Zeit für einen Perspektivwechsel!

Ich bin neu hier im Forum und heiße eigentlich Dagmar, aber ihr habt schon eine, deshalb habe ich mich für Lilly entschieden (so heißt meine Ziege). Und ich bin hier gelandet, weil unsere Partei (Demokratie in Bewegung) aufgelöst werden soll. Bisher habe ich mich durch die threads gelesen und dabei ist mir aufgefallen, was auch in unserer Partei sehr schwierig ist - die etwas abwertende Konnotation zu ernsthaften sozialen Themen. Das hat mich veranlasst, diesen Text zu schreiben und hoffe, dass ihr mich nicht sogleich abstempelt.
Seid allesamt lieb gegrüßt!

Zeit für einen Perspektivwechsel!

In den letzten Jahren hat sich ein besorgniserregender Trend abgezeichnet: Wirtschaftliche und soziale Faktoren, die die Lebensrealität der Menschen maßgeblich beeinflussen, werden in der politischen Diskussion immer wieder übergangen, verharmlost oder lediglich oberflächlich behandelt. Die Folgen zeigen sich bereits heute: Eine wachsende Unzufriedenheit, sinkendes Vertrauen in die demokratischen Institutionen und eine Gesellschaft, die sich zunehmend in Extremen spaltet. Was wir hier sehen, ähnelt in vieler Hinsicht den Fehlern, die im politischen System der USA gemacht wurden – Fehler, deren Konsequenzen in Form von Polarisierung und Populismus zu beobachten sind und nun mit einer Wiederwahl von Donald Trump endete.

Viele Menschen fühlen sich in Deutschland ebenso wirtschaftlich abgehängt und gesellschaftlich nicht wahrgenommen. Stattdessen scheinen wirtschaftliche Kennzahlen oder ideologische Positionen den Vorrang zu haben – ob aus politischen Kalkül oder wirtschaftlichem Interesse. Doch die wachsende soziale Ungleichheit und die Unsicherheit über die eigene Zukunft können nicht einfach ignoriert werden, wenn wir ein stabiles und demokratisches Deutschland bewahren wollen.

Bildung als Schlüsselfaktor: Der Blick in die Zukunft

In diesem Kontext spielt Bildung eine zentrale Rolle. Bildung ist der Schlüssel zur Teilhabe an der Gesellschaft, zum Verstehen von Zusammenhängen und letztlich auch zur demokratischen Teilhabe. Sie ist die Grundlage für einen differenzierten Blick auf komplexe Themen wie den Klimawandel und die Digitalisierung, aber auch für das Verständnis wirtschaftlicher Prozesse und sozialer Verantwortung.

Doch obwohl Bildung als wichtiger gesellschaftlicher Pfeiler gilt, ist sie in Deutschland oft nicht mehr als ein Randthema. Finanzielle und strukturelle Probleme im Bildungswesen führen dazu, dass der Zugang zu Bildungschancen stark von der sozialen Herkunft abhängt. Dabei ist es entscheidend, dass Menschen den „Kopf frei“ haben, um sich nicht nur auf ihre Existenzsicherung, sondern auch auf gesamtgesellschaftliche Themen konzentrieren zu können.

Der Vorwurf des „Linkseins“ – eine Hürde für dringend notwendige Themen

Es ist bedauerlich, dass Anliegen, die eine stärkere soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltigere Wirtschaft anmahnen, schnell als „links“ abgetan werden und damit in manchen politischen Kreisen als nicht ernst zu nehmen gelten. Besonders enttäuschend ist es, wenn selbst Parteien, die sich ursprünglich für soziale und ökologische Gerechtigkeit positioniert haben, sich von Themen abwenden, die ihnen als „zu links“ erscheinen.

Der Kern dieser Themen – sei es die soziale Absicherung, der Zugang zu Bildung, die Bekämpfung von Armut oder der Kampf gegen den Klimawandel – betrifft jedoch nicht nur die „Linken“ oder „Träumer“, sondern die gesamte Gesellschaft. Ein Ignorieren dieser Faktoren führt unweigerlich dazu, dass die Gräben in der Gesellschaft größer werden und Radikalismus in die Lücken stößt, die die Politik hinterlässt.

Ohne soziale Sicherheit keine Freiheit für Fortschritt und keine Interessen an Klima-, Umwelt- oder Naturschutz

Es ist unrealistisch und unfair, von den Bürger*innen zu erwarten, dass sie sich mit vollem Einsatz für Klimaziele, Digitalisierung und wirtschaftliche Reformen engagieren, wenn ihre eigene Existenzgrundlage wackelt. Menschen, die tagtäglich um ihre finanzielle Sicherheit, um Mieten, Teilhabe und Mobilität kämpfen, haben selten die Ressourcen – sowohl emotional als auch mental –, sich mit der erforderlichen Intensität für diese dringenden Themen einzusetzen.

In der Konsequenz bleibt ein Großteil der Gesellschaft außen vor, während Politik und Wirtschaft ihre eigenen Prioritäten setzen, oft im Sinne kurzfristiger Gewinnmaximierung oder zur Durchsetzung eines ideologischen Kurses.

Nehmt die Realitäten der Menschen ernst!

Es ist an der Zeit, einen realistischeren, menschlicheren Kurs einzuschlagen. Hört auf, drängende soziale Themen als „links“ oder „unrealistisch“ abzutun. Die soziale Sicherheit der Menschen, der Zugang zu guter Bildung und die Bekämpfung von Ungleichheit sind keine Nebenschauplätze – sie sind zentrale Faktoren für ein stabiles und zukunftsfähiges Deutschland. Ein Land, das soziale Sicherheit und Gerechtigkeit ernst nimmt, schafft Raum für innovative Lösungen und die Akzeptanz langfristiger Maßnahmen wie Klimaschutz und Digitalisierung.

Die Menschen sind nicht blind für die Herausforderungen unserer Zeit, aber sie brauchen ein solides Fundament, um sich engagieren zu können. Bieten wir ihnen dieses Fundament. Geben wir ihnen den Respekt und die Wertschätzung, die sie verdienen, indem wir ihre wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnisse ernst nehmen.

7 „Gefällt mir“

Herzlich willkommen…

Euer Grundsatzprogramm ist sehr ähnlich mit unserer Mini-Partei PDF / FPA

2 „Gefällt mir“

Danke!

Ja, ich weiß, aber ich habe noch keine Ahnung, wohin ich möchte.

Das halte ich für eine Basis, auf der man aufbauen sollte. Dazu gehören aus meiner Sicht Perspektivwechsel, die schwierig sind. Denn die Blickwinkel, die auch Linke auf das Thema soziale Sicherheit haben, halte ich teilweise für völlig falsch. Aber das ist eben Religion. Wie überzeugt man einen Taliban oder Mammonisten?

1 „Gefällt mir“

viele Kleinstparteien haben haben erkannt, dass sie mit anderen fusionieren müssen. Das bedeutet, Abstriche am eigenen Programm machen zu müssen.
Ich vermute, dass viele Kleinstparteien die Alternative zur Alternative werden wird… es wird somit ein langsamer Umbruch werden, den die etablierten Parteien einfach nicht hinbekommen, weil sie in ihrer „Religion“ unflexibel sind und auch nicht mehr zuhören.

2 „Gefällt mir“

Nun, DiB wird jedenfalls nicht mehr fusionieren. Das hat sich erledigt.
Wo dann welche Leute ihr neues politisches Zuhause finden, wird sich zeigen.

Erst mal ein schöner Einstieg und gut formuliert. Ich kann gerne unterschreiben, dass der Kanpf gegen den Klimawandel und die soziale Sicherung die wichtigsten Themen sind. Nur beginnt halt jetzt die Problematik wie erreichen wir die Bürger , welche Strategie und zu welchen Kompromissen sind wir bereit. Ja auch die links - rechts- Diskussion ist teilweise überholt. Allerdings da ganz rechts gibt es noch so ein Teil, der will zurück in die Vergangenheit, hat keine Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen und will lieber eine klare autoritäre Führung, die ja einfache Antworten auf komplizierte Fragen vorgibt.

1 „Gefällt mir“

Danke für das Lob.

Das ist bestimmt nicht einfach,

Vielleicht finden wir gemeinsam einen geeigneten Plan.

hallo Lilly, danke für den guten Beitrag.
Dein „linken“ Anliegen (mehr Bildung, soziale Absicherung, Bekämpfung von Armut und des Klimawandels) werden im Prinzip alle hier unterstützen.

Die Kritik an „den Linken“ und die Ablehnung linker Politik rührt m.E. nicht daher, dass die Ziele falsch sind, sondern dass die Linken diese Ziele mit falschen, weil untauglichen oder schädlichen Mitteln erreicht werden sollen.

z.B.: Die Wohnungsnot durch die Enteignung der Immobilienkonzerne und durch willkürliche Mietendeckel zu lindern, wird nicht funktionieren. Dann baut niemand mehr Wohnungen und es wird noch schlimmer.

Es reicht nicht, ein gutes Ziel zu benennen, man muss auch wissen, wie es praktisch erreicht werden kann. Und da hat „die Linke“ häufig untaugliche Rezepte und kein Verständnis dafür, wie die Welt und die Menschen funktionieren.

Interessanterweise wählen ja die wirtschaftlich bedrohten Bevölkerungsteile auch nicht mehr links, sondern (ziemlich weit) rechts. Die haben gemerkt, dass zB Die Linke (also die Partei) ihnen gar nicht weiterhilft, weil die keine Lösungen anzubieten hat, sondern nur Sprüche aus der sozialistischen Mottenkiste.

M.E. wenden sich auch die Grünen nicht von linken Themen ab, sondern (zT) von den linken Vorstellungen davon, wie man die genannten Ziele erreichen kann. Das bedeutet manchmal auch sich einzugestehen, dass man bestimmte Ziele einfach nicht erreichen kann, wenn man ehrlich und realistisch ist.

Dazu gehört für mich die Vorstellung, dass wir alle Migranten ohne zahlenmäßige und zeitliche Beschänkung aufnehmen und ausbilden und integrieren und mit Wohnungen und Arbeit versorgen können. Das wird rein praktisch nicht gehen, und es wird auch politisch nicht durchzuhalten sein.
Das Abrücken von unrealistischen Zielen ist in so einem Fall keine Abwendung von dem Thema und dem Anliegen, sondern die Einsicht, dass man anders vorgehen muss.
zB kann es besser sein, 100.000 Migranten pro Jahr aufzunehmen und zu integrieren, als 500.000 aufzunehmen und sie weitgehend sich selbst zu überlassen. Das hat nichts mit Desinteresse an deren Schicksal (oder gar Ausländerhass) zu tun, sondern mit der Einsicht in die eigenen Grenzen.
Aber gerade bei dem Thema bleiben die Grünen bislang ja offiziell bei der bekannten Linie („alle aufnehmen, irgendwie wirds schon gehen“).

4 „Gefällt mir“

Wenn grundlegende Themen wie Bildung, soziale Absicherung incl. wirklicher Teilhabe, Armutsbekämpfung und Klimaschutz in den Kontext der Menschenrechte und der Menschenwürde gestellt werden, könnte man argumentieren, dass diese Anliegen über ideologische Schubladen hinausgehen. Sie würden dann als universelle Werte verstanden, die im Grundgesetz verankert sind und damit allen Bürger zustehen.

Linke Politik wäre dann noch das, was darüber hinausgeht.

Und - ein Land nicht mit unintegrierten Flüchtlingen überfluten zu wollen, ist sicher nicht rechtsradikal oder faschistisch, das Problem ist nur, was tun, wenn man nicht haufenweise ertrunkene Menschen im Mittelmeer möchte oder verdurstende Menschen in Wüsten oder menschenunwürdige Verhältnisse in irgendwelchen Lagern? Die Frage ist - Was dann?
Der Ton und die Wortwahl, die jedenfalls in diesem Thema zum Teil vorherrschen sind oft unwürdig und menschenverachtend.
Ursachenbekämpfung klingt gut, ist sie aber umsetzbar oder finanzierbar?
Und wo Krieg ist …

1 „Gefällt mir“

Ich fürchte, dieser kleine Teil ist gar nicht so klein. Ich halte diese Frage für viel entscheidender als die soziale. Umfragen zeigen immer wieder, dass Menschen die allgemeine Wirtschaftslage für schlecht, ihre eigene aber für gut halten. Auch in den unteren Einkommensschichten.

Es geht hier um Kultur und Identität, also um Gefühle. Die sind noch viel wirkmächtiger als der Geldbeutel. Deswegen hilft es weder der SPD noch uns, immer wieder die soziale Frage zu betonen, solange wir die kulturelle Spaltung nicht überwinden.

Schaut doch auf die AfD, die stimmen im Bundestag konsequent gegen fast alle sozialen Gesetze, anscheinend ohne dass sie deswegen Wähler verlieren.

Tatsächlich - aber warum muss man ständig das eine gegen das andere ausspielen?
Die soziale Frage wird extrem unterschätzt - Umfragen hin oder her. Das ist sichtbar und hörbar.
Frag mal die Leute, die sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten können, die kaum jeden Monat über die Runden kommen, deren Nebenkosten einen Großteil Gehalt auffressen und die im ländlichen Raum hohe Fahrtkosten haben, die in der Bildung abgehängt sind undsoweiter … Das sind doch nicht nur wenige Einzelfälle.
Es ist ein bekanntes Phänomen, dass Menschen, die extrem unzufrieden sind, Parteien wählen, die ihnen massiv schaden.
Das war bei Hitler so und bei Trump und bei der AFD.

Aber klar, es geht auch um Kultur und Identität. Das ist nur ein weiterer Baustein. Man kann doch das eine tun ohne das andere zu lassen.

diese Aussage kann ich nur unterschreiben.
Ich hatte mich mal bei uns in MV mal an die zuständige Dame der Linken für sozialen Wohnungsbau gewandt, um ihr unser Dorfprojekt vorzustellen. Wir wollten hier eine Art Fertighausfabrik für mehrstöckige Strohhäuser im modularen Serienbau etablieren.
Die Antwort hat mich dann doch verwirrt. Sie hätte geprüft und festgestellt, dass unser Dorf nicht im Fördergebiet für sozialen Wohnungsbau läge und deshalb für die Errichtung eines mehrstöckigen Gebäudes keine Fördermöglichkeiten bestünden…
Mein ehemaliger Deutschlehrer hätte gesagt: setzen, 6, Thema verfehlt…

Gleiches habe ich auch beim zuständigen Staatssekretär für Vorpommern erlebt: Desinteresse… nicht zuhören…
Kein Wunder, wenn sich Ideen woanders etablieren und die Menschen sich von Politikern und dem Land abwenden…

4 „Gefällt mir“

Hier würde schon helfen, wenn die Mittelmeerflüchtlinge konsequent ein zügiges Verfahren bekommen und bei Ablehnung auch abgeschoben würden. Dann würden sich „Wirtschaftsflüchtlinge“ schon gar nicht auf diesen Weg machen. Aber schon das scheint ja nicht möglich zu sein.

2 „Gefällt mir“

Noch was, wo ich ein falsches Mittel zu einem sinnvollen Ziel sehe: Ich denke jeder Mensch sollte ein Grundeinkommen bekommen. Aber nicht bedingungslos. Warum sollte nicht jeder, der das Grundeinkommen bekommt, arbeitsfähig ist und nichts tut, dafür zumindest halbtags eine Beschäftigung auf dem zweiten Arbeitsmarkt ausüben?
Und wer das kann und nicht will, braucht auch kein Geld? Finde ich nicht unmenschlich und würde viel Unzufriedenheit in der Bevölkerung vermeiden.

Herzlich WIllkommen @Lilly, ich finde deinen Text sehr gut und wie @lawandorder sagt:

Wichtig erscheint mir, daß du zunächst nur Ziele definierst und nicht gleich mit den Lösungen anfängst. In den Antworten kommen die Lösungsvorschläge dann leider sehr schnell.

Erfolgreicher Umbau unserer Gesellschaft zu Klimaneutralität und Kreislaufsystemen erfordert in der Tat soziale Sicherheit und Bildung. Und an beidem Mangelt es in Deutschland für zu viele Menschen. Ich glaube auch, daß dies zentrale Punkte für einen erfolgreichen Wandel sind. [1]

Wenn wir aber diese Punkte als Priorität setzen würden? Was würde das für all die Dinge bedeuten, die im Moment den Staat viel Geld kosten? Können wir uns darauf einigen, daß der Staat Anhand der Prioritäten auch die Ausgaben und Einnahmen anders steuern müsste?


  1. Übrigens kenne ich das auch aus meinem Beruf: Ich war in diversen IT-Projekten, die vernünftige Ziele hatten, aber daran scheiterten, daß die Mitarbeiter Angst um ihren jeweiligen Aufgabenbereich bekamen. Das ist natürlich nicht zu vergleichen mit Angst um die eigene Wohnung, aber das gleiche Prinzip. ↩︎

1 „Gefällt mir“

Hallo Lilly,
Willkommen im Forum - auch von mir

Ich hoffe, das Du nicht abgestempelt wirst bzw. hoffe doch ganz allgemein, dass hier niemand abgestempelt wird!
Ich denke, was Diene Kritik am derzeitigen Bildungssystem angeht, so sind viele hier rel. einig - es besteht bislang unklarheit, wie das beseitigt werden soll - nicht zuletzt, wo die Gelder dafür herkommen sollen.
Ich glaube auch, dass es notwenig ist, ein solides (inneres) Fundament zu haben, um unaufgeregt über mögliche (und wahrscheinlich auch notwendige) Veränderungen auch nur nachdenken zu können.
Was mich interessieren würde ist, wie Du dafür Kriterien definierst, um Massnahmen sozial sinnvoll ergreifen zu können, die notwendig sind, um aus einem evtl. vorrübergehendem notwendigen Verzicht keine zu großen (Über-)Forderungen an diejenigen zu adressieren, die dadurch in eine (gefühlte oder tatsächliche)"Not"lage geraten, in der so etwas ohne Radikalisierung nicht mehr möglich ist?

Wenn man sich auf die Ziele: Bildung, Klimaschutz, Wohnraum als die TOP3 verständigt, dann wäre der nächste Schritt zu klären, welche der heutigen Staatsausgaben unbedingt sein müssen (z.B. aktuell Rüstung) und welche nicht.

Klinaschutz als Nr. 1 würde ich sofort unterschreiben . Aber der Punkt 2 ist doch wie Wir die Grundlage für unsere Bedürfnisse definieren. Also was brauchen wir und was wollen wir produzieren und da wären wir bei der Wirtschaft. Was benötigen wir, was wollen wir produzieren und welche Bedingungen benötigen hierfür?

das ist die eigentliche Hürde und ich befürchte, da wird es ganz bitter.
Wenn man den Zuzug beschränkt, kann man nicht bei solchen Notfällen wieder aufmachen, denn sonst funktioniert es nicht.
Ich sehe keine andere Möglichkeit, als notfalls auch diese Toten zu ertragen, bis die Zahl der Leute nachlässt, die mit dem Schlauchboot übers Mittelmeer flüchten. Das ist in gewisser Weise unmenschlich und brutal, aber mir fällt nichts besseres ein - wenn wir die Migration steuern und begrenzen wollen.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Kommt drauf an, wer „wir“ ist.
Wenn ich in die Fußgängerzone gehe und frage, ahne ich was rauskommt:

  1. 60-70 % benötigen jeder ein Haus mit Garten, zwei Autos und 3 Urlaubsflüge pro Jahr :slight_smile:
  2. was wollen wir produzieren: Verbrennerautos, das können wir am besten.
    Ansonsten ist Produktion aber eher out, da wird man schmutzig.
  3. Welche Bedingungen: Teilzeit, home office, sabbatical im 1. Berufsjahr.

Aber im Ernst:
wenn Du „die Leute“ fragst, werden Dir die Antworten nicht gefallen.
Und wenn Du sie nicht fragst, sondern Vorgaben nach Deinen Vorstellungen machst, wird das den Leuten nicht gefallen.