auch geschätzt werden. Dabei muss sichergestellt sein, dass die Schätzung mindestens den tatsächlichen Klimagasemissionen entspricht.
Erläuterungen zur Einführung und Umsetzung
1a. Zertifikate können ab Einreichung der Initiative im Voraus erworben werden. Bei einer Ablehnung der Initiative verfallen die Zertifikate wertlos und Geld aus dem Zertifikateverkauf steht dem Bund für Klimaschutzmassnahmen zur Verfügung.
Leider gehst du auf die Bedenken überhaupt nicht ein. Nochmal, was soll passieren, wenn am 1. November die Zertifikate für das laufende Jahr weg sind? Und wie hat sich wohl der Preis angesichts der absehbaren Knappheit im Oktober entwickelt?
Ein solcher gravierende Eingriff in das Marktgefüge sollte besser durchdacht sein.
Natürlich würde dein Vorschlag die Emissionen deckeln. Aber zu welchem politisch-sozialen Preis?
Eine ignorante Antwort, die meine Argumente komplett ignoriert. Dein
Glaube an den Markt in Ehren, aber auf dem Markt kommt es zu extremen Preisen, wenn eine hohe Nachfrage auf ein nicht zu steigerndes Angebot trifft. Die sozialen Spannungen würden jede Demokratie zerreißen. Ist das so schwer zu verstehen?
Gerade habe ich die Benachrichtigung erhalten, dass ein neuer Beitrag zum Thema "So reduziert man die CO2-Emissionen richtig und rechtzeitig und sozial gerecht "gepostet wurde.
Voller Hoffnung öffnete ich dieses interessante Thema und dachte, jetzt kommt bestimmt ein guter Vorschlag. Doch was lese ich zu meinem Entsetzen?
wer sag denn das es dazu kommt?
Zertifikate werden nicht von einem Monat auf den anderen gekauft, Selbst unsere kurzfristig gewinnorientierten Konzerne, speziell Energieversorger, haben einen längeren Planungshorizont. Es gibt immer (vielleicht sehr teuer) Zertifikate am markt. Wir haben eher das Problem, dass es zu viele gibt.
Also lasse deine Panikmache um alles dem Staat, und damit dem Steuerzahler, aufzubürden. Hat ja schon fast sozialistische Züge.
Zudem fällt die Politik sowieso um wenn es wirklich eng wird. Leider
Einfache Arithmetik. Wenn Emissionen soweit gedeckelt werden um das 2° Ziel zu erreichen bevor Heizung, Stromerzeugung usw. umgestellt werden, werden wir in einen Mangel hineinlaufen. Rein marktwirtschaftlich gehen dann die Zertifikatpreise durch die Decke, Benzin, Diesel, Öl, Strom in der Folge auch, das spült viel Geld in den Klimafonds, das kann dann investiert werden, es dauert aber Jahre bevor das wirkt.
Der bessere Weg wäre, schnell zu transformieren und begleitend Zertifikate zu reduzieren. Aber nur soweit, dass der Bürger noch heizen und pendeln kann, aber gleichzeitig Anreiz undd
Möglichkeit hat, rechtzeitig auf Wärmepumpe und E-Auto umzustellen.
Die Schwierigkeit ist doch, Angebots und Nachfrage von grünem Strom koordiniert auszubauen. Das kann nach meiner Einschätzung die Marktwirtschaft alleine nicht steuern. Deswegen hielte ich es für sinnvoller, wenn der Staat hier vorausschauend eingreifen würde. Das ist weder Panikmache, noch hat es etwas mit Sozialismus zu tun.
Nochmal, wer soll es sonst zahlen, wenn nicht Steuerzahler und Stromkunden?
Es geht nicht nur um die Frage, wer es zahlt, das wir immer der Steuerzahler und Stromkunde sein, sondern auch um die Frage, wie es gesteuert wird und wie die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt. Das ist vielleicht zu komplex, um es in einem solchen Forum mit Begriffen wie Panikmache und Sozialismus zu diskutieren.
Es geht so langsam, weil unsere Bürokratie bremst.
Die Unternehmen stehen vielfach in den Startlöchern und dürfen nicht.
Sag ich doch. Die Stromkunden.
Das ganze läuft doch schon.
Die Preise für das CO2-Zertifikat sind doch noch moderat bei ca. 60 Euro.
Bis die dort ankommen wo sie lt. einiger sein müssten, müssten sie noch sehr viel steigen. tun sie aber nicht, weil die Industrie CO2 spart. Ein Teil zwar auch wegen der Wirtschaftsflaute, aber es bewegt sich was.
IEs gibt noch viel zu viel Zertifikate um da wirklich schnell was zu verändern.
Und die Politik wird schon einschreiten wenn es gefährlich wird.
Leider auch nur weil die Firmen laut genug jammern.
Ich sehe das auch als Hauptproblem - man versucht, ein globales Problem mit regionalem Maßnahmen zu lösen - wie wahrscheinlich ist es, dass das zielführend ist?
Anderseits ist es wichtig, dass Schritte unternommen werden - wenn zumindest EU-weit Verbindlichkeit herrscht und nur oft genug weitere Umweltkatastrophen in den USA und China passieren, könnte es sein, dass die ebenfalls früher oder später auf den Zug aufspringen uns es so doch noch zu einem globalen Ansatz kommt…