Eine Chance fürs Atom?

Und was sagt man dazu?

Die Regierung (?) bereitet einen Plan zur Entwicklung neuer Atomkraftwerke vor. Die Industrie verspricht Unterstützung.

Es soll eine Veranstaltung mit Signalwirkung werden, das zeigt schon die Liste der prominenten Teilnehmer. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) ist dabei und Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Dazu hochkarätige Unternehmensvertreter wie Peter Leibinger, Technologiechef des schwäbischen Laserherstellers Trumpf, und Vinod Philip, Vorstand des Dax-Konzerns Siemens Energy.

Ich werde auf einen anderen Artikel weitergeleitet, hinter paywand. Atomkraft wie hier zu sehen dick in der Überschrift erzeugt hier die falschen Assoziationen: Bei dem Beitrag geht es um Kernfusion, nicht um Kernspaltung.
Das wird allerdings seit vielen Jahrzehnten erforscht, und immer sind es „noch ein paar Jahre bis zum Durchbruch“. Okay, man macht Fortschritte, aber bis das wirklich zur Energieversorgung beitragen kann, wenn überhaupt, geht es noch Jahrzehnte. Da es aber eine mächtige Technologie ist, wenn es funktioniert, will man es noch nicht ganz aufgeben. Welche Nebenwirkungen es dann haben kann (auch da wird es strahlenden Abfall geben), wird man sehen, wenn es überhaupt etwas zu sehen gibt.
Bislang läuft das unter Grundlagenforschung.

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Sorry, bei mir jetzt auch.
Als ich ihn gelesen und geteilt habe, war er noch nicht versteckt.

Alles okay, kein Ding.
Das Vorbringen der Kernfusion dient immer wieder als Verzögerungsargument der Sorte „künftige Technik wird uns retten“. Es stiftet Verwirrung, und oft soll es genau das auch.
Vielleicht ist irgendwann die Fusion ein brauchbarer Energielieferant, aber das kann für unsere momentane Situation keine Rolle spielen.

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Ich sehe das Grundproblem gar nicht im AKW oder Fusionsreaktor selbst. Wir bauen gerade unser Netz auf unheimlich viele dezentrale Stromquellen um. Wenn da jetzt eine Anlage wie ein zentrales AKW dazu kommt, hat der regenerative Strom gar keine Chance mehr im Netz verbreitet zu werden, weil eine zentrale Stromversorgung die Leitungen viel zu lange und in großen Mengen belegt, oder wie Eckhart mit Recht und Sachverstand sagt, verstopft.

Das wird imemr so sein dass ein system dem anderen manchmal Konkurrekz mancht. Wen nder Fusionsreaktor kommt, kann es passieren dass es weniger PV Anlagen in Zukunft geben wird. Hat aber den Vorteil, dass wir dann weniger Auf Energiespreicher angewiesen sind weil der Fusionsreaktor auch im Winter und auch Nachts laufen kann. Eine PV Anlage kann das bekanntermaßen nicht.

und die Kosten? Wir haben gerade das komplette Netz umgebaut mit Milliardenbeträgen und die haben sich in den nächsten 50 Jahren noch nicht amortisiert und jetzt wieder umbauen? Sorry, ich gebe dem keine Chance.

Würden Metropolen sich selbständig versorgen wollen, dann sehe ich wieder eine Chance. Aber wie mache ich dem Einwohner klar, dass außerhalb der Metropole der Strom nur die Hälfte und weniger kostet.

Was ich an dieser Argumentation nicht verstehe: Wieso haben 4 Gigawatt Atomstrom (bis 15.04.2023) die Netze verstopft, aber 8 Gigawatt zusätzliche PV-Leistung alleine im ersten Halbjahr 2023 haben diesen Effekt angeblich nicht? Dabei heißt es doch immer: „Überschüssigen PV-Strom kann man immer noch ins Netz einspeisen.“ Weshalb mussten dann am 15. August fast 8000 Ökostromanlagen aleine in Bayern in den Mittagsstunden abgeregelt werden?

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Hier noch ein Link nach dem Motto „Know your enemy“:

Das ist übrigens eine Internetseite der US-Regierung, nicht einer Splittergruppe im Stil von Nuklearia.

Haben wir?
Soviel ich höre, ist das noch meilenweit vom Notwendigen entfernt.

Wie kommst du nur auf sowas.
Selbst ein großes AKW mit 1,4 GW bringt Deutschland noch lange nicht in eine Überschuss Situation.
Wenn es z. B. in Süddeutschland stehe würde, hätte das so gut wie keine Auswirkungen. Wir hatten bis April sogar 2 solche Kraftwerke im Süden.

Noch zwei, drei Jahre weiter massiver „Klimaschutz durch Elektrifizierung“, dann wird die Mehrheit auch für neue Atomkraftwerke in Deutschland sein. Mit CDU und AfD gibt es sogar zwei Parteien, die das in ihre Wahlprogramme schreiben werden.

Quelle: Civey-Umfrage: Wie bewerten Sie es, dass einige europäische Länder (z.B. Schweden, Frankreich) zukünftig verstärkt auf Atomenergie setzen wollen? - Civey

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Na und? Was ist schlimm dran? Wir haben die Atomkraft zu früh abgeschaltet.

Nämlich vor dem Ende der der Energiepreiskriese und vor dem Kriegsende.

Ich sage nicht dass dies eine Dauerlösung ist, aber so etwa drei Jahre Verlängerung wäre angemessen gewesen. Allerdings hätte man das früher bevor nur noch ganz wenige deutsche AKW am Netz waren, entscheiden müssen…

Dann haben wir sie ja noch gerade rechtzeitig abgeschaltet, bevor die Stimmung kippt und sie womöglich nie abgeschaltet worden wären.

Wir schalten nur zu früh zu viele Energieverbraucher auf elektrische Energie um, so dass immer wieder massiv fossiler Strom das Netz stützen muss. Heute Abend (28.08.2023, 20 Uhr) war der CO2-Emissionsfaktor bei 683 g CO2/kWh. Um den Wert auf 300 g CO2/kWh zu drücken, bräuchte es über 20 große Atomkraftwerke mit 1.400 MW Leistung am Netz - oder eine vernünftige Speicherinfrastruktur, mit der die abgeregelte Überschussleistung der vorhandenen Ökostromerzeuger nutzbar gemacht wird.

Ist doch nicht schlimm Atomstrom ist sicherer als Kohlestrom weil viel weniger Emissionen. Auch wenn man das nicht als Dauerlösung betrachten kann und nicht billig ist.

Sollen wir noch mehr Treibhausgase ausstoßen? Is das Klüger wen nwir schon fast das tödliche Limit erreicht haben ab dem die Bäume weltweit Absterben wie in einem anderen Thema erwähnt wurde?

Was ist besser? quasi Ersticken oder weiterleben und Atommüll vergraben und endlich einfach ein Endlager dafür bauen bis es eine Dauerhafte Lösung gibt?
Zur Info: Wir brauchen sowieso noch ein Endlager. Bis heute ist kein Atommüll wirklich in einem Endlager entsorgt worden weil es noch nirgendwo eins gibt.

Zur Not mus man sich über ein Internationales Endlager einigen in einer unbewohnten Gegend mit geeignetem Boden. warum Tut das keiner? Die Arktis wäre so ein Ort. Dort lebt praktisch niemand.

Dann gibt es keine Proteste wie bei der Asse und der Müll verschwindet an einem sicheren Ort wo eh niemand leben kann.

Perfekter Umweltschutz funktioniert leider nicht, bevor wir was neues habe nwas ausreichend verfügbar ist.

Vorteil: Wir könnten die Energiewende beschleunigen da wir noch lange brauchen bis wir genug alternativen um alles Elektrisch zu machen haben. etwa u mWärmepumpen zu betreiben und E Autos zu laden.

Wir brauchen jetzt eine schnelle Energiewende, keine Perfekte Energiewende, das kann man später tun.

Man kann ja festschreiben, das AKW nur 15 Jahre länger betrieben werden dürften, bzw. hätte es tun müssen als noch genug davon am Netz waren.

Gegen die Aktuellen Probleme dass wir sehr schnell weniger Treibhausgase ausstoßen müsen ist das die einzige Sinnvolle Möglichkeit, neue AKW zu bauen. Und 1400 MW reicht mir nicht. damit es nicht zu viele AKW werden, die, man später wieder abschalten muss, sollte es eher 2000 bis 2500 MW pro AKW sein.

Weil wir die neue besser technik erst mal haben müssen, die sit noch nicht ausreichdend vorhanden, und ohne Speicher reicht das im Winter nicht.

Und die Speicher fehlen noch am meisten, diese sind Rohstoffhungrig im Bau und noch nicht gut genug dass die die heutigen Kraftwerke alle ersetzen können. Es dauert einfach zu lange bis die Spoeicher da sind. Wir werden Eingene AKW brauchen. Nicht umsonst importieren wir sowoeso schon viel Atomenergie aus Frankreich.

Ausgerechnet die Grünen haben die eigene Energeerzeugung eingeschränkt weil sie Angst vor Atomenergie haben. Ich habe keine Angst davor. Sicherheitsbedenken gibt es zwar einige ,aber damit werden wir leider leben müssen. Man könnte aber dann endlich wesentlich sichere AKW bauen die keine gefährliche Konstruktionsfehler haben. Etwa dass AKW Reaktoren in einer zusätzlichen Hülle sein müssen die man komplett mit Millarden Liter Wasser fluten kann, falls eine Havarie eintritt, das würde für eine Monatelange Nachkühlung im Havariefall reichen. Dann explodiert kein Reaktor mehr… Der reageirt dann einfach aus bis keine wärme mehr entsteht. Damit wäre dann der Gesamtie Reaktirdruckbehälter komplett so 25 Meter unter Wasser…

Also eine viel Größere Kuppel drumerhum bauen… Und Standorte in der Nähe von Pumpspeicherwerken wählen.

Im Havariefall würde ein riesiges " Löschwasserrohr" geöffnet werden und binnen 20 Minuten das ganze havarierte Reaktorgebäude bis unters Dach fluten. Das Dach mus dann halt so gebaut sein den Wasserdruck auszuhalten. Danach öffnet man ein Notkühlventil, das ebenfalls vom Pumpwerk automatish gespeist wird um unmengen Wasser in den Wärmetauscher des defekten Reaktors zu jagen.

Die Notkühlung muss vom Pumpwerk aus aktiviert werden können, im Havariefall ist auf die defekte Interne Steuereung kein Verlass. Allein durch die Schwerkraft muss das funktionieren, ohne Pumpe! Also kaltes Wasser oben reinkippen vom Pumpwerk her und durch einen mechanischen Überlauf unten ab Fluss wieder raus, ohne dass das Kühlwasser kontakt mit dem radioaktiven Inhalt hat .Der Notkühler müss das ganze Gebäude und zusäzlich den Wärmetauscher umfassen
So muss das gemacht werden dann ist das Risiko beherrschbar, dann explodiert nichts. Man müsste auch den Inneren Kreislauf wieder mit Wasser füllen können durch dieses System aber ohne dass das wasser aus dem Reaktor wieder raus kommt. Also Radioaktiven Dampf ablassen, udn zwar gnadenlos und viel kühles Wasser reinkippen. Haubtsache es brennt nix und es explodiert nichts.

das Kontrollierte ablassen Radioaktiven dampfes ist viel weniger Gefährlich als wenn der Brennstoff im Falle eines schwerwn Unfalls austritt und die Umwelt dauerhaft verseucht.

Das Strahlende Gas ist nach einigen Wochen zerfallen. Die Gegend bleibt also bewohnbar! Noch Fragen? Nach ein paar Wochen können die Anwohner nach hause… Und nichts müsste teuer dekontaminiert werden. das gas ist flüchtig und kurzlebig. In sofern ist das Verbot Radioaktive Dämpfe abzulassen eigentlich ein Sicherheitsrisiko, wenn ein Notfall eintritt! Im Gegenteil, das muss kombiniert mit der Erwähnten massiven Nachkühlung eine Standardprozedur i mHavariefall werden.

Merke: Die Meisten schweren AKW Katastrophen entstehen durch versagen der Kühlung. Die darf niemals ausfallen. Solange die funktioniert geht auch im Notfall keine große Gefahr von AKW aus.

Wenn wir wirklich den Kollaps der Natur verhindern wolle müssen endlich einige verrückte Ideoligien verschwinden.

Der Nachfolger der AKW der wirklich Umweltfeundlich wäre sollte die Fusionskraft sein. Leider ist die aber noch nicht marktreif. Wir brauchen eine neue Physik damit das funktioniert, weil das bisherige Konzept zur Plasmastabillisierung entweder nicht ausreicht oder zu viel Energie verbraucht so dass der Wirkungsgrad quasi unter Null ist, also Energieverlust statt Ertrag erwirtschaftet wird.

Ein Atomkraftwerk, das nicht existiert und erst noch gebaut werden muss, kostet nicht nur gewaltige Investitionskosten, sondern benötigt für die großen Mengen Beton und Stahl erst einmal viel graue Energie, die mit hohen CO2-Emissionen verbunden sind. Anschließend ist eine Betriebsdauer von wenigstens 60 Jahren geplant. Wenn Du „das nicht als Dauerlösung betrachten“ magst, was ist es denn anderes als eine Dauerlösung?

Super-Vorschlag! Die Arktis ist ein Meer. Darum wohnt da niemand.

Bitte sei so lieb und oute Dich bei solchen Diskussionen außerhalb dieses Forums nicht als GRÜNER. Es wäre echt peinlich für unsere Partei.

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Fast.

Die Arktis ist die Erdregion um den Nordpol und damit eines der beiden Polargebiete. Zu ihr zählen die nördliche Polkappe, das großenteils von Eis bedeckte Nordpolarmeer und die nördlichen Ausläufer der Kontinente Nordamerika, Asien und Europa.

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Stimmt. Meine Aussage bezieht sich auf die Teile der Arktis, wo „praktisch niemand lebt“.

Warum eigentlich?

Weil dann zutage kommt, dass es unter den über 128.000 Mitgliedern auch Mitglieder gibt, die mit Entscheidungen der Parteiführung nicht einverstanden sind?

Ähnlich sieht es bei der Transgender-Geschichte aus.

Dafür gibt es das Meinungsrecht.

Übrigens, in anderen Parteien sieht es nicht anders aus.

Überall gibt es Menschen mit anderen Meinungen und diese versuchen wir in diesem Forum zu bündeln, solange sie nicht gegen die Grundrechte verstoßen.

Las’ mal die Kirche im Dorf. Von „weltweit“ steht da überhaupt nichts drin.
Das betrifft die nächsten Jahre vielleicht einige speziell heiße Regionen. Was schlimm genug ist, aber weit weg von „weltweit“.

Das dauert aber min. 10 Jahre bis so ein AKW in Betrieb geht.
Bis dahin wären wir mit anderen Maßnahmen schneller und wahrscheinlich billiger dran.

Weil er Ideen verbreitet die Unfug sind.

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Okay, ich halte diese Idee auch nicht gerade gut.

Auch bei der Verlängerung der Laufzeiten der noch bestehenden AKW’s hätten extra neue Brennstäbe eingebaut werden müssen und dies wäre wirtschaftlich total sinnlos gewesen.

Ich denke aber auch, hier geht es um Kernfusion und nicht um Kernspaltung.

Ich bin leider nur eine pensionierte Justizbeamtin und deshalb keine Fachfrau.

Gibt es dann „saubere“ AKW’s?