Wohnflächeneffizienz

Sind zwar nur 6, aber zugegeben jeweils einigermassen große, Zimmer + Nebenräume. Energieverbrauch ist geringer, als Du vermutest. Trotz Baujahr 1979 damals sensationell guter K-Wert, noch heute ansehnlich. Die Kältebrücken (Fenster, Eingangsbereich etc.), die man damals natürlich nicht im Blick hatte, haben wir inzwischen durch „Nachrüstung“ (für mehrere 10 Tsd. €) weitgehend geschlossen. Als Heizung schon damals Fußbodenheizung + inzwischen einmal erneuerter Niedrig-Temperatur-Brennwertheizung (Gas), seit gut 25 Jahren Warmwasserbereitung unterstützt durch Solarthermie auf dem Dach. Im Ergebnis haben wir fast jedes Jahr von den Stadtwerken (heute neumodisch „enercity“) bei der Jahresabschlussrechnung Geld zurück bekommen, während viele Nachbarn über hohe Nachzahlungen gejammert haben.
Gerade heute habe ich die Schlussabrechnung für das vergangene Jahr bekommen. Hatte mich eigentlich angesichts der Gaspreisexplosion seelisch auf eine happige Nachzahlungsforderung eingestellt. Nee, Rückzahlung von 8,80 €. Ist zwar ein Witz gegenüber den Erstattungsbeträgen in den letzten Jahren, aber immerhin. Wir hatten allerdings unser Heizverhalten im vergangenen Winter auch schon ein bisschen der bekannten Situation angepasst. Habe endlich mal einige der noch nie getragenen Pullover anprobiert.

Und für dieses Jahr haben wir die Installation einer Wärmepumpe auf der Agenda - jetzt zahlt sich die damalige Entscheidung für die Fußbodenheizung so richtig aus (als Ersatz für die Gasheizung, auch wenn die es vielleicht noch ein paar Jahre tun würde). Zudem eine neue, leistungsfähigere Solarthermieanlage und werden dann den großen Rest des Daches (Südlage) mit Photovoltaik belegen + Batteriespeicher für den erzeugten Strom im Keller. Verträge sind unterzeichnet, jetzt frage ich regelmäßig bei den Handwerkern nach den voraussichtlichen Terminen für die Realisierung. Die bekannten Lieferschwierigkeiten.

Also, so doll ist der Ressourcenverbrauch bei Energie nun wirklich nicht.
Abgesehen davon sind das keine „öffentlichen“ Güter, die, wie z.B. öffentlicher Straßenraum, alle anderen, auch Du, mit finanzieren. Meinen Gasverbrauch habe ich noch immer selber bezahlt. Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Was die saubere Luft mit der Hausgröße zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Unsere Heizungsanlage hatten wir schon einige Jahre vor dem gesetzlichen Stichtag auf die neuen Grenzwerte hin anpassen lassen.

Deine Bemühungen, mir energiepolitisch ein schlechtes Gewissen einzureden, in allen Ehren. Ist aber nur sehr bedingt erfolgreich.
Wenn, kannst Du mich eher beim Thema „Urlaub“ packen. Aber auch da haben wir jetzt beschlossen, den beiden Kreuzfahrten (Hurtigroute Norwegen und Ostsee/Baltikum/Finnland) der Vergangenheit keine weiteren „Sünden“ folgen zu lassen. Jedenfalls solange die Anbieter nicht auf „saubere“ Antriebsenergien umgestellt haben. Und Flugreisen auf Langstrecken (außerhalb Europas) haben wir bisher ohnehin noch nicht im „Sündenregister“. Aber zugegebenermassen fällt mir da der klimapolitisch gebotene Verzicht subjektiv noch am schwersten.

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Dazu haben wir auch einen Diskussionsstrang im Angebot:

Mit dem CO2-Ausstoß pro Person hat es etwas zu tun.
Er berechnet sich durch die Anzahl der Personen, die das Haus nutzen.

Über Wohnflächeneffizienz in der Kategorie „Klima“ zu reden ist für mich eine reine Strohmann-Diskussion, die soziale Fragen über das falsche Narrativ klären möchte.

Vermögen sind in unserer Gesellschaft jedes Jahr ungleicher verteilt und in der Generation meines Sohnes werden die meisten Menschen nur durch Erbschaft reich sein oder werden und nicht durch ihre Arbeit. Das ist ein Thema.

Knapper Wohnraum ist ein anderes aber verwandtes Thema.

Beide Themen bleiben uns aber auch erhalten, wenn unser gesamte Energie aus erneuerbaren Quellen kommt.

Ist dir „Wirtschaft und Finanzen“ lieber?
Oder welche Kategorie hättest du gern?

Je mehr Wohnfläche pro Person als angemessen betrachtet wird (z.B. für Empfänger*innen von Grundsicherung), desto mehr muss gebaut werden, und beim Bauen wird viel CO2 frei gesetzt.

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Also geht es um den CO2-Ausstoß, den die Personen produzieren. Waren früher mal drei Personen, nach Auszug unseres Sohnes sind’s jetzt noch zwei. Aber dadurch hat sich doch der CO2-Ausstoß insgesamt nicht verringert / verändert. Immer noch drei Personen. Und für die CO2-Bilanz insgesamt doch wohl unerheblich, wo die Personen nun den CO2-Ausstoß produzieren?

Ach ja, der Hund ist gestorben, der hatte ja bestimmt auch einen gewissen CO2-Ausstoß. Dadurch hat sich doch vermutlich unsere gesamtfamiliäre CO2-Bilanz deutlich verbessert (?). Was können wir noch tun? Nach der Logik doch am besten selber „den Löffel“ abgeben. Je weniger Menschen, desto weniger CO2-Ausstoß. Wir arbeiten dran ----> Ironie off.

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Ich habe mehr und mehr das Gefühl, das diese ganzen ANDEREN Quelllen von CO2 uns nur davon ablenken sollen, daß wir keine fossilen Kohlenstoffe mehr aus dem Boden holen dürfen.

Klar, wir können auch alle Katzen und Hunde und Kühe und Schafe und Menschen (Überbevölkerung wird ja auch immer gern erwähnt) erschlagen. Das spart auch CO2. Aber wenn wir morgen aufhören würden Kohle, Gas und Öl aus dem Boden zu holen, wäre unser Problem gelöst, Den Rest könnten wir durch Bäume wieder kompensieren.

Aber je mehr Themen aufgemacht werden, desto länger wird mit 200 km/h über die Autombahn geheizt (mit Explosionsheizungsmotoren), desto länger erlaubt sich die globale Elite (also z.B. 90% der Deutschen) mit Flugzeugen um die Welt zu jetten. Im Gegensatz zum Wohnen sind das nämlich Dinge auf die wir alle sofort verzichten könnten.

Was würde denn passieren, wenn die Deutschen morgen nicht mehr in Urlaub fliegen würden? Oh, wir hätte plötzlich 60 Milliarden Euro für andere Dinge übrig! Aber nein wir verzetteln uns in immer kleinteiligeren Einzeldiskussionen, während weiter das Öl fließt.

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Mir geht es nicht um das Ausatmen, sondern um das Bauen.

Nein, das Bauen ist wirklich ein großer Faktor. Nicht umsonst gibt es Bestrebungen, die Sektorziele im Klimaschutzgesetz auszuhebeln. Nicht nur wegen des Verkehrssektors, sondern auch wegen des Gebäudesektors.

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O.k., jetzt habe ich es in der Sache begriffen. Unser Haus steht allerdings schon seit 1979. Da ist - vom Einbau neuer Fenster etc. zur besseren Dämmung abgesehen - nichts mehr hinzu gekommen.

Könnte man allenfalls sagen, als unser Sohn aus- und in eine ebenfalls schon seit -zig Jahren vorhandene Altbauwohnung andernorts eingezogen ist, hat sich die Klimabilanz verändert. Aber, wie gesagt, auch die Wohnung ist ja bereits vor langer Zeit gebaut worden. Und da vor einigen Jahren die Großelterngeneration nach und nach verstorben ist (= minus 4 Personen) und entsprechend Wohnraum „frei“ gemacht hat, ist doch auch insoweit die familiäre Bilanz „positiv“ (?).

Ja, aber ist dir das wichtig? Soll das wirklich jemand abfragen?

Für die Zukunft kommt es darauf an, dass wir aus dem Materiellen, das existiert und mit den Menschen, die da sind, das Beste machen.

Ich fände es gut, wenn insgesamt ab jetzt weniger gebaut würde, von daher hadere ich ein bisschen mit dem Bauprogramm des Bauministeriums und besonders mit der „behutsamen Verdichtung“ in den Städten.

Ich fordere wieder mehr zu bauen, es mangelt an Wohnungen, und die Flüchtlinge haben die Lage deutlich verschärft. Es ist kein Platz mehr da.

Wo sollen die den alle Wohnen? Draußen im Wald? Äh wenns den überhaupt noch gibt…

Und bei Wohnungsknappheit sind die Mieten viel zu hoch… wer soll das bezahlen? die Armen?

man kann auch ümweltfreundlch bauen. Indem man aufört mit Beton zu bauen. das ist der Hauptgrund für die hohen Bau Emissionen.

Betonherstellung frisst unglaublich viel Energie und setzt unmengen Co2 frei.

Wobei sich das bald von selbst erledigt. Es gibt weltweit kaum noch Bausand. Nicht jeder Sand eignet sich dafür. Ja richtig gehört! Wir haben an sowas blödem wie sand Mangel! Nicht mal ollen Sand gibts noch genug! So wenig dass es heute Sanddiebe gibt. Mein Onkel ha tnoch ein Fass voll Bausand rumstehen, ich denke in 20 Jahren ist das Fass Sand ein teueres Sammlerstück…

Mit anderem Baumaterial ließe sich das Problem lösen. Und auch in dem man Bau- LKW anders antreibt um die Emissionen zu senken. ( E Fahrzeuge mit wechsel Akku oder besser mit Brennstoffzelle) Ist recht Effizient, stinkt nicht, qualmt nicht usw…)

Und die Innenstädte müssen so gut wie möglich genutzt werden, da es dort eh schon keine Natur mehr gibt.

Es wird draußen bald eh so dermaßen ungemütlich dass es da eh kaum noch Natur geben wird. Wir bekommen eine Wüste, da bin ich relativ sicher…

Es sei denn, der Klimaschutz würde überraschend seine Ziele erreichen. ist aber sehr unwahrscheinlich…

Dazu sammele ich Ideen.
Im Wald aber nicht.

Für interessierte Kommunen und Initiativen gibt es die Möglichkeit für einen kostenlosen Vortrag zum Thema

GL_Vortrag_Wohnraum_EFH.pdf (797,6 KB)

Für Privatleute auch die Möglichkeit, an dieser Tagung teilzunehmen:

Wohnraumtagung_Save-Date_A4.pdf (863,8 KB)