Ich war nie ein Freund davon, dass AB sich zugunsten von RH in den Vordergrund drängen durfte. Das hat uns die Kanzlerschaft gekostet und uns lächerlich gemacht.
Nun hat sie wohl eine ähnliche Nummer als Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen gebracht.
Ich hatte immer den Verdacht, dass durch die Quote Frauen in großer Zahl hochgespült werden, die sonst zu Recht weiter unten wären.
In dem Fall, den du hier anführst, hatte ihr Robert Habeck freiwillig den Vortritt gelassen. Er hat sie also „hochgespült“, denn der Beschluss lautete, dass sie es unter sich ausmachen dürfen, wer Kanzlerkandidat wird.
Dafür durften sie es dann auch unter sich ausmachen, wer Vizekanzler wird, und das ist er dann geworden. Er hat also „strategisch“ alles „richtig“ gemacht, und musste noch nicht mal im Wahlkampf gegen Scholz antreten, der ihn dann auch gern zum Vize gemacht hat.
Es ist klar wie Kloßbrühe, dass das nicht freiwillig war. Er hat es mehrfach durchscheinen lassen („Nichts wünsche ich mir mehr, als diesem Land als Kanzler zu dienen.“) und er wäre in dieser Partei weg vom Fenster gewesen.
Ich habe letztes Jahr einen BDK-Antrag mit meinem Kreisverband gestellt, die Quote aufzuweichen: 1/3 Männer, 1/3 Frauen, 1/3 offen.
Das hat eine Riesenwelle gegeben mit Einschaltung des Landesverbands und des Bundesschiedsgerichts, und am Ende hat der BuVo den TOP „Satzungsänderungen“ von der Tagesordnung genommen.
Bald ist wieder BDK. Dann steht der TOP „Satzungsänderungen“ wieder auf der Tagesordnung.
Den Antragstext stelle ich euch gern zur Vefügung:
Achtung, er muss zweimal eingereicht werden: Einmal zur Satzung und einmal zum Frauenstatut, das sind zwei verschiedene Dokumente mit jeweils derselben Textpassage.
„hochgespült“ ist eine etwas unschöne Wortwahl, aber den Effekt meine ich auch zu erkennen, und der liegt nicht nur an der Quote.
Aus meiner Sicht werden mittlerweile Frauen häufig als die grds. besseren Menschen dargestellt.
Männer sind gewalttätig, penisgesteuert, gefühllos, machtbesessen, testosterongetrieben, narzisstisch, rückwärtsgewandt, der ganze Kladderadatsch.
Sinnbildlich steht dafür der berühmte „alte weiße Mann.“
Frauen sind hingegen empathisch, solidarisch, sachorientiert, aufgeschlossen, fair usw usw.
Ich habe den Eindruck, dass das bei etlichen Frauen zu einer Art Überlegenheitsgefühl führt, das sachlich nicht immer gerechtfertigt ist.
„Ich bin eine Frau, das ist Qualifikation genug“, verkürzt gesagt.
Vielleicht ist es auch Teil der Gleichberechtigung, dass Frauen jetzt genauso dumm und borniert denken, wie man es den Männern häufig nachsagt?
Warum soll nur Andi Scheuer sich grundlos für ministertauglich halten?
Aber ein richtiger Fortschritt ist dieses Verhalten nicht, und es widerlegt die These von der Frau als dem besseren Menschen.
Was ja aus Sicht eines Mannes auch wieder ganz schön ist.
@Binnen_un_Buten@Kalo@lawandorder
wenn ihr mehr drauf habt als herum zu lamentieren, und wenn ihr etwas verändern wollt, stellt gern den Antrag, den ich euch hier auf dem Silbertablett serviert habe, bei der kommenden BDK noch mal.
Ich hatte ja geschrieben, dass der BuVo den gesamten Tagesordnungspunkt „Satzungsänderungen“ von der Tagesordnung genommen hat. Das war kurz, nachdem das Bundesschiedsgericht unseren Antrag für zulässig erklärt hatte, also am Tag der BDK. Deshalb wurde er dann ja nicht zur Abstimmung gestellt.
Man braucht bei Satzungsänderungen ja immer eine 2/3 Mehrheit, und ich bin mir nicht sicher, ob wir die bekommen hätten, aber es hat ja im Antragsgrün eine ellenlange Diskussion dazu gegeben, und ich konnte alle Vorbehalte und Ängste ausräumen, denke ich mal. Du hattest da ja auch mit diskutiert und @WitzelJo auch, und ihr seid sogar von Mitgliedern meines KV, die sich das durchgelesen hatten, lobend erwähnt worden. Ich hatte ja im KV eine Mehrheit für den Antrag, aber auch eine starke Lobby dagegen, inklusive Landesverband mit seinen Angestellten, die uns gefragt haben, ob wir „noch alle Tassen im Schrank haben“.
Das fand ich sehr beeindruckend, denn eine Quote von 1/3 Frauen, 1/3 Männer, 1/3 offen wäre ja jetzt nicht sooo schlimm, und es dürfte eigentlich kaum jemand etwas dagegen haben…
Über den KV als Antragsteller können wir das jetzt allerdings nicht mehr machen, weil unser Vorstand zerschlagen wurde und mein damaliger Co-Sprecher, der sich um den „Juristenkram“ gekümmert hatte, und das auch auch noch weiter verfolgt hätte, im Exil ist.
Der Antrag müsste also im Antragsgrün 49 Unterstützer*innen bekommen, um zugelassen zu werden.
Darauf habe ich keinen Bock.
Die Erfolgsaussichten sind nahe Null.
Dann reicht mir Diskutieren bzw. „Lamentieren“
M.E. geht das Thema auch über die Quote hinaus, siehe