Verrückte Idee 13: So reduziert man die CO2 Emmisionen richtig und rechtzeitig und sozial gerecht!

Noch einer meiner alten Beiträge aus den alten Forum, den ich retten möchte:

Statt für alles mögliche neue Milliardensubventionen zu verteilen, muss man das Problem mit den Mitteln der sozialen Marktwirtschaft lösen und zwar so:

  1. Für alle Klimagasemissionen Zertifikate an der frühest möglichen Quelle erheben und nicht wie bisher „in der Mitte“, denn nur so können wirklich alle Emissionen erfasst werden

  2. Die Anzahl der Zertifikate jedes Jahr um 20% senken und KEINE mehr verschenken und NIE die Menge erhöhen.

  3. Erzwingen, dass beim Import Zertifikate für alle grauen Klimagasemissionen erworben bzw. beim Export zurückerstattet werden.
    Die Berechnung obliegt dem Im- bzw. Exporteur und ist öffentlich zugänglich. Die Berechnung kann auch geschätzt werden, wenn die Schätzung mindestens den tatsächlichen Klimagasemissionen entspricht.

  4. Ein Einnahmen aus dem Zertifikat-handel werden pro Kopf an die Bevölkerung zurück verteilt.

Der Punkt 3 stellt sicher, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen kurzfristig leicht verbessert. Wenn die ganz Welt mitmacht, ist dieser leichte Vorteil wieder weg, aber dann hätten wir dafür andere Vorteile. Die SwissRe schätzt (1), dass es derzeit deutlich günstiger ist, dies konsequent umzusetzen, als den bisherigen Weg weiter zu gehen.

(1) https://www.swissre.com/risk…

PS: Die Idee ist nicht von mir. Wer hat’s erfunden? Die Schweizer.

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Interssant, aber ist das nicht ein riesiger Bürokratischer Aufwand die Co2 Mengen duch die komplexe Wertschöpfungskette hindurch zu erfassen?

Wer erfasst das überhaupt? Wie wird das überhaupt erfasst? Das habe ich bei solchen Zertifikaten bis heute nicht verstanden.

Brauchst doch nur an den Quellen zu messen.
Also bei der Kohle-, Öl- und Gas-Förderung
Dann hast du die fossilen CO2-Quellen erfasst.
Das andere ist nicht so relevant.

Ok im Prinzip richtig, warum gibt es dann so viel Bürokratischen Zertifizierugnswahn? Das ist so gesehen eigentlich unnötig…

Inzwischen frage ich mich, ob das sinnvoll ist - die dadurch zu zahlenden Gelder sind bereits „gerecht“ erhoben, weil jeder, der wenig verbraucht, auch wenig zahlt - diese Gelder könnten dann für Klimawandel, Aufrüstung und was noch alles verwendet werden - vor allem gibt das einen guten Hebel, um beispielsweise Flugreisen für den Wald- und Wiesenverdiener praktisch unbezahlbar zu machen - auch das hätte einen größeren Anteil an der Reduzierung, als die Mittel wieder auszuschütten - es geht nach wie vor darum, unseren Lebensstandard dramatisch zu reduzieren - auch hier gibt es einen sozialen Aspekt, da man die Einnahmen, aus dem Zertifikatehandel eher in die Stützung der unteren Einkommensgruppen steckt - sonst fördern wir wieder überproprotional den Mittelstand, der diese Stütze derzeit nicht wirklich braucht - so lange Urlaubsflugreise und/oder 2twagen für die Frau noch drin ist, gibt’s keinen Rücklauf - ganz einfach und viel effektiver - sowohl, um Mittel frei zu machen, als auch, dem CO₂- und anderen Konsumwünschen effektiv Einhalt zu gebieten …

Aha Klimaschutz soll also so funktionieren dass der Konsum einfach abgewürgt werden soll? hmm. da macht du ein soziales Atommüll Fass Klasse 1 auf (Hochradioaktiv)! Uii Vorsicht!

Klar muss es weniger sinnlosen Konsum geben. Aber da muss man eher anders Vorgehen . Einfach durch Preissteigerugnen abwürgen ist nicht unbedingt eine gute Lösung.

Wir sollten vor allem Verschwendungskonsum beenden. Das bedeutet es Ende für Kurzlebigen Konsum.

(Einwegbecher als Beispiel)

Reisen zum Luxusgut machen ist hier nicht die super Lösung weil Reisen auch kulturell bereichern können.

Von mir aus könnte man reinen Spaßtourismus reduzieren. (Sauftouren anch Malle)

Übertourismus abschaffen in Länder mit zu viel Tourismus. Das heißt unser Eigenes Land Freizeitattraktiver gestalten wäre ein Möglicher weg.

Und generell alle Reiseangebote rationieren. Nicht mehr als eine Bestimme Gegend vertragen kann.

Gezielte Maßnahmen sind besser, keine „Verteuerungsgießkanne für alles“ (arme Giekanne was die aushalten muss…)

@zukunftsvisionär
Wie soll aktueller effektiver Klimaschutz anders funktionieren, als mit dramatischen(?!) Verzicht, solange die Recyclingverfahren noch nicht so effektiv sind, dass wir tatsächlich bei einem Nullsummenspiel angelangt sind - das hat mir hier in all den Jahren, die ich inzwischen dabei bin, noch keiner erklärt -alles, was diesbezüglich diskutiert wurde ist, dass wir vielleicht an der technisch machbaren Schwelle stehen - aber in der Umsetzung noch weit entfernt sind …
Das bedeutet, dass wir einfach weiter so machen, bis vielleicht irgendwann in unbestimmter Zukunft - wenn es wahrscheinlich schon zu spät ist, da mit dem Argument immer auch die Maßnahmen sich beliebig nach hinten verschieben lassen, weil wir eben - „sozialverträglich und Bestandsschutz wahrend“ - leider immer noch nicht ganz so weit sind …
Ich verstehe durchaus auch die Intention dahinter - man sollte den Bürgerkrieg jetzt nicht riskieren - aber was bedeutet das konkret: wir verschieben den Bürgerkrieg eigentlich nur nach hinten - die Vision hinter „jetzt keinen Bürgerkrieg“ ist also wahrscheinlich - dann eben später - ist das nach dem Verursacherprinzip tatsächlich eine plausible Zukunftsvision - und wenn ja (die Entscheidung kann man natürlich treffen), dann sollten wir das auch so ungeschönt verbreiten: "Wir sind nicht mehr heilend, sondern eben nun noch palliativ unterwegs …
Mich stört also weniger die Entscheidung für oder gegen einen deutlichen Einschnitt (wobei meine Präferenz eindeutig pro ist, da ich inzwischen durchaus auch am eigenen Leib (nicht repräsentativ!) erfahren habe, auf wie viele Dinge man verzichten, und trotzdem noch ein erfülltes Leben führen kann, sondern viel mehr die zumindest aus meiner Sicht gefühlte Unehrlichkeit - den anderen - aber auch nicht zuletzt uns selbst gegenüber, in dem wir uns zu wenig mit den immer wahrscheinlicher werdenden Worst-Case-Szenarien beschäftigen und/oder sie mehr oder weniger konsequent ausblenden …
Und wenn uns unsere Kinder irgendwann nach den zerstörten Lebensgrundlagen fragen, ist dann wirklich die moralisch vertretbare Antwort die, dass die Urlaube wirklich sehr schön, und es sehr praktisch war ein oder gar zwei Autos in der Garage stehen zu haben - und das, obwohl man mitten in der Stadt wohnte, und eigentlich nur Spritztouren für das verlängerte Wochenende, und Einkaufen damit gemacht hat - ich weiß, das ist wieder leicht populistisch (weil extrem grob vereinfachend (!!), und auch sehr subjektiv auf meine Lebenssituation zugeschnitten - aber wenn ich mir beispielsweise unsere Tiefgarage im München (Hervorragender Nahverkehr) ansehe, dann zähle ich für 80 Haushalte 80 PKW’s - existenziell notwendig (wegen Jobs) sind davon genau 2 …
Wenn wir Verantwortung für die nächste Generation und auch global gesehen wirklich ernst nehmen wollen, dann muss hier unbedingt mehr passieren, als nur ein bisschen Kosmetik, die unseren immer noch - wenn auch leicht gedämpften - überbordenden (da nicht aufkommensneutralen/recyclebaren) Konsum eher noch füttert als dem ein möglichst rasches Ende bereitet (ich bereite gerade einen neuen Thread „Freiheit und Verantwortung“ vor :slight_smile:
Auch hier kann man sich durchaus darauf berufen, dass man in erster Linie nur für sich selbst Verantwortung hat - ist das aber tatsächlich eine sozial angemessene Antwort? Und auch die Konsequenz daraus, für die Dinge, die uns selbst noch betreffen, muss dann lauten: wir haben es (als Gesellschaft und nicht als einzelner) so gewollt, sind dann also nicht Opfer - sondern Täter …
Wenn Du Dich selbst eher als Zukunfts- und weniger als Gegenwartsvisionär siehst - wo ist mein Denkfehler - oder wie sieht eine Zukunftsvision aus, die unter den aktuellen Gegebenheiten in Kombination ohne Einschränkungen noch zu einem positiven Ergebnis führen soll?

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Das wichtigeste wäre es, die fossile Lobby zu entmachten. Der Rest kommt dan relativ schnell zum zuge. Wirtig ist nur, dass man sich nicht mehr lange Zeit lässt für diesen Schritt.

wir brauchen dafür gute Konzepte.

Autos aus Großstädten verbannen wäre eine gute Lösung gegen Luftverscmutzung und Lärm. G´Öffis gibt es in der Großstadt ja genug. Kann man teilweise auch mit Robotaxis kombinieren. da diese aber von jedem benutzt werden können, braucht man dadurch massiv weniger Autos.
Wird zeit dass diese Endlich Massentauglich werden. Normale Taxen sind zu teuer…

Auf den Land ist das Auto Leider weitgehend unverzichtbar da sich da herkömmliche Öffis kaum lohnen.

Man solte hier aber genug Ausbau mit günstigen Robotaxis machen. Vielleicht auch Robo Busse in Kleinstädten?

Und die unmengen LKW müssen weg, es gibt eh nicht mehr genug Fahrer dafür.

Da braucht es mehr Schiene und teilweise auch Robo- LKW. Das macht Logistik günstiger. Menschen sind da weil sie müde werden ein Sicherheitsrisiko. Roboter brauchen keinen Schlaf und empfinden keinen Stress. Und Fernfaher ist ein recht ungesunder Job. Stress, Schichtdienst, Nachtfahrten, viel Sitzen. (in der Fahrerkabiene)

Ja da gehört eigentlich nicht in dieses Thema aber du wolltest ja „Zukunftsvisionen“ hören…

Das Problem ist wohl, dass die Quellen oft im Ausland liegen.
Das Gesetze aber in diesen Ländern nicht greifen.
Deshalb muss du dort messen wo das Gesetzlich möglich ist.
Bei Gas- Öl- und Kohle kann man die Importe messen. Binnenförderung sowieso.
Problematisch wird es bei sonstigen Waren die über die Grenze kommen den CO2 Anteil zu klären.

Man will vermeiden, dass es wieder heißt „der Staat macht eine neue Steuer um sich die Taschen zu füllen“
Man hofft, das man da mehr Akzeptanz schafft.
Akzeptanz ist ein wichtiges Thema. Sehen wir ja gerade beim GEG.
Nebenbei will man auch Ärmere entlasten, die sich (teure) Effizienzmaßnahmen nicht leisten können.

Eieieieieiei.

Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich dir jetzt unterstellen, dass in deinem Weltbild der Erstwagen automatisch dem Mann zusteht.

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Also auch die FDP ist heute deutlich moderner: das ist der 2wagen für LebensabschnittspartnerInnen. Ich erinner daran, daß es auch schwule FDP-Mitglieder gibt. [1]


  1. Was ich ohne Witz, wirklich als Fortschritt unserer Gesellschaft sehe ↩︎

Ist es nicht bei den Grünen so, dass mindestens 60% der Autos von Frauen gefahren werden müssen und Männer sich erst dann eins anschaffen dürfen, wenn keine Frau mehr eins möchte?
Oder habe ich da was verwechselt?

Oh, Mist, die Goldene Regel gilt ja seit heute.

https://das-gruene-forum.de/t/dokumente-zur-morgigen-gruendungsversammlung/2056/4?u=biologin

Ich gelobe Besserung.

Nein für das in diesem Thread thematisierte Modell reicht das nicht. Man braucht einen produktbezogenen CO₂-Fußabdruck. Dafür gibt es aber mittlerweile sogar Normen:

Normen zur Berechnung des CO₂-Fußabdrucks

Ein Vergleich von PAS 2050, GHG Protocol und ISO 14067

Eine solche Berechnung muss ja auch nicht hundert Prozent präzise sein, solange die Produkte nicht durch die Bewertung falsch „sortiert“ werden. D.h. die Größenordnungen zwischen den Produkten müssen stimmen.

Das mag sein, das wäre aber dann eine massive Steuererhöhung für alle. Das ist ein einer Demokratie nicht durchzusetzen glaube ich. Einer meiner Freunde ist sagen wir mal Vielflieger mit Firmenwagen usw. - bis es dem so weh tut, daß er nicht mehr fliegt, hat dich der Volkszorn längst aus dem Amt gejagt. :slight_smile: [1]

Das ist der entscheidende Punkt: Durch die CO2-Zertifikate, die man für Importe braucht und die Möglichkeit diese bei Exporten wieder zu verkaufen, wird die konkurrenzfähig unserer Wirtschaft eher gestärkt statt geschwächt. Importe aus China würden damit sicherlich teurer, was ja auch gerecht ist: Über die Kohlekraftwerke in China schimpfen, aber alles was geht dort produzieren bzw. von dort zu kaufen ist Heuchelei.

Und das das Modell zur Umsetzung eines internationalen Klimaabkommens dient, könnte vermutlich nicht mal die WTO etwas dagegen sagen.


  1. Ja man kann auch mit Menschen befreundet sein, die sich nicht um ihren CO2-Fußabdruck kümmern ↩︎

@Biologin

Erwischt - danke für den Tipp über die Tiefen meines Unterbewussten (ausdrücklich ernst gemeint :frowning: :frowning: ! Ich revidiere/erweitere meine oben genannte Aussage in „geschlechtsunabhängigen 2twagen“!!!

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Leider richtig und erneut altes, leidiges Thema - stehen wir für tatsächliche Lösungen - oder „nur noch“ für Palliativpolitik? Es gibt gute Gründe für beides - aber wenn wir als Grüne uns dafür entscheiden, letzteres zu machen, um den Übergang in die dann so gut wie unvermeidlichen Katastrophe(n) (egal, ob kriegerisch oder umwelttechnisch - oder beides) möglichst - und auch nur für unsere aktuelle Generation in unseren Industrienationen - „schmerzfrei“ zu gestalten - so sollten wir das unsere Wähler (und vielleicht auch die außenpolitische Welt) wissen lassen …
Der wesentliche Unterschied zwischen uns und anderen (z.B. der FDP) besteht dann vor allem darin, dass wir das Problem erkannt und zumindest palliativ etwas zu tun bereit sind …

Wir haben da ein echtes Dilemma, denn wenn wir uns für langfristig nachhaltige Politik entscheiden - werden wir nicht gewählt …
Wenn wir uns für die palliative Variante entscheiden - werden wir gewählt
Wenn wir uns für die palliative Variante entscheiden, und das aber öffentlich kommunizieren - werden wir wieder nicht gewählt …
Neben der Abweichung zwischen unserer eigenen Intention/Anspruch, tatsächlich etwas grundlegend ändern zu wollen, aber stattdessen anders - „pragmatisch“ - zu handeln (Selbstbetrug), kommt auch noch die Abweichung in unserer nach außen gerichteten Abweichung zwischen Wählersuggestion und tatsächlichem Handeln hinzu …
Das ist sozusagen ein doppeltes Problem - bestenfalls ist der Glaube an die Autosuggestion die Ursache für die Suggestion nach außen - aber auch hier ist dann die Frage, ob wir uns nicht wegen Unfähigkeit austauschen müssten, weil wir uns genauso verhalten wie diejenigen (Politiker) denen wir entweder Unfähigkeit oder Handeln wider besseres Wissen vorwerfen …
Auch hier gilt: die Politik in einer Demokratie ist genauso gut wie wir alle (im Schnitt) zusammen - das sollte uns zu denken geben (wobei ich mich gar nicht ausschließe!!) …

Habe heute gelesen, das ein Teil dieses Konzepts jetzt wohl von der EU umgesetzt wird.

„Der EU gelingt mit der Einführung des CO2-Grenzausgleichs ein Coup“, meint Christoph Bals von der Umweltorganisation Germanwatch. Der Klimazoll ermögliche höhere CO2-Preise im Europäischen Emissionshandel und schaffe einen Anreiz für andere Länder, „bei Energiewende und klimaschonender Industrietransformation Tempo zu machen“.

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